November – Blog-Challenge 2018: Memento mori – Werdet kreativ!

Hervorgehoben

C69C501A-2FBC-44A1-B835-CB8CFB7FCD70Die ersten Spekulatius wurden gesichtet. Es ist also keinen Moment zu früh, um unsere November-Blog-Aktion zu starten. Diesmal fordern wir euch heraus, visuell und kreativ zu werden. Oh ja!

Memento mori – lebendig die Toten und an den Tod erinnern

Schon ziemlich zu Beginn unserer Totenhemd-Aktivitäten hat uns immer wieder beschäftigt, wie das „Über das Sterben und den Tod reden“ auch in Formen gegossen werden kann. In Bilder, Dinge und somit Anlässe, die zum Reden mit anderen einladen. Wir hatten zum Beispiel die Möglichkeit bei der Fotoaktion von Bestatter Pütz-Roth mitzumachen, für die Annegret sich eine Sterbedecke nähen ließ, die man auch als Tages- oder Picknickdecke verwenden kann. Besonders befeuert wurde der Wunsch nach kreativer Gestaltung durch die bunten Bilder, die uns Katja Glöckler aus Mexiko zusandte: Der „Dia de los Muertos“  macht das ganze Land bunt: Zuckerschädel in den Supermärkten, Klappergerippe in Kneipen und Kinderzimmern und vor allem die prächtigen Altäre, die die Weiterlesen

15.11. Silvia: Projekt Totentanz

Vor einiger Zeit setzte ich mich über 2-3 Jahre sehr mit dem Tod und dem Sterben auseinander. Das Projekt Totentanz entstand in dieser Zeit im Spiel mit einer Gruppe und in der Folge zwIMG_4614ingend weiter mit mir selbst. Ein Totentanz auf einem kleinen Klosterfriedhof und der Bau eines Grabmals in einem von Lothar zerstörten Fichtenwäldchens verdichtete diese eigene Auseinandersetzung. Der Film „Der Tod macht stille Leute“ mit den Teilnehmern des Projektes Totentanz setzte die Resonanzen der einzelnen Teilnehmer in einem filmischen Projekt zusammen.

Hier bei Silvia weiterlesen.

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Liebe Silvia, wir freuen uns, dass Du dabei bist.

Drunter&Drüber und Death Slam

8E0C6A25-1713-4555-924C-5863E45BA98FDie neue Ausgabe der Drunter&Drüber (DuD) liegt vor mir, die uns eine der Macherinnen zuschickte. Das interessante und bunte Heft mit den verschiedensten Aspekten zum Thema „Der Tod und die Frauen“ hat mir gut gefallen.

Ich las im hinteren Teil des Magazins über Death Slam  und staunte nicht schlecht. Ich bin ja schreibend derzeit dem Poetry Slam verfallen und war umso erfreuter dass es auch „Death Slam“ gibt. Einmal jährlich wohl während der Messe „Leben & Tod“ (findet im Mai 2019 wieder in Bremen statt) treten die PoetInnen auf und erzählen vom Sterben und dem Tod. Da hab ich doch gleich mal gesucht im Netz nach „Rainer Holl“ (den ich übrigens letzten Samstag in Zürich während des Finales der 22. deutschsprachigen Meisterschaften erlebte) und wurde fündig mit dem Text, der in der DuD abgedruckt ist.

Passt in unsere Totenhemd-Challenge weil er sich an seine tote Oma erinnert.

Ab Minute 4 wird es interessant.

Bei Interesse siehe auch www.rainerholl.de.

13.11. Gabriele: Oh mein Papa … !

Gabriele schreibt: …. dieses Video habe ich anlässlich des 117ten Geburtstages meines Vaters erstellt. Lasst Euch überraschen.

 

Hier entlang zu Gabrieles Blog

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Liebe Gabriele, ich bin sprachlos über diese schöne Idee …. großartig, dass Du die Liebe zu Deinem verstorbenen Vater und die Sehnsucht nach der Bühne hier mit uns teilst.

Chapeau Madame!

12.11. Magdalene: Zusammensein im Andenken an Verstorbene

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von Magdalene sind alle Fotos uns frei gegeben

Über das Trauern und dendia de los muertos“ in Frankfurt.

Jede und jeder trauert anders, die einen mit viel Tränen, die fließen und die anderen können nicht weinen, schon seit Jahren nicht. Truschka, seit dem Tod ihrer Mutter, als sie selbst erst ein Jahr alt war. Und jetzt ist vor drei Jahren ihr Sohn gestorben. Aber sie hat uns alle eingeladen zu ihren Patenschaftsgräbern auf dem Hauptfriedhof, nachdem ich ihr von meiner Idee erzählt habe.

Ich leite seit neun Jahren Trauergruppen und hatte schon immer die Vorstellung, auch auf dem Friedhof zu sein mit Trauernden und die Gräber ihrer Lieben zu besuchen.

Und dann immer dieses Lamento, „…der Tod wird tot geschwiegen in unsrer Gesellschaft und so weiter,und in anderen Ländern ist es ganz anders, die gehen viel offener damit um.  

Zum Beispiel in Mexiko, am dia de los muertos, dem 2. November. Da wird gefeiert am Grab und zusammen gegessen mit der Familie und Freunden, mit viel Musik, Kerzen und die Verstorbenen sind im Geiste natürlich auch dabei. Natürlich ist dort Sommer, mit viel Blumen und bunt und bei uns ist halt November und eher kalt.

Ich hatte mal eine Nachbarin, die kam aus Polen, da ist es auch Brauch zu Allerheiligen/Allerseelen auf dem Friedhof zu sein mit Vielen. Mit Kerzen und mit Gebeten und an die Verstorbenen zu denken und auch gemeinsam etwas zu essen. Sie war ganz entsetzt, dass im November der Friedhof hier um 17.00 schließt. Sie ist dann über die Mauer geklettert um da zu sein, wo sie nach ihrer Tradition hingehört. Weiterlesen

11.11. Regina: Mutig im Dunkeln tappen

DSC_0121 geschn und kontrastig[7874].jpg„Hast du heute Abend noch was vor?“

„Äh ja…wie soll ich sagen? Es hat was mit fluoriszierendem Klebeband und dem alten Friedhof zu tun…“

der nächtliche Gang auf den Friedhof für eine Kunstaktion ist, wie für andere vielleicht das Sprechen übers Sterben: es braucht Mut und es braucht vor allem ein „Einfach mal machen“…

 

*** Liebe Regina, wir sind schon sehr gespannt … hier entlang zum Weiterlesen.

Schön, dass Du wieder dabei bist.

10.11. Karin: Zum Sterben schön

IMG_5025Karin hat sich bei uns so vorgestellt:

Hallo, bin Karin Simon
Sterbeamme, Traueramme
Trauerrednerin
und Psychotherapeutin HPG
www.atempause-karinsimon.de
und Kabarettistin
mit einem Kabarettprogramm natürlich übers Sterben den Tod und das Leben
www.zumsterbenschoen.de

Ihr habt ne tolle Seite über die ich heute gestolpert bin. Jetzt schenk ich euch mein Lied.

Ein Kabarettprogramm zum Thema Leben und Sterben

Der Musiker Bernhard Helmstreit, die Kabarettistinnen Monika Helmstreit und Karin Simon sowie die Sängerin und Pianistin Isolde Baldauf finden das Leben

ZUM STERBEN SCHÖN

Die vier KünstlerInnen setzen sich mit totsicheren Absichten auseinander und begleiten das Publikum ins Jenseits. Das Programm könnte auch heißen: „Dem Tod von der Schippe springen“, denn die vier nehmen dem Tod den Schrecken indem sie das Thema „Sterben“ mit einer großen Portion Humor würzen.

Das Tabu, dass man über den Tod und das Sterben nicht sprechen darf, Weiterlesen

Hörstolpersteine. Wir erinnern uns.

Guten Morgen, liebe Leser und liebe Leserinnen,

ich stolperte eben bei Facebook über die Hörstolpersteine, eine Reportage des WDR.

Ihr kennt sie alle die Stolpersteine auf unsere Straßen. Die Stolpersteine werden ausschließlich in Handarbeit hergestellt. Sie sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Wer mehr lesen mag … siehe Wikipedia.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, so zitiert Gunter Demnig sein Projekt. Sein Ziel: Die Erinnerung bewahren!

In unserer Totenhemd-Challenge wollen wir uns der Toten erinnern und uns das eigene Sterben deutlich machen. Diesmal hören wir eine interessante Reportage und lernen Menschen kennen, die grausam sterben mussten. Wir lernen Ernst und Elise und Reinhold und noch andere kennen.

Nehmt euch Zeit dafür. Hier klicken.

8.11. Anna-Lena: Liebe Freundin …

zwei stühle.jpgKaum sind wir im November angekommen, gedenken wir in vielfältiger Form all derer, die uns vorausgegangen sind und die auf immer in unserer Erinnerung lebendig bleiben.

Liebe Freundin,


bald ist es ein Jahr her, dass mich die Diagnose wie ein Hammerschlag traf und danach dauerte es nicht allzu lange, bis ich zu deiner Trauerfeier kam, eine Feier, die mir noch heute lebendig in Erinnerung ist, weil sie unter die Haut ging.

 

Hier in Anna-Lenas Lesestübchen weiterlesen.

7.11. Bianca: Die Ukulelespielerin

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Ringelnatz. Kunst und Komik. Günter Grass-Haus, Lübeck

Zuerst nahm ich nur ein paar Töne wahr. Kurze, abgehackte Laute, die mich an eine singende Säge erinnerten. Es war sehr stürmisch an diesem Tag. Ich musste mich immer wieder gegen die Böen und Windsalven stemmen, die an den Gräsern und Flechten zerrten, Palmwedel fast synchron zu den an- und abflutenden Wellen hin und her schwingen ließen und die ersten frühreifen Oliven von den Zweigen rissen. Und zwischen drin Klangfetzen, die sich hartnäckig gegen die Brandung durchsetzten. Mindestens Windstärke 6 oder 7 dachte ich. Ich wollte am Nachmittag gerne noch ein letztes Mal eintauchen, mich schaukeln lassen, mich schwerelos fühlen und versuchen, einen Blick auf kleine blauschimmernde Fische zu erhaschen, aber

hier weiterlesen bei der Silbensammlerin.

 

Nach unserer Wanderung auf dem Adonis Trail in Zypern vor zwei Wochen las uns Bianca ihre Geschichte vor. Wir hatten die Kunstkarte von Ringelnatz dabei zur Inspiration unserer Schreibaufgabe. Ich fragte Bianca, ob sie ihre Geschichte in unserer Blog-Challenge veröffentlichen mag. Ich fand sie so schön, weil mit so leichter und unbeirrbarer Phantasie aufgeschrieben ohne zu wissen, dass sie hier passen würde.

6.11. Leere füllen? Leere aushalten!

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Ihr erinnert euch an meinen Post vom 29. Oktober … die Karte „Leere füllen“ habe ich euch vorgestellt. Ich habe Worte und Zeilen gefunden um die Leere zu füllen. Habe mich gefragt um welche Leere es denn geht. Die Leere, die entsteht wenn ein Mensch gestorben ist und eine Lücke hinterlässt? Die Leere in mir? Ich habe nach einer Metapher oder einem Bild gesucht:

Platzhalter, Lücke, Loch oder
eine Schale, Vase, ein Glas oder
Zeit, Pause, Lücke … all diese Dinge können leer oder gefüllt sein.

Was auch immer mir einfiel, ich konnte es füllen. Eine Schale mit Wasser und Rosenblättern. Zeit und Pausen werden gefüllt mit allem möglichen Tun … ein Platzhalter hat eine wichtige Funktion.

Mir begegnete unterwegs im Netz eine Antwort auf „Leere füllen“: Warum immer die Leere füllen? Sie einmal aushalten, ist die große Kunst. Die Leere lassen.

Man ist wie in einem Vakuum, wenn man die innere Leere spürt. Weiterlesen