25.3. Hiltruds Poesie: Wie im Himmel?!

„Wie im Himmel?!“ oder Himmlische Bonbons für die Reise

Wenn ich über das Sterben nachdenke, bin ich ganz schnell „im Himmel“. Als kleines Kind – solange bis ich endlich das Vaterunser konnte, betete meine Mutter mit mir jeden Abend:

„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den HIMMEL komm. Amen.“

Der Himmel – das konnte ja nur ein ganz wunderbarer Ort sein. Das Nachdenken über den Himmel, auch die Himmel, ja das Reich der Himmel (schon auf Erden?) hat mich niemals losgelassen.

Oh wie schön, lassen wir uns von Hiltrud in den Himmel führen. Hier ist Hildtruds Beitrag zur Blogaktion des Totenhemd-Blogs im März 2017!

Totenhemd trifft Poetry: Sarah Bernhardt

Es geht…

Es geht, denk ich, übers Sterben zu reden.
Ist doch normal: Leben und Sterben. Sterben und Leben.
Gehört dazu – eins zum anderen. Aber nicht eines ohne das andere.
Und dann seh ich es: das Sterben. Spür es hautnah.
Dem Tod Geweihte, leidend, hadernd, leergeweint.
Das Leben geht über. Ergibt sich dem Sterben. Und mir keinen Sinn.

Es geht nicht, denk ich, übers Sterben zu reden.
Will nicht, kann nicht, darf nicht. Und während ich es aussitze und verschweige, seh ich, dass sie mit dem Sterben leben. Sehe sie trotzig dem Ende entgegen tanzen. Ja, sie tanzen, energiegeladen und federleicht im Augenblicksglück. Sie tanzen, als gäbe es kein Morgen. Als wär die Diagnose nur eine Entscheidung: Dafür oder Dagegen.
Und der Entschluss: Ich bin dagegen.

Es muss gehen, denk ich, übers Sterben zu reden.
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15.3. Brigitte Becker: Memory aus Einzelbildern

IMG_0924Immer wieder drehe ich zum Milchtopf den Hund um

Wo ist nur die zweite Katze?

Wie sieht dein Leben aus?

Mischmasch, sehr gern!

Die Welt verstillt, wenn wir gehen

Dein Kichern wird mir fehlen und dein Gesang unter der Dusche

Dein leichter Atem neben mir auf der Treppe

und dieses besondere Geräusch, wenn du erwachst

und ich? Weiterlesen

11.3. Gerda Kazakou: Überlegungen …

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… einer alten Dame.

Wer jetzt keinen Führerschein hat, der baut auch keinen mehr.
Die Lebensbremse klemmt, es geht bergab, das Glatteis ringsumher

hier geht es weiter.

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Gerda Kazakou mit ihrer Poesie dabei ist.

9.3. Lucia Henke: Kinderleicht

Kinderleicht

Wir machen es wie die kleinen Kinder,
halten uns die Augen zu und rufen laut:
Ich bin weg.

Seh ich dich nicht,
dann siehst du mich nicht.
Red ich nicht über den Tod,
dann bin ich ihm entkommen.

Hier geht es zu Lucias Blog und Gedicht.

Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt.