Maas No. 3: Leben und Sterben

leben-sterben-no-3Das wichtigste Ereignis des Lebens ist der Tod – von Harald Koisser.

So heißt es auf eine der letzten Seiten im neuen Maas-Magazin.

Hier dreht sich alles um das Leben und den Tod. Klick‘ hier zur Leseprobe.

 

Auf unserer Facebook-Seite ist was los

Jutta Engel

Auftragsarbeit von Jutta Engel

Annegret und ich haben heute mal wieder etwas länger über unseren Totenhemd-Blog gesprochen. Uns ist bewusst, dass wir viele interessante und lesenswerte Beiträge bei Facebook auf unserer Totenhemd-Blog-Seite posten, weil sie eben irgendwo in der Facebook-Welt erscheinen. Entweder auf anderen FB-Seiten oder wir lesen einen Artikel online beispielsweise bei der Süddeutschen oder in der FAZ und schwups haben wir das Ganze nebst Foto auf unserer Seite „geteilt“. Das geht leicht und schnell. Deshalb: alle die bei Facebook unterwegs sind: immer wieder zu unserer Seite klicken, weil Ihr sonst einiges Interessantes versäumt. Am besten „abonnieren“, dann kriegt Ihr alles Lesenswerte in Eurer „FB-Weltkugel“ angezeigt.

Hier im Blog schreiben wir unsere eigenen Beiträge und Artikel. Da hoppeln wir immer mal wieder ein bisschen hinterher, weil wir so viele andere Dinge nebenher erledigen. Auf Facebook da sprechen wir fast täglich übers Sterben und den Tod und überhaupt. Klickt hin, wenn Ihr Lust und Zeit habt. Und Ihr wisst ja: Gerne weiter erzählen und auch teilen.

Danke. Wir freuen uns so, dass Ihr eifrig und treu mitlest. Unsere Facebook-Seite erhält auch ständig neue LeserInnen und Likes. Das ist großartig, dass sich unser Thema immer weiter verbreitet.

Hier ein paar lesenswerte Artikel, die wir in der letzten Zeit gepostet haben:

Probeliegen im Sarg – wie bequem ist der Tod?

Die Frau, die Sternenkinder vor ihrer letzten Reise fotografiert: Tanja von Rohden

Papierkram und Trauer: Das ist beim Tod eines Angehörigen zu tun

Tomaten auf dem Grab …

Wir reden übers Sterben…heute mit: Johanna Wilke

trauer-in-liebe-johanna-wilke_08Ich bin Johanna, 27 Jahre, Sterbeamme, Bestatterin und Trauerbegleiterin. Ich lebe in Hamburg. Hier arbeite ich als Bestatterin für ein modernes Bestattungshaus (www.hamburg-leuchtfeuer.de) und schreibe auf meinem persönlichen Blog „trauer in Liebe“ über die Möglichkeiten bewusst Abschied zu nehmen. Zusammen mit meinem Mann habe ich die Trauerbox© (www.trauerbox.de) ins Leben gerufen, ein Erste-Hilfe Angebot für Trauernde zur seelischen Unterstützung und Ermutigung nach dem Verlust eines geliebten Menschen.

1.   Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit (Beschreibe kurz). Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Durch meine Arbeit als Bestatterin bin ich täglich mit dem Tod und der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Ich begleite die lebenden Angehörigen und die Seele und den Körper des Verstorbenen – für mich hängen diese Ebenen unweigerlich zusammen. Durch diese unmittelbare Berührung ist der Tod zu meinem Lehrmeister und Freund geworden. Ich lerne durch ihn, den Moment zu leben und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Ein „das ist mir egal“ gibt es für mich nicht mehr!

2.   Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Ob Frühstück, Mittag- oder Abendessen, ein Glas Wein mit Freunden oder ein kurzes Telefonat: Mein Leben baut auf der Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer auf. Neulich erst saß ich mit meinem Mann bei einer Tasse Kaffee auf dem Sofa und wir haben darüber gesprochen, wie der Sarg aussehen soll, in dem wir bestattet werden möchten, als würden wir uns über das Wetter unterhalten, so ganz normal ohne bedrückende Gefühle – das war echt stark! Was ich auch ganz wichtig finde, ist, dass unsere Verstorbenen einen Platz in unserer Mitte haben. Wir erzählen von ihnen und integrieren Rituale in unser Leben, die wir mit ihnen geteilt haben.

3.   Dein Vorschlag für einen guten Satzanfang, wenn du mit jemand über solche Dinge wie Sterben, Vorsorge u.ä. reden willst:

„Wenn heute dein letzter Tag in dieser Welt wäre, wärst du einverstanden mit deinem Leben, so wie es ist?“

4.   Wie ergänzt Du diesen Satz der Künstlerin Candy Chang:
Bevor ich sterbe, möchte ich …

…. nochmal nach Weiterlesen

Buchtipp: Einer von uns von Asne Seierstad

51MoaEF-GPL._SX335_BO1,204,203,200_Im „Das Magazin“ habe ich neugierig die Reportage über die Schriftstellerin und Journalistin Asne Seierstad gelesen. In diesem Artikel wurde ihr Buch vorgestellt. „Einer von uns“ – Anders Behring Breivik tötete am 22. Juli 2011 77 Menschen in Oslo bzw. auf der Insel Utoya.

Es ist das grausamste Buch, das ich je gelesen habe. Mit Interesse und Herzklopfen gleichermaßen. Es hat mich fasziniert und geschockt. Fasziniert bin ich von der Autorin Asne Seierstad. Akribisch und detailtreu hat sie recherchiert und die gesammelten Fakten dann in einen Tatsachenroman gegossen.

Der Massenmörder wird in diesem Buch genau vorgestellt, man hält es kaum aus wie paranoid er ist: Monatelang stellt er die verschiedensten Stoffe her, um die Bombe herzustellen (eine Anleitung dafür kann man im Internet finden!). Sie wird später vor dem Osloer Regierungsgebäude 9 Menschen in den Tod reißen und viele viele Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzen.

Die Autorin beschreibt minutiös das Massaker auf der Insel als wäre sie dabei gewesen. Sie stützt sich dabei auf Zeugenaussagen der Überlebenden und auf das Manifest des Attentäters. Sie beschreibt Weiterlesen

Christines Gastartikel: Wie wir unserer Trauer Ausdruck verleihen und die Erinnerung wach halten können

„Die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.“

Dietrich Bonhoeffer bringt wunderbar auf den Punkt, welche vielfältigen Facetten in unserer Trauer stecken. Sie kann qualvoll sein, denn es schmerzt, sich in dem Wissen zu erinnern, dass nichts mehr so sein wird wie vorher. Und sie kann, wenn wir dankbar zurückschauen, eine stille Freude über all‘ das Schöne auslösen, was wir gemeinsam mit dem verstorbenen Menschen erlebt haben und an das wir uns erinnern dürfen.

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal nach einem Trauerfall gefragt, in welcher Form Sie Ihrer Trauer und Ihrer Erinnerung Ausdruck verleihen möchten. Seit ich mich näher mit dem Thema befasse, nehme ich glücklicherweise einen immer offeneren Umgang mit Trauer wahr. Menschen werden kreativer, um ihre Erinnerung in eine Form zu gießen und ihr einen Platz zu geben. Um den Schmerz umzulenken in einen gestaltenden Prozess und ein Symbol der Erinnerung zu schaffen. Währenddessen können die Gedanken auf Reisen gehen, zurück zum gemeinsam Erlebten und so kann Schritt für Schritt Dankbarkeit wachsen.

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Fotocollage von Christine

Dieser Prozess wirkt heilsam, das durfte ich persönlich erfahren. Aus Hemden meines im letzten Jahr verstorbenen Vaters habe ich anlässlich seines 1. Todestages Kissen für alle Kinder und Enkelkinder genäht. Es war zunächst ein seltsames Gefühl, seine Hemden auseinanderzuschneiden, in denen ich ihn am Klavier sitzen sah oder „ausgehfein“ im schicken Anzug. Ich spürte eine Welle der Traurigkeit durch mich hindurchziehen. Ja, autsch! Aber dann: daraus etwas Neues entstehen zu lassen, das weiter bestehen wird und damit die Erinnerung an einen ganz besonderen Menschen wach hält, das war ein ganz besonders schönes Gefühl. Und noch besser: die leuchtenden Augen der Beschenkten!

Im Netz habe ich noch Weiterlesen

Das Weizenkorn

IMG_4003aus 1. Korinther, Kapitel 15.

… Möchte aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit welchem Leibe werden sie kommen? Du Narr: was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn.

Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa Weizen oder der andern eines …

In Gedanken bei S.

Wir reden übers Sterben … heute mit: Angelika Bening

13941019_1062091363867805_1193972174_nAngelika Bening ist Trauerbegleiterin für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Familien sowie Entspannungspädagogin.

Seit 5 Jahren in eigener Praxis im Westerwald tätig. Neben der Arbeit mit Trauernden, ist auch die Fort- und Weiterbildung von Mitarbeitern psychosozialer Berufe einer ihrer Arbeitsschwerpunkte.

1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Ich betrachte meine Arbeit und die Beschäftigung mit der Endlichkeit als eine sehr lebendige und lebensbejahende Aufgabe. Diese Lebendigkeit auch selbst immer wieder zu spüren und auch mit Dankbarkeit auf die kleinen Dinge des Lebens zu schauen, das ist mir sehr wichtig und das erlebe ich für mich in den letzten Jahren deutlich bewusster.

2. Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Hemmungen oder Ängste über das Thema Sterben oder Tod zu reden, kenne ich persönlich nicht bzw. nicht mehr. Bevor ich vor 5 Jahren meine Arbeit als Trauerbegleiterin begonnen habe, war ich über 20 Jahre lang als Krankenschwester tätig und habe sehr viele Menschen in schwerer Krankheit aber auch im Sterben begleiten können. In dieser Zeit habe ich gelernt offen über diese Themen zu sprechen und ich habe viele intensive Gespräche mit Sterbenden führen dürfen, die mir persönlich sehr viel Mut zum Leben gemacht haben. Diese Erfahrungen haben Weiterlesen

100 Songs: Komm großer schwarzer Vogel

Claudia Cardinal hat in ihrem Interview mit uns 3 Liedbeiträge erwähnt für unsere Liste „100 Songs“. Hier heute von Ludwig Hirsch: Komm großer schwarzer Vogel.

Seifenblasen am Grab. Ein sehr lesenswertes Interview.

seifenblasenDieses Interview muss eigentlich JEDE und JEDER lesen, der etwas anders machen will … am Grab, während der Beerdigung.

Diese Bestatterin ist mit Konfetti, Seifenblasen und Schokomuffins unterwegs … Aber lest selbst. In der Zeit Online erschienen:

Die Bestatterin Lea Gscheidel hat stets Seifenblasen dabei. Die Journalistin Mareice Kaiser hat ihr Kind verloren, aber nicht die Lebensfreude. Ein Gespräch über den Tod.

Interview: Mareice Kaiser.

Bestatterin: „Wow, was für eine Scheiße!“