Frau Ines und die Totenschädel

Quelle: frau-ines.de

Quelle: frau-ines.de

Komme gerade aus Hamburg zurück. In meinem Lieblingskaffee “Herr Max” am Schulterblatt hat Frau Ines im Stile des “Dia des los Muertos” das ganze Kaffee mit alten Porzellantellern geschmückt. Darauf tanzen und grinsen zwischen Goldrand und Blütenranken fein schwarz gezeichnete Totenschädel im mexikanischen Stil. Frau Ines spielt mit den Motiven. Sie überzeichnet alte Fotos mit schnörkeligen Zuckerschädeln. Richtig nahe kommt einem die Irritation bei dem Foto eines heutigen jungen Paares. Frau Ines hat außerdem fantastische Scherenschnitte zum Thema “Lachen.Tod.” kreiert. Irgendwas in mir ruft “Ich will auch solche Teller an der Wand!” Das war schon vor Jahren in San Francisco der Fall, als ich meine erste Bekanntschaft mit dem “Dia des los Muertos”, dem mexikanischen Fest der Erinnerung an die Toten, machte. Denn da ist die Totenerinnerung ganz und gar nicht schwarz und still, sondern bunt, süß und laut. Lebendig eben. Leute, esst fette Torten von Goldrandgeschirr bei meiner Beerdigung! Frau Ines und Herr Max geben euch Anregungen.

www.frau-ines.de
www.herrmax.de

6 Gedanken zu „Frau Ines und die Totenschädel

  1. Hallo zusammen, war ja nun die letzten 2 Tage in Hamburg und auch im Café Herr Max. Danke, für den Tipp, Annegret. Etwas kühle Atmosphäre, was? Passt vielleicht zu den Totenschädeln, die da in vielfältiger Form zu sehen sind.

    Auf jeden Fall hatte ich den Eindruck, dass die Ladies etwas überfordert waren und nicht wirklich mit Freude dabei beim Kuchen verteilen. Und der herrliche Schoko-Muffin, für den ich mich entschieden hatte, schmeckte dann leider muffig-krümelig … schade, die Kuchen, die auf der Homepage präsentiert sind, waren nicht im Kuchenbüffet zu sehen.

    Henkersmahlzeit? 😉

    Gefällt mir

  2. „Denn da ist die Totenerinnerung ganz und gar nicht schwarz und still, sondern bunt, süß und laut. Lebendig eben. Leute, esst fette Torten von Goldrandgeschirr bei meiner Beerdigung“

    Ein Satz der mich sehr anspricht. Ich würde eines Tages, wenn es soweit ist, meine eigene Beerdigung gerne als ein buntes, ausgelassenes, ja lebendiges Fest sehen.
    Keiner sollte nach Möglichkeit Schwarz oder Dunkel tragen. Schließlich werde auch ich an diesem
    Tage kein Schwarz tragen.
    Es heißt doch auch TrauerFEIER. Also möge man eine Feier daraus machen.
    ich sehe es als ein Abschiedsfest, meine Verabschiedung in einen neuen Daseinsabschnitt.
    Also mach bitte eine schöne ausgelassene Feier daraus.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Chantal, nun kann man Ausgelassenheit nicht per Testament festhalten. Mir geht es hier auch sehr darum, das Leben zu gestalten und schon im Leben eine Festkultur zu entwickeln, die sich dann auch auf einer Trauerfeier fortsetzen kann. Von daher ist das Testament eher: jetzt schöne Feste gestalten und vielleicht sagen die andern dann mal, komm, lass uns das so machen, wie sie das im Leben immer tat…

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Annegret, da bin ich vollkommen bei Dir.
        Ich hatte lediglich beschreiben wollen, wie ich mir einmal meine Trauerfeier vorstelle. Ob es so eintritt, es liegt wie Du sagst ganz bei mir, schon im leben die Voraussetzungen zu schaffen, im Umfeld zu entwickeln, das es einmal so umgesetzt werden kann. Deswegen auch finde ich es wichtig, viel darüber zu sprechen, auch mit Angehörigen und Freunden, was einem später einmal wichtig ist, danach, wenn man selber es nicht mehr organisieren kann.

        Wie Petra es so treffend vorgeschlagen hat :):
        warum die (zukünftigen) Hinterbliebenen nicht zu Mitlesen dieses Blogs animieren. Denn hier erfahren sie vieles über unsere letzten Wünsche.

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s