Einen Koffer packen für die letzte Reise

Eine Fährfrau ..

Eine Fährfrau ..

Von Sabine Brönnimann lese ich gerade das Buch „Wenn die Zeit sich neigt“.

Nicht, dass sich meine Zeit neigt ;-). Aber sie schreibt da einen Satz, dass man in seinem Leben den Zenit überschreitet und dann andere Themen wichtig und aktuell werden. Das erlebe ich derzeit sehr stark.

Ich werde dieses Buch noch ausführlicher vorstellen. Eine Übung, die es mir angetan hat beschreibt sie so. Ein Bestatter hat zu einem „Kunstprojekt“ eingeladen. 100 Menschen sind gekommen mit einem Koffer. Er hat die Frage gestellt: Was nehmen Sie mit auf Ihre Reise ins Land jenseits der Zeit, aus dem Leben hinüber in den Tod? Was packen Sie in Ihren Koffer?

Gute Frage, was? Ich lasse mich von dieser Frage berühren und bewege sie in meinem Herzen. Ich habe keine schnelle Antwort. Die Autorin schreibt: „Es ist nie zu früh und nie zu spät, sich im Vorübergehen vom Tod berühren zu lassen“.

Und hier geht es zu den Terminen in 2015 und Informationen zum Kunstprojekt.

10 Gedanken zu „Einen Koffer packen für die letzte Reise

  1. Pingback: Buchtipp: Wenn die Zeit sich neigt – von Sabine Brönnimann | Totenhemd-Blog

  2. Pingback: Buchtipp: Einmal Jenseits und zurück von Fritz Roth | Totenhemd-Blog

  3. Pingback: Buchtipp: Das letzte Hemd ist bunt | Totenhemd-Blog

  4. Liebe Petra, meine Oma sagte immer „das letzte Hemd hat keine Taschen, man kann sich nichts mitnehmen“ und ich denke sie hatte damit recht. Eigentlich ist das Anhaften an irdische Dinge nur belastend. Viel schöner ist für mich der Gedanke an die Zeit- und Grenzenlose Liebe zwischen Verstorbenen und Hinterbliebenen, die einfach „ist“. Denke so wird der Übergang für mich einmal ganz leicht. Bis dahin versuche ich mein Leben zu genießen und jeden Tag so zu leben als wäre es der Letzte. 😀

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    • Hallo liebe Elisabeth, ich freue mich, dass Du unseren Blog besucht hast und hier von Deiner Oma berichtest. Schönes Zitat!! Ja, wir nehmen nichts mit ins Grab. Vielleicht einen Talisman? Vielleicht ein Schmuckstück? Vielleicht die Geige oder die Flöte? Gerade in den letzten Monaten, Wochen oder Tagen – wenn man sich denn vorbereiten kann – haben sehr viel damit zu tun, sich vom Besitz zu lösen.

      Wie Du so schön schreibst: wir können die zeit- und grenzenlose Liebe mitnehmen … und wer weiß was uns erwartet? Wie viel Liebe und Freude.

      Ich wünsche Dir einen schönen Tag – so als könnte es der letzte sein.
      Danke fürs Gedanken-teilen. Das freut uns/mich!

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  5. Hallo liebe Chantal, gern geschehen für diesen Beitrag, der mich ja auch sehr inspiriert hat. Hat mich übrigens auch an die „altbekannte Frage“ erinnert.

    Deine Frage, was brauchen wir noch, wenn wir tot sind? – will ich mal versuchen in zwei Aspekte zu hüllen: Zum einen gibt es den toten Körper, der begraben oder verbrannt wird. Den wir einkleiden und „dekorieren“. Meinen Ehering würde ich gerne bei mir behalten, spüre ich … geht bei einem Sarg in der Erde, da wird er mit begraben.

    Und dann gibt es ja noch die Seele, die angeblich DA ist (und umherschwirrt ?). Ich glaube für sie packen wir den Koffer: Eines ist mir wichtig: die Liebe, die ich gespürt habe, will ich mitnehmen … und vielleicht auch mein Kirschkernkissen, das mich abends im Bett wärmt ;-). So viel zu meinen ersten zarten Packversuchen.

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    • Hallo Petra,
      ich sehe es wie Du, nach dem Tod verbleibt zu einem unsere verstorbene Hülle, unser Lebendkleid, welches begraben oder zu Asche verbrannt wird und unsere Seele. Die umherschwirrt (tatsächlich ?) oder an einen anderen Ort gelangt.
      Wo wir uns vielleicht am Ende alle treffen. Und von dieser Seite, aus dieser neuen „Daseinsform“ heraus gemeinsam einen kleinen Rückblick halten könnten.
      Wie war sie am Ende wirklich, unsere letzte Reise, ist alles so gekommen, gelaufen und durch unsere Hinterbliebenen erfüllt worden, wie wir es uns vorgestellt, erwünscht oder wenigstens erhofft hatten. Oder kam am Ende doch alles ganz anders… wer weiß das schon.
      Und natürlich öffnen wir unsere Koffer… haben wir auch an alles Wesentliche gedacht.

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      • Liebe Chantal, ich freue mich schon, Dich dort drüben zu treffen, um mit Dir Rückblick zu halten … und unseren Koffer zu öffnen. Ich werde wahrscheinlich das Buch einpacken „Das große Los“ von Meike Winnemuth und reise dann von Stern zu Stern oder von Baum zu Baum. Wer weiß das schon?

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      • Liebe Petra, es wird sicher ein sehr nettes Aufeinander treffen, mit erfrischenden Gesprächen, die sicher auch einige Antworten und neue Erkenntnisse bringen werden, zu unserem Thema.
        Bücher ja, es wird sich das eine oder andere in meinem Koffer finden. Weiß noch nicht, welche. Sicher etwas, das es wert ist ein zweites Mal gelesen zu werden, daneben sicher diese, für die mir bislang die Zeit fehlte.

        Und Zeit ist sicher etwas, was für uns dort keine Rolle mehr spielen wird. Sie ist einfach im Überfluss da, stell ich mir vor.
        Unendlich viel Zeit, zum Reden, Lesen, Umherschweben….. was immer wir wollen.

        p.s.
        deswegen, das weiß ich genau, bleibt mein Handy bei den Lebenden, wo ich dann hingegangen bin habe ich keine Verpflichtungen und Termine mehr.
        …. the person you have called isn`t available never again….. 🙂

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  6. Dank Dir Petra für den wieder schönen Beitrag. Den letzten Satz finde ich sehr treffend, ich habe ihn bereits abgespeichert. Wirklich sehr schön formuliert.
    Erinnert mich an die altbekannte Frage, „Drei Dinge welche Du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest ?“
    Wie Du fällt mir keine spontane Antwort ein, nicht einmal ob es mehr als drei Dinge sein werden, die ich in den Koffer packen würde.
    Ich werde ebenso versuchen, sie zu beantworten, vielleicht bekomme ich ja eine kleine Liste beisammen.
    Obwohl – was brauchen wir noch, wenn wir tot sind ?
    Wirklich eine interessante wie knifflige Frage 😉

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