Tacheles reden – die Weiterbildung zur Sterbeamme

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Eis-Kristall blinkt in der Sonne

Letzte Woche war ich wie hier angekündigt in Hamburg. Mein Ziel: der Info-Abend bei Claudia Cardinal über die Weiterbildung zur Sterbeamme. Mit der S-Bahn kam ich bequem in HH-Bergedorf an.

Hamburger Schmuddelwetter war.

Claudia Cardinal begrüßte mich kurz.  In einem überheizten Workshopraum mit 14 anderen Interessierten fand ich mich wieder. Es wurde gleich mal Tacheles geredet: Die Dozentin erzählte uns, dass erst kürzlich ein Sterbenskranker anrief um mit ihr Tacheles zu reden. Wenn es ums Sterben geht, ist man gleich beim Du. Und so war’s vereinbart.

Danach schilderte uns Frau Cardinal kurz ihren Werdegang und wie sich im Laufe der Jahre die von ihr konzipierte Weiterbildung zur Sterbeamme erfolgreich entwickelte. Seit 10 Jahren bildet sie interessierte Menschen aus. In diesem Jahr beginnt in verschiedenen deutschen Städten das Ausbildung-Curriculum: an 14 Wochenenden verteilt über 2 Jahre wird man auf das Aufgabenfeld einer Sterbeamme / Lebensbegleiterin vorbereitet.

Ich hörte, dass vor allem HospizmitarbeiterInnen, Pflegekräfte aus Altenheimen, Krankenschwestern und Palliative Care-MitarbeiterInnen an dieser Ausbildung teilnehmen. Es war auch mal ein Steuerberater bzw. ein Bestatter dabei. Pro Ausbildungszyklus sind 1 bis 3 Männer als Teilnehmer mit dabei.

Von den 14 Wochenenden unterrichtet Claudia Cardinal etwa 6 Blocks. Die anderen Themenblocks werden von ihren Gastdozentinnen gehalten, die alle den Ausbildungsgang der Sterbeamme absolviert haben.

Nachdem unsere Fragen beantwortet waren zu Studiendauer, Förderprogrammen, Terminen und noch viel mehr, stellte uns die vielfache Autorin die spannenden Ausbildungsinhalte der Wochenendblocks vor. Da will man sofort einsteigen und mehr hören. Ausbildungsschwerpunkte werden sein, um nur einige zu nennen: Geburt und Tod / Kommunikation / Der Tod als Freund und Feind / Angst / Weltreligionen / Rituale.

Man erhält ein Zertifikat, wenn man die Ausbildung erfolgreich mit einer schriftlichen Abschlussarbeit und dem mündlichen Prüfungsgespräch „bestanden“ hat.

Weitere Informationen und Preise finden Sie auf der Seite von www.sterbeamme.de

Mein Fazit: Ich werde die Ausbildung zur Trauerbegleiterin bei http://www.jemanja.ch, Schule zur Sterbe- und Trauerbegleitung, ab Mai beginnen und behalte den Start der Ausbildung zur Sterbeamme in München ab November im Blick. Claudia Cardinal will ggfs. ab 2016 ihre Ausbildung in der Schweiz anbieten. Zu www.jemanja.ch komme ich die nächsten Tage nochmal.

2 Gedanken zu „Tacheles reden – die Weiterbildung zur Sterbeamme

  1. Kuckuck liebe Chantal, freue mich schon sehr. Hab heute nochmals mit Frau Signer telefoniert und bin mir so sicher, hier einen guten Ort zu finden, um über das Leben und das Sterben nachzudenken.
    Die Referenzen der bisherigen TeilnehmerInnen bestärken mich, dass ich jedes Mal aufs Neue voller Kraft aus einem Wochenende heraus gehe. Danke für Deine Wünsche. Ich bleibe dran und informiere weiter … auch über andere Möglichkeiten, was mir auf dem Entscheidungsweg begegnet. Schönen Abend.

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  2. Danke Petra für Deinen ersten Bericht.
    Ich wünsche Dir, das Du Deinen Weg zur Sterbeamme erfolgreich und nach deinen Vorstellungen gehen kannst – bis zum Ziel.
    Ich freue mich schon darauf von Dir zu lesen, wie es wohl weitergeht.

    mit besten Wünschen dafür
    Chantal

    Gefällt 1 Person

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