Suizidrate in der Schweiz. Selbstbestimmt sterben.

Das muss natürlich hierher. Dass man in der Schweiz die Möglichkeit hat, selbstbestimmt zu sterben. Am bekanntesten sind diese beiden Institutionen:

www.exit.ch und www.dignitas.ch

Wahrscheinlich ergibt sich dadurch für die Schweiz eine hohe Suizidrate im Ländervergleich. Bei Wikipedia habe ich Platz 18 entdeckt in einer Statistik aus 2002 ? Das ist einer der vorderen Plätze. Vorher sind Ungarn, Litauen, die Ukraine und andere gelistet. 102 Länder wurden miteinander verglichen. Deutschland steht an 36. Stelle.

Wenn ich weiter recherchiere wird mein Verdacht bestätigt, dass die Suizittode durch begleitetes Sterben in der Rate bis 2010 mitgerechnet wurden. Was wohl jetzt nicht mehr passiert. In dem Beitrag „Sterbehilfe trieb Suizidzahlen künstlich in die Höhe“ sieht man in einer der Tabellen, dass sich die Schweiz mit Deutschland beispielsweise die Waage hält und in Österreich und Frankreich mehr Selbstmorde verübt werden.

In diesem Film aus dem gleichen Beitrag wird verdeutlicht, dass sich die Suizidrate in der Schweiz weiter verringert.

Über das begleitete Sterben sprechen wir an anderer Stelle.

Ein Gedanke zu „Suizidrate in der Schweiz. Selbstbestimmt sterben.

  1. Ich habe mit dem selbstbestimmten Sterben, konkret dem assistierten Suizid große Probleme. Eigentlich müsste man das in großer Kleinteiligkeit diskutieren, was im vergangenen Jahr in den deutschen Medien auch der Fall war. Hier nur eine Stippvisite in meine Gedanken dazu:

    1. Ein Ausbau der Palliativmedizin, die dabei hilft, Schmerzen erträglich zu machen und gute Begleitung, die einem Sterbenden hilft, sich zu sortieren und Abschied zu nehmen, würde vermutlich die Attraktivität dieses Angebots in den Hintergrund schieben.

    2. Es gibt viele Menschen, die anderen nicht zur Last fallen wollen. Da braucht es dringend einen kulturellen Wandel, in dem deutlich wird: es ist völlig ok, von anderen abhängig zu sein (das sind wir doch ein Leben lang, mal mehr mal weniger). Krankheit, Pflege und der näher rückende Tod gehören zum Leben. Hilfe zu brauchen, anzunehmen, zu geben – all das braucht zwar Übung, ist aber wenn es denn geschehen kann für die meisten ein Geschenk – und zwar in beide Richtungen.

    3. Ältere Männer sind besonders schnell dabei, wenn es darum geht vor dem Sterben aus dem Leben zu scheiden. Immer noch gelten Leistung und Unabhängigkeit als besonders hohe Werte, besonders bei Männern. Wenn dieser Anspruch nicht erfüllt werden kann, scheidet man(n) lieber gleich aus. Das bringt ich zurück zu 2. und der Frage, wie wir es lernen im Geben und Nehmen ein Geschenk zu sehen.

    4. Ich glaube, manche Menschen, die unter starken Schmerzen leiden, brauchen die Hoffnung, dass sie diesen Schmerzen entkommen können. Darum ist die Option, selbst gehen zu können für diese Menschen so wichtig. Das heißt noch lange nicht, dass sie es dann auch in Anspruch nehmen werden. (zurück zu 1.)

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