Jemanja, Schule für Sterbe- und Trauerbegleitung

Im kommenden Mai beginne ich bei Jemanja die Weiterbildung zur Sterbe- und Trauerbegleitung. Ich habe mit der viel- und weitgereisten Frau Signer, der Schulleiterin, ein persönliches Gespräch geführt

– damit wir uns gegenseitig kennenlernen
– unsere Fragen und Vorstellungen erörtern
– meine Befürchtungen sich in Luft auflösen
– ich die Räumlichkeiten kennenlerne

Die sicher wichtigste Frage, die mir Frau Signer gestellt hat: WARUM Sterbe- und Trauerbegleitung?

Nun. Ich habe ihr von meinen Erfahrungen, Eindrücken und Erkenntnissen erzählt seit dem Tod meines Vaters. Da gab es viel Tröstendes und Schmerzliches, Trauriges. Aber auch Irritationen, Unverständnis und Ohnmacht.

Für mich wird diese Weiterbildung in erster Linie ein persönliches Herantasten an ein Thema werden, das für mich selbst bis letzten September noch völlig im Verborgenen lag: Der Tod und das Sterben. Die Trauer und der Trost. Ausschlaggebend war auf jeden Fall Claudia Cardinals Buch „Wir sehen uns“ bzw. ihr Ausbildungsangebot zur Sterbeamme.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ich bei Jemanja als Teilnehmerin willkommen bin, obwohl ich noch keinen Sterbenden getroffen und in den Tod begleitet habe. Ich darf mir während der Weiterbildung in Ruhe Gedanken machen, hören, achtsam sein und fühlen.

Mir gefällt außerordentlich gut, dass wir während der Wochenend-Blocks immer wieder auf GastdozentInnen treffen werden, die aus ganz verschiedenen Blickwinkeln aufs Thema schauen. Ich werde singen, malen, eine Trommel bauen, sprechen, schweigen, meine Gedanken äußern dürfen. Alle Blickwinkel und Möglichkeiten zu Spiritualität und Religion sind erlaubt und das ist auch so gewollt. Mit offenen Augen und Ohren sind wir eingeladen zu spüren, was uns anspricht und was uns nicht entspricht.

Das gefällt mir.

Ich bin neugierig und gespannt. Wenn ich die Referenzen der früheren TeilnehmerInnen lese, dann wird mich diese „Schulzeit“ auf jeden Fall in meinem SEIN stärken.

Nach dem ersten persönlichen Gespräch in dem kleinen Ort Maugwil wartete ich an der Bushaltestelle. Ein majestätischer Kranich segelte daher und landete mitten auf der Straße und stolzierte etwa 50 Meter von mir entfernt. Als der Bus hinter der Kurve hervorpreschte, flog er ihm eine Weile voraus bis er an Höhe gewann.

Hat das was zu bedeuten? 😉 … wenn man bei Wikipedia liest, gibt es da verschiedene Erklärungen: von Sonnenvogel, Seligenkranich, Symbol der Wachsamkeit und Klugheit, „Vogel des Glücks“ … 

Ein Gedanke zu „Jemanja, Schule für Sterbe- und Trauerbegleitung

  1. Eine geschätzte und interessierte Blogleserin hat mir per Mail geschrieben und einiges zum Kranich erzählt, worüber ich mich sehr gefreut habe. In dem Buch „Krafttiere begleiten Dein Leben“ von Jeanne Ruland, S. 206 „Kranichmedizin“ kann man lesen, dass der Kranich Symbol des Frühlings ist. „Kommt er in mein Leben, so bringt er die Kraft des glücklichen Abschlusses und des Neubeginns ….
    …. er vermittelt mir außerdem das Gefühl für den richtigen Zeitpunkt ….. Er zeigt mir die Richtung zwischen Pflichterfüllung, Verantwortung, Ausdauer, Durchhaltevermögen, eigener Lebenserfüllung und Erneuerung der Lebensenergie. [… ] etc. etc. etc.

    Na, das klingt doch vielversprechend!
    Herzlichen Dank an SRK 🙂

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