Gestatten, Bestatter!

DownloadedFile-11Heute war ich in Zürich auf der gleichnamigen Veranstaltung im Bestattungsamt beim Friedhof Sihlfeld: „Gestatten Bestatter“. Die Mitarbeiter des Fahrdienstes beim Bestattungsamt stellten sich vor und führten uns durch ihren Arbeitsplatz.

Auf dem Büchertisch entdeckte ich das Buch von Peter Wilhelm. Er ist derjenige, der im BestatterWeblog schreibt – wir haben ihn in unserer Blogroll. Witziger Untertitel des Buches: „Bei uns liegen Sie richtig“.

Wer lernten heute sehr viel über das, was ein Bestatter tut: Den Toten „bergen“, pflegen, einkleiden, einsargen, versorgen und fahren. Nebenbei werden auch die Angehörigen getröstet und beraten. Meistens sind es die Bestatter, die den ersten Kontakt zu den Hinterbliebenen haben.

Es ist übrigens nicht selten, dass die Bestatter auf Verstorbene treffen, die schon mehrere Tage in ihrer Wohnung liegen. Sehr viele Menschen leben doch allein und werden spät gefunden. Der Verwesungsprozess beginnt sofort mit Einsetzen des Todes im Magen-Darm-Trakt. Oberstes Gebot ist es deshalb, den Toten kühl zu halten. Ein Tipp aus der Praxis: Man legt einen Beutel Eis oder ein Tiefkühlpack auf den Bauch des Verstorbenen oder kühlt das Zimmer.

Im Buch lesen wir Geschichten wie es das Leben bzw. der Tod schreibt: Ein Bestatter trifft auf die Verstorbenen und ihre Angehörigen. Trauriges, Lustiges, Skurriles, Nachdenkenswertes.

Hier können Sie das Buch bestellen.

10 Gedanken zu „Gestatten, Bestatter!

  1. Um eine angemessen Kühlung zu gewährleisten, kann auf spezielle Unterlagen und Decken im Sarg zurückgegriffen werden. Diese funktionieren ähnlich wie Kühlpacks für den Eisschrank. Zusätzlich gibt es neben den „normalen“ Kühlungen auch spezielle Tiefkühlungen, mit besonders niedrigen Temperaturen. Verwendung finden diese auch bei Verstorbenen die bereit länger gelegen haben und dadurch besonders intensiv „riechen“. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber:

    https://www.bestatterverzeichnis.com/ratgeber/

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  2. Es gibt wohl beide Formen dieser Kühlung, sowohl die geschlossene Variante mit durchsichtiger Abdeckung, als auch die offenen, eine Art Rahmen oder Podest, auf der der Sarg aufgestellt und von unten, bzw. der Seite gekühlt wird.
    Natürlich diskreter und für einen „barrierefreien Abschied vom Verstorbenen“, doch am schönsten für die Abschied nehmenden ist es eigentlich immer, wenn der Sarg frei zugänglich in der Trauerhalle oder Abschiedsraum aufgebahrt ist.

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    • Es ist wohl so, daß der organische Zerfallsproßess mit Eintritt des Todes beginnt.
      Sicher muß für eine Hausaufbahrung in der warmen Jahreszeit einiges an Hartnäckigkeit und auch Einfallsreichtum aufbringen. Immerhin wird der Verstorbene 24-36 Stunden in einem nicht klimatisierten Raum liegen.
      Neben ausreichender, angemessener Kühlung soll es auch ratsam sein, z.b. den Verstorbenen mit Parfüm oder Kölnisch Wasser einzureiben oder kleine Duftsäckchen unter die Kleidung zu packen.

      In Leichenhallen und Kapellen auf dem Friedhof stellt man bei Wärme den offene Sarg oft in eine Kühleinrichtung mit Glasdeckel.
      Allerdings fände ich es unpersönlich, den Verstorbenen nur in einer Art „Glasvitrine“ anzusehen.
      Mancher hat sicher noch den Wunsch, ihn ein letztes mal zu berühren, statt vielleicht nur mit der Hand über Plexiglas zu streicheln.

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