Das letzte Hemd – erste Einblicke

IMG_0300Unsere Einstiegsfrage für den Blog „Was ziehst du zu deiner eigenen Beerdigung an?“ durften wir im Frühjahr ganz konkret beantworten und in Szene setzen. Nun dürfen wir auch darüber sprechen.

Das Bestattungsinstitut Pütz-Roth in Bergisch-Gladbach hat ein Fotoprojekt „Das letzte Hemd“ gestartet. Inzwischen sind 2 x 50 Aufnahmen entstanden. HR-Kultur  berichtet.  Wer findet uns? In Kürze mehr dazu! HR-Kultur berichtet über das Fotoshooting „Das letzte Hemd“ ( Der uns zur Verfügung gestellte Link ist anscheinend nicht mehr aktuell. Sorry. )

6 Gedanken zu „Das letzte Hemd – erste Einblicke

  1. „Warum mir ein gewöhnliches Totenhemd von der Stange vollkommen ausreicht“

    Nicht mir, aber zwei früh an Krebs verstorbenen Menschen, die sich kurz vor ihrem Tod dazu ihre eigenen Gedanken gemacht haben.
    Ich habe diese Schilderungen von Gedenkseiten entnommen:

    Da war eine Frau. mit Ende 30 unheilbar an Krebs erkrankt. Vom Krankenbett in der Klinik regelte sie an ihren letzten Tagen auch ihre Beisetzung.
    Unter Bekleidung entschied sie sich für ein Totenhemd.
    Das wäre schließlich extra dafür gemacht und somit angemessen. Sowieso ähnele es einem Nachthemd und man läge ja im Sarg wie in einem Bett, mit Decke und Kissen.
    Außerdem bat sie darum, man möge ihr das Totenhemd, welches sie sich ausgesucht hatte umgehend in das Krankenhaus bringen.
    Die Frau legte Hemd dann iin den Nachtschrank neben ihrem Bett.
    Als sie kurze Zeit später gestorben ist, zogen Ihr die Krankenschwestern das bereitliegende Totenhemd an und bahrten die Verstorbene auf dem fisch bezogenen und gemachten Bett würdevoll für die Angehörigen auf.

    Ein nur 12 Jahre altes, unheilbar an Leukämie erkranktes Mädchen sprach kurz vor seinem Tod mit den Eltern über einige Wünsche für die Beerdigung.
    Dazu gehörte, das sie gerne nur in einem einfachen Totenhemd beigesetzt werden wolle, nicht etwa in eigener Kleidung.
    Die Begründung klang, auch vor dem Hintergrund, sehr reif und weitsichtig.
    Es wäre doch zu viel Aufwand, mit einer sterblichen leeren Hülle auch noch komplette und gute Kleidung zu begraben wo sie danach nur nutzlos ebenfalls zerfällt.
    Da gäbe es sicher andere, die diese Sachen noch gut gebrauchen könnten.
    Sie dachte an Kinder, deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihnen häufig und vor allem teure oder schöne Kleidungsstücke zu kaufen.
    So trug das Mädchen seinen Eltern auf, dafür zu sorgen daß der Inhalt ihres Kleiderschranks
    an Kinder aus bedürftigen Familien verteilt wird.

    – Chapeau –

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  2. off topic: Der letzte Blumengruß, ein paar Gedanken zu Trauerfloristik
    wusste nicht, wo ich den Kommentar besser hätte posten können 😉

    Wir haben uns hier Gedanken zum letzten Hemd gemacht, unsere Wünsche dazu mitgeteilt.
    Wie wir es gestalten, bzw. gestaltet haben möchten. das Kleid(ungsstück) welches uns auf der letzten Reise kleiden soll.
    Mancher wünsch noch besondere Sargbeigaben, persönliche Gegenstände zb. oder eben
    Blumen. Mit im, aber auch am, um den Sarg

    Gibt es Lieblingsblumen, die man gerne dabei haben möchte, oder umgekehrt etwas, das man nun gar nicht mag und besser wegbleiben sollte.
    Ich z.b. mag Tulpen und Nelken nicht so. Möchte ich somit eines Tages auf meiner Beerdigung nur „von Weiten sehen“ wenn man das mal so ausdrücken darf.

    Für manchen ist weniger vielleicht mehr, ein anderer wünscht sich vielleicht ein Meer von Blumen,
    in der Trauerhalle, würde gerne von Blumen umgeben in seinem letzten Bett ruhen.

    Oder soll es nur eine Kleinigkeit sein, ein dezentes Gebinde auf der Decke, ein Handsträusschen
    oder ein kleines Gesteck mit einer Nadel als florale Brosche an der Kleidung befestigt ?

    Natürlich sollte die Gestaltung den Angehörigen überassen werden, die dem verstorbenen durch die Blumen vielleicht auch etwas mitteilen wollen. (Zuneigung und Liebe – durch ein Gesteck in Herzform) Oder auf einer Schleife eine persönliche Widmung geschrieben haben wollen.

    Vielleicht möchte man dem lieben Verstorbenen gar nicht so viele Blumen in den Sarg packen,
    weil sie bei der Abschiednahme von der Person ablenken würden, diese zu sehr überdecken.

    Mitgeben kann man ihnen aber schon rechtzeitig einen kleinen Leitfaden für den tag wenn es soweit ist. Eine Art „Blumenknigge“ vielleicht. Präferenzen und eben No goes.

    Eine gute Freundin z.B. mag keine Schnittblumen in welcher Form auch immer.
    Was ihr zu schon zu Lebzeiten als Mitbringsel keine rechte Freude machen würde,
    möchte sie natürlich genau so wenig zur letzten Reise überreicht bekommen.
    Schnittblumen wären letztlich nur in Vasen stehende oder mit Draht und zusammengepferchte, tote Pflanzen. „So tot wie ich dann eben“ sagte sie mir mal.

    Etwas lebendiges, eingepflanztes wie Topfpflanzen als Deko für die Leichen- oder Trauerhalle, ja das käme in Frage. Man könnte diese hinterher direkt auf ihrem Grab einpflanzen.
    Eine gute Idee, finde ich.

    als P.S. noch eine kleine Anekdote, dazu
    Aus dem Blog einer Studentin.
    Als diese sich über einen Blogeintrag für einen längeren Krankenhausaufenthalt wegen einer notwendigen OP verabschiedete sprach sie allen, welche sie im Krankenhaus besuchen kommen wollten ein generelles Blumenverbot aus.
    Was sie mit den Worten begründete:
    „Wenn so viele Blumen um mein Krankenbett herumstehen, fühle ich mich eher wie aufgebahrt“.

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  3. Danke,
    ich habe den Artikel mit Interesse und Vergnügen lesen und das Video ansehen können und nun erst recht gespannt auf die Fotos. 🙂

    „Probeliegen“ und „Anprobe“ vor der Kamera auf norwegisch.
    Eine Journalistin aus Norwegen ließ sich in einem Totenhemd im Sarg ablichten und stellte
    auf diese Weise vor, wie sie sich später ihren letzten Auftritt vorstellt.

    Doch ob sie dann auch so herzlich lächeln wird 😉

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