Eure Gedanken zu „Kleidung und Tod“

Melina Grundmann hat uns geschrieben und recherchiert zum Thema: Totenhemd im Kleiderschrank bzw. „Kleidung und Tod“. Für ein Uni-Seminar.

Ihr könnt im Kommentarfeld mitschreiben oder einen eigenen Blogpost in Eurem Blog schreiben und posten und mit uns verlinken. Schön wäre, Melina erhält ganz viele verschiedene Antworten. Hier sind die Fragen, die sie uns gestellt hat:

  • Was verbinden Sie persönlich mit dem Thema Kleidung und Tod?
  • In welche Beziehung setzen Sie die beiden Bereiche zueinander?
  • Wie sind Sie auf die Idee des „Totenhemd-Blogs“ gekommen?
  • Was hat Sie zu der Idee gebracht, sich gegenseitig Totenhemden anzufertigen?
  • Wofür könnte das Totenhemd ein Symbol sein?
  • Was ändert es, vor dem Tod schon zu wissen, was genau man tragen wird?
  • Wie reagieren darauf Ihre Freunde/Familie?
  • Wenn Sie morgens Ihren Kleiderschrank öffnen, sticht Ihnen da Ihr Totenhemd ins Gesicht oder haben Sie es in einer „unsichtbaren“ Ecke verstaut?
  • Was denken Sie, wenn Sie es betrachten?

Wir, Annegret und ich werden die Fragen hier im Blog in einem eigenen Artikel beantworten. Es darf auch ein Foto vom Totenhemd gemacht werden und im Artikel vorgestellt werden. Ganz wie Ihr mögt.

Die Gedanken zum Totenhemd passen doch jetzt ganz gut zum Ende der Fastenzeit und zur kommenden Osterzeit. In diesem Sinne: Schreibt schön. Wir freuen uns auf Eure Gedanken. Melina ganz besonders. Eine kleine spontane Blogaktion.

8 Gedanken zu „Eure Gedanken zu „Kleidung und Tod“

  1. Eine Erinnerung aus meiner Kindheit: Meine Mutter erzählt wie sie als Kind in den 30er Jahren eine aufgebahrte Nachbarin gesehen habe. „Sie hatte nagelneue Schuhe an, stell dir vor! Die werden jetzt auch begraben? Was für eine Verschwendung, dachte ich, man hätte ihr doch auch alte anziehen können.“ Neue Schuhe waren in der Kindheit meiner Mutter ein großes Ereignis, man fuhr dafür in die Stadt, um sie auszusuchen. Was nützten der toten Frau die schönen Schuhe?
    Ich habe nie jemanden aufgebahrt gesehen.

    Seit vielen Jahren trage ich hauptsächlich schwarz und liebe elegante schwarze Kleider. Mein schönstes „Kleines Schwarzes“ soll auch mein Totenhemd sein. Kein Hemd, also bitte! Ein Kleid. Natürlich ohne Taschen. Hm. Werden sie mich darin verbrennen? Das Kleid hängt zwischen meinen anderen Kleidern und ich trage es, wenngleich sehr selten, auch zu anderen großen Anlässen als meinem letzten Auftritt. Warum auch nicht?

    A pros pos Kleid: Ein Taufkleid hatte ich nicht. Ist das Taufkleid das Äquivalent zum Totenhemd?

    Wenn ich davon spreche, mich auf den Tod vorzubereiten, wird vielen mulmig. Ich stünde doch mitten im Leben! Ob ich etwa lebensmüde wäre? (Aber nein.) Ob man sich Gedanken machen müsse? (Aber ja.) Media vita in morte sumus – vergesst das nicht.

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  2. Liebe Annegret, liebe Petra,

    anbei ein paar Gedanken zum Thema Kleidung und Tod, die ich in einem Artikel für das Christophorus Hospiz niedergeschrieben habe.

    Leider haben wir die Firma abschiedsArt aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen zum 31.12.2016 aufgelöst.

    Gerne würde ich mich mit Melina Grundmann näher austauschen. Vielleicht könnt Ihr den Artikel an sie weiterleiten und auch meine Kontaktdaten – siehe unten.

    Fähr-Hüllen sind immer noch meine Herzensangelegenhheit, jedoch brauche ich zumindest bis September eine Auszeit. Ich möchte gerne im Herbst 2017 in München in privater Runde Fähr-Hüllen nähen und mich mit den interessieren Menschen dabei über das Thema Sterben, Tod und Leben austauschen.

    Gerne würde ich etwas in eurem Blog schreiben, bin jedoch gerade auf den Weg einige Tage über Ostern wegzufahren und habe erst jetzt Euer Thema Kleidung und Tod gelesen.

    Anbei auch ein Bild von einer Ausstellung in Holzkirchen, die von Lydia Gastroph – Bestatterin und Inhaberin der Firma w e i s s… über den Tod hinaus – organisiert wurde. Gerne künnt Ihr das Bild und den Link veröffentlichen.

    Hier der Link für die Ausstellung, bei der die bordeauxfarbene Fähr-Hülle in einem Sarg von Lydia Gastroph präsentiert wurde. Ab Minute 6:40 etwa.

    Warum bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, eine Fähr-Hülle zu nähen? Ich will nach meinen Tod möglichst wenig bewegt werden und wünsche mir ein ganz besonderes, individuelles, farblich für mich passendes Totentuch, aus weichen, schönen Stoff. Ich wünsche mir, liebevoll von meinen Angehörigen darin eingehüllt zu werden. Leider ist es in Deutschland noch nicht möglich ohne Sarg nur in einem Totentuch beerdigt zu werden. Das wäre mein Traum, vielleicht wird es in ein paar Jahren möglich sein.

    Herzliche Grüße und euch beiden ein schönes Osterfest

    Gabi Suchantke-Rackner

    Fähr-Hüllen Seiffertstr. 14 81929 München 089-94 381 281 abschiede@gmail.com

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    • Ein schneller Gruß an Dich, liebe Gabi. Herzlichen Dank. Deinen Kommentar habe ich an Melina weitergeleitet … das Video mit der Totenhemd-Sequenz ist großartig und trifft genau unseren „Geschmack“. Wir melden uns noch mal. Schöne Ostertage. Herzlich. Petra

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