Ein Gedicht über die Junitage: Leichenzüge.

Meine sehr geschätzte Blog-Kollegin Christiane in Hamburg hat heute ein schönes Gedicht veröffentlicht: Schöne Junitage“ von Detlev von Liliencron„. Ein Vers geht so:

….

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt –
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Auch mitten im Juni wird gestorben und man wird auf den Friedhöfen erleben, dass Särge zu den Gräbern gezogen werden … ein Trauerzug folgt dem Gefährt mit dem Sarg. „Leichenzüge“, das Wort kennen wir gar nicht mehr. Ich finde es ist ein Wort aus dem Mittelalter und assoziere schwarz gekleidetete Menschen, die Männer mit Zylinder, die einem schwarzen Gefährt mit Sarg folgen. Dieses letzte Geleit zum Grab ist doch immer wieder sehr schön und tröstlich. Man schweigt und an einem Junitag blitzt die Sonne und die Vögel zwitschern in den Bäumen.

Hier kann man Interessantes bei Wikipedia mit dem Stichwort „Trauerzug“ nachlesen. Es wird hier abschließend der Trauermarsch von Mahler, 1. Satz seiner 5. Symphonie, erwähnt, den Ihr hier hören könnt:

Ein Gedanke zu „Ein Gedicht über die Junitage: Leichenzüge.

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