26 – … vom Ende aus betrachtet

Ich möchte euch heute C. Spinner-Stockinger vorstellen, die Anfang Januar ihren Blog gestartet hat. 100 Tage so tun als ob man nur noch 100 Tage hätte. Darüber berichtet und schreibt sie.

Hier hat sie die Idee vorgestellt: https://100tageechtzeittest.wordpress.com/idee/

Es lohnt sich in ihre bisherigen Beiträge zu klicken und zu lesen. Sehr inspirierend und anregend und manchmal auch unbequem.

Ich teile ihren Blogartikel deshalb, weil ich es immer wieder wichtig finde, dass wir uns darüber im Klaren sind, dass unser Leben endlich ist und wir nur eine kurze Zeit Gast auf dieser Welt sind. In diesem speziellen Artikel lesen wir letzte Aussagen / Sätze von Menschen von ihrem Sterbebett.

Viel Freude beim Lesen.

100TageEchtzeitTest

26Teppich

Achtung!

sage ich mir:

( – trotz des Testes! – )

Die Gefahr ist groß, (zurück) zu fallen,

die Kompassnadel zu übersehen,

obgleich die Sehkraft vorhanden ist.

Ob das Leben dann noch mein Leben ist?

Um vorzubeugen lese ich:

Dieser Mensch war ich – Nachrufe auf das eigene Leben

Viele Aussagen treffen mich bis ins Innerste:

„Ich glaube nicht, dass mein Leben, so wie es verlief, viel mit mir zu tun hatte. Es hat mich bis zuletzt einfach so gelebt.“

„… aber ich sehne mich hin und wieder schon nach dem Leben, das ich gerne gelebt hätte.  Jetzt ist es zu spät dazu.“

„Im Grunde genommen könnte ich jetzt schon sterben. Ich habe ein abwechslungsreiches tolles Leben gehabt …“

„Ich hätte früher mein Leben leben sollen. Aber so einfach, wie man das dahersagt, so einfach ist es nicht.“

„Mein Leben lang hab ich immer gewartet.“

„Wo ist bloß die Zeit hin…

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Wir reden übers Sterben mit: Beate Schwedler, Trauerrednerin

beate schwedler-nah-am-menschen - 2017-400-1Mein ganzes Berufsleben lang lebe ich vom Texte-Schreiben, erst als Journalistin für Tageszeitung, Rundfunk und Fernsehen, später dann in einer Marketingagentur – viele Jahre auch freiberuflich mit einem Büro für Text und Kommunikation. Anfang 2015 kam mir der Gedanke, dass es eine erfüllende Aufgabe sein könnte, (gute) Trauerreden zu halten. Mitte des Jahres 2015 hielt ich meine erste Trauerrede – drei Monate später wollte ich praktisch gar nichts anderes mehr machen.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Auf die Idee, Trauerrednerin zu werden kam ich vor etwa zwölf Jahre, nachdem ich selbst mit dem Tod konfrontiert worden war – erst starb mein Lebensgefährte und ein halbes Jahr später meine Schwester – beide an Krebs. Ich war mit 42 Jahren noch deutlich zu jung für eine Witwe, aber so war es.

Verluste durch Tod hatte ich bereits erlebt – mein Vater starb schon vor langer Zeit, als ich 19 Jahre alt war – aber diese beiden unfreiwilligen Abschiednahmen waren etwas ganz anderes, denn es waren quasi Tote auf Augenhöhe, was das Alter betrifft. Und damit stellte sich automatisch und unweigerlich auch die Frage nach meinem eigenen Leben.

Zum Beispiel stellte sich die Frage, wie ich es mit dem Rauchen halte – ich rauchte damals noch eine kleine Schachtel Zigaretten pro Tag. Und es gelang mir nicht sofort, aufzuhören, obwohl Weiterlesen

Sabine Dinkel spricht übers Leben und ein bisschen übers Sterben

Wegen Sabine Dinkel gibt es diesen Blog! Das ist toll. Ich kenne sie vor ihrer Krebserkrankung … wir haben uns übers Bloggen und bei Facebook kennengelernt.

Heute hören und sehen wir sie hier im Interview bei Andrea Heckmann – im LebensMutivation Flashmob Video.

Sie schaut schon mal rüber auf „die andere Seite “ ist aber vor allem hier im Leben mit ihrem Mann und ihren Hunden und ihren lieben Freund*innen. Und zum Schluss gibt es von ihr den ultimativen Tipp für andere Leidensgenoss*innen!! Also reinhören … und sich Zeit nehmen für 55 Minuten ehrliche und spannende Antworten.

 

Sabine Dinkels Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ habe ich vor wenigen Wochen vorgestellt.

Ein Couplet: ein Falter und ihm hinterher sein

Ein Couplet ist gemäß Wikipedia „ein mehrstrophiges witzig-zweideutiges, politisches oder satirisches Lied/Strophengedicht mit markantem Refrain“. Solch ein Couplet war am 3. Januar im Anderen Adventskalender zu lesen.

Hier für Euch die letzte Strophe:

Und dann wird dein Haar grau
und dann fühlste dich alt
und dann siehste sie plötzlich, diese Gestalt
und du fragst dich: „Wo kommt die Gestalt her?
Mensch, die ist doch kein Falter!“ (in den Strophen davor ging es um einen Falter)
Und dann folgst du ihr doch
mit verstummendem Mund
und …

von Robert Gernhardt

Zum Couplet werde ich im Wesentlichwerden-Blog mehr schreiben bzw. mich darin versuchen 😉 die nächsten Tage. Wünsche Euch einen schönen Abend.

Neujahr

Dieses kleine Gedicht von Yoshida Kenko trifft es auf den Punkt für den ersten zarten Neujahrsmorgen. Ich hatte es zum Start unseres Blogs entdeckt und seitdem jeden 1. Januar neu eingestellt. Heute zum vierten Mal.

Alles Liebe und Gute für 2018, viel Liebe, Fröhlichkeit, gute Gedanken und ein Stück Gelassenheit.

Totenhemd-Blog

NEUJAHR

– der erste Morgen –

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an, so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor, aber doch ist einem seltsam frisch zumute, als habe sich vieles verändert.

(Yoshida Kenko)

Foto Kirchturm in Richterswil

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