Die letzten Dinge – das was übrig bleibt

Im Friedhof Forum in Zürich wird am kommenden Donnerstag die Ausstellung „Die letzte Ordnung“ eröffnet. Untertitel: Tote hinterlassen Dinge.

Als ich das Foto mit den gestapelten Handtüchern sah gab es einen Flash: es hätte aus dem Schrank meiner Mutter geknipst sein können. Ich habe vor wenigen Wochen ihre Wohnung (zu ihren Lebzeiten) aufgelöst. Sie hatte einen schweren Schlaganfall und lebt nun in einem kleinen Appartement „WohnenPlus“.

Ich wollte sowieso zum Thema bloggen, denn wir alle haben dieses Thema entweder schon hinter uns oder noch vor uns: Die Auflösung einer Wohnung oder die Räumung eines Hauses … der Eltern, der alten Tante, eines Freundes …

Wir stehen in den Räumen und sind konfrontiert mit Geheimnissen, Intimität, Verstecktem … es tut gut mit anderen darüber zu sprechen, die es schon hinter sich haben. Ich finde gut, dass ich es zu Lebzeiten meiner Mutter erledigen durfte und nicht in meiner Trauer schaffen musste.

Das was übrig blieb: die wichtigsten Dinge und Möbel für eine kleinere Wohnung.

Als Hobbymalerin hat meine Mutter etliche Werke geschaffen. Das ist was ich nicht weggegeben habe: Alle Bilder sind eingelagert und werden in einer Ausstellung gezeigt. Das wird dann ihre letzte Reise sein und sie wird uns in guter Erinnerung bleiben mit dem, was sie geschaffen hat.

Hast Du auch schon eine Wohnung aufgelöst? Was hast Du behalten und aufbewahrt?

Vernissage im Friedhof Forum am Donnerstag, 30. Juli um 18.30 Uhr.

 

21 Gedanken zu „Die letzten Dinge – das was übrig bleibt

  1. Huh – die Handtücher hatte ich doch letzte Woche in der Hand… 😉
    Bei uns geht das aufräumen noch langsamer vonstatten. Das Haus wurde 1967 genaut, hier lebten meine Großmutter (2002 mit 89 verstorben), meine Mutter (2009 /66), mein Vater (2011/74) sowie meine Schwester und ich. Da das Haus weit über 300 m² hat, war nie eine Notwendigkeit, etwas wegzuwerfen. Somit blieb nach 2011 alles an mir hängen… Nach 2 Jahren alleine zog mein Freund hierher, im Sommer 2015 kam unser Sohn zur Welt. Und immer, wenn wir jetzt ein Zimmer mehr brauchen… Packen wir es an. 😉 Derzeit verwandeln wir ein Wohnzimmer in ein Büro und ein Schlafzimmer in ein Spiel-/ Bastel-/ Gästezimmer. Es ist mir unbegreiflich, wie schnell einige ein Haus leerräumen! Und damit meine ich sowohl den Zeitpunkt als auch die Geschwindigkeit… Wie oft erwische ich mich, dass aus einem „ich räume jetzt für zwei Stunden hier auf!“ ein Abend zwischen Fotoalben, Stammbüchern und Handtüchern wird. Die Aussteuer-Bettwäsche meiner Oma von 1930 – kaum genutzt, ich färbe sie leuchtend bunt! Schulbücher meines Opas von 1920 – ich schaue sie mir gerne mit meinem Sohn an. Letzte Woche habe ich Unterlagen gefunden – von 1841! Das muss mir jemand übersetzen, der Kurrent lesen kann…
    Aber all diese Schätze, die Erinnerungsstücke… Wären lieblos entsorgt worden!
    Ich kann verstehen, dass Mietwohnungen zeitnah geräumt werden müssen – aber ich genieße es, in aller Ruhe die vielen Erinnerungen anzusehen. Ich werde nicht alles behalten, aber ich weiß beim Entsorgen der Reste ganz genau, dass ich es nicht vermissen werde…

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    • Was ein Schatz, Ute! Ich beneide dich darum. Großartig bei den Ahnen-Dingen stöbern zu können. Das ist der Vorteil, wenn man ein sehr großes Haus/Grundstück hat und nie etwas weggeschmissen wurde sondern alles aufgehoben wird. Verstehe ich gut deine Freude über diesen besonderen Fundus.
      Wir starten bald unsere November-Blogaktion … vielleichst stellst uns etwas vor? Du wirst bald dazu lesen. Ich sag nur: mach ne „Ahnen-Party“ ….

      Schönen Tag und viel Spaß beim Entdecken und Lesen.
      Herzlich Petra

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      • Da bin ich aber mal gespannt! 😉

        Ja, es ist ein Schatz. Aber es dauert auch ewig, die Spreu vom Weizen zu trennen…

        Ein toller Blog,, ich bin vor ein paar Tagen versehentlich darüber gestolpert und habe mich gleich festgelesen.

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      • Hallo Ute, danke für dein positives Echo, das uns SEHR freut :-). Schön, dass Du unseren Blog entdeckt hast.
        Und ja, ich stelle es mir sehr mühselig vor, all die Sachen zu sichten und Entscheidungen zu treffen, was soll weg und was bleibt.
        Ihr schafft das! 😉
        Herzlich. Petra

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  2. Pingback: Wie wertvoll ist uns, was ihr/ihm wertvoll war? | Totenhemd-Blog

  3. Hat dies auf Wesentlich werden rebloggt und kommentierte:

    Das Thema „Die letzten Dinge“ veröffentliche ich jetzt mal in meinem Wesentlichwerden-Blog, weil mir vor allem auch die Kommentare der Leser*innen wichtig sind.

    Wesentlich werden heißt für mich im Laufe des Älterwerdens seine Sachen zu reduzieren. Das gefällt nicht jedem. Vor allem meiner Mutter nicht die jetzt in einer kleineren Wohnung lebt mit den wesentlichsten Sachen aus der vorher größeren Wohnung.

    Ins Grab nimmt man nichts mit wie wir wissen … also wie lebt man? Als wäre man unsterblich und lebt mit „vielen Sachen“ oder bereitet man sich darauf vor, dass man eines Tages die Welt verlassen muss?

    Ich bin ja für die Reduktion von Hab und Gut im Laufe des Älterwerdens.

    Und Du?

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  4. Als meine Mama mit 94 Jahren starb (mein Vater verstarb leider schon mit 71 Jahren)nahmen meine Tochter und ich ganz unterschiedliche Habseligkeiten in Besitz, das meiste wanderte zu einem Wohnungsauflöser.Meine Eltern sind im Laufe ihres Lebens 5x umgezogen und haben den Wohnstil immer wieder verändert. Ihr Eßzimmerchen mit den Möbeln, von dem sie sich wünschte, dass es die Tochter oder ich einmal übernehme, umgibt mich noch heute, die Tochter hatte dafür keine Verwendung. Teppiche, Bilder, ihr Theatertäschchen, Feldpostbriefe meines Vaters aus der russ. Gefangenschaft , seine Brille, ein Teil eines Services, ihren Schmuck (den ich aber kaum trage), meine Geburtsanzeige aus einer Zeitung, die ich fand, Unmengen an Garnrollen und Nähutensilien, bunt gemischte Dinge.
    Bettwäsche, Kleidung , Töpfe, Pfannen u.v.a.wanderte nach Polen zu den Verwandten der Pflegerin, die sie die letzten zwei Jahre betreute.
    Mich umgeben in fast allen Räumen kleine Erinnerungsstücke, meine Mutter und mein Vater sind so immer da, während ich an ihrem Grab überhaupt keinen Zugang zu ihnen finde.
    Wenn sie es sehen könnten, was Tochter und ich als Erinnerung behalten haben, vermutlich wären sie einverstanden, weil ich auf diese Art und Weise Zwiesprache mit ihnen halte.
    Meine Tochter wird es einmal sehr schwer haben, meine Wohnung aufzulösen, ich bin zwar kein Messie, aber allein meine Bibliothek ist riesig.Bisher schaffe ich es aber nicht, mich von irgendwelchen Dingen zu trennen.Vielleicht geht das erst, wenn ein Muss dahintersteht.Drei Herzensdinge aus meinem Besitz sollen mit in meine Urne/ Grab wandern, das habe ich schon mit der Tochter abgesprochen.
    Möge es noch ein bißchen dauern, bis Tochter und ich vor der Entscheidung stehen.
    Was die geblümtem Handtücher anbelangt, das war eine zeitlang der letzte Schrei -:))), die hatten sowohl meine Schwiegermama als auch meine Mutter.
    Lieber Gruß aus Hanau nach Zürich, Karin

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    • Hallo Karin, so schön was Sie schreiben … ich würde ja gern mal in Ihre Wohnung spicken und vor allem das Theatertäschchen entdecken. Die Feldpostbriefe Ihres Vaters aus der russischen Gefangenschaft. Wow. Haben Sie alle gelesen? Ich glaube, mir würde es das Herz zuschnüren. Ich finde das einen wichtigen Schatz.

      Und dann schreiben Sie, dass Sie sich nicht trennen können und Ihre Tochter eine Menge Arbeit hätte. Ja so ist das. Wenn uns was passierte, dann hätten unsere Geschwister auch eine Menge zu tun. Ich bin aber immer dran zu reduzieren; ich kann das gut mich treffen :-).
      Und dann sprechen Sie auch an, was in Ihren Sarg soll. Das finde ich gut und wichtig. Was würde ich meiner Mutter mitgeben? … ich muss sie mal fragen.

      Der letzte Schrei die geblümten Handtücher? Ja mein Gott, was haben unsere Oma und Opas alles so gesammelt, die Kriegsgenerationen, und die Sammelleidenschaft dann an unsere Eltern weitergegeben undsofort.

      Danke, dass Sie uns so viel von sich gezeigt haben.
      Haben Sie einen schönen ABend.

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      • Hallo Petra, unter dem 20.01.2018 habe ich eine Erinnerung an meinen Vater in meinen Blog eingestellt und dort ist auch das Täschchen zu sehen, zu dem es noch eine besondere Bewandtnis hat.
        Da mein Blog auf privat gesetzt ist, müßten Sie anfragen, falls es Sie interessiert.
        Lieber Gruß, Karin

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      • Hallo Karin, danke dass ich Deinen Artikel lesen durfte. Er hat mir sehr gefallen und ich wollte kommentieren, was nicht ging:

        Liebe Karin, danke dass ich deine schöne Geschichte lesen durfte. Sie hat mich sehr berührt! Vor allem die Fotos, die du hier zeigst mit Deinem Vater. Wie schön! Wie wichtig! Ihr zwei so glücklich und froh. Ist das eine Foto an der Kirche in Braunschweig entstanden?
        Schade, dass er so früh gestorben ist. Aber vielleicht erträgt das Herz nicht mehr nach so einer langen Gefangenschaft. Es rührt mich zu Tränen. Und dann die Liebe deiner Eltern! Die Briefe! Das Operntäschchen … wie er deine Mutter verwöhnt gleich nach der Heimkehr! Wahnsinn! Für ihn so wichtig! Wunderschön.
        Ja dieser Krieg und die Folgen!! Und Du hattest eine gute Kindheit. Meine Mutter übrigens auch auf dem Land; sie mussten nicht hungern.

        Herzlicher Gruß. Petra

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  5. Auch bei meiner Mutter habe ich vor zwei Jahren diese geblümten Handtücher im Schrank vorgefunden. Zu dem Zeitpunkt ist auch sie ins Pflegeheim gekommen und so war das Wohnungsräum-Gefühl zwar trotzdem traurig, aber ein erster zu ertragender Schritt.
    Im letzten Jahr ist sie gestorben und von den sehr persönlichen Dingen, die sie da noch hatte, habe ich einiges behalten wie z. B. ihre Mundharmonika, die sie so geliebt hat.
    Wie gut, dass es solche Ausstellungen gibt, wo man mit diesen Situationen, die jedem irgendwann begegnen schon einmal in Berührung kommen kann.

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    • Hallo Nicole, tja diese geblümten Handtücher 🙂 … und dieser erste Schritt in Richtung „jetzt bin ich alt, jetzt kann ich es nicht mehr alleine oder nur noch bedingt“. Wir sind alle traurig ob der Situation, denn wirklich besser wird es nun nicht werden. Aber stabil. Ich wünsche meiner Mutter wenigstens ein gutes stabiles Jahr.
      Bei Facebook wurde ich gefragt, wie es meine Mutter aufgenommen hat und ob sie dabei war. Sie war kurz dabei. Ich habe mir zeigen lassen was ihr wichtig ist. Da sie von allem viel hatte, habe ich die neuen Dinge eingepackt und sie hat es relativ distanziert genommen; ich gehe aber davon aus, dass ihr Hirn da auch nicht mehr alles auffassen konnte, so frisch nach dem Schlaganfall.

      Und Du hast von Deiner die Mundharmonika behalten – schön! Es ist erst ein Jahr her, dass sie gestorben ist. Das ist ja noch ganz frisch. Wir als Kinder werden konfrontiert mit dem Älter werden und dem, was wir hinterlassen werden. Ich finde ich bin mitten in der Trauerarbeit zu ihren Lebzeiten. Kennst Du das auch?

      Ich freue mich auf die Ausstellung und werde berichten.

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      • Hallo Petra,
        ich wünsche Deiner Mutter von Herzen alles Gute und natürlich auch Dir – diese Situation ist eben nicht einfach.
        Ja, als Kinder müssen wir tätig werden. Egal, wie sehr das Herz dabei schmerzt. Manchmal ist es auch genau dieses „machen“, was zumindest bei mir, eine Zeitlang das Kopfkino ausschaltet. Meine Mutter ist von jetzt auf gleich ins Pflegeheim gekommen. Sie hat sich vorher – obwohl es besser gewesen wäre – total dagegen gesperrt. Und dann kam der Tag, wo sie nicht mehr allein aufstehen konnte. Und dann ist sie am selben Tag ins Heim gekommen – mein Bauchgefühl hatte genau die Woche vorher dafür gesorgt, dass ich mir Pflegeheime angeschaut habe… – und sie hat ihre Wohnung und den Großteil ihrer Sachen dann nie wieder gesehen. Ich musste dann entscheiden, was sehr hart war. Wobei ich damals „einfach nur“ gemacht habe. Das kommt jetzt im Nachhinein alles nochmal hoch.
        Seit dem Zeitpunkt hat glaube ich auch die Trauerarbeit bei mir schon begonnen. Das hast Du Recht. Wobei es sich jetzt – ein Jahr nach ihrem Tod – fast noch frischer anfühlt. In den Monaten ist durchgesickert, dass ich sie nun nichts mehr fragen, ihr nichts mehr erzählen kann… Aber dann ist da auch das dankbare Gefühl, das ich sie begleiten durfte und wir uns verabschieden konnten.
        Alles Gute für Dich und ich bin sehr gespannt auf Deinen Bericht über die Ausstellung!
        Liebe Grüße
        Nicole

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  6. Pingback: Kloß im Herz | Etüdensommerpausenintermezzo II-18 | Irgendwas ist immer

  7. Meine Eltern waren Messies und wir haben Jahre gebraucht, um alles aufzulösen. Ich habe so gut wie nichts behalten. Bei Messies ist irgendwie nichts richtig persönlich. Ein paar Sachen aus meiner Kindheit hatte ich mitgenommen, aber das waren ja meine.

    Allerdings interessiert mich das Thema sehr und ich finde es schade, dass die Ausstellung so weit weg ist. In Berlin auf dem Mauerparkflohmarkt gibt es Stände von Wohnungsauflösern. Da stehe ich oft vor und sage mir, das ist oft alles, was vom Leben bleibt. Die wenigsten sind berühmt und hinterlassen Kunst.

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    • Hallo Carrie, ohje. Jahre lang habt Ihr gebraucht. Meine Mutter war im Ansatz ein Messie und das hat uns schon gereicht. Wir haben ausräumen lassen nachdem das Wichtigste von uns eingepackt und umgezogen war. Das dauerte einige Tage. Die Männer waren sehr fleißig.

      In Berlin habt Ihr ja einige alternative Bestatter … die könnten das Thema ja mal aufgreifen? … schau mal der Julian im vorherigen Interview, den würde ich ansprechen zu diesem Thema … ja, meine Mutter ist sicher nicht berühmt aber in ihren Kreisen bekannt … so ein Kunstwerk hat schon was, wenn man es zurück lässt. Ihren Kunstlehrer hab ich schon gefragt, ob er eine Rede hält wenn die letzte Reise meiner Mutter ansteht.

      In diesem Sinne, würde ich dich gern begleiten auf den Mauerparkflohmarkt … :-). Ich werde von der Vernissage berichten. Ich gehe hin morgen mit einer Klientin die aus Mainz anreist.
      Alles LIebe und einen schönen Tag.

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      • Nun muss ich ergänzend sagen, dass wir uns die Jahre auch irgendwie genommen hatten. Das Haus ging in unser Eigentum über, war aber zu weit weg, um selbst darin zu wohnen (und außerdem nicht bewohnbar). Wir sind immer mal wieder hingefahren und haben nach und nach alles aufgelöst. In deinem aktuellen Beitrag über die Vernissage ist ein Gesprächsfetzen auch „Zeit“, man hat oft zu wenig Zeit. Ich habe das als sehr erholsam empfunden, dass wir diese Jahre hatten. Mit jedem Jahr wird der Abstand größer und man betrachtet die Sachen anders. Das hat auch den Vorteil, dass man am Ende dieses Prozesses wirklich nur noch die Dinge mitnimmt, die einem wichtig und wertvoll sind. Und das sind nicht unbedingt die Sachen, die wirklich wertvoll sind! So habe ich ein paar Bierhumpen behalten, weil ich meinen Vater immer noch daraus Berliner Weiße mit Schuss auf der Terrasse trinken sehe.

        Alles andere kann man sehr gut loslassen und verhindert dadurch, sich selbst die Bude so vollzustopfen. Ich finde die Vorstellung schlimm, wenn man eine Wohnung innerhalb von einigen wenigen Wochen ausräumen muss. Die Situation hatte ich zum Glück noch nicht.

        Dir auch alles liebe und einen schönen Tag!

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      • Hallo liebe Carrie, guten Abend,
        vielen Dank für deine ergänzenden Gedanken.
        Seitdem ich von der Zeit gehört habe, die man hat oder nicht hat um zu räumen, bin ich nachdenklich geworden ob wir es richtig gemacht haben. Meine Mutter hatte eine Mietwohnung … da haben wir eben 3 Monate Kündigungszeit eingehalten und uns in dieser Zeit mit dem Umzug und der Wohnungsauflösung beschäftigt. Innerhalb kürztester Zeit – nämlich innerhalb einer Woche – war alles draußen, was meiner Mutter und uns nicht mehr wichtig war.

        Wenn ich höre, dass man ein Haus über eine lange Zeit immer wieder besuchen kann und immer wieder ein Stück wegräumt und auflöst, das ist schön. Ich finde, Ihr habt das gut gemacht und es hört sich für mich sehr tröstlich an. Die Bierhumpen, die Du behalten hast, das kann ich mir gut vorstellen, wie wichtig sie dir sind. Das war ja auch das Fazit der Talkrunde: es kommt auf die ideellen Erinnerungen an die wertvoll sind.

        Hab einen schönen Abend. Trinkt man eigentlich noch Berliner Weiße?

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  8. Flashback, ha, ich auch: Diese Handtücher lagen in sehr ähnlich bei meiner Mutter! Ein paar habe ich behalten … aber nicht viele.
    Sei froh, dass du ihre Wohnung noch zu Lebzeiten auflösen konntest, das macht es leichter, vor allem, wenn für dich viele Erinnerungen dranhängen.
    Liebe Grüße
    Christiane

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    • Hallo liebe Christiane, scheint wohl in der Generation unserer Eltern ein begehrtes Muster gewesen zu sein … geblümte Handtücher :-). Ja, ich bin froh dass ich das bei Lebzeiten erledigt habe … ihre Wohnung war ok – wahrscheinlich fiel es mir deshalb leicht das ganze zu händeln, weil ich nicht dran hing … außer ihren Kunstwerken die sind mir wichtig. Evtl. mach ich auch hier eine Ausstellung eines Tages.
      Du musstest die Auflösung nach dem Tod deiner Mutter bewältigen? Ja, das stell ich mir nicht einfach vor.
      Hab einen frohen Tag.

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