24.11. Christine schreibt an ihre Mutter

img_2945.jpgHallo Mama,

vor mehr als zehn Jahren bist du gestorben, wohin bist du gegangen?
Bist du noch?

…Er hat sich aus dem Leben gequält, schrieb mir die Frau eines Freundes. Aus dem Leben in den Tod…
Wie ist es nun mit dem Tod, Mama? Du bist nun lange genug dort, warum schickst du keine Antwort?

Durch eine interessante Konstruktion konnte ich mein Spiegelbild auf einem Grabstein sehen: „Der Tod ist sehr lebendig“, dachte ich und betrachtete faszieniert eine Weile mich selbst .

Mama, heute kann ich deine Ängste anders verstehen, ein Jahrzehnt älter plus noch einmal etwa die gleiche Zeitspanne ergibt dein Sterbealter.
Ich will mit dir sprechen, will dich wiedersehen. Trinkt ihr Kaffee dort oben? Triffst du deine Mutter, deine Schwester, andere Tote, von denen ich mir wünsche, dass du sie kennenlernst? … Gedanken deines Kindes…

Der Sonmer war sehr heiß in diesem Jahr. Das hätte dir nicht gefallen. Du hattest es lieber kühl, und du hattest Weihnachten gerne: „Die Engel backen Kuchen“, sagtest du zu uns, wenn der Himmel sich goldgelb verfärbte.

Machs gut, Mama, liebe Grüße, das Herz beruhigt sich, deine Tochter

***

Liebe Christine, danke für Deine Gedanken an deine Mutter. Schön, dass du dabei bist.

Ein Gedanke zu „24.11. Christine schreibt an ihre Mutter

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