Wir reden übers Sterben mit der Autorin Inka Nisinbaum. Auch über das DANACH.

Featured Image -- 6850Inkas Buch habe ich vor wenigen Tagen hier vorgestellt: Emails vom Tod.

Sie hatte uns im letzten Herbst gemailt. Deshalb habe ich sie gefragt, wie es ihr und ihrem Kind geht (weil ich auf ihrer Website ein Video entdeckte, in dem sie erzählt, dass der Tod sie schon von klein auf begleitet) und ob sie nicht einige Fragen beantworten mag. Ja mochte sie.

Inka ist eigentlich Psychologin, doch viel lieber sitzt sie am Computer und schreibt, am liebsten über den Tod. Der Tod hatte schon immer Anteil an Inkas Leben. Inka wurde mit der chronischen Erbkrankheit Mukoviszidose und einer eingeschränkten Lebenserwartung geboren. Schon als Kind wusste sie, dass sie sehr wahrscheinlich nicht so alt werden wird wie ihre Eltern, doch erst im Alter von 22 Jahren wurde diese Prognose zu einer Bedrohung. Im Dezember 2002, im Alter von 23 Jahren, bekam Inka Lunge und Leber transplantiert. In den 15 Monaten Wartezeit auf ihre Transplantation hat sie sich viel mit dem Tod beschäftigt, sich auf ihn vorbereitet, ihn verflucht und zum Teil auch liebgewonnen. „Wenn es zu schlimm wird, dann sterbe ich einfach“ war damals ihre Devise, doch dazu kam es zum Glück nicht. Heute lebt sie mit neuen Organen ein gesundes Leben, doch die eingeschränkte Lebenserwartung ist geblieben, genauso wie die Liebe zum Thema Tod.

In unserem Fragebogen kommt an fünfter Stelle die Frage zum DANACH, deshalb passt das Interview wunderbar in unsere Februar-Blogaktion.

5. Inka, was glaubst Du, kommt nach dem Tod?
Ich glaube, dass die Reise nach dem Tod weitergeht. Wir alle mehrere Leben leben, in jedem Leben verschiedene Lektionen lernen, unsere Seele sich immer weiter und weiter entwickelt und dann…dann weiß ich auch nicht. Was danach kommt, wenn wir alles gelernt haben, was wir lernen wollten, ich werde mich überraschen lassen. Zumindest in diesem Leben reicht meine Vorstellungskraft dafür nicht aus.

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