Anzeichen, dass man Angst vorm Sterben haben könnte (4)

9783896676009…. oder dem ungelebten Leben auf der Spur sein.

Im vorherigen Artikel ging es um die Unwucht im Leben. Woran erkennt man, dass es nicht rund läuft?

Jetzt im vierten Artikel überlege ich weiter:

Was könnten Anzeichen sein, dass man Angst vorm Sterben /vorm Tod hat:

Man vermeidet das Thema Sterben und Tod gänzlich. Man will nicht über den eigenen Tod nachdenken oder mit seinen Liebsten über deren Tod sprechen. Man vermeidet Überlegungen dazu und vermeidet auch Plan B für den Sterbensfall, egal ob es das eigene Sterben oder das eines lieben Menschen ist.

Man denkt vielleicht „nach mir die Sintflut“.

Man ist vielleicht der Meinung, dass man noch unendlich viel Zeit hat bevor man sich dem Thema stellt. 

Man lebt vielleicht so als wäre man unsterblich: möchte ewig jung bleiben, wirkt ein bisschen „lebensmüde = riskant“, übernimmt keine Verantwortung, lebt ohne Ziele und Vorhaben.

Wie der Autor beschreibt, kann es sein, dass man Angststörungen entwickelt.

Diese Angst vorm Sterben lässt einen vielleicht unruhig und ruhelos sein. „Man rennt und rennt und rennt“ und hat das Gefühl nie anzukommen. Es können Schlafstörungen auftreten.

Vielleicht ertränkt man seine Angst mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln, man arbeitet zu viel, ist ein Workaholic, treibt riskanten Sport, treibt Schindluder mit seinem Körper. Alle möglichen Krankheiten könnten ein Zeichen sein, dass etwas aus dem Ruder läuft.

Evtl. verdrängt man auch seine Trauer um einen lieben Menschen, weil es die Gesellschaft so will: Schnell schnell wieder „normal“ funktionieren.

Man denkt viel an den Tod und hat evtl. Suizidgedanken (aus dem Buch von Jan Kalbitzer).

Wer fleißig mitliest, weiß, dass mich der ZEIT-Artikel „Todesangst“ sehr berührt hat. In diesem Artikel wurde Jan Kalbitzer der Autor des Buches „Das Geschenk der Sterblichkeit“ interviewt. Meine ersten Gedanken waren hier zu lesen: „Die Angst vorm Sterben erkennen. Der Sehnsucht spüren“.

Zwischenzeitlich lese ich das Buch und bin über den lockeren und sehr persönlichen Stil und den analytischen Ansatz sehr begeistert. Ich schreibe darüber bald.

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