Friedhofsspaziergang Frankfurt Bornheim

Kürzlich nahm ich mir Zeit, den Friedhof in Frankfurt Bornheim kennenzulernen. Es war schönstes Spätsommerwetter, ich war frei ohne Termine, „strollte“ zunächst durch Frankfurts Straßen, um dann zum Bornheimer Friedhof aufzubrechen. Auf meinem Weg dorthin lief ich zum ersten Mal durch den Wasserpark, der dem Friedhof genau gegenüber liegt. An der Bushaltestelle Friedhof Bornheim überquerte ich die Straße, orientierte mich an einem kleinen Parkplatz und betrat durch ein Eisentor die stille Welt des Friedhofs.

Es ist immer wieder sehr schön und macht mich sofort ruhig: aus der belebten Straßengegend trete ich in eine andere Welt ein. In die Friedhofsstille. Die Autorin Sigrid Tinz schreibt in ihrem Buch „Der Friedhof lebt“ vom „Friedhofsgefühl“. Genau. Da können wir alle was mit anfangen. Das ist es was mich einfängt. Verbunden mit der Stille, die ich höre. Eine Ruhe, die mich einhüllt und umfängt.

Ich liebe die Stille und höre sie. Ich höre auch den Verkehr, der in der Nähe rauscht und fühle mich sicher hier und abgeschirmt vom Alltag. Ich kann einen Moment aufatmen und verweilen. Ich höre nur eine Amsel hoch oben auf dem Nadelbaum. Ich sehe das Licht und den Schatten dieses Spätsommertages. Ich rieche die Nadelbäume und ein Gemisch anderer Pflanzen dieses Friedhofs.

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„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ ist das beliebteste Lied im Evangelischen Gesangbuch

Bundesarchiv Bild 146-1987-074-16,

Von guten Mächten wunderbar geborgen ist das beleibteste Lied im Evangelischen Gesangbuch, der Gewinner des Wettbewerbs Schick uns Dein Lied wie die Evangelische Kirche Deutschlands EKD am 29.09.2021 in einer Pressemitteilung bekanntgab.

„Seit Mai konnten alle Menschen in Deutschland ihre ganz persönlichen Top 5- Lieder für das neue evangelische Gesangbuch wählen. Knapp 10.000 Menschen haben der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Aktion Schick uns Dein Lied ihre Favoriten mitgeteilt. Dabei wurden insgesamt 2500 verschiedene Lieder genannt, die sich Menschen für das neue Gesangbuch wünschen. Mit allen genannten Liedern wird sich der Liederausschuss der Gesangbuchkommission beschäftigen.“ Weiterlesen

Friedhofsbegegnung Bergkirche Fex-Crasta

Ich war ein paar Tage im Fextal in Graubünden im Engadin, weil ich zum Schreib-Workshop mit Peter Ackermann angemeldet hatte. Mit dem Zug fuhr ich nach St. Moritz und dann weiter nach Sils Maria. Der Hotelbus schlängelte sich dann eine schmale Straße in das abgelegene sechs Kilometer entfernte Fextal.

Während einer Schreibpause wanderten wir nach Sils Maria und kamen an dieser hübschen Bergkirche vorbei. Ich war sofort neugierig auf den kleinen Bergfriedhof, der sich um das Kirchlein schmiegte. Ich ging durch den Eingang der mit Steinen gefassten Mauer und fühlte mich sofort geborgen, abseits der Wanderwege. Eine meiner Schreibkolleginnen machte mich auf das Urnengrab von Claudio Abbado aufmerksam, dem bekannten Dirigenten, der hier in der Nähe wohnte und 2014 starb. Meine Eindrücke seht Ihr auf den folgenden Fotos.

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An einem Montag in der Adria

Ein Traumtag…
Die morgendliche Sonne steht noch tief, wird vom Meer reflektiert, der Morgendunst steht über dem Wasser. Ein einsames Boot, ein erstes, fährt vom Hafen von Tisno hinaus.
So geht Urlaub.
Es ist der erste „richtige Urlaubstag“, das Wochenende zählt ja irgendwie nicht mit – der erste Tag, an dem all die anderen ganz normal arbeiten und wir nicht.

Die Erwartungen sind hoch, es ist der erste Urlaub im Ausland seit 2019, der erste seit 2018, in dem ich im Meer werde schwimmen können. Die Erwartungen sind hoch, ich weiß vom ersten Moment, da ich wieder am Mittelmeer bin, dass es ganz einfach wunderbar werden wird.
Ich werde all das tun, was ich so lange nicht machen konnte: In der Adria planschen, in der Macchia nach einheimischen Reptilien suchen, viel frisch gefangenen Fisch essen. Etwa drölfzigtausend Fotos kommen noch on top.
Den Sommer nach hinten heraus verlängern…
La dolce vita! Oder auf kroatisch: život je lijep. Weiterlesen

Der Friedhof von Prag – Eine Erinnerung

Seit jeher war er ein Treffpunkt für Agenten und Spione, ein Ort für Verschwörer und Menschen, die die Weltherrschaft anstreben: Der alte jüdische Friedhof in Prag, tarý židovský hřbitov v Praze-Josefově. Das ist natürlich barer Unsinn, aber ein Stoff, aus dem sich wunderbar Geschichten spinnen und großartige Romane schmieden lassen, wie zum Beispiel Der Friedhof von Prag von Umberto Eco. Der Friedhof inmitten des einstigen jüdischen Viertels in der Prager Altstadt gibt das einfach her. Und wer, der sich heute dort durch die Besuchermengen zwängt, hat nicht schon mal der Mystik und Magie dieser versunkenen Welt gehört und wähnt nicht hinter jeder Mauerecke den Golem? Kleine tönerne Figuren bietet schließlich jeder Souvenirshop an.

Prag, die goldene Stadt an der Moldau

Die Wahrheit sieht zumindest heutzutage ganz anders aus. Vor allem die des Friedhofs. Agenten? Spione? Weltverschwörer?
Nichts davon.

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Unser Buchtipp: Der Friedhof lebt!

Dieses Buch gefällt uns … dabei kennen wir es noch gar nicht. Lutz liebt Friedhofspaziergänge und ich auch … ich hatte es gestern schon bei mir als ich den Bornheimer Friedhof in Frankfurt besuchte. Ein Friedhof, den ich schon längst kennenlernen wollte. Und Lutz hab ich gleich vorgeschwärmt vom schönen Buch.

Aber jetzt soll es ja nicht um meinen gestrigen Friedhofsspaziergang gehen sondern um die Ankündigung des Buches „Der Friedhof lebt“ von Sigrid Tinz. Ich habe es gestern einmal quer geblättert und ich werde es noch ausführlicher vorstellen. Heute erst mal eine grobe Übersicht über das, was dich im Buch erwartet. Interessante Ideen und Gedanken, viel Schönes und Berührendes. Wunderschöne Naturfotos erfreuen unser Auge. Es fühlt sich auch gut an, denn es wurde recyceltes Papier verwandt. Das Buch beinhaltet aktuelle Themen wie z.B. Grabgestaltung und Artenvielfalt, Biodiversität und wie wir sie erhalten und verbessern.

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Buchtipp: Trost der Worte – Eine Anthologie

Wie die richtigen Worte finden?

Worte des Trostes, Worte der Trauer.

Eine Erfahrung, die wohl nahezu jeder Mensch gemacht hat, wenn es darum ging, eine Trauerkarte zu schreiben. Das Papier bleibt weiß, der Stift ungenutzt, es fehlt der richtige Gedanke. Wie etwas in Worte zu kleiden, was sich nur schwer sagen lässt.
Noch mehr gilt das, wenn man einem Angehörigen eines Verstorbenen kondoliert. Was sagen, um nicht platt, peinlich, phrasenhaft zu wirken?

Und letztlich: Wo und in welchen Worten finde ich selbst Trost und Zuspruch?

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True Crime in Oberschleißheim

Der Mörder hört nicht der Eltern Klage
Sah der Schwester Tränen nicht
Groß ist der Schmerz an jenem Tage
Bis auch unser Auge bricht.

Wo anfangen? Am besten von vorne und dann der Reihe nach:

Der Berglwald

Der Berglwald ist ein kleines Waldstück, geprägt von Kiefern, Eichen, Buchen und Birken auf der Kiesschotterfläche Münchens in unmittelbarer Nähe des Schlosses in Oberschleißheim.

Der Berglwald

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