Friedhofsspaziergänge im Süden Cornwalls

In Cornwall besuchte ich drei verschiedene Friedhöfe. Es waren alte historische Friedhöfe. Die Grabsteine verwittert und windschief, die Gräber eingefallen, manchmal mit zerbrochenen Grabplatten, einige wenige mit Blumenschmuck, die jüngeren Datums sind.

Wir besuchten die Grabstätten von Mullion, St. Mellanus und Zennor (gegenüber dem Friedhof aßen wir mittags im 700 Jahre alten Pub „The Tinners Arms“ zu Mittag). Nachfolgend ein paar der schönsten Eindrücke.

Wie Ihr seht wurden die Grabsteine durch die Verwitterung zu wahren Kunstwerken. Der Stein veränderte seine Farbe und Splitter oder Lücken geben neue Eindrücke. Sehr faszinierend und schön finde ich.

Auf den Grabsteinen konnte ich manchmal den Namen entziffern, immer war der Verwandtschaftsgrad dabei, zum Beispiel „our beloved father“. Die Überschrift: „In memory“. Den Schluss markiert das Alter des oder der Verstorbenen: „aged 8 years“ oder „aged 79 years“. 

Einen „zeit-aktuellen“ Friedhof haben wir nicht besucht aber wir blickten mal vom Bus aus hinein. Der „neue“ lag genau gegenüber dem historischen, den wir gerade besucht hatten. Zu spät entdeckt. 

Zu guter letzt saß ich auf dieser Bank und genoss den Ausblick auf die Klippen … Margaret und Alan gewidmet. Ist schon eher selten bei uns, dass man Toten mit einem ausführlichen Text eine Bank widmet oder?

3 Gedanken zu „Friedhofsspaziergänge im Süden Cornwalls

  1. Ja, oder überhaupt eine Kurzgeschichte über einen Grabstein; vielleicht eine Grabinschrift, einen Namen, der dich vielleicht berührt (ich lese immer die Namen) oder „der Grabstein als Grenzstein“. Wäre doch auch etwas…

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  2. Was für Geschichten sie wohl verstecken, diese verwitterten Steine – Flechtenüberzogene Erinnerungen… Die Blumen als willkommene Farbtupfer. So geben sich das Vorher und das Jetzt, das Tote und das Lebende die Hand.

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    • Hoi liebe Maria, wie schön, dass Du Zeit hattest zu lesen und zu schreiben. Danke dafür. Ja, das wäre ja fast eine Kurzgeschichte wert über so eine Erinnerung zu schreiben.
      Genau, es war der Gegensatz, den ich spürte auf dem historischen Friedhof: Das Alte und das Heutige … mit den Farbtupfern. Nächstes Mal besuche ich dann den „aktuellen“ Friedhof … Liebe Grüße in die Schweiz.

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