Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" liegt mein Lebensmittelpunkt jetzt am Zürichsee. Ich reise gern und schreibe vor allem im Wesentlichwerden-Blog. Wesentlich werden hat viele Facetten. Seit Ende 2014 blogge ich mit Annegret im Totenhemd-Blog. Und neuergings mit Bianca und Birgit im Pausenorte-Blog.

Wenn ich zuerst sterbe …

Weißt Du dann wohin mit mir?

Wirst Du mein blaues Buch finden mit all den Informationen für Dich?

Dann wirst Du eine Menge zu tun haben mit all meinen Daten und Konten im Sozialen Netzwerk. Ich sehe Dich schon wie Du die Stirn runzelst vor lauter lauter.

Was wirst Du  mit meinen Sachen tun, die ich nicht aufgelistet habe?

Wirst Du Dir Unterstützung suchen bei meinen Freundinnen, Deinen Freunden?

Wirst Du in ein Loch fallen?

Haben wir alles gesagt? Alles besprochen?

Mit 66 Jahren …

Christianes Liebster wäre heut 66 geworden …

Ich habe sie gefragt, ob ich ihren sehr schönen und berührenden Text hier bei uns rebloggen darf … passt genau hier rein und in Gedanken bin ich bei ihr und ihm.

Dieses Ritual, das sie in ihrem Text beschreibt ist so schön und wichtig, die Trauer darf immer wieder sein und die Erinnerung an den Liebsten wird wach gehalten, damit es von Jahr zu Jahr weniger weh tut – vielleicht.

Lasst Euch einfach in diesen schönen Text. Danke Christiane!

Irgendwas ist immer

Wer oft hier liest, der weiß, wie selten ich irgendwas reblogge. Und eigene Sachen eigentlich nie.
Bis jetzt.
Aus Gründen, wegen heute und so.

Alles Liebe zum Geburtstag, mein Lieber, du fehlst mir immer noch wie blöde, so oft, so unmittelbar, und ja, doch, anders als noch letztes Jahr. Ich weiß, du wärest erstaunt darüber, glaub mir, ich bin es auch, ich hab es weder gewollt noch damit gerechnet. Du auch nicht, ja, klar. Trotzdem.
Ach, Mensch, warum nur.

***

Adventszeit. Die Unruhe hatte sie nachmittags aus dem Haus getrieben. „Kommst du mit, Weihnachtsbäume zählen?“, hatte sie früher ins Telefon gerufen. Das Auto hatte wie von selbst die vertraute Route eingeschlagen. Es war schon dämmerig, und rechts und links blinkten immer wieder Nikoläuse und Rentiere an den Straßen. Und bunt beleuchtete Tannenbäume. Schön war das.
Wie so oft entspannte sie sich beim Autofahren. Schön und schrecklich und kitschig und doch…

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Wenn Du zuerst stirbst …

Werde ich stundenlang mit Dir allein sein wollen …

…. Dich aufbahren lassen, damit sich alle von Dir verabschieden können.

Und dann erst mich fragen: Um was muss ich mich zuerst kümmern? Wen anrufen?

Werde ich meine Liste finden, in der ich mir die wichtigsten Dinge notiert habe, die ich dann machen will: zum Beispiel eine „Locke“ Deines Haares abschneiden?

Was wird sein ohne Dich?

Wo bleibe ich ohne Dich? Wo wohne ich? Bleibe ich wo ich bin?

Wir haben keine Kinder, sind meine Freund*innen in der Nähe?

Wo werde ich dich beerdigen? Weiterlesen

Rüdigers Gastgeschichte: Zwei Enden

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Rüdiger aus Bremen

Rüdiger war wie ich Teilnehmer der kreativen Schreibreise auf Zypern. Er hat uns eine Geschichte für den Totenhemd-Blog geschenkt … und wenn ich es mir recht überlege:

Ich begleite ihn in die Anden. Auf geht’s.

***

Rüdiger, merci für deine Geschichte! Du hast uns die Augen geöffnet …

Darauf ein Elfchen:

Rüdiger
aus Bremen
schreibt eine Geschichte
zwei Enden sind möglich
Anden!

muuuh … und ein Alphorn blasen

IMG_6028Löffelliste
Wünsche erfüllen
einmal im Leben
das will ich machen
Glückseligkeit

Es war einer meiner glücklichsten Tage in diesem Jahr. Denn ich hatte mir einen langgehegten Wunsch erfüllt: Bevor ich einmal sterbe, will ich eine Kuh melken. Hierüber habe ich ausführlich geschrieben. Wer mein Erlebnis noch nicht gelesen hat klickt hier.

Wie eine Königin freute ich mich über den vollen Becher mit der „geschäumten Milch“, die ich gemolken hatte. Es geht wirklich ganz leicht! Die Milch probiert hab ich natürlich auch, fehlte nur noch der Kaffee dazu ;-).

In diesem Jahr habe ich ganz viel realisiert und das stimmt mich froh und heiter. (Ich würde gelassen und heiter sterben, falls ich jetzt mit 59 dran wäre; würde es aber sehr bedauern, dass ich schon gehen müsste aus dieser schönen Welt). Es gibt also eine Liste mit einigen Häkchen dran, „erledigt“.

* Ich habe die Dokumenta in Athen besucht.
* Ich bin das erste Mal TGV gefahren: von Zürich nach Paris und zurück.
* Ich wollte mir unbedingt die Ausstellung von David Hockney anschauen und habe dies getan: im Centre Pompidou in Paris habe ich Schlange gestanden um reinzukommen und habe eine großartige Führung durch die Ausstellung erlebt.
* Ich bin die 700 Stufen des Eifelturms in Paris mit meinem Mann hoch geklettert an meinem Geburtstag.
* Ziemlich spontan Weiterlesen

21.11. Silke: Ich könnte meinen Löffel jetzt abgeben

Sie könnte ihren Löffel jetzt abgeben, meint Silke. Sie war etwas spät dran, dennoch haben wir ihren sehr lesenswerten Artikel auf den 21. datiert … den Ihr nun bei uns bzw. in Silkes Blog „in-lauter-trauer“ lesen könnt.

Totenhemd-Blog

spoon-2918612_1920.jpg Bildquelle: pixabay

Silke wäre bereit, ihren Löffel jetzt abzugeben, weil da nichts offen ist, das sie bereuen würde. Trotzdem und gerade deshalb möchte sie gerne noch eine Weile bleiben.

Jetzt sind wir aber neugierig und lesen hierbei Silke weiter.

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Geertje: der Löffel für die Suppe

20171111_143506_WandelsinnEigentlich möchte ich einige Dinge noch erledigen oder ich wünsche sie mir. Und von Hindernissen möchte ich mich eigentlich nicht aufhalten lassen. Ja eigentlich. Aber damit ist das so eine Sache. Da helfen das Planen, die guten Vorsätze nicht immer.

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Was Geertje wohl meint? Wir sind gespannt und klicken hier wir weiter:

25.11. Lucia Henke: Mein erstes Buch

lucia buchIch wollte schon immer ein Buch schreiben. Jetzt habe ich ein Buch geschrieben! Annegret und Petra vom Totenhemdblog brachten diesen Stein für mich endgültig ins Rollen. Für ihre Blogaktion im November forderten sie uns auf: Schreibe für dich eine Löffelliste. Tue umgehend etwas davon. Eine Löffelliste habe ich nicht. Aber ich weiß, dass ich es am Ende meines Lebens bedauern würde, wenn ich meinen Traum vom Buch nicht ernster genommen hätte.

Deshalb meldete ich mich zur Blogaktion an und reservierte mir dabei einen Termin am Ende des Monats. Damit ich soviel Zeit wie möglich habe und dann auch wirklich einen Erfolg zu vermelden kann. Die Idee zu einem Kinderbuch und Vorarbeiten gab es schon, jetzt musste ich nur noch ernst machen. Das gestaltete sich schwieriger, als ich gedacht hatte. Nicht das Schreiben der Geschichte oder die Illustrationen waren das Problem. Nein, das Problem saß in mir drin und versuchte mir hartnäckig Tag für Tag diesen Traum auszureden.

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Wie großartig ist das denn? Hier bei Lucia weiterlesen!