Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" lebe ich seit 8 Jahren am Zürichsee. 60*plus bin ich jetzt und in meinem Alter angekommen. Ich reise viel und schreibe gerne Morgenseiten. Morgens gehe ich walken. Im Sommer bin ich täglich beim Schwimmen im See. Seit Ende 2014 blogge ich regelmäßig mit Annegret im Totenhemd-Blog.

März-Blogaktion: Wo spaziert der Tod durch euer Bild?

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im Kloster Kappel fotografiert

„Klapper, klapper“, habt ihr’s mitgekriegt? Eben huschte er wieder durch’s Bild. Der Typ mit dem Kapuzenmantel und der Sense, das Klappergestell, an dem man die Knochen zählen kann. Die alte Dame meint, er sieht aus wie Johnny Cash, eine andere glaubt, es sei der Gärtner.

Manchmal nimmt er jemand mit. Meistens aber zieht er nur eben schnell am Rande unserer Augenwinkel vorbei. Gevatter Tod. Wir schlagen euch vor: 

Schnappt euch das Bild – und redet drüber. 

Wir laden euch ein bei unserer diesjährigen Blogaktion in der Passionszeit mitzumachen und uns zu erzählen: „Wo spaziert der Tod durch euer Bild?“

Annegret wird über den Organspendeausweis schreiben, den die Krankenkasse beim letzten Brief beigelegt hat. Petra nimmt sich eine besondere Todesanzeige vor, eine Kollegin schreibt vielleicht über die Erhöhung der Friedhofsgebühren oder du über den Tatort am Sonntag. Vielleicht gibt es österreichische Karfreitagsrituale, von denen wir noch nichts wussten, oder du räumst gerade mit Hilfe von Frau Magnusson im Sinne des Schwedischen „Todaufräumen“ deine Bude leer (siehe dazu unseren Blogartikel).

Wir sind gespannt und freuen uns, wenn Weiterlesen

Billie Eilish. No time to die. Neuer Titelsong 007

Gerade eben in der Zeitung gelesen. Seit gestern auf den YouTube-Kanälen zu hören und in den bekannten Medien wie Rolling-Stone zu lesen und zu hören.

Hier kann man sich das Lied mit einem Standbild anhören.

Hier habe ich eine Version bei YouTube gefunden, die einen Vorgeschmack auf den Kinofilm gibt währenddem man den Song hört. Achtung: Weiterlesen

Gestern mit meinem Vater eine Reval geraucht

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Gestern Abend hatten wir Besuch. J war da. Er war einige Monate in Guatemala und wollte uns Fotos zeigen. Ich hatte lecker gekocht. Zwischendurch geht er immer mal auf Balkonien um zu rauchen. Ich erzählte ihm von meinem Blogpost über Sucht. Eine Anregung aus dem Buch von Doris Dörrie: Leben Atmen Schreiben. „Schreib über deine Sucht“. Darin kommt auch mein Vater vor, der ein Leben lang Reval geraucht hat.

Ich erzählte J, dass ein Päckchen Reval beim Foto meines Vaters liegt. Ob er nicht Lust hat mit ihm eine zu qualmen? Er fand das Weiterlesen

Buchtipp: Superhero von Anthony McCarten

superhero-9783257237337Gestern Abend hab ich das Buch zu Ende gelesen und bin glücklich und selig eingeschlafen. Ich frage mich, was ich über das Buch erzählen darf, ohne euch zu viel zu verraten und die Spannung wegzunehmen.

Ich versuche es mal.

Der Autor macht etwas, was ich bisher in keinem Buch gelesen habe. Es ist eigentlich eine Vorlage für ein Drehbuch. Es startet mit „Aufblende“ … und endet mit „Abblende. Ende. Wer hätte das gedacht“ (letzteres ist wohl selbstironisch gemeint). Jede Örtlichkeit / Szene wird beschrieben und vorgestellt: Beispiele:

  • Außen. Eine Straße in der Stadt. Tag.
  • Innen. Kino. Abend.
  • Innen. Auto. Abend.

Mal sind wir im Haus des Protagonisten, mal in der Onkologie, mal in seinem Zimmer daheim, mal in seinem Krankenhauszimmer undsofort. Mal morgens, mittags, abends.

Also. Donald, 14 Jahre jung, um den es hier geht ist schwerkrank und hat Krebs. Und bevor er stirbt will er unbedingt wissen wie das mit der Liebe geht. Wenigstens einmal Sex haben, bevor es zu Ende geht, das wünscht er sich sehr. Bloß nicht als „Jungfrau“ sterben. Weiterlesen

Neujahr

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Während eines Spaziergangs gestern Mittag fotografiert

NEUJAHR

– der erste Morgen –

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an, so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor, aber doch ist einem seltsam frisch zumute, als habe sich vieles verändert.

(Yoshida Kenko)

Alle Jahre wieder seit 2015 veröffentliche ich dieses schöne Gedicht am Neujahrsmorgen (okay dieses Jahr wegen Erkältung einen Tag später), weil ich es wunderschön finde. Wie ein unbeschriebenes Buch liegt das neue Jahr vor uns.

Lasst es euch gut gehen.

Alles Liebe und Gute für 2020.

Gesprächssplitter aus dem Death Café Zürich

414ODf6wbML._SX327_BO1,204,203,200_Was wäre anders wenn ich wüßte dass morgen mein letzter Tag wär? Was wäre anders, wenn ich wüsste, ich werde irgendwann plötzlich sterben? Vielleicht morgen schon … übermorgen …

Darüber haben wir uns intensiv unterhalten während des 4. Death Café in Zürich. Dass mir dieses Buch jetzt im Netz begegnet, ist sicher kein Zufall. Es erschien bereits 2013.

Hier gibt es Infos zum Buch.

Weitere Gedanken und Fragen von den Teilnehmenden:

Ich bin jetzt Rentnerin. Was kommt als nächstes?

Im Hinblick auf den Tod mach ich jetzt besonders viel?

Wenn man sich mit dem Tod und dem Sterben beschäftigt lebt man anders: lebendiger.

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Christine im Interview: „Den Tod zu sehen, … Lust auf Eigensinn“

FriedhofForumChristine Süssmann hab ich 2014/2015 kennengelernt. Ich las von ihr in der Zeitung. Das Foto zeigte sie in einem ausgehobenen Grab stehend. Mit dem Kopf über der Erde guckend. Das hat mir gefallen. Ich schaue gleich, ob ich dazu gebloggt hatte. Et voilà.

Nun wird Christine das Friedhof Forum verlassen. Ihre Aussagen in ihrem Interview finde ich klasse. Diese haben mir besonders gefallen.

„Den Tod zu sehen, macht Lust auf Eigensinn“. Weiterlesen

von Christiane: Hanne

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geknipst von Petra © in Bad Kreuznach

Christiane macht spontan mit. Am 10. Oktober wurde Hanne, ihre Cousine mit knapp 85 Jahren beerdigt. Zum Gedicht schreibt sie: „Es sind wörtlich ihre Formulierungen, die dem Text zugrunde liegen. Ich habe sie bei einem längeren Telefonat schon vor Jahren mitgeschrieben, weil ich sie äußerst bemerkenswert fand. Und dann, am Tag ihrer Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Bad Rothenfelde , da war es genau so wie sie es liebte: ein Herbsttag unter milder Sonne und fallende Blätter ringsum …. „Einer muss letzter sein, warum nicht ich …“ Mich bewegt dieser Text immer noch. Vielleicht bewegt er auch andere?“ Vielen Dank, Christiane!

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Hanne                                                                                        

Mögen die anderen
ihr Herz im Frühling finden.

Mögen sie schlürfen vom Sommer,
als gäb es nur ihn.

Meine Zeit ist der Herbst.
Und der Winter.

Vergehen.
Und Tod.

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Totensonntag

Ein schönes Gedicht von Natalie. Ich finde es wichtig, dass wir heute den Totensonntag zumindest wahrnehmen … und erst dann kommt die Adventszeit.

Welkes Laub harken … gefällt mir sehr.

Fundevogelnest

Welkes Laubharkenvon den Lagernder Toten.Lebendige Käfer störenin ihren Winterlagern.Übermütigspähennach Schneeglöckchenspitzen.Zu früh ist esnochfür Botschaften.
Stumm
bleibt 
dein Gruß.

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