Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" liegt mein Lebensmittelpunkt jetzt am Zürichsee. Ich reise gern und schreibe gerne Morgenseiten. Manche Klient*innen reisen zu Ihrem Genius-Coachingtag zu mir an den See. Wesentlich werden hat viele Facetten. Seit Ende 2014 blogge ich regelmäßig mit Annegret im Totenhemd-Blog.

Gesprächssplitter aus dem Death Café Zürich

414ODf6wbML._SX327_BO1,204,203,200_Was wäre anders wenn ich wüßte dass morgen mein letzter Tag wär? Was wäre anders, wenn ich wüsste, ich werde irgendwann plötzlich sterben? Vielleicht morgen schon … übermorgen …

Darüber haben wir uns intensiv unterhalten während des 4. Death Café in Zürich. Dass mir dieses Buch jetzt im Netz begegnet, ist sicher kein Zufall. Es erschien bereits 2013.

Hier gibt es Infos zum Buch.

Weitere Gedanken und Fragen von den Teilnehmenden:

Ich bin jetzt Rentnerin. Was kommt als nächstes?

Im Hinblick auf den Tod mach ich jetzt besonders viel?

Wenn man sich mit dem Tod und dem Sterben beschäftigt lebt man anders: lebendiger.

Weiterlesen

Christine im Interview: „Den Tod zu sehen, … Lust auf Eigensinn“

FriedhofForumChristine Süssmann hab ich 2014/2015 kennengelernt. Ich las von ihr in der Zeitung. Das Foto zeigte sie in einem ausgehobenen Grab stehend. Mit dem Kopf über der Erde guckend. Das hat mir gefallen. Ich schaue gleich, ob ich dazu gebloggt hatte. Et voilà.

Nun wird Christine das Friedhof Forum verlassen. Ihre Aussagen in ihrem Interview finde ich klasse. Diese haben mir besonders gefallen.

„Den Tod zu sehen, macht Lust auf Eigensinn“. Weiterlesen

von Christiane: Hanne

27884B57-4268-411B-A717-B3F517AD4EA2_1_201_a.jpeg

geknipst von Petra © in Bad Kreuznach

Christiane macht spontan mit. Am 10. Oktober wurde Hanne, ihre Cousine mit knapp 85 Jahren beerdigt. Zum Gedicht schreibt sie: „Es sind wörtlich ihre Formulierungen, die dem Text zugrunde liegen. Ich habe sie bei einem längeren Telefonat schon vor Jahren mitgeschrieben, weil ich sie äußerst bemerkenswert fand. Und dann, am Tag ihrer Urnenbeisetzung auf dem Friedhof in Bad Rothenfelde , da war es genau so wie sie es liebte: ein Herbsttag unter milder Sonne und fallende Blätter ringsum …. „Einer muss letzter sein, warum nicht ich …“ Mich bewegt dieser Text immer noch. Vielleicht bewegt er auch andere?“ Vielen Dank, Christiane!

****

Hanne                                                                                        

Mögen die anderen
ihr Herz im Frühling finden.

Mögen sie schlürfen vom Sommer,
als gäb es nur ihn.

Meine Zeit ist der Herbst.
Und der Winter.

Vergehen.
Und Tod.

Weiterlesen

Totensonntag

Ein schönes Gedicht von Natalie. Ich finde es wichtig, dass wir heute den Totensonntag zumindest wahrnehmen … und erst dann kommt die Adventszeit.

Welkes Laub harken … gefällt mir sehr.

Fundevogelnest

Welkes Laubharkenvon den Lagernder Toten.Lebendige Käfer störenin ihren Winterlagern.Übermütigspähennach Schneeglöckchenspitzen.Zu früh ist esnochfür Botschaften.
Stumm
bleibt 
dein Gruß.

Ursprünglichen Post anzeigen

Zwischen

Wir freuen uns, dass Sebastian erstmalig bei unserer Blogaktion dabei ist. Da gibt es einen Engel in „seinem Leben und in seinen Gedanken“. Schön und unschön, gewaltig … schaut und lest.

Streifzüge durch Anderland

20. November 2019

Der Text ist für den Totenhemd Blog 2019entstanden.

Vor vielen Jahren habe ich diesen Engel auf dem Bayreuther Stadtfriedhof gefunden. Seitdem schleicht er immer mal wieder durch mein Leben. Und irgendwie finde ich ihn auf allen Friedhöfen, auf denen ich unterwegs bin. Monumentale Gestalten. Als ob Größe und Härte und Langlebigkeit helfen könnten, die Härte des Todes auszuhalten. Eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben. Ein Grabfeld eines Friedhofes, in dem ich sehr oft Beisetzungen begleite. Über Lebensfluss und Auferstehungshoffnung. Dann platze eine Todesnachricht über einen gewaltsamen Tod in meine Timeline. Dann war er wieder da. Der Engel.

Zwischen

Engel
einer aus dem Zwischen
unter allen anderen
die drüben sind

Dein Blick
geneigt
weg
verschämt fast
kannst du es nicht mehr ansehen?

Ein Blatt
Eiche – stolz und ruhmreich
Lorbeer – Lohn der Sieger
oder doch Baldrian
beruhigend
vertröstend

Engel
einer aus dem Zwischen
unter allen…

Ursprünglichen Post anzeigen 54 weitere Wörter

17.11. Daniel: Einsamster Friedhof auf Fuerteventura

0F60E046-5DFB-41B9-A208-8FF906D4FEE1

©️von Daniel fotografiert

Mein Neffe Daniel war vor wenigen Wochen auf Fuerteventura. Mit dem eBike ist er an die südwestlichste Spitze der Insel gefahren und traf auf ein einsames Dorf namens Cofete und einen verlassenen alten Friedhof. Ich fragte ihn, ob er mit seinen Fotos und einem kleinen Text bei unserer Blogaktion mitmachen mag. Er schreibt dazu:

Der Friedhof lag total idyllisch am Sandstrand des Atlantiks.
Im Hintergrund die Lavaberge Fuerteventuras.
Vorne die rauschenden wilden Wellen.
Die Gräber waren total verweht.
Hier und da ragte mal ein altes Holzkreuz aus dem Sand.
Trockene heiße Luft und windig dort.

Friedvolle Atmosphäre herrschte.
Schön warm war es. Weiterlesen

16.11. Ich habe ihr Grab gefunden

Ich war letzte Woche in Frankfurt Bergen-Enkheim. Dem Stadtteil von Frankfurt, in dem ich viele Jahre wohnte, in dem ein großer Teil meiner Freunde lebt und in dem ich jahrelang in der Kantorei mitgesungen habe. Ich besuchte das Konzert ELIAS in der Enkheimer Kirche (von „meiner“ Kantorei gesungen … bin soooo stolz … ein gewaltiges Oratorium!) .

Die Kirche liegt östlich im Enkheimer Friedhof. Ich hatte noch ein wenig Zeit und spazierte durch die Grabreihen ohne Ziel und Plan. Das letzte Mal suchte ich das Grab von Brigitte. Einer Chorfreundin von mir. Sie starb 52-jährig an Krebs. Ich war bei der Beerdigung nicht dabei. Deshalb wusste ich nicht wo sie begraben liegt.

BFACBE37-C7D7-4193-89C2-36AC916658DB

Ich knipste einfach in den Friedhof hinein. Es war gegen 17 Uhr. Sonnenuntergangsstimmung im November. Was fällt auf, wenn Ihr auf dieses Foto schaut? Die gelben Zweige eines niedrigen Baumes, die rechts hinten leuchten, als wäre eine Lampe an. Weiterlesen