Über Petra Schuseil

"Als alte Frankfurterin" liegt mein Lebensmittelpunkt jetzt am Zürichsee. Ich reise gern und schreibe gerne Morgenseiten. Manche Klient*innen reisen zu Ihrem Genius-Coachingtag zu mir an den See. Wesentlich werden hat viele Facetten. Seit Ende 2014 blogge ich regelmäßig mit Annegret im Totenhemd-Blog.

Petra: Tot ist tot! Oder doch nicht? Nur ein kurzer Moment ….

img_0695.jpgWas kommt danach? Wie stelle ich mir mein Leben nach dem Tod vor?
Das sind die Fragen unserer spontanen Februar-Blogaktion.

Ich denke, wenn ich sterbe dann bin ich tot. Da ist nichts mehr. Wenn ich sterbe, dann stirbt mein Körper. Alles von und in ihm wird sterben und tot sein. Es wird kein Sehnen und keine Schmerzen mehr geben. Da ist nichts. Das denke ich so seitdem ich das Interview mit einem bekannten Chirurg und Neurologen gelesen habe. Ausgehend von unserem Körper so wie er angelegt ist, wird da Nichts mehr sein, behauptet er einleuchtend.

Tot ist tot!
Tot ist tot?

Ich habe aber ein Bild und eine Idee wie es sein könnte für eine kurze Weile nach dem Tod. Wenn die Trauerfeier für mich stattfinden wird, dann bin ich fest davon überzeugt, dass ich „irgendwie“ anwesend sein werde (sein will 😉 ). Ich werde als Hauch DA sein. Annegret habe ich gebeten, wenn sie die Totenfeier für mich halten wird (oder wenn sie als Trauergast anwesend sein wird diesen Wunsch dann entsprechend umsetzt), dass die anwesenden Trauergäste, die da sind mindestens zwei Minuten still sein sollen. Das kann in der Trauerkapelle sein oder auch draußen – dort wo meine Urne mit der Asche begraben wird.

Zwei Minuten für alle Anwesenden und für mich. Es wird Stille herrschen. Weiterlesen

Wir reden übers Sterben mit der Autorin Inka Nisinbaum. Auch über das DANACH.

Featured Image -- 6850Inkas Buch habe ich vor wenigen Tagen hier vorgestellt: Emails vom Tod.

Sie hatte uns im letzten Herbst gemailt. Deshalb habe ich sie gefragt, wie es ihr und ihrem Kind geht (weil ich auf ihrer Website ein Video entdeckte, in dem sie erzählt, dass der Tod sie schon von klein auf begleitet) und ob sie nicht einige Fragen beantworten mag. Ja mochte sie.

Inka ist eigentlich Psychologin, doch viel lieber sitzt sie am Computer und schreibt, am liebsten über den Tod. Der Tod hatte schon immer Anteil an Inkas Leben. Inka wurde mit der chronischen Erbkrankheit Mukoviszidose und einer eingeschränkten Lebenserwartung geboren. Schon als Kind wusste sie, dass sie sehr wahrscheinlich nicht so alt werden wird wie ihre Eltern, doch erst im Alter von 22 Jahren wurde diese Prognose zu einer Bedrohung. Im Dezember 2002, im Alter von 23 Jahren, bekam Inka Lunge und Leber transplantiert. In den 15 Monaten Wartezeit auf ihre Transplantation hat sie sich viel mit dem Tod beschäftigt, sich auf ihn vorbereitet, ihn verflucht und zum Teil auch liebgewonnen. „Wenn es zu schlimm wird, dann sterbe ich einfach“ war damals ihre Devise, doch dazu kam es zum Glück nicht. Heute lebt sie mit neuen Organen ein gesundes Leben, doch die eingeschränkte Lebenserwartung ist geblieben, genauso wie die Liebe zum Thema Tod.

In unserem Fragebogen kommt an fünfter Stelle die Frage zum DANACH, deshalb passt das Interview wunderbar in unsere Februar-Blogaktion.

5. Inka, was glaubst Du, kommt nach dem Tod?
Ich glaube, dass die Reise nach dem Tod weitergeht. Wir alle mehrere Leben leben, in jedem Leben verschiedene Lektionen lernen, unsere Seele sich immer weiter und weiter entwickelt und dann…dann weiß ich auch nicht. Was danach kommt, wenn wir alles gelernt haben, was wir lernen wollten, ich werde mich überraschen lassen. Zumindest in diesem Leben reicht meine Vorstellungskraft dafür nicht aus.

(Und nun die anderen Fragen und Antworten) Weiterlesen

Rosemarie: Neugierig und gespannt auf Antworten. Was kommt danach?

IMG_0841Liebe Annegret,
…. .
Dies sind meine Gedanken darüber, was ich über das Thema denke:

Bei mir sind es auf der einen Seite die Erfahrungen, dass der Glaube durch Höhen und Tiefen des Lebens trägt – und auf der anderen Seite aber auch offene, ungelöste Fragen und ich sage manchmal: Auf die Antwort bin ich in der Ewigkeit bei Gott gespannt.

Ich war ja einige Jahren Religionslehrerin an zwei Grundschulen. Da fragte mich mal ein Schüler, – wir hatten von etwas ganz anderem gesprochen: „Frau Wagner, hast du Angst vor dem Tod?“ – Oh, was sagst du da ehrlicherweise Kindern in einer 4. Klasse?
Ich habe es an einem Beispiel zu erklären versucht. Als wir unsere Tochter in Amerika besuchen wollten, hatte ich große Angst vor dem langen Flug. Das war etwas, was ich nicht kannte. Und Unbekanntes macht nicht nur neugierig, es macht oft auch Angst.

Das ist die eine Antwort auf diese Frage. Ich habe dann auch mit ihnen über die andere Seite gesprochen. Von der Hoffnung. Jesus hat ja bei seinem Abschied von den Jüngern gesagt: „Ich gehe vor, die Stätte zu bereiten.“ Wir kommen in etwas Vorbereitetes, wir werden erwartet. Weiterlesen

Eine Frage an uns. Meine Antwort.

IMG_0841Dorothea Hillingshäuser fragte mich letzte Woche:

„Ihr schreibt jetzt seit Anfang 2015. Also seit 4 Jahren. Was bedeutet euch der Blog? Hat es etwas verändert in deinem Leben? Was bewirkt was Du hier machst?“

Wir gehen jetzt ins fünfte! Jahr mit unserem Blog, was mich sehr freut.

Ich fühle mich vor allem durch unsere Blogaktionen, die wir seit Anfang an regelmäßig organisieren inspiriert. Ich lerne von unseren Leser*innen und Schreiber*innen. Jede und jeder hat andere Gedanken, Gefühle, Vorstellungen. Das ist spannend!

Gerade eben habe ich die Rezension von Anjas Blog hier veröffentlicht und bin in das Buch von Nina eingestiegen: Emails vom Tod. Das tut was mit mir: ich denke nach, bin verbunden mit Anja, die das Buch gelesen hat und vorstellt aber auch mit der Autorin Nina: ich schaue in die jeweiligen Blogs und Websites, lese und lerne einen anderen Menschen kennen. Lerne andere Leben und Schicksale kennen. Das ist intensiv und bereichernd!

Ich versuche immer wieder neu im HIER UND JETZT zu leben und nicht allzu langfristig zu planen. Natürlich taucht am Horizont immer mal wieder eine Vision auf. So könnte es vielleicht ausgehen. Aber je mehr ich kurzfristig gestalte und den heutigen Tag vor mir habe, im HIER UND JETZT bin, schreibe und lebe, umso leichter geht es mir. Das JETZT ist machbar. Ich weiß nicht was mir die Zukunft schenkt. Es könnte vielleicht so kommen wie ich es mir ausdenke, aber ich bin zunehmend bei dem was ich jetzt erledigen will. Eigentlich wollte ich eine Liste schreiben, was ich heut erledigen will. Bin aber jetzt als erstes im Totenhemd-Blog hängen geblieben. Die Februar-Aktion inspiriert mich und macht was mit mir. Es ist gut so wie ich es heut morgen gestalte. Nebenbei läuft Musik: ich höre Mantras.

Wenn nicht jetzt wann dann? – ist ein Leitspruch für mein Leben geworden. Ausgelöst durch meine Weiterbildung zur Sterbe- und Trauerbegleiterin bei Jemanja. Ich hatte dazu ausführlich geschrieben. Wenn ich einen Gedanken oder Wunsch spüre … dann frage ich mich immer: Wenn nicht jetzt wann will ich es dann machen? Da geht es hauptsächlich um Hobbys, Vorhaben oder Reisen. Weiterlesen

Rezension: „Emails vom Tod“ von Inka Nisinbaum

Featured Image -- 6850Schon länger wollte ich die Rezension zum Buch von Inka Nisinbaum vorstellen. Anja hat das Buch gelesen und in ihrem Blog vorgestellt. Für unsere Februar-Blogaktion in der es um das „DANACH“ geht sind die Gedanken der Autorin Inka wesentlich und unterstützend.

Die Autorin hat uns übrigens auch angeschrieben im Rahmen unserer November-Blogaktion. Die Mail habe ich mir eben noch einmal vorgeknöpft und diesen Link gefunden. Den müsst Ihr unbedingt klicken und dann seht Ihr oben rechts: Email an den Tod schicken. Ihr werdet Antworten bekommen :-).

Inkas Website (hier klicken) – ihr geht es gut!

...ein Stück untröstlich

Ich habe von Inka ein Rezensionsexemplar bekommen und war sehr gespannt, was da wohl auf mich zukommt…

Einmal angefangen im Buch zu lesen, konnte ich es eigentlich nicht mehr aus der Hand legen.
Es passt im Nachhinein sehr gut zu meinem „Memento mori“ Beitrag.

Ich hatte vorweg ein wenig Angst, nein: Respekt, dieses Buch aufzuschlagen. Denn die Protagonistin ist an einem Hirntumor erkrankt… Boah, geht das vielleicht zu nah? Gibt es Querverweise zu meiner eigenen Geschichte, zu Andreas?

So hat es eine kleine Weile gedauert, bis ich das Buch aufgeschlagen hatte… Wie gut, dass ich es gewagt habe! Ich hätte sonst definitiv etwas verpasst!

Ich habe viel gelacht, sehr viel nachgedacht… und auch geweint.
Dieses Buch hat mich gefesselt und begeistert. Kann man das über ein Buch sagen, in dem es ums Sterben geht? Oh JA!

Inka Nisinbaum hat hier eine wundervolle Art gefunden, dem Lesenden das Thema Tod und…

Ursprünglichen Post anzeigen 154 weitere Wörter

Blogaktion Februar: Da kommt noch was. Wer macht mit?

IMG_0841Im vorherigen Artikel hab ich zur Februar-Blogaktion eingeladen zu den Fragen

  • Wie stelle ich mir das Leben nach dem Tod vor?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Welcher Gedanke, welches Bild tröstet mich?

Im Februar werde ich hier alle Beiträge sammeln und verlinken:

Angekündigt haben sich Anja, Dorothea schreibt auch mit, Annegret, Hiltrud.

Die Termineliste ergänze ich fortlaufend.

Montag 4. Februar: Emails vom Tod, eine Rezension

Donnerstag 7. Februar: Rosemarie: Neugierig und gespannt auf Antworten

Freitag 8.2.: Annegret: Leben nach dem Tod

Samstag 9.2.: Wir reden übers Sterben und auch übers DANACH mit Inka Nisinbaum

Sonntag 10.2. Petra: Tot ist tot – oder doch nicht?

Montag, 11.2. : Barbara = Frau Momo: Was kommt nach dem Tod?

Annegret stellt den Song vor: Land in Sicht

Samstag 16.2.: Nicole: Das ETWAS nach dem Tod

Samstag 23.2.: Brigitte Bee: Ein Gedicht

Sonntag, 24.2.: Anja: und dann?

Mittwoch, 27.2.: Heidi Leisner: Da kommt noch was

Auch dabei: Hiltrud: Da kommt noch was

Blogaktion im Februar: Was kommt nach dem Tod?

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Dorothea und ich gestern beim Ideen sammeln

Im vorherigen Blogpost konntet Ihr Dorothea im Interview schon kennenlernen. Wir saßen gestern zusammen. In der neuen Ausgabe der „Impuls Gemeinde„, die im Juni herauskommen wird geht es um unsere Endlichkeit, den Tod und das Sterben. Dem vorausgegangen ist ein Impulstag im letzten November zum Thema: Da kommt noch was.

Dorothea fragt uns, „an was glaubt Ihr, was da kommt nach dem Tod“? Ich habe Dorothea vorgeschlagen, dass wir nicht nur unseren Senf dazugeben sondern unsere geschätzten und kreativen Leser*innen miteinbeziehen und fragen. Wir hatten da auch schon mal eine kleine Blogaktion zu Ostern 2016** mit sehr interessanten Texten und kreativen Beiträgen.

Mich macht der Gedanke ganz froh, eine neue Blogaktion zu „diesem Mysterium“ Weiterlesen

Im Gespräch mit Dorothea Hillingshäuser

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Dorothea besucht mich in Frankfurt im Hotel

Mit Dorothea Hillingshäuser, Pfarrerin, zuständig für Spiritualität in der südlicheren hessischen evangelischen Landeskirche (EKHN), unterwegs mit „Spirituellem Körperlernen“ anderen leiblichen Formen des christlichen Glaubens saß ich zusammen in Frankfurt. Dazu mehr im nächsten Blogpost. Wir machen eine spontane Blogaktion im Februar zum Thema „Auferstehung: Was kommt da noch?“.

Hier nun also Dorotheas Antworten:

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit (Beschreibe kurz). Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Als Jugendliche habe ich „Uns allen blüht der Tod“, ein Musical von Peter Janssens, mitgesungen. Seitdem ist mir meine Endlichkeit und wie schön, kostbar und verletzlich das Leben ist, bewusst. Manches betrachte ich vom „Hauch der Ewigkeit“ aus Weiterlesen

PULS-Reportage „Trauerbewältigung“ mit Katy von Seelensport

Katy Biber von Seelensport hatten wir hier schon im Blog. Nun gibt es eine tolle Reportage von PULS, dem jungen Programm des Bayrischen Rundfunks, das uns auf das Video aufmerksam gemacht hat.

Sehr sehenswert.

 

Buchtipp: Ich komme mit

9783336547975xl.jpgGerade im manchmal Lyrik Blog entdeckt und gleich mal geklickt nach diesem Buch, das in unseren Blog passt. Es geht um zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, ihre ulkige Beziehung, den Krebs und den Tod.

Schaut hier in die Rezension bei lesefieber.