Ein Buch und Antworten von Sven Stillich

978-3-498-09396-9Während unserer Blog-Challenge kam ein neues Buch auf den Markt. Der Autor Sven Stillich informierte uns darüber. Wir haben ihn gleich mal zu unseren Fragen über das Sterben und den Tod eingeladen. Hier sind seine Antworten:

1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Dass ich das, was ist, stets als vergänglich wahrnehme. Dass ich weiß oder ahne: Auf dieser Straße hier sind vor 100 Jahren schon Menschen gelaufen. Diese Sorgen, die ich jetzt habe, werde ich nicht ewig haben. Alles geht vorbei, alles hat seine Zeit. Auch ich. Deswegen versuche ich, so oft es geht, die Augen aufzuhaben und mich in alldem zu erkennen und die anderen Menschen im Lauf der Zeit zu sehen und die Welt um mich herum im Blick zu behalten, wie sie sich wandelt. Auch deswegen habe ich vor Jahren angefangen zu fotografieren. Zur Dokumentation. Weil ja morgen alles weg sein könnte. Und auch deswegen mag ich es, Gegenstände mit Geschichte um mich herum zu haben. Das Schränkchen meiner Oma. Die Lampen meiner Eltern. Die begleiten Weiterlesen

Neue Ausgabe von Prinzip Apfelbaum

Prinzip-Apfelbaum-Ausgabe-6-Cover-Trauer_Web[8104].jpgWir erhielten von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ diese Mail:

Soeben ist die sechste Ausgabe unseres kostenfreien Online-Magazins „Prinzip Apfelbaum“ erschienen.

Thema der aktuellen Ausgabe: Trauer. Wie trauern wir? Welche Rolle spielen Trauerrituale? Und wie Weiterlesen

3.11. bei Anna-Lena im Lesestübchen entdeckt

9783462048704Meine Blog- und Schreibfreundin Anna-Lena hat das Buch von Susann Pasztor gelesen: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster. Ich hatte es hier vor einiger Zeit als Lesetipp vorgeschlagen.

Anna-Lena hat es gelesen und rezensiert und es macht ganz große Freude bei ihr über das Buch zu lesen. Viel Freude mit dieser Buchbesprechung. Ich bin mir sicher, Du willst das Buch auf der Stelle lesen oder hören.

Ich finde es passt gut in unsere Blog-Challenge, deshalb habe ich es hier heute verlinkt.

Hier zur Buchbesprechung.

„Der liebe Gott hat uns vergessen“

indexVorgestern habe ich aus diesem kleinen Büchlein eine kurze Geschichte im Freundes- und Familienkreis vorgelesen. Ich öffnete spontan eine Seite und fand „zufällig“ diese kleine amüsante Begebenheit:

Zwei Frauen unterhalten sich. Die eine neunzig, die andere sechsundneunzig. Die 90-jährige sagte: „Der liebe Gott hat uns vergessen“. Darauf die 96-jährige „Psssst“ und legte einen Finger auf den Mund. – nach Nicolas Chamfort.

😉

Buchtipp: Den Tod muss man leben

Den Tod muss man leben von Angela Fournes

Dieses Buch ist mir gestern bei Facebook aufgefallen. Ich habe den Eindruck es ist sehr lesenswert. Das Cover gefällt mir schon mal gut: lebendig und bunt. Die Autorin ist in Mexiko aufgewachsen.

Und der Titel sagt, was ich denke: Wenn nicht jetzt, wann dann leben und die Dinge realisieren, die man realisieren kann und möchte? Und den Tod muss man leben mit Haut und Haaren und Wörtern und Liedern und Kunst.

Der Tod gehört zu unserem Leben dazu. Da hilft kein Klagen und Greinen und je bewusster wir uns das machen umso „einfacher“ können wir uns verabschieden von den Lieben und von unserem eigenen Hier-Sein auf dieser Welt – irgendwann.

Hier kannst Du Dich informieren.

Einfach so ein Leben wegwerfen

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Literatur zum Thema

Ich war heut zum zweiten Mal im Zürcher Friedhof Forum um mir die Ausstellung „Die letzten Dinge“ näher anzuschauen bzw. anzuhören. 7 Audiodateien kann man anklicken. Sie dauern zwischen drei und sieben Minuten.

Es wurden Interviews geführt mit Menschen, die entweder eine Wohnung oder ein Haus leer geräumt haben – privat oder professionell. Von einer Dame hörte ich, die über 50 Jahre mit einem Papagei gelebt hat. Was hat sie wohl aufgehoben zur Erinnerung?

Nicole habe ich eben in einem Kommentar geantwortet:

War heute wieder dort um mir die Audio-Interviews anzuhören. Wirklich sehr eindrücklich und berührend … eine sagte zum Schluss: „einfach so ein Leben wegwerfen“. In kürzester Zeit sind oft die Sachen eines Verstorbenen „entsorgt“. Einfach weg.

Oder eine Frau erzählte, wie es drei Jahre dauerte bis das Zimmer ihres verstorbenen Sohnes, der 20-jährig gestorben ist, leer geräumt wurde. Ein paar lustige Hauspuschen und T-Shirts wurden aufgehoben.

Ich blogge ggfs. ergänzend über meine Gedanken zu den Männern, die innert 4 Tagen die Wohnung meiner Mutter leer räumten … ich habe mich so manches gefragt zu ihrem Tun. Denn die Aussagen eines Geschäftsführers, der Wohnungen und Häuser professionell leer räumt und „entsorgt“ hat mich sehr berührt mit wieviel Würde und Bedachtsamkeit er an seine Arbeit herangeht.

Ich hatte plötzlich eine große Hochachtung vor der Arbeit der Männer, die die Wohnung meiner Mutter professionell auflösten. Das heißt, sie haben die Küche mit allen Lebensmitteln, den voll gestellten Balkon, das überfüllte Schlafzimmer und die Wohnzimmerschränke ausgeräumt und weg geschafft. Ich muss aber auch mit Stolz sagen, dass meine Schwestern und ich eine sehr gute Vorarbeit geleistet haben. Wir haben auch ne Menge gesehen und emotional viel geleistet. Den Männern haben wir überlassen, was wir nicht schaffen konnten und wollten.

Wie sie wohl vorgegangen sind?
Was sie alles gesehen haben!
Ob sie vorsichtig vorgingen, wenn sie eine neue Schublade öffneten?
Sie haben viel gesehen und gesichtet, wie es ihnen wohl erging dabei?

Auf jeden Fall hab ich eine große Achtung vor ihnen, dass sie diesen Job geleistet haben. Weiterlesen

Zwei Lesetipps

Zwei Bücher, die uns in den letzten zwei Wochen über „den Weg liefen“. Auf Facebook hab ich sie schon auf unserer Seite vorgestellt. Nun aber auch hier.

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Ich habe beide Bücher auf meine Leseliste gesetzt.

Das Buch von Susann Pasztor scheint sehr berührend zu sein, weil ehrlich und herzlich. Hier kann man sich über das Buch informieren.

Und dann ist da noch der Seelsorger Hans Bartosch, dessen Buch neu herausgekommen ist. Hier gibt es Informationen.

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Es geht nicht nur um die Seelsorge am Totenbett sondern um das, was Menschen noch zu erzählen haben. Vor allem über ihre Kriegserlebnisse.

Hier hört Ihr ein Gespräch mit Hans Bartosch bei MDR Kultur.

Buchtipp: Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen

41c+1vrQ5lLMargareta Magnusson ist zwischen achtzig und hundert Jahre alt, sagt sie. Sie ist Expertin für döstädning – dö = Tod, städning = aufräumen/reinemachen. So, das übersetze mal: Todreinigung? Endreinigung? Todaufräumen?  Oha. Die Schwed*innen sind im Vorteil, bei diesem Teil des „Über-das-Sterben-reden“. Death Cleaning geht auch. Also dann:

Und Frau Magnusson erzählt in ihrem Büchlein aus ihren Erfahrungen. Den nicht so schönen, wenn man sich durch unaufgeräumte Hinterlassenschaften wühlen muss. Den beglückenden, wenn man sich die Dinge, die eine*n umgeben, noch einmal anschaut und hineinfühlt, was sie bedeutet haben. Und es dann fortgibt. Den manchmal traurigen. Und wie das doch alles zum Altwerden dazu gehört. Eine liebevolle Anleitung, die eigene Endlichkeit ganz handfest in sein Leben zu integrieren.

Das kleine Buch mit dem langen Titel „Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen“ könnte Weiterlesen

Letzte-Hilfe-Kurse

Letzte-Hilfe-1-600x981Gestern habe ich in der Zeitung „reformiert“ gelesen: „Besonders ist, dass der in Deutschland oder Österreich bereits etablierte Kurs in der Schweiz ausschliesslich von der reformierten Kirche angeboten wird.“

„Entwickelt wurde der Letzte-Hilfe-Kurs vom deutschen Palliativmediziner Georg Bollig in  Zusammenarbeit mit Andreas Heller, dem Lehrstuhlinhaber für Palliative Care in Wien“.

Ich hab heut morgen gleich mal im Internet gesucht und diese Website gefunden. Falls Du Interesse an einer Weiterbildung hast oder an diesem Buch interessiert bist: hier wirst Du fündig.

Auf der Internetseite ist zu lesen: Der Abschied vom Leben ist der schwerste, den die Lebensreise für einen Menschen bereithält …

Dieser Satz war mir noch nie so deutlich und drückt genau meine Sorge aus: der Abschied vom Leben!!! Deshalb Weiterlesen