Barbara Allen: „um mich gestorben“

IMG_6662»Liebe Mutter mach ein Bett für mich,
Unter Weiden und Eschen geborgen;
John Graham ist heute gestorben um mich
Und ich sterbe um ihn morgen.«

(Theodor Fontane, Barbara Allen, aus: Gedichte, 1898, Quelle)

Die wunderbare Christiane hat diese schöne Ballade „ausgegraben“. Hier entlang um das gesamte Werk in ihrem Blog zu lesen oder auch zu hören.

 

 

Der Sinn des Lebens ist leben. Unsere Zeit die geht vorbei …

One day, Baby we’ll be old …

Aus gegebenem Anlass … endlich mal hier vorgestellt … weil es so schön passt. Die wunderbare Julia Engelmann mit ihrem Poetry-Slam.

 

Und hier im NDR-Talk vorgestellt und gehört: Julia Engelmann vom Dezember 2016.

 

Ein Gedicht über die Junitage: Leichenzüge.

Meine sehr geschätzte Blog-Kollegin Christiane in Hamburg hat heute ein schönes Gedicht veröffentlicht: Schöne Junitage“ von Detlev von Liliencron„. Ein Vers geht so:

….

Straßentreiben, fern, verworren,
Reicher Mann und Bettelkind,
Myrtenkränze, Leichenzüge,
Tausendfältig Leben rinnt –
Flußüberwärts singt eine Nachtigall.

Auch mitten im Juni wird gestorben und man wird auf den Friedhöfen erleben, dass Särge zu den Gräbern gezogen werden … ein Trauerzug folgt dem Gefährt mit dem Sarg. „Leichenzüge“, das Wort kennen wir gar nicht mehr. Ich finde es ist ein Wort aus dem Mittelalter und assoziere schwarz gekleidetete Menschen, die Männer mit Zylinder, die einem schwarzen Gefährt mit Sarg folgen. Dieses letzte Geleit zum Grab ist doch immer wieder sehr schön und tröstlich. Man schweigt und an einem Junitag blitzt die Sonne und die Vögel zwitschern in den Bäumen.

Hier kann man Interessantes bei Wikipedia mit dem Stichwort „Trauerzug“ nachlesen. Es wird hier abschließend der Trauermarsch von Mahler, 1. Satz seiner 5. Symphonie, erwähnt, den Ihr hier hören könnt:

Bist du bei mir

41k2PZ4jqnLIn ihrem neuen Buch schreibt Cornelia Coenen-Marx​ auf Seite 88 über die Interviews im Totenhemd-Blog. Deshalb aus aktuellem Anlass hier noch einmal das Interview mit der inspirierenden Autorin.

Ihr Song: „Bist du bei mir“:

„Bist du mei mir, geh ich mit Freuden
zum Sterben und zu meiner Ruh‘.
Ach, wie vergnügt wär‘ so mein Ende,
es drückten deine lieben schönen Hände
mir die getreuen Augen zu!“ (aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach).

Wir reden übers Sterben … heute mit: Dr. Fabienne Mathier

FabienneMathier_600px_webDR. PHIL. FABIENNE MATHIER ist Regisseurin, Produzentin und Psychotherapeutin.

Fabienne ist ursprünglich Psychologin und Psychotherapeutin mit 10 Jahren Berufserfahrung. Nach verschiedenen Fortbildungen (Theaterpädagogik, Filmregie, Drehbuch, Schnitt, Regieassistenz), ist sie nun seit 2011 in Zürich als Regisseurin tätig sowie seit 2013 auch als Filmproduzentin für ihren ersten Kinofilm „Winna – Weg der Seelen“.

Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Von 2007 – April 2009 habe ich als Leiterin Psychosozialer Bereich Palliative Care in der Psychoonkologie am UniversitätsSpital Zürich gearbeitet und Sterbende begleitet. Diese sehr intensive Auseinandersetzung mit Sterben und Tod hat mein Leben sehr geprägt. Seitdem kann ich jeden Tag, an dem ich lebe, noch viel dankbarer schätzen und beim Auftauchen von Herausforderungen in meinem Leben sage ich mir oft: „Fabienne, es sind alle noch am Leben, also hast du gar kein Problem.“ Und wenn es doch um Abschiede von geliebten Menschen geht, dann weiss ich für mich, dass sie einfach in einer anderen Form weiterleben und weiter Erfahrungen machen.

Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Ich möchte die Menschen dazu ermutigen, über das Sterben zu reden. Es gibt viele unnötige Ängste vor dem Tod und das Sprechen über den Tod mit anderen könnte hier eine Hilfe bieten. Dies war auch einer meiner Beweggründe für meinen Kinofim „Winna – Weg der Seelen“, dass die Menschen sich darüber austauschen, welche Vorstellungen sie über den Tod und das Leben nach dem Tod haben. Weiterlesen

Wir reden übers Sterben … heute mit: Ina Hattebier

img_5270Ina Hattebier lebt und arbeitet als freie Künstlerin in Hamburg. Sie setzt sich mit den Themen Trauer und Tod auf verschiedenen Ebenen intensiv auseinander, ist ausgebildete Trauerbegleiterin und gestaltet Urnen mit Papier.

  1. Du beschäftigst dich mit (Deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Die Beschäftigung mit der Endlichkeit des Lebens hat mir deutlich gemacht, wie stark gerichtet mein Leben ist: Immer habe ich Pläne, Wünsche und Vorstellungen, die ich verwirklichen möchte. Das ist alles in die Zukunft gerichtet. Ich nehme mir mittlerweile immer häufiger die Zeit das Jetzt oder den Moment wertzuschätzen.

  1. Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei Dir? Was hat sich verändert?

Das Sterben ist eine Tatsache, die mich mit allen anderen Menschen verbindet. Ich spreche gern mit anderen über meine Gedanken hierzu und befrage sie zu ihren Vorstellungen, das hilft mir eine eigene Haltung zu entwickeln. Vor kurzem habe ich mit anderen Kolleginnen hier in Hamburg ein Death Café organisiert (www.deathcafe.com), da hat mich sehr erstaunt, wie vielfältig die Erfahrungen der einzelnen Gäste waren. Mir ist dabei nochmal klargeworden, welch große Rolle die Toten in unserem Leben spielen und wie wichtig die Verbindung zu ihnen in unserem Alltag ist.

  1. Dein Vorschlag für einen guten Satzanfang, wenn Du mit jemandem über solche Dinge wie Sterben, Vorsorge u.ä. reden willst:

„Du, stell’ dir vor, neulich habe ich den Tod getroffen, er hat mir aufgetragen dir folgendes auszurichten …“ Nein, Spaß! Dafür gibt es keine Formel, das kommt meist aus dem Moment heraus. Ich gehe zum Beispiel mit meinen Urnen auf Designmessen und mache mit Kolleginnen Veranstaltungen zu den Themen Sterben, Tod und Trauer, da gibt es viele Möglichkeiten Fragen zu stellen. Meine Erfahrung ist, Weiterlesen

100 Songs: Uncle Kracker: Follow me

Ich wünsche Euch mit diesem Song ein schönes Wochenende.

Claudia Cardinal hat im Interview mit uns diesen Song erwähnt, den ich in unsere Liste „100 Songs“ eintragen werde. And now: Follow me.