Was wäre, wenn ich zuerst sterbe

Bianca hatte viel zu tun und war eigentlich früher „dran“ mit ihrem Text … nun können wir uns an ihren Zeilen freuen.

SilbensammlerinBlog

Der heutige Text ist ein Beitrag zur November Blog-Aktion des Totenhemd-Blogs meiner Freundin und Blogkollegin Petra Schuseil

Wenn ich zuerst sterbe,
wer wird dafür sorgen,
dass mein Erbe überdauert,
besteht, vergeht.
Die virtuellen Seiten
pflegen oder löschen
Lichter dimmen,
allmählich verglimmen
lassen.

Wenn ich zuerst sterbe,
wer wird um mich trauern?
Dunkle Tage bedauern,
die Hellen feiern.
Weinen, Lachen.

Wenn ich zuerst sterbe,
wer wird nach mir kommen?
Den Platz bekommen
an seiner Seite, in seinem Herz.
Wird es leicht sein?
Ein winziger Schmerz,
ein leises Ziehen?

Wenn ich zuerst sterbe,
wer wird meine unerfüllten Träume
weiterspinnen?
In karg möblierten Räumen
Heimat finden,
nackte Wände in
helle Farben kleiden.
Fenster, Türen öffnen,
Weite spüren.

Wenn ich zuerst sterbe,
bleibt ein Hauch von mir
bei Dir.

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Wenn ich zuerst sterbe

Heut ist Brigitt bei uns … in Schweizerdeutsch … kommt Ihr klar damit?
Wenn nicht, ist nicht schlimm: Brigitt hat ihren Text übersetzt.

gefällt mir gut:
und gohts e so wiiter, denn fürchte-n-i scho
bin ICH zerscht en Engel und ihr nodisno.“

übersetzt:
und wenn es so weitergeht, befürchte ich
bin ich zuerst ein Engel und Ihr nach und nach.

brigwords

Zwei Gedichte als Beitrag zur November Blogaktion von Petra Schuhseil
Ich hoffe, ihr verzeiht mir, wenn ich das Thema in der Sprache abhandle,
die mir am nächsten ist – in Schweizerdeutsch
und wenn ich trotz des heutigen Tages,
welcher den Menschen, die schon gestorben sind, gewidmet ist, humorvoll bin
😊

Wenn ich zerscht sterbe
wenn ich denn mues go
dörf jede erbe, was ich hinderlo
Es wüssets die Meischte – ich bin steiriich
und was mit de Stei würd – das s’wär mer nid gliich
drum freuts mi, wenn jede vo euch ein chönnt erbe
eifach im Fall, wenn ICH zerscht würd sterbe

zum Bischpil de Robert wär denn zha

deshalb kommt auch schon die nächste Frage:

Wär stirbt ächt zerscht?

Bim Zmittag im Gschprööch wo’s ums Stärbe goht
und drum, wär die Wält ächt als Erschte verloht
verschreckt euses Dorli grad zimlich fescht:
„I hoff, i bis nid –…

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Was wäre, wenn ich zuerst sterbe…?

Heute ist Anja in unserer Blogaktion … alle Jahre wieder ein besonderer Tag der 17. November … und sie hat unseren Aufruf ernst genommen mit ihrem netten Humor und Schalk im Nacken. Unbedingt lesen!! 🙂
Ich freue mich, dass sie dabei ist. Danke, liebe Anja.

...ein Stück untröstlich

Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep………

Ja, so macht es vielleicht, wenn ich sterbe… Vorausgesetzt, ich liege dabei in einem Krankenhaus und bin an eine Maschine angeschlossen… Na, vielleicht (hoffentlich!) macht es nicht so, wenn ich sterbe – denn eigentlich möchte ich das irgendwann irgendwo in Frieden tun.
Nundenn, aber irgendeinen Einstieg brauchte es ja für diesen Beitrag – denn ich schreibe erneut für eine November-Blog-Aktion des Totenhemd-Blogs und Petra rief auf zu Beiträgen zum Thema „Was wäre, wenn ich zuerst sterbe“ und dabei – ich zitiere: „Mit Humor und dem Schalk im Nacken“.

Alles, was mir zuerst in den Kopf kam, waren recht trübselige Gedanken… Gibt es doch Menschen in meinem Leben, von denen ich mich bald verabschieden muss – ob ich denn will oder nicht – und egal wie lustig ich es mir vorstelle, mich beim Sterben vorzudrängeln (haaalt!!! Ich zuerst!!! Schubs…), es kam doch immer wieder eine…

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Wenn du zuerst stirbst … Wenn ich zuerst sterbe …

Die wunderbare Hiltrud ist wieder dabei in der November-Blogaktion. Ich freue mich über ihre Bilder und Gedanken.

ilseluise

Mein BEITRAG zur November-Blogaktion 2021 des totenhemd-blog:
„Erzählt uns eure Geschichten! In einem Interview erzählt Peter Handke im „Das Magazin“ auf sein Alter angesprochen diesen Witz: „Wenn du zuerst stirbst, besuche ich dich auf dem Friedhof“. Es folgten dann noch zwei weitere Scherze. … Schreibe, male, zeichne, dichte oder fotografiere. ….“

Habe gemalt, geschrieben, fotografiert.
Wenn du zuerst stirbst …


Wenn du zuerst stirbst, dann …
… winke ich Dir nach
… besuche ich Dich im Herzen
… wird meine Liebe bleiben
… tröstet mich das Vertrauen zu Gott, zur Lebendigen
… werde ich weiter tanzen
… schaue ich in den Himmel
… fließen meine Tränen
… schaue ich mir die alten Fotos an
… bin ich sehr allein
… trösten mich all die Erinnerungen
… hoffe ich auf ein Wiedersehen
… habe ich großen Kumnmmer
… werde ich sehr traurig sein

… ach, ach, ach …
… ich…

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Weg vom Fenster

Heute schreibt Karolin mit in ihrem Blog „reingelesen“. Wunderbar hat sie das gemacht mit dem Titel „Weg vom Fenster“ für unsere November-Blogaktion. Lest selbst.

reingelesen

Zuerst oder als Letztes?
Kommt drauf an von wo aus du das betrachten willst.
Wer geht vor? Oder was?
Über den Jordan. Hoffentlich denkt jemand an die Münze.
Und kommt jemand nach? Auf die andere Seite.
Und ob ich das dann noch weiß?
Erster, Erster schreit das Kind und klatscht ab.
Wenn ich zuerst sterbe? Der Tod ist doch eh das Letzte.
Eine todernste Sache das Ganze, is klar.
Irgendwann geht das letzte Lichtlein aus.
In der Reihe von vielen mach ich mich vom Acker.
Also zuerst sterb ich schonmal nicht.
Wenn ich ins Gras beiße,
dann schau ich mir die Blümchen von unten an.
Vielleicht spring ich vorher dem Tod auch nochmal von der Schippe
bevor ich von dannen geh.
Über die Klinge, die Grätsche gemacht.
Irgendwann steig ich in die Kiste und hör die Englein singen
Oder geb ich auch den Löffel ab?
Nur welchen, von der langen…

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Wenn ich zuerst sterbe … zurück an Aphrodites Hof

Wenn ich zuerst sterbe, dann … werde ich vieles nicht mehr tun. Ich werde unter anderem nicht mehr nach Zypern fliegen, um den Sommer zu verlängern. Ich sagte mal: Früher habe ich am Hof von Aphrodite gelebt und getanzt.

in Zypern geknipst … bin grad auf der Insel

Vielleicht wird man erzählen, dass ich viele Jahre regelmäßig nach Zypern geflogen bin. Zuhause wird man in mein blauen Buch schauen. Mein Mann und Annegret wissen, dass es ein blaues Buch gibt, in das ich Abschiedliches, Wünsche und Gedanken notiert habe. „Erzählt Humorvolles über mich, wenn ich gestorben bin. Erzählt, dass ich Zypern mochte im Herbst“. Meine Familie und Freunde sollen nicht traurig Kaffee trinken sondern ein kleines Fest feiern und sich an mich erinnern, vielleicht auf griechische Musik tanzen, etwas Leckeres essen, Wein trinken … und Erinnerungen erzählen über mich.

Mein Neffe, der in seiner Freizeit als DJ auflegt, auch in Clubhotels, wird vielleicht während des Abschiedsfestes erzählen: „Meine Tante war cool. Die hat, wenn es die Gelegenheit gab, auf Technobeats getanzt und hat es geliebt. Aus Zypern schrieb sie kürzlich: „hab die halbe Nacht abgetanzt“.

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Ich bin der Neue

….und wie das bei Neuen so ist: Ich komme jetzt öfter. Da ist es nur recht und billig, mich den Leserinnen und Lesern dieses Blogs vorzustellen. Ich heiße Lutz Prauser, komme gebürtig aus Hagen in Westfalen, wohne, arbeite und lebe aber seit über 20 Jahren in Oberbayern im Großraum München. Verheiratet, zwei erwachsene Töchter, kein Hund.
Das war’s.

Nein, natürlich nicht. Ein wenig mehr über mich erzählen möchte ich dann doch, damit Ihr wisst mit wem Ihr es zu tun habt. Ich bin der, von dem Petra gesagt hat: „Lutz schreibt. Und wie!“ Das bezog sich wohl auf mein eigenes Blog (ich weiß, ich gehöre zur Minderheit der Das-Blog-Fraktion), das ich seit 2011 führe, ziemlich genau zehn Jahre. Daher gehöre ich zwar nicht zu den Bloggern der ersten Stunde, aber einige Erfahrung bringe ich halt mit.

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Heute wieder eine gute Stunde plaudern im Café Totenhemd. 17 Uhr

Guten Morgen. Heute endet die Blog-Challenge … und HEUTE gibt es noch einmal die Gelegenheit zum Austausch im Zoom-Café Totenhemd.

Komm‘ doch vorbei … den Zoom-Link findest du weiter unten. Ich freue mich auf Dich.

Totenhemd-Blog

Zoom-Austausch zur Blog Challenge „Carpe diem“: dein kreatives Tagebuch

Heute um 17 Uhr wer mag: Lesende und Autor*innen sind gleichermaßen eingeladen.

Austausch zum Thema im Café Totenhemd via zoom. Wir reden und sprechen über diese Blog Challenge „carpe diem“, den Tod und das Sterben und das Leben. Wir lassen uns berühren und betören und hören dem anderen zu. Dieses Treffen ist kein Trauercafé. Bereite Dir einen Kaffee oder Tee und sei dabei.

Mittwochs 17 Uhr 1 Stunde. Heute am 17. März und 31. März. Keine Anmeldung. Einfach dabei sein.

Der Zoom-Link.

Wenn Du auf den Link klickst öffnet sich hinter dem nächsten Link ein PDF.

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Carpe diem, nutze den Tag (2)

Hiltrud ist angekommen … am Lebensabend … im „Testurlaub“ … und fragt sich „wie mit der Zeit umgehen?“

Ich freue mich, dass Hiltrud zum 2. Mal dabei ist … wenn man so will gemäß Palmsonntag „Einzug halten“ … auf einen Neuanfang hoffen.

ilseluise

Mein 2. Beitrag zur Blog-Challenge des Totenhemdblog „Carpe diem!“
Danke für Deine Einladung, liebe Petra, und danke, dass ich ein zweites Mal dabei sein darf.

Carpe diem, nutze den Tag (2)

Mich erinnern …
Zum Zweiten!
An meine Sterblichkeit
Meine eigene …!
Und den Tag nutzen?

Den Tag nutzen …
Warum?
Wozu?
Welcher Grund?
Welche Absicht?
Welcher Zweck?

Und wer …
bestimmt …
darüber?

Am Lebensabend angekommen.
Im Resturlaub
Seit ein paar Tagen.
Hatte mich erst vertuppt, vertippt …
Und

Testurlaub
Hingeschrieben.
Den Ruhestand testen.
Probieren, ausprobieren.

Was tun,
Was anfangen
Mit der vielen freien Zeit?
Ganz falsch.
Von vorn anfangen!

Also:
Wie mit der Zeit umgehen,
die verheißungsvoll
Sich vor mir ausbreitet …
Und doch
Von heute auf morgen
vorbei sein … kann?!

Sammeln,
Was ich tun will
Und
Was ich lassen will.

Sammeln,
Was ich tun kann
Und
Was ich lassen kann.

Sammeln,
Was ich tun muss
Und

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Die Zigarette

Rauchen kann tödlich sein!

Dustin hat meinen Blog entdeckt und ich seine Liebeserklärung an die Zigarette. Sehr schön poetisch … muss heut in die Blog-Challenge. Ich wünsche euch einen schönen Tag mit oder ohne Glimmstengel.

#ENJOY

Da liegt das weiße zylinderförmig längliche Naturprodukt im Schacht des Aschenbechers.
Du liegst einfach nur da. Ähnlich, wie die längste Praline der Welt auf Omas Kuchentisch.
Du bist aber nicht die längste Praline der Welt.

Nein. Du bist das kürzeste Glück dieser Welt.

So schnell, wie ich Dich gekauft, gedreht oder gestopft habe, bist Du auch wieder weg.
Dein Dopamin-Feuerwerk dauert keine 5 Minuten, hält mich aber 60 Minuten wohlbesonnen im Gedanken. Danach lächelst Du mich wieder an, wie eine schöne Frau an einem regnerischen Tag, wo alles schief gehen konnte, was nur schief laufen kann. Murphys Law.
Aber Du bringst mir nicht den Regen. Du bringst mir die Sonne, Kreativität, das Lebensgefühl, die Freiheit. Den Regen bringst Du nicht mal meinen Körper, den verpustest Du nur voller Staub. Deine Anziehung ist überwältigend und ich genieße Dich als einzige von deinen Schwestern und Brüdern. Cannabis, Kokain, Amphetamine, MDMA. Ich hab…

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