„Aufgesetzet is“ – Bayrischer Abend mit Bully, Bier und Boanlkramer

Oktoberfest speziell : Bin beim Bayrischen Abend mit Weißwurst, Brenzn, Weißbier und Film…

Der Brandner Kaspar lässt sich nicht vom Boanelkramer (Knochensammler) holen. Oh nein. Er wird 90 wie sein  Großvater. Dafür sorgt er vehement und mit allen Tricks. Der Tod hat das Nachsehen, übt sich an höchster Stelle in Notlügen- und passt sein Geschäft zwischenzeitlich den neuen Zeiten an. Bully Herbig hat in 2008 den wunderbaren Film „Brandner Kaspar“  rund um eine bayrische Geschichte gestrickt, wie einer dem Tod ein Schnippchen schlug. Er erzählt mit und über Lebenslust. Viel Bier, viel Gelächter. Ein Prosit auf den, der anrückt,  wenn für uns der Abgang aufgesetzet ist!

Gesprächssplitter aus den Death Cafés

Death Café Richterswil 

„Man müsste sich auf den Tod freuen wie andere Leute auf ihren Urlaub“. Aus dem Artikel „Der bebilderte Himmel“ von Henriette Crüwell im Magazin „Impuls Gemeinde – 01/2019“ zum Thema: Da kommt noch was! (Herausgeber Zentrum Verkündigung, Frankfurt. Wir hatten hierzu Anfang des Jahres eine spontane Blogparade organisiert“. Das Heft kann man hier bestellen. )

„50 Prozent der Asche kommen in die Urne … die anderen 50 Prozent werden verstreut“. Das ist doch mal ne Alternative! Sowohl als auch :-).

Was erwartet uns im Jenseits? Eine Wohnung? Gottes Liebe? Ein strahlendes Licht? Die Ehefrau oder der Partner?

Im Jenseits sprechen wir alle Sprachen? Deutsch, Schweizerdeutsch, Rätoromanisch …. die Sprache im Jenseits wird über Energien gesprochen … „wir haben die gleiche Wellenlänge“.

Death Café Zürich

In Japan wird der verbrannte Körper – also die Asche und die Knochen – der Länge nach den Angehörigen präsentiert. (In Deutschland oder der Schweiz wird die Asche in eine Metallwanne geschüttet, von Metall befreit, gemahlen und gesiebt“). Zu zweit jeweils rechts und links vom verbrannten Skelett stehend – jeder hat ein Stäbchen Weiterlesen

Gespräche, die die Nacht bedeuten

Jetzt weiß nicht nur die alte Dame sondern auch ihre Lieben dass sie im Bestattungswald ihr Grab haben wird. Hat mir gefallen diese Geschichte.

the desert and the sea

Kurz vor Mitternacht betätigt eine Patientin ihre Bettklingel. Eine ältere Dame, die etwas Unterstützung bei der Mobilisation benötigt, aber nach wie vor einen wachen Geist hat. Als ich eintrete schmunzelt sie mich an.

„Entschuldigen sie, aber ich kann nicht schlafen. Ich muss sie etwas fragen. Wissen sie, ich habe schon lange Krebs, und nun bin ich nicht mehr so körperlich mobil, brauche Unterstützung, und ich weiß ja, dass es zu Ende geht. Da möchte ich mich langsam mal um meine Bestattung kümmern. Ich bin immer eine, die alles auf den letzten Drücker macht, das ist eben so. Und eigentlich war ich mir bisher sicher auf einer Blümchenwiese bestattet zu werden. Aber ich bin verunsichert, hier habe ich viel Zeit zum Nachdenken, und eine gute Freundin erzählt oft von den Besuchen am Grab ihres Mannes Was halten Sie von der Blümchenwiese? „
„Unter der Blümchenwiese verstehen Sie eine anonyme Bestattung ohne…

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Friedhof in Novosibirsk – Fotoeindrücke von Sasha

Sasha war Gast während des letzten Death Café in Zürich und erzählte uns von Begräbnissen und Friedhöfen in Russland insbesondere ihrer Heimatstadt Novosibirsk.

Hier eine Auswahl ihrer Fotos mit ihren Erklärungen dazu in Englisch.

1. Typical present for those who attended the funerals: a handkerchief or a kitchen towel
2. Typical food to take away – chocolate candies wrapped in the paper. They are usual candies so people might eat them on any other day.

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In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days

 

 

3. In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days (the funerals normally take place on the third day after death). The cover of the coffin should stay outside. Here you can see that the cover in on the stair case.

 

4 – 8. The fragments of the textile the body is covered with. They should look pretty (even luxury may be) though the quality is bad – the textiles are produced for the funeral case. The plastic flowers can also go inside the coffin. Taking pictures of a dead body considered to be bad. So these are the pictures from my two grandmothers‘ funerals. When my parents saw me with the camera they got very nervous and would not allow me to take pictures of the dead.

9 – 10. It would be a typical set of objects next to the coffin: a photo of the dead (which is placed on the grave after the burial), a book with prays and a candle. The fires are very common because there are candles which burn all day long and at night as well when nobody is watching and there are a lot of plastic flowers which are flammable. The sign (picture 10) contains the name of the dead, years of life and R.I.P. (as the last line). This sign is temporary and placed on the grave for one year (as you can see in picture 11). Weiterlesen

Von Leben und Urlaub

Christiane hat – immer wieder montags – ein wunderschönes Gedicht „ausgegraben“ von Otto Reutter. Mit der Uhr in der Hand, heißt es und es entstand wohl im Juni 1928.

Schaut vor allem die beiden Links an: das vollständige Gedicht einerseits und das gesprochene andererseits! Man achte auf das rollende RRRRR. Ich schrieb im Kommentarfeld:

Ich habe es mir eben auch angehört … und das im Jahr 1928! Der damalige „Zeitstress“ erscheint uns heut wie Zeitlupe …..

„Du brauchst nicht auf die Uhr mehr zu sehn,
Denn meine geht weiter, und deine bleibt steh’n – –“

Da könnte man schon neidisch werden, dass „seine / ihre (der Tödin ) Uhr nicht stehen bleibt“.

Einen schönen Sonntag und weiterhin herrlichen Sommer wünsch ich Euch.

Fisch zum Totenmahl nahe Athen

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Forelle blau: nach einer Vorlage von meiner Mam nachgemalt

Habt Ihr es gewusst?

Auf meine Frage was man nach einer Trauerfeier in einem Dorf nahe Athen den Trauergästen anbietet erklärte mir ein Bekannter, dessen Mutter gestorben ist:

Fischsuppe und Fisch und Wein.

Das stelle ich mir sehr lecker, leicht und gesellig vor.

Ein Visionsboard erstellen

Bildschirmfoto 2019-05-05 um 20.40.26Vor ein paar Wochen hatte ich die große Freude, mit Studierenden der Medizin ´, Theologie und anderen Fächern über den Totenhemd-Blog zu sprechen. Die Diskussionen gingen offenbar über den Abend noch weit hinaus. Ziel erreicht!!!

Lara Hitzemann erzählte mir an jenem Abend vom Visionsboard und hat uns den folgenden Text dazu geschrieben, den ich hier gerne veröffentliche:

„Ein Visions Board erstellenBildschirmfoto 2019-05-05 um 20.39.34

Weshalb bringe ich ein Visionsboard mit dem Thema Tod in Verbindung? Ganz einfach, es ist eine visuelle Erinnerung an die Dinge im Leben die uns Freude und Motivation bereiten. Weiterlesen

Heute Premiere: Death Café Zürich

Annegret und Brigitte kennen sich. Letztes Jahr hab ich Brigitte gefragt, wie sie zu einem Death Café im urbanen Zürich steht. Et voilà. Heute ist Premiere. Ich bin gespannt wer kommt. Wir haben bei Facebook und im Bekannten- und Freundeskreis Werbung gemacht. Die Location ist cool und simpel: L200 – ein Stadtraum mitten an der quirligen Langstrasse.

death cafe zuerich

Kommuniziert haben wir auch auf der deathcafe.com-Seite.

Buchtipp: Oskar und die Dame in Rosa

Nur ein kurze Konversation zwischen Oskar und der Dame in Rosa las ich und hat mich stutzig gemacht. Besser gesagt neugierig als ich die Erklärung dazu las: Er möchte nicht dass man ihn belügt: über das Sterben und auch sonst.

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Oskar weiß dass er sterben wird. Die Dame in Rosa wird seine engste Vertraute. In den Sätzen, die ich las „streiten“ sich die beiden über den Weihnachtsmann und Gott. Oskar meint, bringt eh nix, an Gott zu glauben denn den Weihnachtsmann gibts ja auch nicht. Das war eine Lüge, die man ihm erzählte. Die Dame in Rosa erklärt ihm aber: Ich glaube auch nicht an den Weihnachtsmann aber an Gott.

Hab eben dazu im Internet gesucht und einen Trailer zu einem Film gesehen. Ist schon ein paar Jahre her als das Buch erschien und der Film danach.

 

Zum Sterben hinlegen

582DB2F2-2E30-4264-8C11-3EC0FEA79B05Als Helmut nicht mehr zu Hause leben konnte, beschloss er zu sterben. Er hörte auf zu essen, legte sich hin und starb binnen zwei Wochen.

Als Fritz mit 95 Jahren nach einer Erkältung schwächelte, wollten ihn die Pflegerinnen wieder aufpäppeln. Mit Astronautenkost oder so was in der Art. “Wohin wollen Sie ihn denn päppeln?“ fragten Tochter und Schwiegertochter. „Er hat gerade seinen 95. Geburtstag gefeiert und findet das sei alt genug.“ Die Pflegenden wunderten sich. So etwas hören sie nicht alle Tage. Meist soll das alte Leben weiter und weiter gehen. Weiterlesen