Heute Premiere: Death Café Zürich

Annegret und Brigitte kennen sich. Letztes Jahr hab ich Brigitte gefragt, wie sie zu einem Death Café im urbanen Zürich steht. Et voilà. Heute ist Premiere. Ich bin gespannt wer kommt. Wir haben bei Facebook und im Bekannten- und Freundeskreis Werbung gemacht. Die Location ist cool und simpel: L200 – ein Stadtraum mitten an der quirligen Langstrasse.

death cafe zuerich

Kommuniziert haben wir auch auf der deathcafe.com-Seite.

Buchtipp: Oskar und die Dame in Rosa

Nur ein kurze Konversation zwischen Oskar und der Dame in Rosa las ich und hat mich stutzig gemacht. Besser gesagt neugierig als ich die Erklärung dazu las: Er möchte nicht dass man ihn belügt: über das Sterben und auch sonst.

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Oskar weiß dass er sterben wird. Die Dame in Rosa wird seine engste Vertraute. In den Sätzen, die ich las „streiten“ sich die beiden über den Weihnachtsmann und Gott. Oskar meint, bringt eh nix, an Gott zu glauben denn den Weihnachtsmann gibts ja auch nicht. Das war eine Lüge, die man ihm erzählte. Die Dame in Rosa erklärt ihm aber: Ich glaube auch nicht an den Weihnachtsmann aber an Gott.

Hab eben dazu im Internet gesucht und einen Trailer zu einem Film gesehen. Ist schon ein paar Jahre her als das Buch erschien und der Film danach.

 

Zum Sterben hinlegen

582DB2F2-2E30-4264-8C11-3EC0FEA79B05Als Helmut nicht mehr zu Hause leben konnte, beschloss er zu sterben. Er hörte auf zu essen, legte sich hin und starb binnen zwei Wochen.

Als Fritz mit 95 Jahren nach einer Erkältung schwächelte, wollten ihn die Pflegerinnen wieder aufpäppeln. Mit Astronautenkost oder so was in der Art. “Wohin wollen Sie ihn denn päppeln?“ fragten Tochter und Schwiegertochter. „Er hat gerade seinen 95. Geburtstag gefeiert und findet das sei alt genug.“ Die Pflegenden wunderten sich. So etwas hören sie nicht alle Tage. Meist soll das alte Leben weiter und weiter gehen. Weiterlesen

Was sich ändert, seit ich über´s Sterben rede

IMG_2328Unsere Blogaktion „Was kommt danach“ wurde ja durch das Nachfragen von Dorothea Hillingshäuser initiiert, die zurzeit an einem Heft zu diesem Thema arbeitet. Sie stellte uns drei Fragen. Petra hat sie so beantwortet…

Hier jetzt meine Gedanken dazu.

Was bedeutet euch der Blog?
Ich habe vorher noch nie mit jemand so dauerhaft und durchaus detailverliebt ein Thema verfolgt. „Über das Sterben reden“ ist in der Tat ein wichtiger Bestandteil unserer Freundschaft. Das macht immer noch total Spaß und hat was von Detektivarbeit. Ich bin immer noch mit unserer ursprünglichen Haltung unterwegs: wir machen das, weil und solange wir Lust dazu haben. Es ist ok und gewollt, dass wir hier schreiben und posten wie wir können, ohne Hochglanz-Ziele oder Druck. Ich habe im letzten Jahr so wenig Zeit zum Schreiben gehabt. Aber dafür war ich umso mehr im Gespräch darüber. Ich denke viel und auf vielfältigen Ebenen über „Sterben“ nach. Aktuell gerade wieder darüber, wie ich meine ethischen Vorstellungen in meine Patientenverfügung bringen kann. Darüber hoffentlich bald mal mehr. Weiterlesen

Nicole: Das `Etwas´ nach dem Tod

IMG_0841Nicole ist bei unserer spontanen Blogaktion dabei.

„Was passiert denn nun eigentlich, wenn wir sterben? Wie ist es, tot zu sein? Mein Bauchgefühl hat dazu einiges zu sagen …“

Hier entlang zu ihrem Beitrag in ihrem Blog.

Deutschlandfunk: Neue Sterberituale – der Trend zum spirituellen Testament

Ein Freund von Annegret hat Radio DLF gehört und uns den Link geschickt. Sehr lesens- oder hörenswert! Und es passt in unsere Blogaktion zur Frage: Was kommt danach? Wir lesen gleich zu Anfang diese Sätze:

„Diese Vorstellung, mit dem Tod ist alles Schluss, und es passiert dann nichts mehr – die ist einfach falsch. Es passiert nach dem Tod noch eine ganze Menge. Und das auch zugänglich zu machen, glaube ich, ist ein wichtiger Teil von dem, was ich als meine Arbeit sehe. Dass wir das auch sinnlich wahrnehmen können, dass dieser Mensch einfach sozusagen in einem Art Zwischenzustand – von ‚einerseits ist er das noch, andererseits ist er das nicht mehr‘ – dass auch wahrnehmbar wird, dass es Tod und Tote überhaupt gibt.“

Hier zum vollständigen Text.

 

Land in Sicht

„Was kommt nach dem Tod?“ fragen wir in unserer aktuellen Blogaktion. Eine Verbündete in Sachen „Spiritualität und Schreiben“ brachte kürzlich ein Lied von Rio Reiser  ins Spiel: „Land in Sicht“. Ein Paar, wünschte sich für das Ehejubiläum dieses Lied, wissend dass die Frau in absehbarer Zeit sterben wird.

 

Was für eine Fülle von Bildern, dazu die Musik und Reisers Stimme, die den schwierigen Weg nicht verschweigen, aber der Leichtigkeit und Hoffnung das letzte Wort, den letzten Ton widmen. Ich glaube sowieso, dass ich beim dem Thema nur mit Poesie weiterkomme…

Der Text von Rio Reiser

Land in Sicht, singt der Wind in mein Herz. Weiterlesen

Petra: Tot ist tot! Oder doch nicht? Nur ein kurzer Moment ….

img_0695.jpgWas kommt danach? Wie stelle ich mir mein Leben nach dem Tod vor?
Das sind die Fragen unserer spontanen Februar-Blogaktion.

Ich denke, wenn ich sterbe dann bin ich tot. Da ist nichts mehr. Wenn ich sterbe, dann stirbt mein Körper. Alles von und in ihm wird sterben und tot sein. Es wird kein Sehnen und keine Schmerzen mehr geben. Da ist nichts. Das denke ich so seitdem ich das Interview mit einem bekannten Chirurg und Neurologen gelesen habe. Ausgehend von unserem Körper so wie er angelegt ist, wird da Nichts mehr sein, behauptet er einleuchtend.

Tot ist tot!
Tot ist tot?

Ich habe aber ein Bild und eine Idee wie es sein könnte für eine kurze Weile nach dem Tod. Wenn die Trauerfeier für mich stattfinden wird, dann bin ich fest davon überzeugt, dass ich „irgendwie“ anwesend sein werde (sein will 😉 ). Ich werde als Hauch DA sein. Annegret habe ich gebeten, wenn sie die Totenfeier für mich halten wird (oder wenn sie als Trauergast anwesend sein wird diesen Wunsch dann entsprechend umsetzt), dass die anwesenden Trauergäste, die da sind mindestens zwei Minuten still sein sollen. Das kann in der Trauerkapelle sein oder auch draußen – dort wo meine Urne mit der Asche begraben wird.

Zwei Minuten für alle Anwesenden und für mich. Es wird Stille herrschen. Weiterlesen

Rosemarie: Neugierig und gespannt auf Antworten. Was kommt danach?

IMG_0841Liebe Annegret,
…. .
Dies sind meine Gedanken darüber, was ich über das Thema denke:

Bei mir sind es auf der einen Seite die Erfahrungen, dass der Glaube durch Höhen und Tiefen des Lebens trägt – und auf der anderen Seite aber auch offene, ungelöste Fragen und ich sage manchmal: Auf die Antwort bin ich in der Ewigkeit bei Gott gespannt.

Ich war ja einige Jahren Religionslehrerin an zwei Grundschulen. Da fragte mich mal ein Schüler, – wir hatten von etwas ganz anderem gesprochen: „Frau Wagner, hast du Angst vor dem Tod?“ – Oh, was sagst du da ehrlicherweise Kindern in einer 4. Klasse?
Ich habe es an einem Beispiel zu erklären versucht. Als wir unsere Tochter in Amerika besuchen wollten, hatte ich große Angst vor dem langen Flug. Das war etwas, was ich nicht kannte. Und Unbekanntes macht nicht nur neugierig, es macht oft auch Angst.

Das ist die eine Antwort auf diese Frage. Ich habe dann auch mit ihnen über die andere Seite gesprochen. Von der Hoffnung. Jesus hat ja bei seinem Abschied von den Jüngern gesagt: „Ich gehe vor, die Stätte zu bereiten.“ Wir kommen in etwas Vorbereitetes, wir werden erwartet. Weiterlesen