Da berühren sich Himmel und Erde…

Guten Morgen alle miteinander, heute ist Anja bei uns in der Blogaktion … und ich bin ganz bei ihr währenddem ich ihre Zeilen lese und weine gleich ein bisschen mit, weil ich weiß, wen sie meint und an wen sie denkt und mit wem sie da auf der Wolke sitzt mit den Bömmeln.

Ja, im Hier rund Heute ist es gut … Schritt für Schritt … mit Geduld … machen wir lustige Dinge wie Anja ….

...ein Stück untröstlich

Dies ist mein Beitrag im Rahmen der März-Blogaktion vom Totenhemd-Blog:

„Wo spaziert der Tod durch euer Bild?“

Ich muss gestehen, dass ich nicht sofort inspiriert war, teilzunehmen – genau genommen: gar nicht. „Tolle Aktion, aber dieses Mal ohne mich!“ waren meine Gedanken… Mein Fokus war so ganz woanders und mir fiel nichts ein…

Nunja, irgendwie sperrt sich der Beitrag noch immer sehr vor mir – wenn ich meine Gedanken hier so festhalte und veröffentliche, werden sie noch ein wenig realer… Will ich das überhaupt?
Bekloppt? Ja, ein wenig… Manchmal hätte ich einfach ein wenig weniger Realität…

Tja, nun liest du hier von mir… Wie kommt das?!

Einwurf (abschweifende Gedanken): ich muss immer Tränen verdrücken, wenn ich den Titel dieses Beitrags lese… Kennst du das Lied dazu? Das hat die liebe Christine Kempkes neulich geteilt und es ging mir *zack* direkt ins Herz – ja, und auf die Tränendrüse ;0)

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„Du kennst Dich doch damit aus“ – der Bedarf nach Gesprächen über den Tod

Nicole hat uns mit einem lesenswerten Artikel beschenkt zur Blogaktion. Sie ist zum wiederholten Mal dabei, was uns sehr freut.

Bei ihr spaziert der Tod immer wieder durchs Bild … lest selbst.

Die Waldträumerin

Auf dem Totenhemd-Blog von Petra und Annegret gibt es wieder eine tolle Blog-Aktion. Diesmal mit dem Titel: Wo spaziert der Tod durch euer Bild?

DSC_0218Wer mich kennt weiß, dass der Tod schon von Kindesbeinen an, einen Platz in meinem Leben hat. Gespräche über Sterben, Tod und Trauer sind für mich nichts ungewöhnliches, nichts was mich abschreckt. Aber seit Mai 2018 hat sich da nochmal etwas geändert. Damals habe ich meine Weiterbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung) begonnen und im September desselben Jahres kam noch der Kurs für ehrenamtliche SterbebegleiterInnen hinzu. Da ich dies offen – persönlich und hier auf dem Blog – kommuniziert habe, traten immer häufiger Menschen an mich heran mit den Worten: „Du kennst Dich doch damit aus…“

Und dann erzählten sie mir davon, wie und wo der Tod durch ihre Bilder spaziert ist. Oftmals, um sich etwas vom Herzen zu reden oder zu schreiben. Aber auch…

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Leben mit dem Tod auf der Schulter

Bettina ist heute bei uns in der Blogaktion. An ihrem Geburtstag. Ich wünsche ihr ganz viele neugierige Leser*innen, die ihr gratulieren. Feiern wir mit ihr heut das Leben.

Alles Liebe und Gute.

Die Onkomiezen

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Challenge „Wo spaziert der Tod durch Euer Bild?“ von Annegret und Petra. Vielen Dank, dass ich dabei sein darf!

Wir alle wissen, dass wir sterben müssen. Zumindest in der Theorie. Die meiste Zeit werden Gedanken an den Tod von einem Stoppschild blockiert, das schützend vor unserer Gefühlswelt steht. Und glücklicherweise sind wir in unserer Lebenszeit viel zu beschäftigt mit Karriereplänen, Business-Projekten, Fitnesstrends oder dem wirklich allerneuesten Aufreger auf Twitter. Als liesse sich die Endlichkeit des Lebens durch gute Organisation, die richtige Ernährung oder beruflichen Status aufheben.

Bis vor ein paar Monaten hetzte ich genauso durch meine Lebensstunden als flössen diese in unendlicher Zahl. Hatte meine Effizienz bei minimaler Freizeit maximiert. An den Sinn von Leben und Tod keine Gedanken verschwendet, denn dieses Rätsel würde ich ohnehin nicht lösen können.

Ohne Vorwarnung spürte ich seine Krallen auf meiner Schulter. „Krah krah kraaaah“, sagte der Rabe, was…

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Und dann trug ich die Asche meiner Mutter durch Paris

IMG_4177Ein Beitrag zu unserer Blogaktion „Wo spaziert der Tod durch euer Leben?“ Bei mir kürzlich hier:

Tee mit meinem Freund Philippe. Seine alte Mutter ist in Paris verstorben. Sie hat alles gut vorbereitet und mit ihrem Sohn besprochen. In der Seine soll ihre Asche verstreut werden, gleich bei Notre Dame. Die Trauerfeier sollte in ihrem Geburtsort sein, dort leben noch viele Neffen. Ihr Name kommt dort auf den Stein des alten Familiengrabs. Nur eine Blume sollte jede*r mitbringen, weiß oder gelb. So tat die Familie es auch. Legten die Blüten um die Urne. Später aufs Familiengrab, denn die Urne ging ja wieder zurück nach Paris.

Philippe ist das Redenhalten gewohnt. Zwanzig Minuten lang spricht er bei der Trauerfeier über das Leben seiner Mutter. Ordnet es ein in das Zeitgeschehen Frankreichs seit 1930. Die Cousins danken ihm, auch für sie hat sich dadurch einiges neu sortiert und die Tante noch einmal näher gebracht.

Bei der Pariser Bestatterin war es so: Unter dem Ärmel lugt die Armtäowierung hervor. Später wird sie erzählen, dass ihr Großvater, also seine Asche, noch bei ihr im Wohnzimmerregal steht. Er habe sich immer wegstehlen wollen. Aber sooo nicht. Nun muss er noch eine Weile über der Erde bleiben, bis die Zeit stimmt.
Luc fragt, ob es einen Pappsarg gebe. Weiterlesen

Der Apfel hat einen Fleck! Die Endlichkeit im Einkaufswagen

IMG_5356Meine These: Die Ablehnung von Flecken auf Obst hängt mit unserer Ablehnung der Endlichkeit zusammen. Im Rahmen unserer Blogaktion „Wo spaziert der Tod durch euer Bild?“ möchte ich diesen Aufreger mit euch teilen.

Alle reden übers Händewaschen. Also die Medien. Keine Ahnung, ob meine Mitmenschen dann auch tun, was ihnen empfohlen wird, um sich und andere vor Corona und Viren aller Art zu schützen. Ich schon. Mit Seife und lang. Schon immer.  Aber tut SIE es auch? SIE ist Mitte/Ende 50, sehr gut gekleidet, perfekt geschminkt auch noch um 17 Uhr. SIE steht in der Obst- und Gemüseabteilung des Bioladens, der selbst um 17 Uhr noch Fülle aufweist, Buntheit, Glanz und Duft. Und. SIE. Fasst. Jeden. Apfel. an. Hebt jeden Apfel hoch, dreht ihn links und rechts herum und legt ihn wieder hin.

Ich schau mir das an, fasse mir ein Herz und sage, so freundlich wie ich nur kann (und es mag sein, dass das nicht ganz rüberkam, weil ich letzte Woche echt durch den Wind war wegen der Hassmorde in Hanau und einem beruflichen Umzug etcpp.): „Also, so im Kontext von Corona und Grippewelle und so, wunder ich mich jetzt schon, dass Sie jeden Apfel aufheben und wieder ablegen.“ „Wieso?“, antwortet SIE, Weiterlesen

2. März Anna-Lena: Wo spaziert der Tod durch euer Bild?

Anna-Lena ist heut bei uns in der Blogaktion. Wir freuen uns darüber. Ihr Blogbeitrag zeigt uns die derzeitige todbringende Gegenwart und unsere Angst dazu.

Anna-Lenas Lesestübchen

Eine Blogaktion des Totenhemd- Blogs im Monat März

Todbringende Gegenwart

F  anatismus
A nsteckung
S  chutzmaßnahmen
T  error
E  pidemie
N  euorientierung
Z  ukunft
E  rreger
I   nnenschau
T  od

Würde mich jemand nach meiner momentanen Grundstimmung fragen, so müsste ich zugeben, dass ich vom Optimismus und Frohsinn gerade etwas weit weg bin.

Hanau und Volkmarsen haben Wellen geschlagen, aufgeschreckt und bestürzt.

Die Vorkommnisse dort haben uns wieder mal gezeigt, wie zerbrechlich unser aller Leben ist und dass es jeden von uns treffen kann, wenn wir zur falschen Zeit an einem Ort sind, wo sich blinder Hass, Rassismus und Zerstörungswut einfach entladen. Menschen trauern alleine oder gemeinsam, gestalten Mahnwachen, Andachten und Gottesdienste, demonstrieren gegen rechte Gewalt und doch bleiben Rat-, Hilf- und Sprachlosigkeit zurück.

Menschen, die am Rosenmontag unbeschwert feiern wollten, Freude und gute Laune empfanden, wurden durch die unbegreifliche Tat…

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Frag halt: Willst du Organe spenden?

In unserer 8. Blogaktion wollen wir euch weiter dazu ermutigen und inspirieren, mit anderen über das Sterben zu reden. Wir haben damit gute, schöne, erleichternde, berührende und lustige Erfahrungen gemacht. Ja, es geht!  Man kann ganz normal übers Sterben reden. Und da gibt es viele Facetten. Wir sind gespannt, welche euch einfallen. Mir zum Beispiel diese:

Sehr viele Bürger*innen würden Organe spenden, haben wir in den vergangenen Wochen gehört. Nur haben leider wenige einen Organspendeausweis. Und viele wissen nicht, was ihre Angehörigen wollen.

Meine Theorie ist, dass es vor allem daran liegt, dass ihr Leute euch nicht traut, mit euren Lieben übers Sterben zu reden. Als sei das lebensgefährlich. Hier gilt, was ich schon zum Verfassen der Patientenverfügung geschrieben habe . Ihr sterbt deshalb nicht gleich, blos weil ihr drüber nachdenkt oder gar den kleinen Zettel ausfüllt.

Letztens hatte meine Krankenversicherung meiner Post mal wieder einen Organspendeausweis beigelegt. Ich tat daraufhin folgendes. Beim Sonntagsbrunch stellte ich nach rechts und links ohne Umschweife die Frage: Hier ist der Ausweis. War in der Post. Wie sieht´s aus: Willst du Organe spenden? Weiterlesen

März-Blogaktion: Wo spaziert der Tod durch euer Bild?

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im Kloster Kappel fotografiert

„Klapper, klapper“, habt ihr’s mitgekriegt? Eben huschte er wieder durch’s Bild. Der Typ mit dem Kapuzenmantel und der Sense, das Klappergestell, an dem man die Knochen zählen kann. Die alte Dame meint, er sieht aus wie Johnny Cash, eine andere glaubt, es sei der Gärtner.

Manchmal nimmt er jemand mit. Meistens aber zieht er nur eben schnell am Rande unserer Augenwinkel vorbei. Gevatter Tod. Wir schlagen euch vor: 

Schnappt euch das Bild – und redet drüber. 

Wir laden euch ein bei unserer diesjährigen Blogaktion in der Passionszeit mitzumachen und uns zu erzählen: „Wo spaziert der Tod durch euer Bild?“

Annegret wird über den Organspendeausweis schreiben, den die Krankenkasse beim letzten Brief beigelegt hat. Petra nimmt sich eine besondere Todesanzeige vor, eine Kollegin schreibt vielleicht über die Erhöhung der Friedhofsgebühren oder du über den Tatort am Sonntag. Vielleicht gibt es österreichische Karfreitagsrituale, von denen wir noch nichts wussten, oder du räumst gerade mit Hilfe von Frau Magnusson im Sinne des Schwedischen „Todaufräumen“ deine Bude leer (siehe dazu unseren Blogartikel).

Wir sind gespannt und freuen uns, wenn Weiterlesen

Danke für Eure Friedhofsspaziergänge!

IMG_4485Ein grauer Samstagmorgen. Gestern habe ich meinen Hausaltar entstaubt, poliert und ein paar Tannenzweige darauf gelegt.  Zwei einfache Sterne aus Palmblättern dürfen sich schon zeigen. Die ganze Woche über hatte ich – nach und nach – das kleine Tod, meine Sugarskull-Köpfe und den großen Löffel aus den Blättern, Kastanien und Kürbissen heraus gepflückt, die meinen Hausaltar so bunt gemacht hatten. Die Kerze, die für meine Toten brannte, ist ausgebrannt.
Gestern bin ich in den ersten Weihnachtsmarkt geraten. Laut, voll, alkoholisiert (nicht ich ;-)). Wie ruhig waren doch die Spaziergänge, die ich über den Friedhof gemacht hatte. Und wie besonders und anrührend waren die Gänge,  die wir mit Euch machen durften!

Petra und ich waren wieder ganz beeindruckt und selig, was wir von euch bei unserer 5. November-Blogaktion „Friedhofsspaziergänge“ lesen und weitergeben durften. (Hier noch mal alle im Überblick) Das waren ganze Bildungsreisen, Forschungsprojekte, ein Sich-Einlassen auf einen Ort, der mal ganz still und überraschend leer, mal mit Generationen-Leben gefüllt war.  Sie führten uns nach Weiterlesen

Totensonntag

Ein schönes Gedicht von Natalie. Ich finde es wichtig, dass wir heute den Totensonntag zumindest wahrnehmen … und erst dann kommt die Adventszeit.

Welkes Laub harken … gefällt mir sehr.

Fundevogelnest

Welkes Laubharkenvon den Lagernder Toten.Lebendige Käfer störenin ihren Winterlagern.Übermütigspähennach Schneeglöckchenspitzen.Zu früh ist esnochfür Botschaften.
Stumm
bleibt 
dein Gruß.

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