5. November-Blogaktion: Friedhofspaziergang

IMG_2555Wenn Petra unterwegs ist, sucht sie auch immer nach den örtlichen Friedhöfen. In Zürich, in Portugal, in Zypern, in Frankfurt. Sie fotografiert für uns, was sie dort findet. Annegret spaziert in ihren Mittagspausen gerne über den Hanauer Hauptfriedhof.

Jedes Mal gibt es etwas Neues zu entdecken. Wo könnte man besser übers Sterben reden als dort, wo wir unsere Toten begraben? Wir laden euch ein zur Teilnahme an unserer 5. November-Blogaktion.

Sie startet am
1. November und endet am 24.11.2019 mit folgender Aufgabe:

Mache einen Spaziergang über einen Friedhof. Fotografiere etwas, das Dir auffällt/dich irritiert/anspricht/ berührt – und schreibe einen kleinen Text dazu. Die Form des Textes kann lyrisch, investigativ, Stream of Consciousness (Petra fragt Annegret und weiß nun: dies ist ein literarisches Stilmittel, wenn es so ohne Punkt und Komma fließt), Sachbericht, Tagebucheintrag etc. sein. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Weiterlesen

Friedhöfe: in Portugal unterwegs

Ich fragte mich während unseres Unterwegsseins in Portugal: wo sind denn die Toten hier begraben? Nun kamen wir endlich an einem Hauptfriedhof vorbei, der für das Umland angelegt war. In sengender Hitze verweilten wir einige Minuten und entdeckten in Mauern eingelassene Grabstätten. Ich weiß jetzt gar nicht mehr ob es die portugiesische oder spanische Extremadura war. Auf jeden Fall an der Grenze zwischen Portugal und Spanien.

An einem anderen Friedhof nahe dem Atlantik, an dem wir vorbei radelten entdeckten wir diesen Friedhof. Gräber mit einer Steinplatte sind uns schon eher bekannt.

 

Brücke von Alcantara. Von ihrem Erbauer bewacht.

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vor 14 Tagen waren wir hier: am 24.9. geknipst

Das Ziel war gegeben. Über diese besondere Brücke sollte es gehen. Durch sengende Hitze radelten wir unserem Ziel entgegen. Über die „Puente de Alcantara“ radelten wir, die über den Fluss Tajo führt. Ein Weltwunder römischer Baukunst. Sie entstand innerhalb von 5 Jahren etwa 105/106 nach Christus. 5 Jahre nur! Und das zu den damaligen Zeiten! Sie soll Weltkulturerbe werden (soviel ich weiß ist sie noch nicht eingetragen).

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Friedhofspaziergang: Cemetario dos Prazères in Lissabon

Wir waren 10 Tage Fahrradfahrend in Portugal und der spanischen Extremadura unterwegs – mit einer 13-köpfigen Gruppe geführt von einem jungen Reiseleiter aus Argentinien. Diese Reise bleibt unvergessen. Die letzten Tage verbrachten wir auf eigene Faust in Lissabon und besuchten abseits der Touristenströme den Zentralfriedhof der Lissabonner: den Cemetario dos Prazères. 1833 wurde der Friedhof angelegt. Wir lernten, dass das portugiesische Wort „Prazères“ Vergnügen oder Freude heißt. Der groß angelegte Platz war mal ein Vergnügungspark. Wir waren also auf dem Friedhof der Freuden. (siehe auch: Portugal 360°). 

Nach dem Eingangstor empfing uns eine Tafel mit Informationen. Wie Ihr auf der roten Karte seht informieren verschiedene Symbole über eine berühmte Persönlichkeit, Architektur oder Geschichte und mehr. Diese Symbole findet man dann wieder auf  weißen Marmorstelen pro Grabreihe.

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Friedhof in Novosibirsk – Fotoeindrücke von Sasha

Sasha war Gast während des letzten Death Café in Zürich und erzählte uns von Begräbnissen und Friedhöfen in Russland insbesondere ihrer Heimatstadt Novosibirsk.

Hier eine Auswahl ihrer Fotos mit ihren Erklärungen dazu in Englisch.

1. Typical present for those who attended the funerals: a handkerchief or a kitchen towel
2. Typical food to take away – chocolate candies wrapped in the paper. They are usual candies so people might eat them on any other day.

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In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days

 

 

3. In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days (the funerals normally take place on the third day after death). The cover of the coffin should stay outside. Here you can see that the cover in on the stair case.

 

4 – 8. The fragments of the textile the body is covered with. They should look pretty (even luxury may be) though the quality is bad – the textiles are produced for the funeral case. The plastic flowers can also go inside the coffin. Taking pictures of a dead body considered to be bad. So these are the pictures from my two grandmothers‘ funerals. When my parents saw me with the camera they got very nervous and would not allow me to take pictures of the dead.

9 – 10. It would be a typical set of objects next to the coffin: a photo of the dead (which is placed on the grave after the burial), a book with prays and a candle. The fires are very common because there are candles which burn all day long and at night as well when nobody is watching and there are a lot of plastic flowers which are flammable. The sign (picture 10) contains the name of the dead, years of life and R.I.P. (as the last line). This sign is temporary and placed on the grave for one year (as you can see in picture 11). Weiterlesen

Mutter Goethes Grab auf einem Frankfurter Schulhof. Neben dem Peterskirchhof.


IMG_2060Auf dem Weg zum Sprachkurs staunte ich nicht schlecht als ich vor einer Kirche, der Peterskirche, einen kleinen Park entdeckte mit der Information „Gedenkstätte“. Ich stand vor dem Peterskirchhof. Nicht zu übersehen jedenfalls ein sehr aufdringliches Kreuzbildnis aus Stein mitten in der Stadt einen Steinwurf von der City entfernt. (Es ist eine Kopie der Kreuzigungsgruppe vom Mainzer Bildhauer Hans Backoffen. Das Original ist im Museum zu finden). Die Kirche und auch dieser Platz sind mir nicht fremd aber ich war sehr selten hier. Es hat mich nie interessiert näher hinzuschauen.
Was ein Kontrast für das Auge!

Ich bin jedenfalls gleich nach dem Sprachkurs los und habe mir alles genau angesehen.

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Jüdischer Friedhof Berlin – ein sommerlicher Friedhofspaziergang

Jüdischer
Friedhof Berlin-Weißensee
so viele Lebensgeschichten
ich spaziere leise neugierig
lauschend

Es war eine interessante und halbstündige Fahrt mit der Straßenbahn quer durchs quirlige Berlin. Von der Straßenbahnhaltestelle spazierten wir durch ein stilles Wohnviertel und erreichten den Eingang zum Jüdischen Friedhof.

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Über hunderttausend Tote liegen auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. Ich informierte mich kurz ob es einen Plan des Friedhofs gibt und entdeckte in einem ausliegenden Buchexemplar berühmte Persönlichkeiten. Es sind etwa siebzig gelistet. Ich suchte mir zwei Gräber heraus, die ich auf jeden Fall finden wollte. Ich hatte Glück, dass sie im Plan auf dem selben „Längengrad“ lagen. Ich wollte Samuel Fischer finden, der den Fischer-Verlag gegründet hatte und Albert Mendel. Ihm wurde vom Architekten Gropius ein Bauhaus-Grabmal geschaffen.

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Und dann waren wir umschlossen von Stille und Dunkelheit. Es war ein heißer sonniger Tag auf dem Jüdischen Friedhof. Hier herrschte angenehme Kühle. Unsere Sinne empfingen eine düstere und geheimnisvolle Stimmung. Weiterlesen

Friedhofspaziergang Fluntern

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Noch ein Nachzüglerfoto vom Friedhof Fluntern … diese zwei Gräber mit den kleinen weißen Elefanten je auf einer Kreuzseite … aufeinander zugehend.

Ich hab gar nicht geschaut was auf den Kreuzen stand. Sie gehören ganz sicher zusammen … durch die Elefanten miteinander verbunden.

Schön und berührend.

Siehe meinen Friedhofspaziergang Fluntern.

Spaziergang über den Friedhof Fluntern

72D85657-68B1-45CD-BD95-DA5835DC40CCHeute zog es mich zum Friedhof Fluntern oben auf den Zürichberg. Ein herrlicher Morgen begann und ich erinnerte mich an mein Vorhaben allen 19 Friedhöfen Zürichs einen Besuch zu erweisen. Heute also Fluntern. Ich bin mal dran vorbei spaziert, das ist schon eine Weile her. Da wusste ich: Hier muss ich nochmal her. Er liegt nämlich sehr idyllisch nahe dem Zoo und dem FIFA-Sportgelände oben auf dem Berg. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick und kann schöne Spaziergänge unternehmen. Mit der Straßenbahn bin ich also heut „nach oben“ gefahren durch die Stadt.

2C080699-C4AA-475C-BBA1-B1B355A650E3Im Internet informierte ich mich vorab und sieh an: der Friedhof Fluntern wird sogar als Sightseeing-Punkt aufgezählt, weil bekannte Persönlichkeiten hier begraben sind. Beispielsweise Elias Canetti oder James Joyce.  Ihre Gräber liegen nah beieinander. Rechts seht Ihr Canettis Unterschrift als Grabinschrift.

Die sitzende Bronzefigur hinter James Joyce Grab zeigt den Schriftsteller mit einem Buch in der Hand.

Besonders populär sind die Grabstätten von Schriftsteller James Joyce (errichtet 1966) und Nobelpreisträger Elias Canetti (1994). Die Bronzestatue von Milton Hebald auf dem Grab von James Joyce ist inzwischen zum Wahrzeichen des Friedhofs geworden. Quelle: Stadt Zürich. Friedhof Fluntern.

Siehe auch die New York Times: ein Foto zeigt den Künstler neben der Bronzefigur

Ich habe den Spaziergang über den Friedhof sehr genossen. Eine junge Frau restaurierte einen alten Grabstein. Ich habe viele interessante und außergewöhnliche Figuren geknipst. Wirklich schön für die Ohren, Weiterlesen

Mit ihrem Geist tanzen, bis mir die Luft ausgeht

In der aktuellen Ausgabe des „Das Magazin“ erzählt die letzte Seite diesmal über Hafis Bertschinger. Die letzte Seite im „Das Magazin“ heißt immer:  „Ein Tag im Leben“. Diesmal wurde der 85jährige Künstler und Lebenskünstler vorgestellt, der Tausende von Kilometern auf Pferd, Esel und Velo zurücklegte. Er war unterwegs auf dem Oregon Trail in den USA, dem Dragon Trail in Japan und im Atlasgebirge. Vor zwei Jahren starb seine Frau Mara, was ihn in eine bodenlose Tiefe stürzte.

In einer Pariser Ausstellung erfuhr er vom Totenkult der Madegassen. Sie holen ihre Verstorbenen aus der Erde, wickeln die Überreste in ein Tuch und feiern ein Fest mit ihnen. Die Verstorbenen bleiben so unvergesslich. Nun will Herr Bertschinger Weiterlesen