Friedhofspaziergang Fluntern

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Noch ein Nachzüglerfoto vom Friedhof Fluntern … diese zwei Gräber mit den kleinen weißen Elefanten je auf einer Kreuzseite … aufeinander zugehend.

Ich hab gar nicht geschaut was auf den Kreuzen stand. Sie gehören ganz sicher zusammen … durch die Elefanten miteinander verbunden.

Schön und berührend.

Siehe meinen Friedhofspaziergang Fluntern.

Spaziergang über den Friedhof Fluntern

72D85657-68B1-45CD-BD95-DA5835DC40CCHeute zog es mich zum Friedhof Fluntern oben auf den Zürichberg. Ein herrlicher Morgen begann und ich erinnerte mich an mein Vorhaben allen 19 Friedhöfen Zürichs einen Besuch zu erweisen. Heute also Fluntern. Ich bin mal dran vorbei spaziert, das ist schon eine Weile her. Da wusste ich: Hier muss ich nochmal her. Er liegt nämlich sehr idyllisch nahe dem Zoo und dem FIFA-Sportgelände oben auf dem Berg. Von hier oben hat man einen herrlichen Blick und kann schöne Spaziergänge unternehmen. Mit der Straßenbahn bin ich also heut „nach oben“ gefahren durch die Stadt.

2C080699-C4AA-475C-BBA1-B1B355A650E3Im Internet informierte ich mich vorab und sieh an: der Friedhof Fluntern wird sogar als Sightseeing-Punkt aufgezählt, weil bekannte Persönlichkeiten hier begraben sind. Beispielsweise Elias Canetti oder James Joyce.  Ihre Gräber liegen nah beieinander. Rechts seht Ihr Canettis Unterschrift als Grabinschrift.

Die sitzende Bronzefigur hinter James Joyce Grab zeigt den Schriftsteller mit einem Buch in der Hand.

Besonders populär sind die Grabstätten von Schriftsteller James Joyce (errichtet 1966) und Nobelpreisträger Elias Canetti (1994). Die Bronzestatue von Milton Hebald auf dem Grab von James Joyce ist inzwischen zum Wahrzeichen des Friedhofs geworden. Quelle: Stadt Zürich. Friedhof Fluntern.

Siehe auch die New York Times: ein Foto zeigt den Künstler neben der Bronzefigur

Ich habe den Spaziergang über den Friedhof sehr genossen. Eine junge Frau restaurierte einen alten Grabstein. Ich habe viele interessante und außergewöhnliche Figuren geknipst. Wirklich schön für die Ohren, Weiterlesen

Mit ihrem Geist tanzen, bis mir die Luft ausgeht

In der aktuellen Ausgabe des „Das Magazin“ erzählt die letzte Seite diesmal über Hafis Bertschinger. Die letzte Seite im „Das Magazin“ heißt immer:  „Ein Tag im Leben“. Diesmal wurde der 85jährige Künstler und Lebenskünstler vorgestellt, der Tausende von Kilometern auf Pferd, Esel und Velo zurücklegte. Er war unterwegs auf dem Oregon Trail in den USA, dem Dragon Trail in Japan und im Atlasgebirge. Vor zwei Jahren starb seine Frau Mara, was ihn in eine bodenlose Tiefe stürzte.

In einer Pariser Ausstellung erfuhr er vom Totenkult der Madegassen. Sie holen ihre Verstorbenen aus der Erde, wickeln die Überreste in ein Tuch und feiern ein Fest mit ihnen. Die Verstorbenen bleiben so unvergesslich. Nun will Herr Bertschinger Weiterlesen

Friedhofspaziergang auf Sylt

Auf Sylt waren wir in der alten Kirche St. Severin in dem hübschen Ort Keitum. Unser Ziel war das abendliche Orgelkonzert – das jeden Mittwoch in der Saison stattfindet. Wir waren also zum Saisonauftakt da.

Gleich nebenan – rund um die Kirche – werden die Toten begraben auf einem hübschen Friedhof. Er zeichnet sich aus durch kleine Buchsbaumhecken um das Grab. Das hat mir sehr gut gefallen.

Kirche und Friedhof St. Severin – mit weiteren Fotos zum Anklicken

Auf Zypern: Grabsteinhäuschen

Während meiner Ferien auf Zypern hab ich diesen Droffriedhof fotografiert während einer Fahrradtour durch Kofinou.

Die griechisch-orthodoxe Kirche ist 1000 Jahre alt mit alten Malereien innen drin. Ein Priester kam zufälligerweise vorbei, öffnete die Türen und informierte über das alte Gemäuer. Dahinter verbirgt sich der Dorffriedhof mit seinen kleinen Grabsteinhäuschen. Man sieht Fensterchen in den Grabstätten, in die etwas für die Toten hineingestellt wird.

Ich war schon öfters in Zypern und hab hier schon einmal einen Friedhof vorgestellt. Schaut, der ist ganz anders.

Für Karolin: Mein Lieblingsgrabstein

fullsizeoutput_2a3Ich dachte, ich hätte meinen Lieblingsgrabstein schon einmal vorgestellt. Aber trotz aller Suche hab ich ihn hier bei uns wohl doch noch nicht vorgestellt.

Madame Flamusse, Karolin, hatte einen schönen Blogartikel geschrieben zu ihrem Friedhofspaziergang anlässlich des Tags des Friedhofs – spaziert ist sie über den alten Friedhof ihrer Heimatstadt. Wenn ich mich recht erinnere habe ich dort meinen Lieblingsgrabstein erwähnt. Hier ist er. Ich glaube, Ihr entdeckt sofort warum ich ihn so besonders finde. Er ziert ein Grab auf dem Richterswiler Friedhof.

Was überlegen wir uns über den oder die Tote?

 

Tierische Grabsteine

 

Während meiner Friedhofspaziergänge in den letzten Monaten bin ich diesen zwei Grabsteinen begegnet. Wir wissen: Jedes Grab und jeder Grabstein erzählt etwas über den Verstorbenen.

Welche Gedanken hast Du im Kopf wenn Du diese beiden betrachtest?

Ich dachte bei der Form des Schweins: Er ist sicher Metzger gewesen. Aber muss das stimmen? Vielleicht mochte er sein Hausschwein oder hat Schweine in allen Größen und Formen gesammelt – so wie meine Freundin, der ich gleich dieses Foto schickte.

Und den ausgestanzten Fisch mit dem davor liegenden Steuerrad traf ich in Richterswil auf unserem kleinen Friedhof mit Blick auf den See. War der Tote Kapitän zur See oder einer der vielen Fischer auf dem Zürichsee? Wir wissen es nicht. Aber Weiterlesen

Buchtipp: Den Tod muss man leben

Den Tod muss man leben von Angela Fournes

Dieses Buch ist mir gestern bei Facebook aufgefallen. Ich habe den Eindruck es ist sehr lesenswert. Das Cover gefällt mir schon mal gut: lebendig und bunt. Die Autorin ist in Mexiko aufgewachsen.

Und der Titel sagt, was ich denke: Wenn nicht jetzt, wann dann leben und die Dinge realisieren, die man realisieren kann und möchte? Und den Tod muss man leben mit Haut und Haaren und Wörtern und Liedern und Kunst.

Der Tod gehört zu unserem Leben dazu. Da hilft kein Klagen und Greinen und je bewusster wir uns das machen umso „einfacher“ können wir uns verabschieden von den Lieben und von unserem eigenen Hier-Sein auf dieser Welt – irgendwann.

Hier kannst Du Dich informieren.

Ein Friedhof im Wallis

Letztes Wochenende waren wir im französischsprachigen Wallis, im unteren Wallis. Hier sieht es aus wie in meiner Heimat: Weinberge überall nur höher gelegen. Das untere Wallis ist eines der trockensten Täler Europas, was ich nicht wusste. Überall war Regen angesagt nur hier blieb es trocken.

Für das kleine Dorf Lens überraschte uns dieser groß angelegte Friedhof mit schönem Blick auf die Berge.

Wir reden übers Sterben … heute mit Björn Wolff

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Björn Wolff

Björn Wolff ist Gründer und Geschäftsführer des digitalen Bestattungshauses mymoria.

Bei einem Sterbefall im Freundeskreis hat er erlebt, wie wenig transparent und zeitgemäß ein herkömmlicher Bestatter kommuniziert und gearbeitet hat. Das wollte er mit Hilfe des Internets ändern. Seit 2016 planen auf www.mymoria.de Hinterbliebene und Vorsorgende von zu Hause aus bei voller Kostentransparenz die Bestattungen von Angehörigen oder ihre eigenen. Gemeinsam mit seinem Team organisiert Björn Wolff die meist alternativen Bestattungen deutschlandweit. Außerdem will er mit mymoria die Themen Tod und Bestattung aus der Tabuzone holen und redet nicht nur deshalb viel und auch mal provokant darüber.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Auch wenn man denken könnte, dass ich als Bestatter nur mit dem Tod zu tun habe, habe ich in erster Linie mit den Lebenden zu tun. Entweder mit den Hinterbliebenen, die mit mymoria ihre Verstorbenen bestatten, oder mit den Vorsorgenden, die bei uns ihre Bestattungen nach ihren Wünschen planen. Weiterlesen