Friedhofspaziergang auf Sylt

Auf Sylt waren wir in der alten Kirche St. Severin in dem hübschen Ort Keitum. Unser Ziel war das abendliche Orgelkonzert – das jeden Mittwoch in der Saison stattfindet. Wir waren also zum Saisonauftakt da.

Gleich nebenan – rund um die Kirche – werden die Toten begraben auf einem hübschen Friedhof. Er zeichnet sich aus durch kleine Buchsbaumhecken um das Grab. Das hat mir sehr gut gefallen.

Kirche und Friedhof St. Severin – mit weiteren Fotos zum Anklicken

Auf Zypern: Grabsteinhäuschen

Während meiner Ferien auf Zypern hab ich diesen Droffriedhof fotografiert während einer Fahrradtour durch Kofinou.

Die griechisch-orthodoxe Kirche ist 1000 Jahre alt mit alten Malereien innen drin. Ein Priester kam zufälligerweise vorbei, öffnete die Türen und informierte über das alte Gemäuer. Dahinter verbirgt sich der Dorffriedhof mit seinen kleinen Grabsteinhäuschen. Man sieht Fensterchen in den Grabstätten, in die etwas für die Toten hineingestellt wird.

Ich war schon öfters in Zypern und hab hier schon einmal einen Friedhof vorgestellt. Schaut, der ist ganz anders.

Für Karolin: Mein Lieblingsgrabstein

fullsizeoutput_2a3Ich dachte, ich hätte meinen Lieblingsgrabstein schon einmal vorgestellt. Aber trotz aller Suche hab ich ihn hier bei uns wohl doch noch nicht vorgestellt.

Madame Flamusse, Karolin, hatte einen schönen Blogartikel geschrieben zu ihrem Friedhofspaziergang anlässlich des Tags des Friedhofs – spaziert ist sie über den alten Friedhof ihrer Heimatstadt. Wenn ich mich recht erinnere habe ich dort meinen Lieblingsgrabstein erwähnt. Hier ist er. Ich glaube, Ihr entdeckt sofort warum ich ihn so besonders finde. Er ziert ein Grab auf dem Richterswiler Friedhof.

Was überlegen wir uns über den oder die Tote?

 

Tierische Grabsteine

 

Während meiner Friedhofspaziergänge in den letzten Monaten bin ich diesen zwei Grabsteinen begegnet. Wir wissen: Jedes Grab und jeder Grabstein erzählt etwas über den Verstorbenen.

Welche Gedanken hast Du im Kopf wenn Du diese beiden betrachtest?

Ich dachte bei der Form des Schweins: Er ist sicher Metzger gewesen. Aber muss das stimmen? Vielleicht mochte er sein Hausschwein oder hat Schweine in allen Größen und Formen gesammelt – so wie meine Freundin, der ich gleich dieses Foto schickte.

Und den ausgestanzten Fisch mit dem davor liegenden Steuerrad traf ich in Richterswil auf unserem kleinen Friedhof mit Blick auf den See. War der Tote Kapitän zur See oder einer der vielen Fischer auf dem Zürichsee? Wir wissen es nicht. Aber Weiterlesen

Buchtipp: Den Tod muss man leben

Den Tod muss man leben von Angela Fournes

Dieses Buch ist mir gestern bei Facebook aufgefallen. Ich habe den Eindruck es ist sehr lesenswert. Das Cover gefällt mir schon mal gut: lebendig und bunt. Die Autorin ist in Mexiko aufgewachsen.

Und der Titel sagt, was ich denke: Wenn nicht jetzt, wann dann leben und die Dinge realisieren, die man realisieren kann und möchte? Und den Tod muss man leben mit Haut und Haaren und Wörtern und Liedern und Kunst.

Der Tod gehört zu unserem Leben dazu. Da hilft kein Klagen und Greinen und je bewusster wir uns das machen umso „einfacher“ können wir uns verabschieden von den Lieben und von unserem eigenen Hier-Sein auf dieser Welt – irgendwann.

Hier kannst Du Dich informieren.

Ein Friedhof im Wallis

Letztes Wochenende waren wir im französischsprachigen Wallis, im unteren Wallis. Hier sieht es aus wie in meiner Heimat: Weinberge überall nur höher gelegen. Das untere Wallis ist eines der trockensten Täler Europas, was ich nicht wusste. Überall war Regen angesagt nur hier blieb es trocken.

Für das kleine Dorf Lens überraschte uns dieser groß angelegte Friedhof mit schönem Blick auf die Berge.

Wir reden übers Sterben … heute mit Björn Wolff

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Björn Wolff

Björn Wolff ist Gründer und Geschäftsführer des digitalen Bestattungshauses mymoria.

Bei einem Sterbefall im Freundeskreis hat er erlebt, wie wenig transparent und zeitgemäß ein herkömmlicher Bestatter kommuniziert und gearbeitet hat. Das wollte er mit Hilfe des Internets ändern. Seit 2016 planen auf www.mymoria.de Hinterbliebene und Vorsorgende von zu Hause aus bei voller Kostentransparenz die Bestattungen von Angehörigen oder ihre eigenen. Gemeinsam mit seinem Team organisiert Björn Wolff die meist alternativen Bestattungen deutschlandweit. Außerdem will er mit mymoria die Themen Tod und Bestattung aus der Tabuzone holen und redet nicht nur deshalb viel und auch mal provokant darüber.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Auch wenn man denken könnte, dass ich als Bestatter nur mit dem Tod zu tun habe, habe ich in erster Linie mit den Lebenden zu tun. Entweder mit den Hinterbliebenen, die mit mymoria ihre Verstorbenen bestatten, oder mit den Vorsorgenden, die bei uns ihre Bestattungen nach ihren Wünschen planen. Weiterlesen

Todesanzeige: Ein Kreis.

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Solch eine Todesanzeige (hab ich grad umständlich in Word fabriziert) habe ich diese Tage in der Zeitung entdeckt. So ein Kreis fällt auf. Klar. Knapp. Einfach. Der Name sowie Geburtstag und Todesdatum drin. Basta. Nicht mehr und nicht weniger.

Daneben las ich in einer Anzeige diesen schönen Vers.

I’m trying to get people to see that we are our brother’s keeper.

Red, white, black, brown or yellow, rich or poor,

we all have the blues. (von B. B. King)

Von Sarggeschichten: Wie man eine tolle Trauerfeier macht

Habt Ihr Sarahs Videos schon gesehen? Es sind nicht Sarahs sondern die von Sarggeschichten und dahinter verbergen sich Sarah und Jan.

Ich finde Sarah macht das großartig vor der Kamera. Hier ein Video „wie man eine tolle Trauerfeier macht“.

Oder Link zur Website: Sarggeschichten/Die Filme

Wir sehen ja hier nur kleine Ausschnitte und hören, Weiterlesen

„Der Tod steht uns gut“: vom Zeitungsartikel zum Telefonat mit Sarah Benz von Sarggeschichten

Das war ja eine Überraschung letzten Sonntag in der Rubrik „Leben“ in der Frankfurter Sonntagszeitung: Ich entdeckte den Artikel: Der Tod steht uns gut.

Der Untertitel des Artikels:
Das ganze Leben lang macht sich der eine mehr Gedanken darüber, was er anzieht, als der andere. Ein Thema ist es trotzdem für alle. Nur das letzte Hemd blieb bislang von dieser Frage oft ausgeschlossen. Warum eigentlich? – fragt die Journalistin Barbara Russ.

Zuerstmal ist die Überschrift ja ein bisschen verwirrend. Das Thema klärt sich erst, wenn wir vom letzten Hemd im Untertitel lesen. Ich suchte beim Lesen sofort, ob die Autorin unseren Blog erwähnt. Denn es liegt doch nahe unseren Totenhemd-Blog zu nennen, in dem wir uns sehr ausführlich über unser „letztes Hemd“ ausgemährt haben.

Sie fragt gleich zu Anfang: „Welche Kleidung würden Sie Ihrer Mutter für die letzte Ruhe aussuchen?“ Auch wenn man sich heute eher in Jogginghose oder Jeans verabschiedet, existiert das Leichen- bzw. Totenhemd noch. Dennoch kleidet man den Verstorbenen  tendenziell so wie man ihn im Alltag erlebte, es wird der Persönlichkeit entsprechende individuelle Kleidung getragen.

Beim weiteren Lesen freute ich mich Sarah Benz Namen zu entdecken. Sie wurde mit ihren Sarggeschichten vorgestellt und hat erlebt, dass Angehörige ein hässliches Totenhemd gekauft haben, Weiterlesen