Gestern mit meinem Vater eine Reval geraucht

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Gestern Abend hatten wir Besuch. J war da. Er war einige Monate in Guatemala und wollte uns Fotos zeigen. Ich hatte lecker gekocht. Zwischendurch geht er immer mal auf Balkonien um zu rauchen. Ich erzählte ihm von meinem Blogpost über Sucht. Eine Anregung aus dem Buch von Doris Dörrie: Leben Atmen Schreiben. „Schreib über deine Sucht“. Darin kommt auch mein Vater vor, der ein Leben lang Reval geraucht hat.

Ich erzählte J, dass ein Päckchen Reval beim Foto meines Vaters liegt. Ob er nicht Lust hat mit ihm eine zu qualmen? Er fand das Weiterlesen

Buchtipp: Superhero von Anthony McCarten

superhero-9783257237337Gestern Abend hab ich das Buch zu Ende gelesen und bin glücklich und selig eingeschlafen. Ich frage mich, was ich über das Buch erzählen darf, ohne euch zu viel zu verraten und die Spannung wegzunehmen.

Ich versuche es mal.

Der Autor macht etwas, was ich bisher in keinem Buch gelesen habe. Es ist eigentlich eine Vorlage für ein Drehbuch. Es startet mit „Aufblende“ … und endet mit „Abblende. Ende. Wer hätte das gedacht“ (letzteres ist wohl selbstironisch gemeint). Jede Örtlichkeit / Szene wird beschrieben und vorgestellt: Beispiele:

  • Außen. Eine Straße in der Stadt. Tag.
  • Innen. Kino. Abend.
  • Innen. Auto. Abend.

Mal sind wir im Haus des Protagonisten, mal in der Onkologie, mal in seinem Zimmer daheim, mal in seinem Krankenhauszimmer undsofort. Mal morgens, mittags, abends.

Also. Donald, 14 Jahre jung, um den es hier geht ist schwerkrank und hat Krebs. Und bevor er stirbt will er unbedingt wissen wie das mit der Liebe geht. Wenigstens einmal Sex haben, bevor es zu Ende geht, das wünscht er sich sehr. Bloß nicht als „Jungfrau“ sterben. Weiterlesen

Christine im Interview: „Den Tod zu sehen, … Lust auf Eigensinn“

FriedhofForumChristine Süssmann hab ich 2014/2015 kennengelernt. Ich las von ihr in der Zeitung. Das Foto zeigte sie in einem ausgehobenen Grab stehend. Mit dem Kopf über der Erde guckend. Das hat mir gefallen. Ich schaue gleich, ob ich dazu gebloggt hatte. Et voilà.

Nun wird Christine das Friedhof Forum verlassen. Ihre Aussagen in ihrem Interview finde ich klasse. Diese haben mir besonders gefallen.

„Den Tod zu sehen, macht Lust auf Eigensinn“. Weiterlesen

16.11. Ich habe ihr Grab gefunden

Ich war letzte Woche in Frankfurt Bergen-Enkheim. Dem Stadtteil von Frankfurt, in dem ich viele Jahre wohnte, in dem ein großer Teil meiner Freunde lebt und in dem ich jahrelang in der Kantorei mitgesungen habe. Ich besuchte das Konzert ELIAS in der Enkheimer Kirche (von „meiner“ Kantorei gesungen … bin soooo stolz … ein gewaltiges Oratorium!) .

Die Kirche liegt östlich im Enkheimer Friedhof. Ich hatte noch ein wenig Zeit und spazierte durch die Grabreihen ohne Ziel und Plan. Das letzte Mal suchte ich das Grab von Brigitte. Einer Chorfreundin von mir. Sie starb 52-jährig an Krebs. Ich war bei der Beerdigung nicht dabei. Deshalb wusste ich nicht wo sie begraben liegt.

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Ich knipste einfach in den Friedhof hinein. Es war gegen 17 Uhr. Sonnenuntergangsstimmung im November. Was fällt auf, wenn Ihr auf dieses Foto schaut? Die gelben Zweige eines niedrigen Baumes, die rechts hinten leuchten, als wäre eine Lampe an. Weiterlesen

14.11. Michaela Schara: Die Steinmetzmeisterin von Zogelsdorf

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Michaela Schara hat einen Spaziergang gemacht über den Friedhof der mittelalterlichen Kirche von Burgschleinitz und der Steinmetzmeisterins Grab von Zogelsdorf entdeckt. 

10.11. Mein Lieblingsgrabstein leuchtet

Von weitem sehe ich Dich
du leuchtest
Du fällst auf
ich suche den Weg zu dir
will dich besuchen
dich kennenlernen
Du zeigst Dich
bekennst Farbe
ich mache mir ein Bild von Dir

Selbst im Tod Weiterlesen

9.11. Stefanie Gänßlen: an einem Sonntagnachmittag …

4F0C31C1-F442-4EB2-A59C-F093831BDB25.jpegAn einem Sonntagnachmittag auf dem Heidelberger Bergfriedhof 20.10.19

Faszinierend,
was mich bewegt,
wenn ich mit Stift und Kamera
an einem sonnigen Sonntag Nachmittag
auf dem Heidelberger Bergfriedhof
unterwegs bin

Achtsamkeit
Denken
Fühlen
Danken
Gestalten Weiterlesen

Brücke von Alcantara. Von ihrem Erbauer bewacht.

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vor 14 Tagen waren wir hier: am 24.9. geknipst

Das Ziel war gegeben. Über diese besondere Brücke sollte es gehen. Durch sengende Hitze radelten wir unserem Ziel entgegen. Über die „Puente de Alcantara“ radelten wir, die über den Fluss Tajo führt. Ein Weltwunder römischer Baukunst. Sie entstand innerhalb von 5 Jahren etwa 105/106 nach Christus. 5 Jahre nur! Und das zu den damaligen Zeiten! Sie soll Weltkulturerbe werden (soviel ich weiß ist sie noch nicht eingetragen).

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Ich bin die Königin meines Lebens

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Vor einiger Zeit hatte ich das Interview mit Martin Schuppli bereits angedeutet. Es ist seit wenigen Tagen online. Es war ein wunderbarer, interessanter und auch lustiger Tag. Unser  Gespräch und Austausch war intensiv und berührend.

Hier entlang zum Interview.

Ein neues Leben beginnen: Umziehen. Wegziehen.

IMG_0427„Wenn nicht jetzt, wann dann“ kann eine neue Blog-Themenreihe werden. Ihr wisst, dass es DAS zentrale Thema meines Lebens und Denkens ist, das zu tun, was ich für mein Leben richtig halte. „Ich will eine glückliche Sterbende sein“, die sich nicht quälen und grämen will mit den Gedanken „Hätt ich bloß … “

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Ich saß heut morgen auf Balkonien mit meinem Schreibbuch und den Morgenseiten und sinnierte über meine Schreibblockade und was ich denn im Wesentlichwerden-Blog oder im Totenhemd-Blog in Zukunft schreiben will und in welchem Stil … ich denke mein Stil ist Realistisches – auf Balkonien sitzen mit den Morgenseiten – mit einer erfundenen Geschichte zu kombinieren, die inspiriert wird durch Gehörtes, Gesehenes, Gelesenes. Vorhin hab ich eine Kurzgeschichte veröffentlicht, die ich hier noch weiter vertiefen möchte.

Die Idee zur Kurzgeschichte lieferte mir dieser Film, den ich auf SRF schaute: Mutter geht nach Indien. Eine 60-jährige Frau verlässt ihre Familie und beginnt Weiterlesen