Kinofilm: Das Erste und das Letzte

Ich war im Kino und habe den Film über Jacqueline von Kaenel gesehen, die noch einmal ihre Kindheit und ihr Leben Revue passieren lässt bevor sie stirbt. Sie ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.

Der Film hatte es in sich. Ich habe ihn deshalb in meinem anderen Blog vorgestellt, weil es sehr um das „Wesentlich werden“ geht in dieser Phase des bevorstehenden Todes. Sie konnte in Frieden gehen, sie hat in ihrem Sterben etwas ganz Lebendiges entgegegengesetzt: Ihr Leben im Hier und Jetzt, Ihre Kraft, Ihr „sich annehmen und sich selbst lieben“. Das hat mich zutiefst berührt und beeindruckt.

Hier der Link zu meinem Blogpost: Das Erste und das Letzte.

Sabine Dinkel spricht übers Leben und ein bisschen übers Sterben

Wegen Sabine Dinkel gibt es diesen Blog! Das ist toll. Ich kenne sie vor ihrer Krebserkrankung … wir haben uns übers Bloggen und bei Facebook kennengelernt.

Heute hören und sehen wir sie hier im Interview bei Andrea Heckmann – im LebensMutivation Flashmob Video.

Sie schaut schon mal rüber auf „die andere Seite “ ist aber vor allem hier im Leben mit ihrem Mann und ihren Hunden und ihren lieben Freund*innen. Und zum Schluss gibt es von ihr den ultimativen Tipp für andere Leidensgenoss*innen!! Also reinhören … und sich Zeit nehmen für 55 Minuten ehrliche und spannende Antworten.

 

Sabine Dinkels Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ habe ich vor wenigen Wochen vorgestellt.

Wenn wir beide gleichzeitig sterben sollten …

IMG_7788… wegen eines Unfalls beispielsweise … was dann?

Wie bin ich zu dieser Überlegung gekommen? Als wir unser Testament mit einer Fachanwältin besprochen haben, musste auch diese Überlegung mit einbezogen werden. Hat mit dem Punkt zu tun: Was passiert mit dem Hab und Gut, dem Erbe, wenn der Zuletztlebende stirbt.

Sind diejenigen, die im Testament genannt sind informiert?
Haben Sie einen Schlüssel für die Wohnung/das Haus, die Passwörter, eine Liste mit allen wichtigen Informationen?
Wissen sie, wo das Testament hinterlegt ist?

Werden sie sich die Haare raufen, einen Haushalt aufzulösen? Was werden sie tun?

Werden sie Rot sehen, wenn sie unsere Konten und Accounts im Netz finden und löschen sollen?

***

… und überhaupt … mir wird selbst ganz schwindelig.

Kann passieren …

…. ich bete zu unserem Schutzengel ;-).

Wenn ich zuerst sterbe …

Weißt Du dann wohin mit mir?

Wirst Du mein blaues Buch finden mit all den Informationen für Dich?

Dann wirst Du eine Menge zu tun haben mit all meinen Daten und Konten im Sozialen Netzwerk. Ich sehe Dich schon wie Du die Stirn runzelst vor lauter lauter.

Was wirst Du  mit meinen Sachen tun, die ich nicht aufgelistet habe?

Wirst Du Dir Unterstützung suchen bei meinen Freundinnen, Deinen Freunden?

Wirst Du in ein Loch fallen?

Haben wir alles gesagt? Alles besprochen?

Wenn Du zuerst stirbst …

Werde ich stundenlang mit Dir allein sein wollen …

…. Dich aufbahren lassen, damit sich alle von Dir verabschieden können.

Und dann erst mich fragen: Um was muss ich mich zuerst kümmern? Wen anrufen?

Werde ich meine Liste finden, in der ich mir die wichtigsten Dinge notiert habe, die ich dann machen will: zum Beispiel eine „Locke“ Deines Haares abschneiden?

Was wird sein ohne Dich?

Wo bleibe ich ohne Dich? Wo wohne ich? Bleibe ich wo ich bin?

Wir haben keine Kinder, sind meine Freund*innen in der Nähe?

Wo werde ich dich beerdigen? Weiterlesen

Rüdigers Gastgeschichte: Zwei Enden

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Rüdiger aus Bremen

Rüdiger war wie ich Teilnehmer der kreativen Schreibreise auf Zypern. Er hat uns eine Geschichte für den Totenhemd-Blog geschenkt … und wenn ich es mir recht überlege:

Ich begleite ihn in die Anden. Auf geht’s.

***

Rüdiger, merci für deine Geschichte! Du hast uns die Augen geöffnet …

Darauf ein Elfchen:

Rüdiger
aus Bremen
schreibt eine Geschichte
zwei Enden sind möglich
Anden!

25.11. Lucia Henke: Mein erstes Buch

lucia buchIch wollte schon immer ein Buch schreiben. Jetzt habe ich ein Buch geschrieben! Annegret und Petra vom Totenhemdblog brachten diesen Stein für mich endgültig ins Rollen. Für ihre Blogaktion im November forderten sie uns auf: Schreibe für dich eine Löffelliste. Tue umgehend etwas davon. Eine Löffelliste habe ich nicht. Aber ich weiß, dass ich es am Ende meines Lebens bedauern würde, wenn ich meinen Traum vom Buch nicht ernster genommen hätte.

Deshalb meldete ich mich zur Blogaktion an und reservierte mir dabei einen Termin am Ende des Monats. Damit ich soviel Zeit wie möglich habe und dann auch wirklich einen Erfolg zu vermelden kann. Die Idee zu einem Kinderbuch und Vorarbeiten gab es schon, jetzt musste ich nur noch ernst machen. Das gestaltete sich schwieriger, als ich gedacht hatte. Nicht das Schreiben der Geschichte oder die Illustrationen waren das Problem. Nein, das Problem saß in mir drin und versuchte mir hartnäckig Tag für Tag diesen Traum auszureden.

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Wie großartig ist das denn? Hier bei Lucia weiterlesen!

16.11. Death Café 3 in Richterswil

deathcafeUm 15 Uhr treffen wir uns am Donnerstag, 16.11. zu einem Spaziergang über den Friedhof und erfahren mehr über die Bestattungsformen und sehen vielleicht einen der Aufbahrungsräume.

Wir werden ein Grab besuchen, dessen Grabstein mir besonders gut gefällt und darüber nachdenken, was dieser Grabstein mit dem Verstorbenen zu tun hat … zu Lebzeiten. Danach wärmen wir uns auf bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus Rosengarten und diskutieren weiter.

Der Flyer mit allen Informationen.

Warum soll ich eine Löffelliste schreiben?

IMG_7330.JPGDie eine oder andere hat es schon gelesen: zur Zeit bin ich auf Schreibworkshop in Zypern. Gestern haben wir lauter Fragen gestellt. Mit einer Frage begonnen und immer wieder eine neue Frage zur letzten ergänzt.

Daraus habe ich dies gestrickt:

Warum soll ich eine Löffelliste schreiben?
Wieso eigentlich Löffel?
Und wieviele Löffel?
Kommt doch bestimmt von „Löffel abgeben“ oder?
Ich schreibe eine Löffelliste und gebe meine Löffel ab?
Silberlöffel oder Holzlöffel?
Welchen Löffel kannst Du Dir leisten?
Was steht eigentlich auf einer Löffelliste?
Und wieviele?
Und woher kommt das Wort: Löffelliste?

Und jetzt Du: Gerne ergänzen mit der nächsten Frage die sich auf die letzte Frage bezieht.