Ein Coachingtag in Sachen „Tod und Sterben“

Britta Buttkewitz hab ich eben bei Facebook mit ihrem YouTube-Video entdeckt. Sie ist Sterbeamme und bietet einen Coachingtag für Chefs und Kollegen an. Wie geht man um mit dem Tod eines Kollegen? Wie kümmert man sich um eine Kollegin deren Ehemann bald sterben wird? Sehr authentisch und gut erklärt hier im Video.

Buchtipp: … die letzten Dinge des Lebens zu ordnen. Death Cleaning.

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Heute morgen habe ich in der Zeitung über dieses Buch gelesen. Da muss ich ja schmunzeln. Anscheinend sammeln wir immer mehr je älter wir werden? Stimmt das? Ich behaupte von mir, dass ich gut wegschmeißen kann. Ich werde mal optimal ausgemistet haben bevor ich sterbe, vorausgesetzt ich werde alt und kann mich entsprechend vorbereiten. Im Moment habe ich noch viel zu viel.

Wir Babyboomer sind mit den Wohnungen und Häusern unserer Eltern konfrontiert, die den Krieg erlebt haben. Sie haben teilweise gesammelt wie die Eichhörnchen. Wenn sie jetzt sterben, haben wir eine Menge zu tun mit Aufräumen und Ausmisten.

Frau Magnusson empfiehlt für jedes Stück die Überlegung: Aufheben? Weg damit? Verschenken? und noch ein viertes, das ich vergessen habe.

Die Zeitschrift Brigitte sagt „Death Cleaning“ dazu.

Im Netz habe ich diesen interessanten Artikel entdeckt mit einem Video das die Autorin zeigt.

Ich habe Frau Magnussons Buch noch nicht gelesen kommt aber auf meine Leseliste.

Kinofilm: Das Erste und das Letzte

Ich war im Kino und habe den Film über Jacqueline von Kaenel gesehen, die noch einmal ihre Kindheit und ihr Leben Revue passieren lässt bevor sie stirbt. Sie ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.

Der Film hatte es in sich. Ich habe ihn deshalb in meinem anderen Blog vorgestellt, weil es sehr um das „Wesentlich werden“ geht in dieser Phase des bevorstehenden Todes. Sie konnte in Frieden gehen, sie hat in ihrem Sterben etwas ganz Lebendiges entgegegengesetzt: Ihr Leben im Hier und Jetzt, Ihre Kraft, Ihr „sich annehmen und sich selbst lieben“. Das hat mich zutiefst berührt und beeindruckt.

Hier der Link zu meinem Blogpost: Das Erste und das Letzte.

Sabine Dinkel spricht übers Leben und ein bisschen übers Sterben

Wegen Sabine Dinkel gibt es diesen Blog! Das ist toll. Ich kenne sie vor ihrer Krebserkrankung … wir haben uns übers Bloggen und bei Facebook kennengelernt.

Heute hören und sehen wir sie hier im Interview bei Andrea Heckmann – im LebensMutivation Flashmob Video.

Sie schaut schon mal rüber auf „die andere Seite “ ist aber vor allem hier im Leben mit ihrem Mann und ihren Hunden und ihren lieben Freund*innen. Und zum Schluss gibt es von ihr den ultimativen Tipp für andere Leidensgenoss*innen!! Also reinhören … und sich Zeit nehmen für 55 Minuten ehrliche und spannende Antworten.

 

Sabine Dinkels Buch „Krebs ist wenn man trotzdem lacht“ habe ich vor wenigen Wochen vorgestellt.

Wenn ich zuerst sterbe …

Weißt Du dann wohin mit mir?

Wirst Du mein blaues Buch finden mit all den Informationen für Dich?

Dann wirst Du eine Menge zu tun haben mit all meinen Daten und Konten im Sozialen Netzwerk. Ich sehe Dich schon wie Du die Stirn runzelst vor lauter lauter.

Was wirst Du  mit meinen Sachen tun, die ich nicht aufgelistet habe?

Wirst Du Dir Unterstützung suchen bei meinen Freundinnen, Deinen Freunden?

Wirst Du in ein Loch fallen?

Haben wir alles gesagt? Alles besprochen?

Wenn Du zuerst stirbst …

Werde ich stundenlang mit Dir allein sein wollen …

…. Dich aufbahren lassen, damit sich alle von Dir verabschieden können.

Und dann erst mich fragen: Um was muss ich mich zuerst kümmern? Wen anrufen?

Werde ich meine Liste finden, in der ich mir die wichtigsten Dinge notiert habe, die ich dann machen will: zum Beispiel eine „Locke“ Deines Haares abschneiden?

Was wird sein ohne Dich?

Wo bleibe ich ohne Dich? Wo wohne ich? Bleibe ich wo ich bin?

Wir haben keine Kinder, sind meine Freund*innen in der Nähe?

Wo werde ich dich beerdigen? Weiterlesen

Rüdigers Gastgeschichte: Zwei Enden

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Rüdiger aus Bremen

Rüdiger war wie ich Teilnehmer der kreativen Schreibreise auf Zypern. Er hat uns eine Geschichte für den Totenhemd-Blog geschenkt … und wenn ich es mir recht überlege:

Ich begleite ihn in die Anden. Auf geht’s.

***

Rüdiger, merci für deine Geschichte! Du hast uns die Augen geöffnet …

Darauf ein Elfchen:

Rüdiger
aus Bremen
schreibt eine Geschichte
zwei Enden sind möglich
Anden!

3.11. Michaela Schara: Meine situativ-finale Löffelliste ….

LoeffellisteDas Thema ist auch heuer wieder ein sehr feines und – wie es der Zufall will 😉 – gerade sehr stimmig für mich: Es geht um die Löffelliste.
Also all das, was man tun, machen, erleben will, ehe man den Löffel final abgibt und sich im Holzpyjama zur letzten Ruhe bettet (oder betten lässt).

Ich hab schon einmal eine solche Liste geschrieben, aber da ging es um einen Lebensabschnitt, der mit einem wichtigen Einschnitt beendet wurde: Meine Bucket-List vorm Cut Off. Das ist nun schon wieder 1,5 Jahre her. Einen Teil davon habe ich vor der OP geschafft, den Rest konnte ich dann im Nachhinein, in Ruhe genießen und manches war dann irgendwie nicht mehr so prioritär.

Aber bei dieser Blogparade geht es um die große, die richtig finale Löffelliste. Und ich denke, dass da jeder eine hat, auch wenn die nicht jeder so benennt.

Wir sind genauso neugierig wie Ihr was Michaela geschrieben hat und klicken hier weiter.

Ich möchte eine möglichst glückliche Leiche werden

Es geht schon wieder um die Löffelliste, aus meiner Sicht, weil sie nun mehr Zeit hat und weniger arbeitet. Sie tut Dinge, die ihr große Freude machen. Ich habe Meike Winnemuth, die Bestsellerautorin und Journalistin, beim NDR-Talk erlebt. Und sie wiederholte, sie will eine möglichst glückliche Leiche sein: Sie probiert aus, sie reduziert sich … sie hat auf einer Weltreise nichts vermisst und wohnt jetzt in einer 1-Zimmer-Wohnung.

Bei Interesse hier ins Youtube-Video schauen und den Ausschnitt aus dem NDR-Talk anschauen:

 

Oder hier in die ARD Mediathek klicken. Dieser Beitrag passt natürlich auch wunderbar in den Wesentlichwerden-Blog … aber da Meike Winnemuth wiederholt meinte, eine möglichst glückliche Leiche zu sein, hab ich mich für den Totenhemd-Blog entschieden.

Die zentrale Frage, die hier gefragt wird: WAS WILL ICH? Die Antwort: WENIGER.

Trifft genau meinen Nerv … was ist mit Dir?

Warum soll ich eine Löffelliste schreiben?

IMG_7330.JPGDie eine oder andere hat es schon gelesen: zur Zeit bin ich auf Schreibworkshop in Zypern. Gestern haben wir lauter Fragen gestellt. Mit einer Frage begonnen und immer wieder eine neue Frage zur letzten ergänzt.

Daraus habe ich dies gestrickt:

Warum soll ich eine Löffelliste schreiben?
Wieso eigentlich Löffel?
Und wieviele Löffel?
Kommt doch bestimmt von „Löffel abgeben“ oder?
Ich schreibe eine Löffelliste und gebe meine Löffel ab?
Silberlöffel oder Holzlöffel?
Welchen Löffel kannst Du Dir leisten?
Was steht eigentlich auf einer Löffelliste?
Und wieviele?
Und woher kommt das Wort: Löffelliste?

Und jetzt Du: Gerne ergänzen mit der nächsten Frage die sich auf die letzte Frage bezieht.