Silke: Wie mich der Tod motiviert zu leben

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von Silke … das ist sie beim Paragliding

Vor fünf Jahren, zwei Monate, drei Wochen und zwei Tagen starb meine große Schwester in unseren Armen. Einer der ersten klaren Gedanken, die ich danach hatte, war: „Und jetzt mache ich was Ordentliches aus meinem Leben!“ Was das sein sollte, wusste ich noch nicht und es sollte auch noch eine ganze Weile dauern, bis ich dazu die Kraft haben würde. Aber ich wusste, dass ich ab sofort selbst dafür verantwortlich sein würde, mich zu erden, mich daran zu erinnern, was wichtig ist und mich auf Kurs zu halten. Meine große Schwester, die dies bisher zuverlässig für mich erledigt hatte, war nicht mehr da. Oder doch noch da, aber anders.

Hier lest Ihr Silkes Beitrag.

Hiltrud: Corona spaziert durch mein Bild …

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Quelle: Pixabay

Hiltrud schrieb mir, dass sie auf den Corona-Virus wartet.

Email an Petra am 5. März 2020:

„Nun warte ich auf das Corona-Virus, damit ich schnell damit durch bin … und es nicht erst in 3 Jahren bekomme!
Oder dann, wenn es ganz viele auf einmal haben und unsere medizinische Versorgung das doch nicht gut bewältigen kann und wird.
Bei mir im Krankenhaus hier haben sie auch ohne Corona schon genug Stress und oftmals Personalengpässe!“

Ich inspirierte sie, diesen Wunsch doch mal in einem Artikel für die Blogaktion zu formulieren. Weiterlesen

Schöne und besondere Urnen

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Mohnblumenurne von Ina

Drei verschiedene Websites möchte ich Euch vorstellen mit schönen bzw. besonderen Urnen. Vielleicht ist eine dabei, die du für dich selbst magst. Irgendwann. Oder für eine/n deiner Liebsten.

Schaut mal. Schon länger kenne ich Ina Hattebier aus Hamburg mit Andere Urnen. Die mit den roten Mohnblumen gefällt mir besonders. Ich will sie für meine Mutter haben, die viele schöne Blumen und auch Mohnblumen gemalt hat. Ina verwendet besonderes Papier aus Nepal. Auf ihrer Website fühlt man sich so richtig wohl beim Stöbern – finde ich.

Dann entdeckte ich diese Website Wunsch-Urne. Die Modelle heißen „Last home“ mit dem Untertitel. Buy now die later. Zu Lebzeiten kann man sie als Leuchten verwenden.

In Christine Nebosis Werkstatt 1000blum kann man Keramikurnen Weiterlesen

Buchtipp: Ausleben – Gedanken an den Tod verschiebt man gerne auf später

AuslebenIch lese über das Buch „Ausleben“. Hier erzählen fünfzehn Frauen und Männer über achtzig von ihren Gedanken, Ängsten und Hoffnungen in Bezug auf Ihren eigenen Tod.

In der letzten Wochenendausgabe „Das Magazin“ wurden zwei Porträtierte vorgestellt. Sofie Pfister-Odermatt (sieht man auf dem Buchcover) redet mit anderen über den Tod. „Das muss schon sein, das muss man irgendwo abladen“. Sie meint, dass es hilft über den Tod zu reden, wenn man davor Angst hat.

Bruno Spoerri gibt sich dagegen möglichst wenig mit dem Tod ab.

Die Autorin Mena Kost und die Fotografin Annette Boutellier haben das Buch herausgebracht im Merian Verlag. Weiterlesen

Und dann trug ich die Asche meiner Mutter durch Paris

IMG_4177Ein Beitrag zu unserer Blogaktion „Wo spaziert der Tod durch euer Leben?“ Bei mir kürzlich hier:

Tee mit meinem Freund Philippe. Seine alte Mutter ist in Paris verstorben. Sie hat alles gut vorbereitet und mit ihrem Sohn besprochen. In der Seine soll ihre Asche verstreut werden, gleich bei Notre Dame. Die Trauerfeier sollte in ihrem Geburtsort sein, dort leben noch viele Neffen. Ihr Name kommt dort auf den Stein des alten Familiengrabs. Nur eine Blume sollte jede*r mitbringen, weiß oder gelb. So tat die Familie es auch. Legten die Blüten um die Urne. Später aufs Familiengrab, denn die Urne ging ja wieder zurück nach Paris.

Philippe ist das Redenhalten gewohnt. Zwanzig Minuten lang spricht er bei der Trauerfeier über das Leben seiner Mutter. Ordnet es ein in das Zeitgeschehen Frankreichs seit 1930. Die Cousins danken ihm, auch für sie hat sich dadurch einiges neu sortiert und die Tante noch einmal näher gebracht.

Bei der Pariser Bestatterin war es so: Unter dem Ärmel lugt die Armtäowierung hervor. Später wird sie erzählen, dass ihr Großvater, also seine Asche, noch bei ihr im Wohnzimmerregal steht. Er habe sich immer wegstehlen wollen. Aber sooo nicht. Nun muss er noch eine Weile über der Erde bleiben, bis die Zeit stimmt.
Luc fragt, ob es einen Pappsarg gebe. Weiterlesen

Der Apfel hat einen Fleck! Die Endlichkeit im Einkaufswagen

IMG_5356Meine These: Die Ablehnung von Flecken auf Obst hängt mit unserer Ablehnung der Endlichkeit zusammen. Im Rahmen unserer Blogaktion „Wo spaziert der Tod durch euer Bild?“ möchte ich diesen Aufreger mit euch teilen.

Alle reden übers Händewaschen. Also die Medien. Keine Ahnung, ob meine Mitmenschen dann auch tun, was ihnen empfohlen wird, um sich und andere vor Corona und Viren aller Art zu schützen. Ich schon. Mit Seife und lang. Schon immer.  Aber tut SIE es auch? SIE ist Mitte/Ende 50, sehr gut gekleidet, perfekt geschminkt auch noch um 17 Uhr. SIE steht in der Obst- und Gemüseabteilung des Bioladens, der selbst um 17 Uhr noch Fülle aufweist, Buntheit, Glanz und Duft. Und. SIE. Fasst. Jeden. Apfel. an. Hebt jeden Apfel hoch, dreht ihn links und rechts herum und legt ihn wieder hin.

Ich schau mir das an, fasse mir ein Herz und sage, so freundlich wie ich nur kann (und es mag sein, dass das nicht ganz rüberkam, weil ich letzte Woche echt durch den Wind war wegen der Hassmorde in Hanau und einem beruflichen Umzug etcpp.): „Also, so im Kontext von Corona und Grippewelle und so, wunder ich mich jetzt schon, dass Sie jeden Apfel aufheben und wieder ablegen.“ „Wieso?“, antwortet SIE, Weiterlesen

7.3. Hiltrud: Zack – der Tod spaziert durch mein Bild

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Quelle. Pixabay.

Zack, und da springt er schon, der Tod. Springt munter durch mein Leben. Immer wieder. Mal näher, oft ferner, immer irgendwie auf dem Sprung!

1960, 3 Jahre war ich da alt. Meine Mutter pflegt eine 63jährige, schwer krebskranke Großtante einige Monate – bis zu ihrem Tod. Der Zwilling meines Opas. Plötzlich war Tante Frieda dann tot, nicht mehr da. Zack – war der Tod ins Haus gesprungen und hatte sie mitgenommen. Keine Erinnerung an die Beerdigung. Nur die an eine ruhige Kranke auf dem Sofa und später im Bett. Und an eine angestrengte Mutter.

Hier entlang zu Hiltruds Blogartikel.

Danke, liebe Hiltrud, fürs Mitmachen.

4.3. Martina Fuchs schreibt wo der Tod durchs Bild spaziert

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Martina ist in diesem Jahr auch wieder dabei. Wir freuen uns darüber.

„Ich erinnere mich, als ich ein Kind war und es ist jemand im Dorf gestorben, dann sind wir alle hingelaufen. Auch wir Kinder. Die Türen waren nicht abgeschlossen, niemand hatte damals sein Haus verschlossen. Wollte man jemanden besuchen, ging man einfach hin, klopfte an und trat herein.

Lest hier den vollständigen Artikel in Martinas Blog.

 

3.3. Lutz: Wir werden alle sterben. German Angst geht um.

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von Lutz geknipst

Lutz ist wieder dabei und schreibt mit in unserer 8. Blogaktion in diesem März.

Wir werden alle sterben …. und wie seine Oma sagte: So schnell stirbt man nicht.

Wir werden alle sterben. Sicher. Das werden wir.
Aber ich wage zu behaupten: Die wenigsten von uns durch einen der Stürme, die medial zu Monster Orkan mutieren oder durch das Cornona Virus. Wie heißt es doch so schön in einem Song über einen, der sich mit dem Sterben wirklich gut auskennt und der alles andere spürte als German Angst?

When there are clouds in the skies and they are grey
You may be sad but remember they’ll all soon pass away
Oh, Django, after the showers
The sun will be shining
(Lyrics: Franco Migliacci)

Lest hier seinen vollständigen Blogbeitrag.

Frag halt: Willst du Organe spenden?

In unserer 8. Blogaktion wollen wir euch weiter dazu ermutigen und inspirieren, mit anderen über das Sterben zu reden. Wir haben damit gute, schöne, erleichternde, berührende und lustige Erfahrungen gemacht. Ja, es geht!  Man kann ganz normal übers Sterben reden. Und da gibt es viele Facetten. Wir sind gespannt, welche euch einfallen. Mir zum Beispiel diese:

Sehr viele Bürger*innen würden Organe spenden, haben wir in den vergangenen Wochen gehört. Nur haben leider wenige einen Organspendeausweis. Und viele wissen nicht, was ihre Angehörigen wollen.

Meine Theorie ist, dass es vor allem daran liegt, dass ihr Leute euch nicht traut, mit euren Lieben übers Sterben zu reden. Als sei das lebensgefährlich. Hier gilt, was ich schon zum Verfassen der Patientenverfügung geschrieben habe . Ihr sterbt deshalb nicht gleich, blos weil ihr drüber nachdenkt oder gar den kleinen Zettel ausfüllt.

Letztens hatte meine Krankenversicherung meiner Post mal wieder einen Organspendeausweis beigelegt. Ich tat daraufhin folgendes. Beim Sonntagsbrunch stellte ich nach rechts und links ohne Umschweife die Frage: Hier ist der Ausweis. War in der Post. Wie sieht´s aus: Willst du Organe spenden? Weiterlesen