Für Karolin: Mein Lieblingsgrabstein

fullsizeoutput_2a3Ich dachte, ich hätte meinen Lieblingsgrabstein schon einmal vorgestellt. Aber trotz aller Suche hab ich ihn hier bei uns wohl doch noch nicht vorgestellt.

Madame Flamusse, Karolin, hatte einen schönen Blogartikel geschrieben zu ihrem Friedhofspaziergang anlässlich des Tags des Friedhofs – spaziert ist sie über den alten Friedhof ihrer Heimatstadt. Wenn ich mich recht erinnere habe ich dort meinen Lieblingsgrabstein erwähnt. Hier ist er. Ich glaube, Ihr entdeckt sofort warum ich ihn so besonders finde. Er ziert ein Grab auf dem Richterswiler Friedhof.

Was überlegen wir uns über den oder die Tote?

 

Tierische Grabsteine

 

Während meiner Friedhofspaziergänge in den letzten Monaten bin ich diesen zwei Grabsteinen begegnet. Wir wissen: Jedes Grab und jeder Grabstein erzählt etwas über den Verstorbenen.

Welche Gedanken hast Du im Kopf wenn Du diese beiden betrachtest?

Ich dachte bei der Form des Schweins: Er ist sicher Metzger gewesen. Aber muss das stimmen? Vielleicht mochte er sein Hausschwein oder hat Schweine in allen Größen und Formen gesammelt – so wie meine Freundin, der ich gleich dieses Foto schickte.

Und den ausgestanzten Fisch mit dem davor liegenden Steuerrad traf ich in Richterswil auf unserem kleinen Friedhof mit Blick auf den See. War der Tote Kapitän zur See oder einer der vielen Fischer auf dem Zürichsee? Wir wissen es nicht. Aber Weiterlesen

Poetry Slam: Danke an Euch

C69C501A-2FBC-44A1-B835-CB8CFB7FCD70Unsere November-Blogchallenge Memento Mori ist zu Ende
wir sagen DANKE behende
all unseren
Bloggerinnen und Dichterinnen
Poetinnen und Podcasterinnen
Schreiberinnen und … Rüdiger.
Fast waren es nur Frauen.
Wo sind noch mehr Männer
die sich erinnern
an ihre toten und verstorbenen Männer und Frauen
Mutter, Vater, Tante, Kind.

So schnell wie der Wind
sind die vier November-Wochen verflogen
und es ist nicht gelogen Weiterlesen

Das Memory Book

Auf der Facebook Seite „Das Prinzip Apfelbaum“ habe ich gerade diesen schönen uns lesenswerten Artikel „In Verbindung bleiben“ entdeckt, der zu unserer Challenge passt.

Die Erinnerungen kann uns keiner nehmen. Es lohnt sich, den Spuren nachzugehen, die ein Mensch in uns hinterlassen hat. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, unsere ganz besonderen Erinnerungen festzuhalten – etwa in Erinnerungsbüchern oder in Gegenständen, die uns mit verstorbenen Menschen verbinden.

Hier weiterlesen und auch den Buchtipp und die Adresse der Erinnerungswerkstatt „Vergiss mein nie“ entdecken.

Siehe auch den vorherigen Artikel hier im Blog.

 

Totensonntag: Trauerarmbänder

Traueraltar.jpgHeute ist Totensonntag. In der Schweiz sagen sie Ewigkeitssonntag. Wenn Du vormittags hier liest bin ich grad mit dem Chor beim Singen im Gottesdienst. Die Namen der Verstorbenen werden aufgerufen und wir gedenken ihrer. Ein schöner Brauch. Ich bin immer wieder sehr erstaunt wie alt die Alten hier werden. Sicher werden wieder einige Hundertjährige dabei sein.

Ich gedenke schon den ganzen Monat meinen lieben Toten: meinem Vater, Bastian, Brigitta und Gabrielle. Heute werde ich für sie singen.

Meine Mutter lebt noch. Sie hatte einen schweren Schlaganfall. Sie hat sich wunderbar erholt mit einigen kleinen Maläsen. Ich habe einige ihrer Blusen mitgenommen, als ich die Wohnung auflöste. Sie sind ihr zwischenzeitlich zu groß geworden. Ich habe begonnen Trauerarmbänder daraus zu flechten. Zuerst schnitt ich lange Streifen und habe 5 Stränge geflochten, kleine farbige Holzkugeln, die ich in ihrer Schublade entdeckte. Ich habe sie dazu gesteckt und silberne Verschlüsse angebracht. Mir gefallen sie sehr mit den großen bunten Kugeln. Wie Farbtupfer.

Armbänder2.JPG

Armbänder Weiterlesen

23.11. Irene mit einem Mandala und ihren Podcasts: Was bleibt ist deine Liebe

IMG_2068.jpgIrene schreibt uns:
Ich bin 37 und aus München. Ich habe meine Mutter an den Krebs vor über 20 Jahren verloren und habe mir das Thema sehr lange nicht angeschaut, bis ich dann krank wurde. Ein Burn-Out und eine depressive Episoden haben mich mit dem Tod meiner Mutter und der Trauer auseinander setzten lassen. Erst nachdem der Satz mich, dass
alles was von den Verstorbenen bleibt, die Liebe ist, konnte ich Stück für Stück heilen. Und die Trauer wird ein Stück leichter.
Ich habe einen Podcast Anfang dieses Jahres auf iTunes veröffentlicht, der da heißt „Was bleibt, ist deine Liebe – Podcast über Trauer und Tod„. Hier geht es mir darum mich mit spannenden Menschen zu unterhalten und ihre Geschichten zu erzählen. Denn nur weil in der Gesellschaft gefühlt keiner über die Themen Trauer und Tod redet, heißt das nicht, das uns diese nicht beschäftigen und uns früher oder später nicht begegnen. Und bei mir in der Familie wird das Thema ebenfalls tot geschwiegen.
Auf Eure Blog-Challenge bin ich über den Blog von Anja aufmerksam geworden und ich hoffe ich kann einen kleinen „kreativen“ Beitrag mit einem Mandala leisten. Diesen kleinen Gruß habe ich auf Bali kennen gelernt. Die Themen Trauer und Tod sind meine absoluten Herzensthemen.
Beim Legen eines Mandalas bin ich immer ganz bei mir und folge meinem Herzen beim Legen der Blüten und Blätter. Ich denke dabei natürlich auch an meine Mutter, die die Natur und besonders „ihren“ Garten sehr geliebt hat. Im Frühling, wenn die Krokusse raus kommen, denke ich mir immer „ach, da sind sie ja wieder – Mama’s Krokusse“.

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22.11. Nicole: Trauer braucht Zeit sprach die Zitronenpresse

DSC_0018.JPG… ich habe mir den 22. November ausgesucht, weil heute meine Mutter genau 1,5 Jahre tot ist. Denn Trauer ist eben nicht nur an den Jahrestagen, Geburtstagen, an öffentlichen Gedenktagen oder ähnlichem da, sondern wann immer sie es für richtig hält, sich ihren Platz im Leben zu nehmen.

Da meine ursprünglichen Kreativ Pläne dank meines umgeknickten Fußes nicht umgesetzt werden konnten (nun habe ich schon was für eine weitere Challenge!) führe ich heute mal ein Zwiegespräch mit meiner Mutter, wie ich es auch sonst immer wieder tue.

Hier entlang zu Nicoles Blog und Zwiegespräch.

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Danke Nicole für dein Zwiegespräch … wir sind schon sehr gespannt.

21.11. Ina: Brücke aus Papier

mein opa

Von Erinnerungen und einer Brücke aus Papier zwischen Diesseits und
Jenseits erzählt der Brief, den Papiertänzerin an ihren verstorbenen Opa
schrieb.

„Du warst ein Frühaufsteher, immer schon wach, wenn ich morgens an den gedeckten Tisch kam. Frisch rasiert, die weißen Haare“ … hier bei der Papiertänzerin weiterlesen

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Wir freuen uns, dass Ina dabei ist mit Ihrem Brief an ihren Opa. Ina, Dankeschön.

Gesprächssplitter Death Café Richterswil

fullsizeoutput_17cSechs Gäste hatten wir zu Besuch während unseres 6. Death Café in Richterswil. Wir stellten uns gegenseitig vor und waren in Kürze mitten im Gespräch. Vor allem die bunte Deko hatte es unseren TeilnehmerInnen angetan. Es kam sogar jemand vorbei, die von draußen angelockt wurde.

Gesprächssplitter des Nachmittags:

Das hier ist meine Überlebensgruppe, meine Lebensverlängerung.

Plötzlich sterben? Oder doch lieber Zeit haben um sich zu verabschieden?

Leben um zu sterben? Das ist bei katholisch Gläubigen das Ziel, das will ich so nicht.

Das Sterben hat bis jetzt Jede und Jeder geschafft.

Sich erlauben, „das letzte Lebensjahr“ ein Pflegefall zu werden (weil man immer Angst davor hat, zu leiden bzw. gepflegt zu werden). Weiterlesen

17.11. Anja: Ein Brief in den Himmel

7F630BD4-07F3-47C9-864C-9C11F64BEA91.jpegAlso eigentlich hatte ich was Kreativeres vor – aber da der Zustelldienst meine Lieferung sonstwem geliefert hat (jedenfalls nicht mir), musste ich umdisponieren…

Ich möchte euch gerne an meinen Erinnerungen teilhaben lassen: heute vor 4 Jahren ist mein Liebster gestorben: Ein Brief in den Himmel ♥

Hier bei Anja weiterlesen