Tipp: Nice places to die

Das Leben ist wie eine Kerze …. und nur Gott weiß wie lange das Licht deiner Kerze brennt. So heißt es in diesem Film während auf einem Friedhof die Zauberkerzen abbrennen.

Ein sehr interessanter Film. Sehr sehr sehenswert. Der Titel führt meiner Meinung nach ein wenig in die Irre, denn es geht nicht darum schöne Plätze zum Sterben zu finden. Nein.

Wir sehen u.a. arme Menschen in Manila und in Kairo, die es sich auf den Friedhöfen „bequem“ gemacht haben. Sie haben sonst keinen Ort zum Leben. Besser hier als in den Slums zu hausen. Sie wurden hier geboren und sind hier groß geworden. Sehr berührende Geschichten, nee, großartige Menschen sehen wir, die auf den Friedhöfen (über-)leben. Sie lieben, erziehen Kinder, feiern Feste. Die Toten sind unter ihren „Häusern“ begraben.

Wir lernen aber auch den Bestatter kennen, der durch ganz Argentinien fährt. Manchmal nimmt er seine Kinder mit, dann hocken sie auf dem Sarg und sprechen über den Tod. Wir erfahren, dass auf Sulawesi/Indonesien die Toten balsamiert werden und man mit ihnen im Haus lebt bis sie dann begraben werden. Das kann einige Jahre sein. Erst mit der Totenfeier und dem Begräbnis sind sie tot.

Allein der Trailer ist sehr sehenswert:

Hier liest du alle Informationen zum Film.

Und hier der Film in der ganzen Länge: Enjoy!

Der Sinn des Lebens ist leben. Unsere Zeit die geht vorbei …

One day, Baby we’ll be old …

Aus gegebenem Anlass … endlich mal hier vorgestellt … weil es so schön passt. Die wunderbare Julia Engelmann mit ihrem Poetry-Slam.

 

Und hier im NDR-Talk vorgestellt und gehört: Julia Engelmann vom Dezember 2016.

 

Interessantes zu lesen und zu sehen

Für alle unsere Leser*innen, die nicht bei Facebook mitlesen hier einige interessante Artikel, die wir in der letzten Zeit dort veröffentlich hatten:

In diesem Artikel wird Dorothea Baur vorgestellt, die uns die Angst vorm Sterben nimmt. Denn: „Wie für die Geburt, so gibt es auch für das Sterben ein biologisches Programm“.

Dann hat auch eine kleine Begegnung, die ich erzählte, hohe Resonanz erfahren:

Gestern im Zug bzw. der S-Bahn. Zwei Jugendliche kommen mit einer riesig-großen Tasche durch die Tür. Flucht der eine (auf schweizerdeutsch versteht sich):
Mann, ist das schwer. Komme gar nicht hier durch.
Ich: was habt Ihr denn da drin?
Der junge Mann: eine Leiche!
Ich: oh, das schreib ich in meinen Totenhemd-Blog.
Er: okay ….

(Es war kein Zelt, wie ich weiter fragte sondern ein Boot).
Das fand ich mal ne spontane Antwort

Dann hat Annegret dieses interessant-lustige Interview mit Schrippen-Mutti entdeckt:

 

Viel Spaß beim Lesen und Gucken wünschen wir Euch.

Schöne Sommerzeit weiterhin … morgen haben wir zwei Buchtipps für Euch, auch von Annegret entdeckt, die in den Ferien viel Zeit hat zu lesen. Wunderbar!

Wenn der Tod aus der Kiste springt

Gestern erlebte ich eine lustige unfreiwillige Geisterbahnfahrt. Auf dem Weg von Chur nach Arosa fährt die gemütliche Rhätische Bahn hoch in die Berge. Die Fahrt dauert eine Stunde und führt durch etliche Tunnel. Interessanterweise bildete gestern am Zugende ein offener Sitzwaggon das Schlusslicht. Einige rannten zu diesem Abteil und ich dachte mir, bevor ich mich in den klimatisierten Zug setze probiere ich das doch mal aus. Ich fürchtete ein wenig, dass es zu kalt werden könnte. Der Schaffner diesbezüglich gefragt, meinte, im Tunnel könnte es frisch werden.

IMG_6552Lustig. Da sass ich also in diesem offenen Wagen. Holzbänke, deren Lehne man entweder in die eine oder andere Richtung verändern konnte, je nach Fahrtrichtung. Das Dach über mir war aus Glas. Zu früheren Zeiten, erklärte mir ein älterer Einheimischer vor mir, tropfte das Wasser vom Tunnelfelsen auf die Köpfe der Reisenden. Ich war froh um dieses Dach über mir.

Wir zuckelten los, gemütlich durch Chur und schon bald tauchten wir ein in den ersten Tunnel. Logisch, dass es stockfinster war. In den Zugabteilen vor uns brennt das Standlicht und man realisiert dort nur nebenbei, dass man im Tunnel steckt. Ich aber saß in stockfinsterer und kühler Nacht. Die Zugräder quietschten und ächzten den Berg hoch.

Ein kleines mulmiges Gefühl stellte sich ein. Wenn man so gar nichts sehen kann. Nur vorne das Licht im vorderen Waggon gab ein wenig Orientierung. Gott sei Dank sind die Tunnel immer nur kurz. Schon in der nächsten Berggabelung fährt der Zug wieder in die Helligkeit hinein um dann bei nächster Gelegenheit wieder in die Dunkelheit einzutauchen. Ein herrliches Vergnügen.

Irgendwann musste ich dann an eine Geisterbahnfahrt denken. Früher auf dem Jahrmarkt gehörte die Geisterbahnfahrt immer dazu. Ich erinnerte mich an alle möglichen schrecklichen Geräusche und Schreie. Ich schreckte auf, weil irgendwelche Geister plötzlich auftauchten oder der Tod persönlich aus einer Kiste sprang. Ich musste ja ein bisschen über meine Gedanken schmunzeln. „Wenn der Tod aus der Kiste springt“. Diese blöde Mulmigkeit, die sich da im Kopf breit macht. Geisterbahnfahren ist doch doof oder? Aber mit der Rhätischen hoch nach Arosa fahren im hintersten offenen Abteil und die Dunkelheit im Tunnel erleben das ist cool.

Gott sei Dank, tauchte die Bahn immer wieder ins gleißende Sonnenlicht. Es sprang auch kein Tod aus der Kiste ;-). Aber der Gedanke hat mir gefallen 😉 und dass ich darüber heute schreiben werde auch.

Wann bist du das letzte Mal Geisterbahn gefahren? Oder in einem offenen Zugabteil?

mitgelesen: abc.etüden: Rausch

2017_27-17_3_dreiWeil es so viel Freude bereitet poetisch über den Tod und das Sterben zu schreiben, poste ich hier Christianes kleinen abenteuerlichen Text: Rausch.

Schon beim Lesen kribbelt es mir vor Angst im Bauch und jeder der Extremsport betreibt muss sich über das eigene Sterben Gedanken machen. Heißt: sie oder er muss mit jeder Aktion den Tod in Kauf nehmen.

Erst kürzlich starb Ueli Steck ein in der Schweiz bekannter Extremkletterer und Bergsteiger in Nepal. Sein Credo: „scheitern heißt sterben“. Auch wenn Extremsportler höchste Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen, das Restrisiko bleibt.

Wie Christiane so schön in ihrem Text schreibt, nach der Aktion gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man lebt und betrinkt sich oder ist tot.

 

14. Juni Death Café Richterswil

Andrea Spörri, hiesige Pfarrerin in Richterswil hab ich angepiekst, mit mir ein Death Café zu organisieren. Ich wurde angeregt von Ina Hattebier aus Hamburg, die mit ihren Freunden und Kollegen schon zum dritten Mal ein Death Café auf die Beine gestellt hat.

Haben wir nicht ein schönes Foto-Layout gestaltet? Frau Ines aus Hamburg haben wir gefragt, ob wir eines ihrer hübschen Tellerchen als Motiv nehmen können.

Hier entlang zum Flyer mit den Details.

Hier geht es zu Frau Ines in Hamburg mit dem schönen Porzellan.

Hier entlang zu den Hamburger Death Cafés

Unser Eintrag bei deathcafe.com .

Silkes Blogtag: Alle reden über Trauer 2017

alle-reden-u%cc%88ber-trauer-2017Silke Szymura hat eingeladen zu einem ganz besonderen Blogtag. Heute am Montag reden alle über Trauer. Hier ist die Einladung zu ihrer Aktion.

Da wir gerade in Poesie-Stimmung sind schreibe ich für ihre Aktion ein Elfchen.

 

 

traurig
bin ich
Seele, mein Schatz
schenkst mir Liebe und
wartest

 

 

Buchtipp: Für Dich soll’s tausend Tode regnen

511uzwmb-zl-_sx311_bo1204203200_In welchem Buchladen mir dieses großartig gestaltete Buchcover begegnet ist, weiß ich nicht mehr. Ich poste es nämlich vor allem wegen diesem gelungenen Buchumschlag.

Es ist ein Jugendroman. Und gemäß den Rezensionen sehr witzig, sehr lesenswert, sehr skurril.

Da wünscht die Protagonistin anderen Menschen alle möglichen Todesursachen und ist da wohl sehr erfinderisch vor allem wenn es um Erik geht.

Lest selbst rein.

30.11. Frau Frohmann: LIMBUS. Das soziale Netzwerk für die Lebenden und die Toten

limbusbildIch stelle mir eine Internetplattform namens LIMBUS vor, die das, was im Virtuellen bislang ein unwillkürlicher Effekt ist, die merkwürdige Vermischung der Vorstellungen von Lebendigem und Totem, bewusst verstärkt und emotional nutzbar macht. Auf LIMBUS bleiben die Lebenden und die Toten in Kontakt.

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uuuhuuu … Christiane denkt weit(er) … lasst Euch überraschen. Hier entlang.