„Die Decke nervt.“ Kleidung und Tod: Annegrets Antworten

IMG_1639Melina Grundmann hat uns geschrieben. Sie recherchiert zum Thema: Totenhemd im Kleiderschrank bzw. „Kleidung und Tod“. Für ein Uni-Seminar. Hier jetzt meine Antworten:

Was verbinden Sie persönlich mit dem Thema Kleidung und Tod? In welche Beziehung setzen Sie die beiden Bereiche zueinander?
Ich habe mir da früher überhaupt keine Gedanken gemacht. Schlicht weil ich es nie musste. So ganz akut wurde die Frage, als Petra und ich bei dem Fotoprojekt „Im letzten Hemd“ der Bestatter Pütz-Roth mitmachten. Aufgabe war: Wie wollen Sie sich bestatten lassen? Da habe ich es zum ersten Mal ganz konkret durchgespielt, bin durch meinen Kleiderschrank durch und es wurde klar: Es geht hier um Würde.  Ich möchte meine Würde auch im Tod gewahrt wissen. Also bitte kein Hemdchen. Schon gar keines, das man hinten nur zuschnürt, Hintern blank, die Länge mit der Schere gekürzt. Ziemlich schnell war mein bestes Kleid gewählt, eines von meiner Lieblingsschneiderin Katja Gastell, Hamburg (Alpenglühen in der Marktstraße ;-)) Es ist aus braunem Nadelstreifenanzugstoff, mit einem Grünbraun gemusterten Rand und Kapuze. Fast alle meine Klamotten haben eine Kapuze, aber dieses ist mein „feines“ Kleid. Bitte die braun-schwarzen Stiefel dazu (siehe Bild). Das Kleid trage ich zu besonderen Anlässen. Es zeigt denen, die mich kennen, meine Verbundenheit mit der Kunst. Es ist so – auch Weiterlesen

Vor einem Jahr starb David Bowie

Einen sehr sehenswerten Dokumentarfilm zu David Bowies Leben gibt es auf ARTE zu sehen in der Mediathek. Vor allem sein Musical LAZARUS, das zur Zeit in London gezeigt wird, beeindruckt mich …

… die letzten 10 Minuten im Dokumentarfilm sind wirklich unglaublich: man sieht Bowie im (Videofilm-)Krankenbett liegen wie er singt und atmet … wow! Unglaublich … er wusste er würde sterben …

Hier der Trailer zum Musical Lazarus:

 

Lest auch Annegrets Artikel „Zwischen Ewigkeit und Advent – 3 Sänger und das Rätsel“ vom November:

Reise in die Wüste. Eine Reise in die äußere und innere Stille. Eine Reise zu Dir selbst.

Kamele in der WüsteDie Veranstaltungsleiterin ist Maja Signer von jemanja.ch

Warum Marokko?

Marokko ist zweifellos eines der faszinierendsten Länder im Mittelmeerraum. Es ist ein Land mit einer beeindruckenden kulturellen und landschaftlichen Vielfalt.

Folge uns in ein Land voller Träume, in dem die Fantasie Flügel bekommt. Wo die Auseinandersetzung mit fremden Sitten und Gebräuchen, die Begegnung mit Einheimischen überraschende und unterhaltende Abwechslung bringt. Tauche ein in ein Land der immensen Farbenpracht, in das bunte Treiben der Souks und in eine Welt aus fremden Gerüchen und Speisen.

Herrliche, sehr unterschiedliche Berglandschaften des Hohen Atlas werden dich begeistern. Reiche Felder und Oasen, bizarre Felsformationen, wunderschöne Sonnenauf-und untergänge werden dich erfreuen. Du entdeckst das Leben der Nomaden, die Stille und Weite der Wüste, bevor du Tage später wieder in das quirlige Leben von Marrakech eintauchst.

Was hat das Land Marokko mit dem Sterben und dem Tod zu tun? Marokko verkörpert für mich das pure, sprudelnde Leben. Mit seiner enormen Farbenpracht, seinen feinen Düften, Gewürzen, süssen Datteln und sonstigem köstlichem Naschwerk. Mit Märchen aus 1001 Nacht, mit seinen glitzernden Kleidern und Gewändern und dem Lachen in den Souks. Daneben die unendliche Stille und erhabene Wüste. Zeit, um sich zurück-zuziehen, über Leben und Sterben nachzudenken.

Reiseprogramm (Änderungen vorbehalten)

1. Tag
Individueller Flug und Ankunft in Marrakech. Individueller Transfer per Taxi zum Riad oder Hotel. Begrüssung, danach freies Nachmittags- und Abendprogramm,

2. Tag
Eintauchen in die Medina und die Souks von Marrakech. Weiterlesen

Im letzten Hemd – zur Ausstellung

a426468db62e6323aa0b975a39757c6c„Ich kann mir Besseres denken, als mir an einem warmen Frühlings-Freitagabend Bilder von Leuten anzuschauen, die wie tot aussehen.“ so ähnlich entschuldigte sich eine Bekannte von Klaus Reichert zur Vernissage der Ausstellung „Im letzten Hemd“ – Fotografien von Thomas Balzer. Die Idee zur Ausstellung stammt von den Geschwistern Hanna und David Roth, Bestattungshaus Pütz-Roth in Bergisch-Gladbach (www.puetz-roth.de).

Nun, ich war da und mit mir gut weitere 50 Leute. Diesmal war ich vorbereitet und habe die Bilder mit großem Vergnügen angeschaut. Als ich vor ein paar Monaten eine Preview der 50 Portraits bei Pütz-Roth in Bergisch-Gladbach sah, war es anders. Da hatte es mich doch sehr angerührt. Die Bilder hingen lebensgroß,  damals fast auf Augenhöhe.

Ist das so, wenn man tot ist?
Das Blauschimmernde und die porennahe Auflösung der Fotografien heben die Motive ins Fantastische und holen sie zugleich ganz nah heran.  Diese Leute in ihren Anzügen, Blaumännern, Karnevalsuniformen, Bananenblättern, Weiterlesen

30.3. Dr. Gisela Matthiae: Traumbesuche „dort“

Von einem Traumbesuch möchte ich berichten.

Ich werde eingeladen zu einer Besichtigung im Reich der Toten. Eine freundliche Frau empfängt mich und wir betreten weiten, grünen Raum, den ich als sphärisch bezeichnen möchte und der mir paradiesisch vorkommt. Keine ebenen Flächen, aber es geht sich ganz gut dort. Ich sehe einen Bekannten und umarme ihn. Es fühlt sich nicht so an, als hätte ich „Luft“ umarmt. Ich sehe weitere Menschen, alle tragen Kleider, sie wirken sehr leicht. Wer dort ist, kann umhergehen, andere treffen oder sich in eine Holzschublade legen und schlafen. Schränke mit solchen Schubladen stehen überall herum. Wir gehen spazieren, leichtfüßig. Tiere sehe ich auch, viele Vögel. Vor ihnen soll ich mich in Acht nehmen, meint meine Begleiterin, die seien auf Menschen nicht gut zu sprechen.

Beim Aufwachen fühle ich mich geehrt, dass ich „dort“ sein durfte.

Ich könnte das als Vision von eben jenen Gefilden verstehen und mir vorstellen, dass es dann mal genau so oder ähnlich sein wird. Ich lese es lieber als Bild und freue mich über das heitere Gefühl, das es vermittelt. Tote in Schubladen oder umherspazierend, Begegnungen sind möglich, sogar körperliche, eher feindlich gesonnene Tiere, eine Frau, die mir eine Führung gibt.

Eine Frau, die durchs Paradies führt!? Da war doch was? Beatrice und Dante!

Sie führt ihn durch alle neun Himmel, Weiterlesen

25.11. Gabriele Panning: Lässt sich der Tod ins Leben lachen?

Lebensfaden

Lebensfaden

Was für eine Frage…?!

Ehrlich gesagt bin ich mir wirklich nicht sicher, ob das meine heimlichste Frage zum Thema Tod ist…. Doch sie fiel mir sofort ein, als ich von der Blogparade im Totenhemd Blog erfahren habe.

Damals….

Wie um alles in der Welt komme ich zu einer solchen Frage?

Im Mai 2010 war mein Leben innerhalb weniger Stunden in den Ausnahmezustand gerutscht. Meine Mutter lag auf Intensivstation im künstlichen Koma. Wenige Stunden nach einer „normalen“ Bypass-OP zeigte sie wohl erste Anzeichen von Schmerzen, worauf „man“ ihr Novalgin verabreichte. Gabrieles Artikel in ihrem Lebenskunst-Blog weiterlesen.

Danke Gabriele für Deine Gedanken.

Hier entlang zu allen Informationen unserer Blogaktion.