Nicht ganz zwei Buchtipps

csm_9783832198398_a4275234c5

Die Autorin geht die Spielarten des Todes durch, offenbar eine sehr unterhaltsame und liebevolle Sache.

 

 

 

 

 

 

Annegret schrieb: „So Leute, mal ne ganz spezielle Beerdigung“. Ich lerne also, es geht nicht um ein Buch sondern um …… seht selbst.

 

 

Schöne Sommerzeit wünschen wir und viel Freude beim Lesen und Gucken.

Interessantes zu lesen und zu sehen

Für alle unsere Leser*innen, die nicht bei Facebook mitlesen hier einige interessante Artikel, die wir in der letzten Zeit dort veröffentlich hatten:

In diesem Artikel wird Dorothea Baur vorgestellt, die uns die Angst vorm Sterben nimmt. Denn: „Wie für die Geburt, so gibt es auch für das Sterben ein biologisches Programm“.

Dann hat auch eine kleine Begegnung, die ich erzählte, hohe Resonanz erfahren:

Gestern im Zug bzw. der S-Bahn. Zwei Jugendliche kommen mit einer riesig-großen Tasche durch die Tür. Flucht der eine (auf schweizerdeutsch versteht sich):
Mann, ist das schwer. Komme gar nicht hier durch.
Ich: was habt Ihr denn da drin?
Der junge Mann: eine Leiche!
Ich: oh, das schreib ich in meinen Totenhemd-Blog.
Er: okay ….

(Es war kein Zelt, wie ich weiter fragte sondern ein Boot).
Das fand ich mal ne spontane Antwort

Dann hat Annegret dieses interessant-lustige Interview mit Schrippen-Mutti entdeckt:

 

Viel Spaß beim Lesen und Gucken wünschen wir Euch.

Schöne Sommerzeit weiterhin … morgen haben wir zwei Buchtipps für Euch, auch von Annegret entdeckt, die in den Ferien viel Zeit hat zu lesen. Wunderbar!

mitgelesen: abc.etüden: Rausch

2017_27-17_3_dreiWeil es so viel Freude bereitet poetisch über den Tod und das Sterben zu schreiben, poste ich hier Christianes kleinen abenteuerlichen Text: Rausch.

Schon beim Lesen kribbelt es mir vor Angst im Bauch und jeder der Extremsport betreibt muss sich über das eigene Sterben Gedanken machen. Heißt: sie oder er muss mit jeder Aktion den Tod in Kauf nehmen.

Erst kürzlich starb Ueli Steck ein in der Schweiz bekannter Extremkletterer und Bergsteiger in Nepal. Sein Credo: „scheitern heißt sterben“. Auch wenn Extremsportler höchste Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen, das Restrisiko bleibt.

Wie Christiane so schön in ihrem Text schreibt, nach der Aktion gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man lebt und betrinkt sich oder ist tot.

 

Reden wir übers Sterben

IMG_3496„Reden wir übers Sterben“ heißt der Titel im info3-Heft aus dem März 2015. Aus aktuellem Anlass hab ich mir mal wieder ein bisschen Literatur vorgeknöpft und bin an dieser Ausgabe hängengeblieben.

Übers Sterben reden meint hier: wir trauen unsinfo3-magazin-3-2105 mit dem Sterbenden über sein Sterben zu reden. Wir lassen ihm das Sterben und sagen nicht mit froher Miene: „Das wird schon wieder“. Zum Sterben in Würde gehört, darüber reden zu können. Denn sonst fühlt sich ein Mensch in seinen letzten Tagen nicht ernst genommen und sagt vielleicht: „Die verstehen mich nicht!“ und will dann vielleicht gar keine Angehörigen oder Freunde mehr sehen und lieber alleine sterben mit den Menschen, dem Pflegepersonal, das eingeweiht ist und versteht.

Die Autorin des Artikels, Barbara Chaloupek, rechechiert und stellt fest: „Tatsächlich ist es das, was sich viele Sterbende wünschen und was ihnen von den Angehörigen verwehrt wird: über das zu sprechen, was sie am meisten beschäftigt. „Der Mann will es nicht wahrhaben“.

Sehr schön finde ich die Sätze von Christof Schligensief, der 49-jährig an Lungenkrebs starb. In einem Fernsehinterview sagte er:

„Ich wär sautraurig, wenn ich gehen müsste. Also, das wäre das Allerallerletzte. Ich hab da a) keinen Bock drauf und b) ich find‘ das so sensationell hier!“

So wie es ihm erging, so wird es wohl allen gehen, die dem eigenen Tod gegenüberstehen. Man kämpft und ringt und rüstet sich für den letzten Marsch. Es ist eine Schwelle wie die Geburt, schreibt die Autorin. An dieser Schwelle warten vielleicht schon Menschen (die Toten), die wir gemocht haben.

„Es ist an der Zeit, die Sterbeperiode als Geschenk zu nehmen.“ Die Autorin ermutigt uns, dass wir uns nichts vorspielen müssen. „Vor allem ist das Sterben auch ein Moment der Wahrheit und Wahrhaftigkeit“ liest man auf der Website von www.palliativ-portal.de.

info3-Heft März 2015.

Wenn ich schon sterben muss …

IMG_5714In der FAZ las ich diesen interessanten Aufsatz von Angelika Overath, die ich im Engadin bzw. in Frankfurt kennengelernt habe. Sie schreibt über Inge Müller und ihr Gedicht: Wenn ich schon sterben muss.

Irgendwie haben diese Verse etwas mit mir gemacht. Etwas Freudig-Freches zauberte sich in meine Gedanken und in mein Lächeln. Ja, wenn ich schon sterben muss, dann … Mit diesem unvollendeten Satz war ich eine Weile unterwegs.

Ja, wenn ich schon sterben muss … möchte ich hier im Blog schreiben und Dich fragen, was fällt DIR ein, wie der Satz weitergehen könnte?

… dann sollte ich jetzt gleich noch viel intensiver und bewusster „leben“ und nicht länger Angst haben vor dem Sterben. Denn ich weiß es ja: ich werde sterben.

Und dieses Sterben, das ist echt eine ganz große Ka…. ! Ich bin manchmal richtig sauer, dass ich mal den Löffel bzw. den Laptop abgeben muss. Das Leben ist so schön und ich genieße jeden Tag. Sterben ist doof.

Wenn ich schon sterben muss …

… dann Weiterlesen

Mrs. B.: Mein erster toter Mensch

img_3907Es war gar nicht geplant. Nach dem Abi ´85 hatte mich eine englische Freundin in ein Deutsches Altenheim in London vermittelt. Ich wollte ein bisschen Auslandserfahrung sammeln. Das Altenheim hatte sie in den Kleinanzeigen gefunden. Die „Matron“ des Hauses sucht deutsche Mädels, die mit den alten Damen Deutsch sprechen und in der Pflege helfen.
Es war meine erste direkte Erfahrung mit alten Körpern. Meine Großmütter hatte ich ja nie gewaschen. Diese wunderbaren alten Damen, die ihr Englisch hier und da schon ein wenig vergessen hatten und sich über so ein junges Mädchen freuten, brauchten meine Hilfe bei der Morgentoilette, beim Essen – und ein wenig Unterhaltung irgendwo zwischen Deutsch- und Englischland.
Und so geriet ich mit gerade mal 18 Jahren in „mein erstes Sterben“. Es war einfach so weit für Mrs. B.. Ich blieb bei ihr. Der aufgeblähte Leib, die zerzausten Haare, die zerwühlten Laken. Das schwere Atmen. Das nicht mehr Atmen. Das Alleinsein.
Denn da war sonst niemand, der sie (oder uns) begleitete.
Es war irgendwie gut.
Später, als sie – recht bald – vom Bestatter abgeholt worden war, begann ich die Laken zu waschen. Mit großer Verve. Ein Ritual – was auch immer. Ich bekam die riesigen Schweißflecken nicht heraus. Das hat mich mehr als alles andere irritiert. Der Abdruck eines vergangenen Lebens.
Mrs. B. hatte keine Angehörigen. Ich durfte mir von ihrem Schmuck etwas heraussuchen. Eine goldene Gliederkette mit Türkisen.
Danke, Mrs.B.

Maas No. 3: Leben und Sterben

leben-sterben-no-3Das wichtigste Ereignis des Lebens ist der Tod – von Harald Koisser.

So heißt es auf eine der letzten Seiten im neuen Maas-Magazin.

Hier dreht sich alles um das Leben und den Tod. Klick‘ hier zur Leseprobe.

 

Das Weizenkorn

IMG_4003aus 1. Korinther, Kapitel 15.

… Möchte aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferstehen, und mit welchem Leibe werden sie kommen? Du Narr: was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn.

Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa Weizen oder der andern eines …

In Gedanken bei S.