Wesentlich werden. Die Uhr tickt.

Tickt deine Uhr auch? Ich möchte in Zukunft vor allem im Totenhemd-Blog schreiben (und eher weniger im Wesentlichwerden-Blog) und mit Euch nachdenken. Über das Leben UND den Tod. Für mich gehört das Thema „wesentlich werden“ zu meiner Endlichkeit: Wesentlich werden, weil ich eines Tages sterben werde. Oder wie sagt die Herausgeberin des „Konkursbuchs 56 Tod“? Wir sind mitten im Leben im Tod: „Media vita in morte sumus“. Was meinst Du?

Könnte eine Blogaktion werden … rund um den Frühlingsbeginn vielleicht. Ich denke jetzt mal laut mit Euch.

Timo Klostermeier  / pixelio.de  
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Entdeckt: Der Youtuber, der Tod und die Hoffnung

Philipp ist 23 Jahre alt und erhielt die dritte Krebsdiagnose. Nach zwei Krebsdiagnosen lehnt er eine erneute Chemo ab. Die Filmemacherinnen zeigen wie Philipp und seine Freunde mit dem Thema Sterben umgehen, das Leben gemeinsam genießen und an dieser Erfahrung wachsen. Der Glaube spielt auch eine wichtige Rolle. 

Am 14. Januar wird diese Doku auf NDR gezeigt, die auch schon in der ARD-Mediathek verfügbar ist: Der Youtuber, der Tod und die Hoffnung. Dauert ca. 45 Minuten.

Ich hab gleich weiter gesucht im Youtube-Kanal und die Real Life Guys gefunden.

am 11.11.2020 entstanden

Und wenn nicht jetzt wann dann das Leben leben? Es gibt noch einen anderen Kanal – Life Lion. Dieses Video entstand am 26.11.2020.

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In Memoriam: Sabine Dinkel und der Totenhemd-Blog

Sabine Dinkel ist letztes Jahr im Juli gestorben. Wir haben alle gewusst, dass sie sich auf ihre letzte Reise vorbereitet. Ich saß kurz drauf im September auf einer Bank auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich und hielt Zwiesprache mit ihr.

Liebe Sabine, erinnerst Du dich? 2014 unterhielten wir uns über den Tod unserer Eltern. Weißt Du noch? Mein Vater ist plötzlich gestorben im September. Da war ich grad beim Jodeln im Toggenburg. Du erzähltest mir, dass deine Eltern kurz hintereinander gestorben sind. Wir waren beide sehr traurig. Du erzähltest mir von Claudia Cardinal und der Ausbildung zur „Sterbeamme“. Außerdem hast Du das Buch erwähnt: Wir sehen uns, geschrieben von Claudia Cardinal. In diesem Buch empfiehlt uns die Heilpraktikerin und Sterbeamme ein Totenhemd im Schrank aufzuhängen, damit wir an unsere Endlichkeit erinnert werden.

So entstand im Gespräch mit Annegret unser Totenhemd-Blog.

Liebe Sabine, ich bin dir unendlich dankbar für dieses Gespräch. Ich habe dich dann eng in den sozialen Medien begleitet und den Verlauf deiner Krankheit und Dein Sterben mitverfolgt. Dein Mann und Du Ihr habt Großartiges geleistet: Ihr habt das Leben ausgekostet und du hast mich und deine LeserInnen inspiriert mit deinem Mut und Dran-bleiben und Weiter-machen. Durch dich ist klar geworden: Jede und Jeder lebt bis zur letzten Minute. Jede Minute ist kostbar. So hast du in den letzten Monaten deines Lebens zurückgezogen in Norddeutschland dein letztes Buch geschrieben. Gute Tage trotz Krebs!

Liebe Sabine, Du hast uns unendlich viel geschenkt.

Danke dafür ❤️.

Hier veröffentlichte Texte über/von Sabine:

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Neujahr

NEUJAHR

– der erste Morgen –

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an, so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor, aber doch ist einem seltsam frisch zumute, als habe sich vieles verändert.

(Yoshida Kenko)

Häppy new year 2021. Ich wünsche euch viel Licht und Leichtigkeit. Gesundheit, Mut und manchmal Stille.

Wir trauern um einen Freund

60F3F3DF-3E57-44B8-8723-3115F3F9DD61_1_201_aWir trauern um einen Freund, der in Hongkong tödlich verunglückte während einer Fahrradtour oben auf dem Peak. Ich habe J. und seine Familie, langjährige Freunde meines Mannes, vor zwei Jahren in HK kennengelernt nach unserer Fahrradreise in Taiwan.

J. lebte und arbeitete in HK. Seine Frau und Kids in einer deutschen Großstadt.

In Coronazeiten ist das alles grad sehr entsetzlich und zum Haare raufen. Trauern kann unsere Freundin nicht. Und sie kommt grad auch nicht in die Megacity. Kann nichts tun als warten und hoffen, dass irgendwie alles gut geregelt wird. Weiterlesen

5 Vollmachten, die wir brauchen

Hast Du schon einen Notfallkoffer in deiner Wohnung? In dem befinden sich alle Vollmachten, Kontoverbindungen und Online-Aktivitäten.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wir brauchen im Notfall Hilfe oder wenn wir gebrechlich geworden sind Unterstützung. Am Besten von einer Person unseres Vertrauens. Sonst wird uns vom Gericht ein „Betreuer“ bestellt. Mir ist es da wohler eine Person meines Vertrauens einzuweihen und mit allen wichtigen Informationen auszustatten.

In der SonntagsFAZ wurde am 8. März mal wieder in einem Artikel darauf hingewiesen welche Dokumente im Ernstfall wichtig sind. Der Artikel ist online nur käuflich zu lesen mit der Überschrift: Diese fünf Vollmachten braucht jeder.

  1. Vorsorgevollmacht
  2. Betreuungsverfügung
  3. Patientenverfügung
  4. Sorgerechtsverfügung
  5. Digitale Nachlassregelung

Wir sind noch lange nicht fertig. Wir haben aber schon viele Dinge erledigt oder angefangen. Der Weg ist das Ziel. Je früher man anfängt umso besser. Ich zumindest weiß, dass „alles“ geregelt ist und ich mir keine Gedanken mehr machen muss, falls mal eine Notsituation eintritt.

Wirr haben hier im Blog immer wieder mal über diese Themen geschrieben.

Annegret über Weiterlesen

Hiltrud: Corona spaziert durch mein Bild …

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Quelle: Pixabay

Hiltrud schrieb mir, dass sie auf den Corona-Virus wartet.

Email an Petra am 5. März 2020:

„Nun warte ich auf das Corona-Virus, damit ich schnell damit durch bin … und es nicht erst in 3 Jahren bekomme!
Oder dann, wenn es ganz viele auf einmal haben und unsere medizinische Versorgung das doch nicht gut bewältigen kann und wird.
Bei mir im Krankenhaus hier haben sie auch ohne Corona schon genug Stress und oftmals Personalengpässe!“

Ich inspirierte sie, diesen Wunsch doch mal in einem Artikel für die Blogaktion zu formulieren. Weiterlesen

Gedanken zum Testament für kinderlose Paare

Habt Ihr als Paar Euer Testament klar?

Habt Ihr das gesamte Vermögen/Immobilien/Euer Hab und Gut auf einer Liste übersichtlich notiert? Wer erbt was? Du als Ehepartner alles als Alleinerbe?
Sind alle Bankkonten und Depots mit Zugangsdaten und Passwörtern erreichbar? Seid Ihr gegenseitig über alles im Bilde? Handlungsvollmachten und Bankvollmachten über den Tod hinaus ausgefüllt und unterschrieben?

Auch als Ehepaar macht es Sinn ein Testament zu schreiben, damit für den oder die Zurückbleibenden alles geklärt ist. Wenn man sich als Ehepaar im Testament gegenseitig als Haupterben einsetzt denkt man zunächst: ist alles klar. Ist auch oft so.

Eines sollte man beachten: Gemäß der gesetzlichen Erbfolge erben Eltern in der „geraden Erblinie“, falls sie ihre Tochter oder ihren Sohn überleben. Man kann in das Testament eine vorsorgliche Erwähnung einfügen, dass die Eltern darauf verzichten mögen gegenüber dem Alleinerben. Hat man kein Testament gemacht, erben die Eltern wegen der gesetzlichen Erbfolge mehr. Für die Berechnung werden verschiedene Fakten zugrunde gelegt: Gibt es einen Ehevertrag ? Ist eine Zugewinngemeinschaft vereinbart? usw.

Ggfs. macht dann eine Verzichtserklärung Sinn, die notariell beurkundet wird.

Es macht weiter Sinn, Weiterlesen

Hören oder Lesen. Rechtsmedizin oder Mörder.

cover_konversMir wurde ein Podcast empfohlen auf der Plattform „reflab“. Hier werden verschiedene Formate angeboten u.a. Podcasts während denen wir Interviews hören.

In einem davon, entstanden im Februar, spricht Dr. Thali, über seine Erfahrungen mit dem Tod und seinem Beruf. Er sagte: „Ich sehe dem Tod in die Augen“. Von der Seele wird öfters gesprochen, sie heißt hier „Software“. Das Spezialgebiet von Professor Michael Thali, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin in Zürich, ist die Forensische Bildgebung. In dem Gespräch wurde immer wieder von „Wörtopsie“ gesprochen. Ich hab das erstmal googeln müssen und entdeckte: „Virtopsy“. Das ist die Forensische Bildgebung. Hierüber erfahren wir einiges Interessantes und dass die Seele (Software) über dem toten Körper „schwebt“.

Achtung: ist in Schweizerdeutsch.

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Dann doch lieber lesen?

Zum Thema Rechtsmedizin passend habe ich bei „deinadieu“ Weiterlesen

Neujahr

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Während eines Spaziergangs gestern Mittag fotografiert

NEUJAHR

– der erste Morgen –

Bricht der erste Morgen des neuen Jahres an, so erscheint der Himmel nicht anders als am Tage zuvor, aber doch ist einem seltsam frisch zumute, als habe sich vieles verändert.

(Yoshida Kenko)

Alle Jahre wieder seit 2015 veröffentliche ich dieses schöne Gedicht am Neujahrsmorgen (okay dieses Jahr wegen Erkältung einen Tag später), weil ich es wunderschön finde. Wie ein unbeschriebenes Buch liegt das neue Jahr vor uns.

Lasst es euch gut gehen.

Alles Liebe und Gute für 2020.