Silke: Was wäre, wenn ich zuerst sterbe …

Ich bin drei Tage zu spät mit meinem Text dazu, was aber eigentlich egal ist, denn wenn ich zuerst gestorben sein werde, dann wird es die Zeit für mich sowieso nicht mehr geben.

Wenn ich zuerst sterbe, habe ich also zuerst keine Zeit mehr.

Hier in Silkes Blog „In lauter Trauer“ weiterlesen.

Padma und Britta: was wäre, wenn ich zuerst sterbe …

Anlässlich unserer Blogaktion im November schreibt

von Padma

Padma am 13. November:

Bisher habe ich mich eher mit dem „Wenn du zuerst stirbst“ beschäftigt. Viele Jahre beruflich mit unterschiedlichsten Patienten. Natürlich kamen zwischendurch auch persönliche Menschen in meinem Umfeld zu Tode.

in ihrem Blog „essenzdergöttin“ bitte weiterlesen.

Heute am 15.11. schreibt Britta:

Wenn ich zuerst gestorben wäre,
dann hätte …
ja, dann hättest Du verloren diese Wette.

in ihrem Blog „Trauer ist Liebe“ bitte weiterlesen.

Unsere November-Blogaktion: Terminübersicht und unsere Autor*innen

Montag, 1. November: Katja Glöckler und der Künstler Luis Ramirez
3.11. Petra „Zurück an Aphrodites Hof“
5.11. Bianca Schimmel die Silbensammlerin
7.11. Karolin „Weg vom Fenster“
9.11. Hiltrud im Blog „ilseluise … Clownerie und Theologie“
11.11. Lutz möchte nicht im Kaktus landen
13.11. Im Blog „essenzdergöttin“ von Padma Ellen Hochrein
15.11. Britta in ihrem Blog „Trauer ist Liebe“
17.11. Anjas Blog … ein Stück untröstlich
19.11. Sarah und „die neunte“
21.11. Brigitts Blog Brigwords
23.11. Martin von „Dein Tod und ich“: Gespräch mit Jacob
25.11. Silke „in lauter Trauer“ Was wäre wenn, …
27.11. Petra „wenn ich zuerst sterbe“ und dankeschön

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ARTE TV-Serie: Wenn die Stille einkehrt

Darf ich über eine TV-Serie schreiben, die mich emotional zutiefst mitgenommen hat? Lutz hab ich gefragt und er meinte: „Hau raus!“

Brutal gemordet. Überlebt und gestorben. In Liebe erinnert …
NIX FÜR ZARTE SEELEN!!!!!
Ab hier kannst du weiterlesen oder es bitte lassen.

Also. Ich bin ja keine Serien-Guckerin. Wir haben kein Netflix. Ich hab kein Apple-TV oder Premium-Abo bei Ihr wisst schon. Ich gucke gerne gute Filme, sonntags Tatort und täglich Nachrichten. Eine Serie, die muss mich sofort antriggern, dass ich dran bleibe. Und die ARTE-Serie: „Wenn die Stille einkehrt“ hat das bei mir ausgelöst. Es wird gewarnt vor Bildern und Szenen, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Meistens beziehe ich mich da mit ein. Ich kann mir vieles, was gezeigt wird nicht anschauen.

„Wenn die Stille einkehrt“ also. Eine Produktion aus Dänemark erzählt aus dem Leben von acht Menschen vor und nach einem Attentat. Ich bin eingetaucht in diesen Film wie in einen Roman. Habe acht verschiedene Leben in den Filmabschnitten kennengelernt … es gab einen Terroranschlag. Es wurde psychologisch sehr spannend erzählt und dargestellt.
5 Serien lang etwa in dem Zeitmodus: 6 Tage vorher, 3 Tage vorher, einen halben Tag vor dem Attentat … immer mit kurzen Flashes zum Attentat … und dann die Zeit, die nach dem Morden und Überleben folgt.

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Doch! Doch! Ich lebe noch! Lutz kommt dazu.

Es ist Sommer. Juli-Sommerabend.
Herrliche warme Sommertage genieße ich.
Es ist nicht zu heiß.
Es ist einfach nur wunderbar.

in Richterswil am See geknipst

Es war einiges los in den letzten Monaten.
Bei mir. In Deutschland. In der Familie. Bei Freunden. In der Welt.

Hab sogar mal kurz an meinen Tod gedacht.
Was, wenn eine Krankheit mein Leben verkürzen würde?
Aber: alles gut.
Ich habe nichts zu befürchten.
Dennoch – da war die Minute des Nachdenklich-seins.
Was wäre wenn?
Und es wäre OK gewesen. Vielleicht war „es“ nicht ernst genug.

Ich war auf der todsicheren Seite des Lebens :-).
Was ein Satz! Den schreib ich jetzt einfach so!
Wo kommt das Wort eigentlich her: todsicher?
Was bedeutet es: des Todes sicher?

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Gesprächsplitter vom Zoom-Austausch zur Blog-Challenge

Gesprächssplitter vom Mittwoch, 17. März um 17 Uhr.
Vivianne. Ulla. Ich.
Wieder drei Frauen. Wie das letzte Mal. (wo sind die Männer?)
Andere Konstellation und Komposition.

Es war anders. Es war inspirierend. Es war lebendig und berührend.

Wir haben an W. gedacht, der ganz plötzlich starb.
Vor zwei Jahren.
Wie und wann seinen Nachlass ordnen?
Überhaupt wie beginnen?

Nun kommt Vivianne ins Spiel, deren Buch ich auf jeden Fall hier vorstellen wollte. Nun kam es direkt mit Ideen und Tipps zum Einsatz. Beispielsweise: Sachen, die noch bleiben sollen, die man noch nicht wegwerfen kann, in eine Kiste packen und sich irgendwann später damit beschäftigen.

Ich schlage vor: Beginne ein Buch. Schreibe auf, wer was bekommen soll. Katalogisiere. Schreib auch Erinnerungen oder Geschichten zu den Gegenständen. Lege fest, wem du was vererben willst.

Kunst will am Ende des Lebens – so sie nicht wirklich wertvoll ist – niemand … ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Künstler, einerseits wegen seiner Gemälde, andererseits wegen der Hobbykunst meiner Mutter. Meine Idee ist: eine Party oder Auktion oder Ausstellung organisieren zur Totenfeier und die Kunst verschenken, bevor man sie dann vernichtet. Über Viviannes Buch vermerkt der Verlag: „Zahlreiche Publikationen behandeln administrative, religiöse oder rechtliche Fragen zum Umgang mit einem Nachlass, insbesondere betreffend Vermögenswerten“. Im Buch findet man Hinweise, Tipps und Links.

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Aschermittwoch: Wir starten in die Blog Challenge

heute morgen am Zürichsee hat mich dieser Morgenhimmel begrüßt. Einige Momente davor war die Landschaft so richtig mystisch, weil die Sonne durch Nebelwolken milchig glänzte. Ich musste an das Buch „Nebel von Avalon“ denken, das ich nie gelesen habe :-).

Heute beginnt die Blog Challenge.
Heute ist Aschermittwoch.

Heute wird u.a. in der katholischen Kirche das Aschekreuz mit dem Satz: Bedenke, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (aus Genesis) verteilt. Ich glaube, ich habe das Aschekreuz einmal in der evangelischen Kirche an einem Aschermittwoch erhalten. So richtig wohl gefühlt habe ich mich nicht, erinnere ich mich, Buße zu tun.

Heute also Aufbruch in die Fastenzeit während der Pandemie, in der wir sowieso schon so viel entbehren. Wir verzichten. Vieles davon ist unfreiwillig.

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Wesentlich werden. Die Uhr tickt.

Tickt deine Uhr auch? Ich möchte in Zukunft vor allem im Totenhemd-Blog schreiben (und eher weniger im Wesentlichwerden-Blog) und mit Euch nachdenken. Über das Leben UND den Tod. Für mich gehört das Thema „wesentlich werden“ zu meiner Endlichkeit: Wesentlich werden, weil ich eines Tages sterben werde. Oder wie sagt die Herausgeberin des „Konkursbuchs 56 Tod“? Wir sind mitten im Leben im Tod: „Media vita in morte sumus“. Was meinst Du?

Könnte eine Blogaktion werden … rund um den Frühlingsbeginn vielleicht. Ich denke jetzt mal laut mit Euch.

Timo Klostermeier  / pixelio.de  
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Entdeckt: Der Youtuber, der Tod und die Hoffnung

Philipp ist 23 Jahre alt und erhielt die dritte Krebsdiagnose. Nach zwei Krebsdiagnosen lehnt er eine erneute Chemo ab. Die Filmemacherinnen zeigen wie Philipp und seine Freunde mit dem Thema Sterben umgehen, das Leben gemeinsam genießen und an dieser Erfahrung wachsen. Der Glaube spielt auch eine wichtige Rolle. 

Am 14. Januar wird diese Doku auf NDR gezeigt, die auch schon in der ARD-Mediathek verfügbar ist: Der Youtuber, der Tod und die Hoffnung. Dauert ca. 45 Minuten.

Ich hab gleich weiter gesucht im Youtube-Kanal und die Real Life Guys gefunden.

am 11.11.2020 entstanden

Und wenn nicht jetzt wann dann das Leben leben? Es gibt noch einen anderen Kanal – Life Lion. Dieses Video entstand am 26.11.2020.

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In Memoriam: Sabine Dinkel und der Totenhemd-Blog

Sabine Dinkel ist letztes Jahr im Juli gestorben. Wir haben alle gewusst, dass sie sich auf ihre letzte Reise vorbereitet. Ich saß kurz drauf im September auf einer Bank auf dem Friedhof Sihlfeld in Zürich und hielt Zwiesprache mit ihr.

Liebe Sabine, erinnerst Du dich? 2014 unterhielten wir uns über den Tod unserer Eltern. Weißt Du noch? Mein Vater ist plötzlich gestorben im September. Da war ich grad beim Jodeln im Toggenburg. Du erzähltest mir, dass deine Eltern kurz hintereinander gestorben sind. Wir waren beide sehr traurig. Du erzähltest mir von Claudia Cardinal und der Ausbildung zur „Sterbeamme“. Außerdem hast Du das Buch erwähnt: Wir sehen uns, geschrieben von Claudia Cardinal. In diesem Buch empfiehlt uns die Heilpraktikerin und Sterbeamme ein Totenhemd im Schrank aufzuhängen, damit wir an unsere Endlichkeit erinnert werden.

So entstand im Gespräch mit Annegret unser Totenhemd-Blog.

Liebe Sabine, ich bin dir unendlich dankbar für dieses Gespräch. Ich habe dich dann eng in den sozialen Medien begleitet und den Verlauf deiner Krankheit und Dein Sterben mitverfolgt. Dein Mann und Du Ihr habt Großartiges geleistet: Ihr habt das Leben ausgekostet und du hast mich und deine LeserInnen inspiriert mit deinem Mut und Dran-bleiben und Weiter-machen. Durch dich ist klar geworden: Jede und Jeder lebt bis zur letzten Minute. Jede Minute ist kostbar. So hast du in den letzten Monaten deines Lebens zurückgezogen in Norddeutschland dein letztes Buch geschrieben. Gute Tage trotz Krebs!

Liebe Sabine, Du hast uns unendlich viel geschenkt.

Danke dafür ❤️.

Hier veröffentlichte Texte über/von Sabine:

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