Anja fragt: Und dann?

IMG_0841Wir freuen uns, dass Anja bei unserer Februar-Blogaktion mitmacht. Sie fühlte sich inspiriert

…  von unseren Fragen:

  • Wie stelle ich mir das Leben nach dem Tod vor?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Welcher Gedanke, welches Bild tröstet mich?

Hier geht es zu ihrem Beitrag in ihrem Blog „ein Stück untröstlich“.

Nicole: Das `Etwas´ nach dem Tod

IMG_0841Nicole ist bei unserer spontanen Blogaktion dabei.

„Was passiert denn nun eigentlich, wenn wir sterben? Wie ist es, tot zu sein? Mein Bauchgefühl hat dazu einiges zu sagen …“

Hier entlang zu ihrem Beitrag in ihrem Blog.

Eine Frage an uns. Meine Antwort.

IMG_0841Dorothea Hillingshäuser fragte mich letzte Woche:

„Ihr schreibt jetzt seit Anfang 2015. Also seit 4 Jahren. Was bedeutet euch der Blog? Hat es etwas verändert in deinem Leben? Was bewirkt was Du hier machst?“

Wir gehen jetzt ins fünfte! Jahr mit unserem Blog, was mich sehr freut.

Ich fühle mich vor allem durch unsere Blogaktionen, die wir seit Anfang an regelmäßig organisieren inspiriert. Ich lerne von unseren Leser*innen und Schreiber*innen. Jede und jeder hat andere Gedanken, Gefühle, Vorstellungen. Das ist spannend!

Gerade eben habe ich die Rezension von Anjas Blog hier veröffentlicht und bin in das Buch von Nina eingestiegen: Emails vom Tod. Das tut was mit mir: ich denke nach, bin verbunden mit Anja, die das Buch gelesen hat und vorstellt aber auch mit der Autorin Nina: ich schaue in die jeweiligen Blogs und Websites, lese und lerne einen anderen Menschen kennen. Lerne andere Leben und Schicksale kennen. Das ist intensiv und bereichernd!

Ich versuche immer wieder neu im HIER UND JETZT zu leben und nicht allzu langfristig zu planen. Natürlich taucht am Horizont immer mal wieder eine Vision auf. So könnte es vielleicht ausgehen. Aber je mehr ich kurzfristig gestalte und den heutigen Tag vor mir habe, im HIER UND JETZT bin, schreibe und lebe, umso leichter geht es mir. Das JETZT ist machbar. Ich weiß nicht was mir die Zukunft schenkt. Es könnte vielleicht so kommen wie ich es mir ausdenke, aber ich bin zunehmend bei dem was ich jetzt erledigen will. Eigentlich wollte ich eine Liste schreiben, was ich heut erledigen will. Bin aber jetzt als erstes im Totenhemd-Blog hängen geblieben. Die Februar-Aktion inspiriert mich und macht was mit mir. Es ist gut so wie ich es heut morgen gestalte. Nebenbei läuft Musik: ich höre Mantras.

Wenn nicht jetzt wann dann? – ist ein Leitspruch für mein Leben geworden. Ausgelöst durch meine Weiterbildung zur Sterbe- und Trauerbegleiterin bei Jemanja. Ich hatte dazu ausführlich geschrieben. Wenn ich einen Gedanken oder Wunsch spüre … dann frage ich mich immer: Wenn nicht jetzt wann will ich es dann machen? Da geht es hauptsächlich um Hobbys, Vorhaben oder Reisen. Weiterlesen

PULS-Reportage „Trauerbewältigung“ mit Katy von Seelensport

Katy Biber von Seelensport hatten wir hier schon im Blog. Nun gibt es eine tolle Reportage von PULS, dem jungen Programm des Bayrischen Rundfunks, das uns auf das Video aufmerksam gemacht hat.

Sehr sehenswert.

 

Ein Buch und Antworten von Sven Stillich

978-3-498-09396-9Während unserer Blog-Challenge kam ein neues Buch auf den Markt. Der Autor Sven Stillich informierte uns darüber. Wir haben ihn gleich mal zu unseren Fragen über das Sterben und den Tod eingeladen. Hier sind seine Antworten:

1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Dass ich das, was ist, stets als vergänglich wahrnehme. Dass ich weiß oder ahne: Auf dieser Straße hier sind vor 100 Jahren schon Menschen gelaufen. Diese Sorgen, die ich jetzt habe, werde ich nicht ewig haben. Alles geht vorbei, alles hat seine Zeit. Auch ich. Deswegen versuche ich, so oft es geht, die Augen aufzuhaben und mich in alldem zu erkennen und die anderen Menschen im Lauf der Zeit zu sehen und die Welt um mich herum im Blick zu behalten, wie sie sich wandelt. Auch deswegen habe ich vor Jahren angefangen zu fotografieren. Zur Dokumentation. Weil ja morgen alles weg sein könnte. Und auch deswegen mag ich es, Gegenstände mit Geschichte um mich herum zu haben. Das Schränkchen meiner Oma. Die Lampen meiner Eltern. Die begleiten Weiterlesen

Neue Ausgabe von Prinzip Apfelbaum

Prinzip-Apfelbaum-Ausgabe-6-Cover-Trauer_Web[8104].jpgWir erhielten von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ diese Mail:

Soeben ist die sechste Ausgabe unseres kostenfreien Online-Magazins „Prinzip Apfelbaum“ erschienen.

Thema der aktuellen Ausgabe: Trauer. Wie trauern wir? Welche Rolle spielen Trauerrituale? Und wie Weiterlesen

Totensonntag: Trauerarmbänder

Traueraltar.jpgHeute ist Totensonntag. In der Schweiz sagen sie Ewigkeitssonntag. Wenn Du vormittags hier liest bin ich grad mit dem Chor beim Singen im Gottesdienst. Die Namen der Verstorbenen werden aufgerufen und wir gedenken ihrer. Ein schöner Brauch. Ich bin immer wieder sehr erstaunt wie alt die Alten hier werden. Sicher werden wieder einige Hundertjährige dabei sein.

Ich gedenke schon den ganzen Monat meinen lieben Toten: meinem Vater, Bastian, Brigitta und Gabrielle. Heute werde ich für sie singen.

Meine Mutter lebt noch. Sie hatte einen schweren Schlaganfall. Sie hat sich wunderbar erholt mit einigen kleinen Maläsen. Ich habe einige ihrer Blusen mitgenommen, als ich die Wohnung auflöste. Sie sind ihr zwischenzeitlich zu groß geworden. Ich habe begonnen Trauerarmbänder daraus zu flechten. Zuerst schnitt ich lange Streifen und habe 5 Stränge geflochten, kleine farbige Holzkugeln, die ich in ihrer Schublade entdeckte. Ich habe sie dazu gesteckt und silberne Verschlüsse angebracht. Mir gefallen sie sehr mit den großen bunten Kugeln. Wie Farbtupfer.

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Armbänder Weiterlesen

16.11. Oma Schlafmütze: Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel

Seit dem Tod meines Mannes vor fast 20 Jahren begleitet mich dieser Text von Peter Streiff. Es hängt auch jetzt noch an meiner Wand.

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Den Gedanken, mein Mann – der schon mit 18 Jahren Vollwaise wurde und bald danach auch zwei Geschwister verloren hatte – wird hinter dem Horizont freudig von seiner Familie empfangen, fand ich damals sehr tröstlich. So muss er nicht allein auf der anderen Seite sein …

Hier entlang zu Oma Schlafmützes Blog

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Das ist wirklich ein tröstliches Bild, liebe Oma Schlafmütze. Danke dafür.

1.11. Katja Glöckler: Was genau vermisst Du?

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“Das Lachen und die Wärme, die Gastfreundschaft, die Freude und Ausgelassenheit, das Feiern ganz egal wann oder wo. Ich vermisse die bunten Farben, die Blumen, das Obst und die Spontanität. Mir fehlt das Gefühl von Leidenschaft.”

Ich glaube das war meine Antwort, als mich vor ein paar Wochen ein Freund fragte: „Was genau vermisst Du an Mexiko?“

Hier bitte bei Katja weiterlesen.

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Seit unserer ersten November-Blogaktion „eröffnet“ Katja unsere Challenge mit einem Beitrag am 1. November. Sie lebte in Mexico und hat uns von da mit Fotos und Texten zum Dia des los Muertos erfreut. Jetzt ist sie wieder in Deutschland zurück und wir freuen uns, dass Sie wieder dabei ist. Danke Katja für deinen schönen Text.

 

Einfach so ein Leben wegwerfen

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Literatur zum Thema

Ich war heut zum zweiten Mal im Zürcher Friedhof Forum um mir die Ausstellung „Die letzten Dinge“ näher anzuschauen bzw. anzuhören. 7 Audiodateien kann man anklicken. Sie dauern zwischen drei und sieben Minuten.

Es wurden Interviews geführt mit Menschen, die entweder eine Wohnung oder ein Haus leer geräumt haben – privat oder professionell. Von einer Dame hörte ich, die über 50 Jahre mit einem Papagei gelebt hat. Was hat sie wohl aufgehoben zur Erinnerung?

Nicole habe ich eben in einem Kommentar geantwortet:

War heute wieder dort um mir die Audio-Interviews anzuhören. Wirklich sehr eindrücklich und berührend … eine sagte zum Schluss: „einfach so ein Leben wegwerfen“. In kürzester Zeit sind oft die Sachen eines Verstorbenen „entsorgt“. Einfach weg.

Oder eine Frau erzählte, wie es drei Jahre dauerte bis das Zimmer ihres verstorbenen Sohnes, der 20-jährig gestorben ist, leer geräumt wurde. Ein paar lustige Hauspuschen und T-Shirts wurden aufgehoben.

Ich blogge ggfs. ergänzend über meine Gedanken zu den Männern, die innert 4 Tagen die Wohnung meiner Mutter leer räumten … ich habe mich so manches gefragt zu ihrem Tun. Denn die Aussagen eines Geschäftsführers, der Wohnungen und Häuser professionell leer räumt und „entsorgt“ hat mich sehr berührt mit wieviel Würde und Bedachtsamkeit er an seine Arbeit herangeht.

Ich hatte plötzlich eine große Hochachtung vor der Arbeit der Männer, die die Wohnung meiner Mutter professionell auflösten. Das heißt, sie haben die Küche mit allen Lebensmitteln, den voll gestellten Balkon, das überfüllte Schlafzimmer und die Wohnzimmerschränke ausgeräumt und weg geschafft. Ich muss aber auch mit Stolz sagen, dass meine Schwestern und ich eine sehr gute Vorarbeit geleistet haben. Wir haben auch ne Menge gesehen und emotional viel geleistet. Den Männern haben wir überlassen, was wir nicht schaffen konnten und wollten.

Wie sie wohl vorgegangen sind?
Was sie alles gesehen haben!
Ob sie vorsichtig vorgingen, wenn sie eine neue Schublade öffneten?
Sie haben viel gesehen und gesichtet, wie es ihnen wohl erging dabei?

Auf jeden Fall hab ich eine große Achtung vor ihnen, dass sie diesen Job geleistet haben. Weiterlesen