Heute wieder eine gute Stunde plaudern im Café Totenhemd. 17 Uhr

Zoom-Austausch zur Blog Challenge „Carpe diem“: dein kreatives Tagebuch

Heute um 17 Uhr wer mag: Lesende und Autor*innen sind gleichermaßen eingeladen.

Austausch zum Thema im Café Totenhemd via zoom. Wir reden und sprechen über diese Blog Challenge „carpe diem“, den Tod und das Sterben und das Leben. Wir lassen uns berühren und betören und hören dem anderen zu. Dieses Treffen ist kein Trauercafé. Bereite Dir einen Kaffee oder Tee und sei dabei.

Mittwochs 17 Uhr 1 Stunde. Heute am 17. März und 31. März. Keine Anmeldung. Einfach dabei sein.

Der Zoom-Link.

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11.3. Geertje: Leben Lieben Lassen

Tod, mein Name.

Da bist du wieder. Ab und zu reiche ich dir die Hand. Aber nicht so oft und auch nicht immer. Also heute: Verdrück dich! Drück dich selbst. Und lass auch die anderen in Ruhe. Und bau auch nicht auf deinen neuen Verbündeten. Sie ist nicht die Krone des Lebens. Und deine auch nicht.

von Geertje geknipst

Hier entlang zu Geertjes Blogartikel.

13.3. Sarah: Carpe diem: pflücken, abreißen, necken

Ich bin etwas spät dran … ich habe den Tag fleißig genutzt :-). Heute schreibt Sarah Bernhardt für die Blog-Challenge. Ich freue mich drüber.

Carpe diem – nutze den Tag!
Wieder eine von diesen Aufforderungen. Wieder ein großes … Satzzeichen inmitten all der Ausrufezeichen, die mir dieser Tage und eigentlich doch auch immer sagen, was ich zu tun habe oder zu lassen. Was ich darf, nein soll. Und wovor ich mich eindeutig zu hüten habe. Deutliche Wünsche, Behauptungen, Regeln. Dazwischen Parolen, Wahlkampf und in die Unendlichkeit führende To-Do-Listen. Mittlerweile auch mit diesen großen, unumstößlichen Satzzeichen versehen. Und nun auch noch hier?

Carpe diem – nutze den Tag!
Mein Lateinunterricht ist nun schon einige Jahre her, aber wie es mit vielen Sprachen ist, haben Worte gerade auch in den alten Sprachen oft mehrere Bedeutungsnuancen. Mein Wörterbuch, den guten alten Stowasser habe ich nicht mehr. Aber das Internet kennt sich aus. „Frag-Casear.de“ wird die Seite meiner Wahl. „Cäsar muss es wissen“, finde ich. „Der war schließlich Muttersprachler und hat meines Wissens so manch einen Tag ausgiebig genutzt…“

Carpere = Infinitiv: pflücken, abreißen, necken.. Da steht nichts von „nutzen“ oder „genießen“. Auch wenn Langenscheidt und Pons dazu sehr wohl etwas schreiben, bleibe ich heute bei meinem Cäsar. Und denke einfach einmal ganz neu und anders: „Pflücke den Tag!“ Pflücke dir einen Strauß von Tagen. Die schönsten in einem hübschen Bund. Sonnenblumentage, Vergissmeinnichttage, Lilientage, Rosentage. Pflück sie und stell sie in eine Vase. Und dann find einen Ort, an dem du sie sehen kannst. Die Sonnenblumentage in Regengraumomenten. Die Vergissmeinnichttage in Zeiten, in denen ich mich selbst zu vergessen scheine. Lilientage für die Momente der Vergänglichkeit, das Vermissen, das Abschied-nehmen. Und Rosen? Für die Liebe: Die war, die kommen wird und die ist.

hab ich geknipst

„Reiße den Tag ab!“ Ein Blatt vom Abreißkalender als ein Zeichen dafür, dass auch dieser Tag geschafft ist und auch der schlimmste Tag vorbeigehen kann. Oder anders? „Reiß den Tag ab!“ auf einer Ar..backe absitzen, ihn „rocken“, ihm trotzig die Stirn bieten: „Du bist morgen nicht mehr da! Ich schon! Wahrscheinlich…“

„Necke den Tag!“ Diese Formulierung mag ich besonders. Ein wenig mit dem Tag scherzen, ihn etwas sticheln und ihn mit Humor begehen, alles aus ihm heraus kitzeln. Liebevoll umspielen und ihn nicht größer, aber auch nicht kleiner machen, als er ist. Hab ihn lieb – ihn und seine Leichtigkeit. Denn: „Was sich liebt, das neckt sich!“

Carpe diem! Für den „Tag“ schaue ich übrigens doch noch einmal bei Cäsars Kollegen „Herrn Langenscheidt und Herrn Pons“ nach. Und ich staune, welche Nuancen „dies“ auch noch haben kann: Tageslicht, Tagewerk, Todestag, Geburtstag, Schicksalstag. Sie alle zu pflücken, sie abzureißen, gar zu necken – mit einem Ausrufezeichen versehen – das macht mich neugierig.

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7.3. in Frankfurt aufgewacht

„Jeden Morgen beim Aufwachen bin ich dankbar dafür, dass ich lebe“. Susan Sontag sagte diesen Satz. Sie hat sich jeden Morgen gefreut zu leben, lese ich in einer Frauenzeitschrift. Ich denke auch oft: „Wie schön, dass ich noch lebe und gesund bin“. Gott meinte es bisher gut mit mir. Das freut mich und ich sage DANKE mit frohem Herzen.

Ich sollte immer gleich schreiben und in die Tasten hauen, wenn ich unterwegs bin. Da fällt mir immer einiges ein. Manchmal kritzel ich Elfchen in mein Buch. Geertje sei Dank, dass ich mich mit „meiner“ Tödin immerhin schon kurz treffen kann. Mein Tod ist jedenfalls weiblich. Darauf hat mich Karolin gestupst und ich bin froh und ihr sehr dankbar. Mit einem schwarzen hässlichen Tod konnte ich nichts anfangen. Aber mit „meiner“ Tödin, die ich mir noch nicht wirklich leibhaftig vorstellen kann, bin ich zumindest immer mal wieder ganz kurz im Kontakt, eher ein geistiger Austausch.

Über was regt man sich auf oder nicht auf, wenn man weiß, dass man eines Tages sterben wird. Macht es Sinn – das Aufregen? Über die gurrenden Tauben beispielsweise, die mich früh morgens in Frankfurt aus dem Schlaf reißen? Es gibt Schlimmeres oder?

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1.3. Martina: carpe diem

geknipst von Martina

Ich wählte mir den 1. März für meinen Beitrag, weil ich dachte, bis dahin wird mir schon etwas einfallen. Doch dann fiel mir einiges ein und ich beschloss, jeden Tag etwas zu schreiben:

13.02.2021

Ich weiß nie, auf welche Spur mich mein Tag führt. Am besten sind jene Tage, die mies anfangen und am Abend im Rückblick, doch zufriedenstellend erscheinen.

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Gesprächsplitter vom Zoom-Austausch zur Blog-Challenge

Gesprächssplitter vom Café Totenhemd zur Blog Challenge am letzten Mittwoch.
Bevor es März wird.

auf dem Münchner Waldfriedhof geknipst letzten Herbst

Den Dresdner Friedhof als Nachbarschaft haben.

Aus Mallorca dabei sein und Hühner füttern.
Der blaue Himmel strahlt blau über dem Kopf.

Dem Tod die Hand reichen.

Wie sieht „dein Tod“ aus?

Der Tod ist weiblich. Die Tödin.

Als Kind eine Nahtoderfahrung erlebt.

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27.2. Silke: non carpe diem

…. Non carpe diem – Erlaube dir, den Tag nicht zu nutzen … müssen wir immer etwas Nützliches tun, fragt Silke.

Interessante Perspektive, die uns Silke aufzeigt … und dann leg ich mich gleich genüsslich zurück auf die Couch, wenn ich diesen Artikel hier heute von Silke eingestellt habe. Ich freue mich, dass sie mit dabei ist und wünsche euch ein gemütliches Wochenende.

Bitte hier lesen bei Silke „in lauter Trauer“.

Warten

hatte ich auf dem Münchner Waldfriedhof geknipst letztes Jahr

Warten
immer warten
auf den nächsten Termin
oder auf die Küche die hoffentlich im März kommt 
in unsere alte neue Frankfurter Wohnung
und dann vielleicht doch noch die Impfung 
bald
in der Schweiz geht’s vielleicht schneller
warten 
dass die Muskeln stärker werden
und die Fußschmerzen aufhören
Wartezeit nutzen beim Physiotherapeuten
an die Blog Challenge denken
Gedanken aufschreiben
carpe diem

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25.2. Lutz: Carpe Diem – Mehr Zeit für Fotos, mehr Zeit für Details

von Lutz geknipst

Lutz schreibt zunächst über meine Einladung zur Blog Challenge und dann

Ja, das klingt gut, da bin ich dabei. Das Thema ist gerade in Zeiten, in denen viele Menschen unter massiv schlechter Stimmung leiden, gut gewählt: Das Augenmerk darauf zu lenken, wie man auch unter den aktuellen Bedingungen den Tag fassen, also erfassen kann und seinem Gemüt dabei etwas Gutes tut.

Hier bitte weiterlesen

Zoom-Austausch zur Blog Challenge „Carpe diem“: dein kreatives Tagebuch

Heute um 17 Uhr wer mag: Lesende und Autor*innen sind gleichermaßen eingeladen.

Austausch zum Thema im Café Totenhemd via zoom. Wir reden und sprechen über diese Blog Challenge „carpe diem“, den Tod und das Sterben und das Leben. Wir lassen uns berühren und betören und hören dem anderen zu. Dieses Treffen ist kein Trauercafé. Bereite Dir einen Kaffee oder Tee und sei dabei.

Mittwochs 17 Uhr 1 Stunde. Heute am 24. Februar. 17. März und 31. März. Keine Anmeldung. Einfach dabei sein.

Der Zoom-Link.

Wenn Du auf den Link klickst öffnet sich hinter dem nächsten Link ein PDF.

Totenhemd-Blog

Für mich bedeutet die Zeit ab Aschermittwoch bis Ostern nicht Diät oder Verzicht sondern achtsam sein für Neues. Ich mag meinem Alltag etwas hinzufügen. Ich will neugierig sein. Ich lese und erinnere mich: in der katholischen Kirche wird während des Gottesdienst am Aschermittwoch das Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet und man hört den Satz: „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“ (aus Genesis). Wir Menschen werden am Aschermittwoch an die Endlichkeit unseres Lebens erinnert.

Da wir hier im Totenhemd-Blog sind, dachte ich mir: Wenn nicht jetzt wann dann, sich der Endlichkeit ein kleines bisschen mehr bewusst werden. Sich Raum und Zeit schenken. Spielräume und Zeiträume zum Nachdenken und zum Innehalten einräumen. Während der Fastenzeit die Blickrichtung von Diät und Verzicht auf die Fülle und die eigene Endlichkeit richten. Nutze den Tag.

in Basel geknipst. Auf dem Schaufenster stand in großen Lettern:
Anstatt Kunst – verkaufen wir vorübergehend…

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