Heute Online: Café Totenhemd in Zürich

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Stell Dir vor in Deinem Kleiderschrank hängt dein Totenhemd.
Was kommt nach dem Tod?
Willst du mal in einem Sarg liegen?
Wie soll dein Grabstein aussehen?
Was steht auf deiner Löffelliste?

Das Café Totenhemd findet heute ONLINE statt:
Dies ist der Link zum Chatroom: bei Zoom

Wir reden über den Tod, das Sterben und das Leben, weil es uns lebendig sein lässt.

Am Dienstag, 24. März und 30. Juni sowie Montag, 10. August
Am Montag, 2.11. werde ich wahrscheinlich einen Friedhofsspaziergang anbieten.
Jeweils 18 bis 20 Uhr.

Das Café Totenhemd (vormals Death Café) Weiterlesen

Ich möcht mal heulen …

… um all die Toten, die inzwischen am Coronavirus gestorben sind.

Für all die Ärzte (vor allem derzeit in Italien), die sich mit der sogenannten Triage beschäftigen müssen. Sie entscheiden – wie im Krieg / Regeln aus der Katastrophenmedizin – wer am Leben bleibt und wer lebensrettende Maßnahmen in Form eines Beatmungsgerätes erhält.

In Italien, Spanien und Frankreich fehlt es grad an allem. Die Ärzte und Pflegemitarbeiter*innen sind am Limit. Vor allem ist es seelisch furchtbar über Menschenleben entscheiden zu müssen.

Gott sei Dank kommt Hilfe und Unterstützung aus allen möglichen Ländern.

Ich könnt heut heulen …

Ich höre mir täglich den Podcast mit Dr. Drosten auf NDR an.
Er schafft Fakten.

Ich schaue mir auf der Karte der Johns Hopkins University an wie schnell sich der Virus verbreitet. Siehe vor allem unten rechts die Kurve der täglichen Vermehrung! Weiterlesen

„Du kennst Dich doch damit aus“ – der Bedarf nach Gesprächen über den Tod

Nicole hat uns mit einem lesenswerten Artikel beschenkt zur Blogaktion. Sie ist zum wiederholten Mal dabei, was uns sehr freut.

Bei ihr spaziert der Tod immer wieder durchs Bild … lest selbst.

Die Waldträumerin

Auf dem Totenhemd-Blog von Petra und Annegret gibt es wieder eine tolle Blog-Aktion. Diesmal mit dem Titel: Wo spaziert der Tod durch euer Bild?

DSC_0218Wer mich kennt weiß, dass der Tod schon von Kindesbeinen an, einen Platz in meinem Leben hat. Gespräche über Sterben, Tod und Trauer sind für mich nichts ungewöhnliches, nichts was mich abschreckt. Aber seit Mai 2018 hat sich da nochmal etwas geändert. Damals habe ich meine Weiterbildung zur Seelfrau (Sterbe-, Trauer- und Seelenbegleitung) begonnen und im September desselben Jahres kam noch der Kurs für ehrenamtliche SterbebegleiterInnen hinzu. Da ich dies offen – persönlich und hier auf dem Blog – kommuniziert habe, traten immer häufiger Menschen an mich heran mit den Worten: „Du kennst Dich doch damit aus…“

Und dann erzählten sie mir davon, wie und wo der Tod durch ihre Bilder spaziert ist. Oftmals, um sich etwas vom Herzen zu reden oder zu schreiben. Aber auch…

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Silke: Wie mich der Tod motiviert zu leben

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von Silke … das ist sie beim Paragliding

Vor fünf Jahren, zwei Monate, drei Wochen und zwei Tagen starb meine große Schwester in unseren Armen. Einer der ersten klaren Gedanken, die ich danach hatte, war: „Und jetzt mache ich was Ordentliches aus meinem Leben!“ Was das sein sollte, wusste ich noch nicht und es sollte auch noch eine ganze Weile dauern, bis ich dazu die Kraft haben würde. Aber ich wusste, dass ich ab sofort selbst dafür verantwortlich sein würde, mich zu erden, mich daran zu erinnern, was wichtig ist und mich auf Kurs zu halten. Meine große Schwester, die dies bisher zuverlässig für mich erledigt hatte, war nicht mehr da. Oder doch noch da, aber anders.

Hier lest Ihr Silkes Beitrag.

5 Vollmachten, die wir brauchen

Hast Du schon einen Notfallkoffer in deiner Wohnung? In dem befinden sich alle Vollmachten, Kontoverbindungen und Online-Aktivitäten.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wir brauchen im Notfall Hilfe oder wenn wir gebrechlich geworden sind Unterstützung. Am Besten von einer Person unseres Vertrauens. Sonst wird uns vom Gericht ein „Betreuer“ bestellt. Mir ist es da wohler eine Person meines Vertrauens einzuweihen und mit allen wichtigen Informationen auszustatten.

In der SonntagsFAZ wurde am 8. März mal wieder in einem Artikel darauf hingewiesen welche Dokumente im Ernstfall wichtig sind. Der Artikel ist online nur käuflich zu lesen mit der Überschrift: Diese fünf Vollmachten braucht jeder.

  1. Vorsorgevollmacht
  2. Betreuungsverfügung
  3. Patientenverfügung
  4. Sorgerechtsverfügung
  5. Digitale Nachlassregelung

Wir sind noch lange nicht fertig. Wir haben aber schon viele Dinge erledigt oder angefangen. Der Weg ist das Ziel. Je früher man anfängt umso besser. Ich zumindest weiß, dass „alles“ geregelt ist und ich mir keine Gedanken mehr machen muss, falls mal eine Notsituation eintritt.

Wirr haben hier im Blog immer wieder mal über diese Themen geschrieben.

Annegret über Weiterlesen

Leben mit dem Tod auf der Schulter

Bettina ist heute bei uns in der Blogaktion. An ihrem Geburtstag. Ich wünsche ihr ganz viele neugierige Leser*innen, die ihr gratulieren. Feiern wir mit ihr heut das Leben.

Alles Liebe und Gute.

Die Onkomiezen

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Challenge „Wo spaziert der Tod durch Euer Bild?“ von Annegret und Petra. Vielen Dank, dass ich dabei sein darf!

Wir alle wissen, dass wir sterben müssen. Zumindest in der Theorie. Die meiste Zeit werden Gedanken an den Tod von einem Stoppschild blockiert, das schützend vor unserer Gefühlswelt steht. Und glücklicherweise sind wir in unserer Lebenszeit viel zu beschäftigt mit Karriereplänen, Business-Projekten, Fitnesstrends oder dem wirklich allerneuesten Aufreger auf Twitter. Als liesse sich die Endlichkeit des Lebens durch gute Organisation, die richtige Ernährung oder beruflichen Status aufheben.

Bis vor ein paar Monaten hetzte ich genauso durch meine Lebensstunden als flössen diese in unendlicher Zahl. Hatte meine Effizienz bei minimaler Freizeit maximiert. An den Sinn von Leben und Tod keine Gedanken verschwendet, denn dieses Rätsel würde ich ohnehin nicht lösen können.

Ohne Vorwarnung spürte ich seine Krallen auf meiner Schulter. „Krah krah kraaaah“, sagte der Rabe, was…

Ursprünglichen Post anzeigen 544 weitere Wörter

Hiltrud: Corona spaziert durch mein Bild …

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Quelle: Pixabay

Hiltrud schrieb mir, dass sie auf den Corona-Virus wartet.

Email an Petra am 5. März 2020:

„Nun warte ich auf das Corona-Virus, damit ich schnell damit durch bin … und es nicht erst in 3 Jahren bekomme!
Oder dann, wenn es ganz viele auf einmal haben und unsere medizinische Versorgung das doch nicht gut bewältigen kann und wird.
Bei mir im Krankenhaus hier haben sie auch ohne Corona schon genug Stress und oftmals Personalengpässe!“

Ich inspirierte sie, diesen Wunsch doch mal in einem Artikel für die Blogaktion zu formulieren. Weiterlesen

Schöne und besondere Urnen

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Mohnblumenurne von Ina

Drei verschiedene Websites möchte ich Euch vorstellen mit schönen bzw. besonderen Urnen. Vielleicht ist eine dabei, die du für dich selbst magst. Irgendwann. Oder für eine/n deiner Liebsten.

Schaut mal. Schon länger kenne ich Ina Hattebier aus Hamburg mit Andere Urnen. Die mit den roten Mohnblumen gefällt mir besonders. Ich will sie für meine Mutter haben, die viele schöne Blumen und auch Mohnblumen gemalt hat. Ina verwendet besonderes Papier aus Nepal. Auf ihrer Website fühlt man sich so richtig wohl beim Stöbern – finde ich.

Dann entdeckte ich diese Website Wunsch-Urne. Die Modelle heißen „Last home“ mit dem Untertitel. Buy now die later. Zu Lebzeiten kann man sie als Leuchten verwenden.

In Christine Nebosis Werkstatt 1000blum kann man Keramikurnen Weiterlesen

Buchtipp: Ausleben – Gedanken an den Tod verschiebt man gerne auf später

AuslebenIch lese über das Buch „Ausleben“. Hier erzählen fünfzehn Frauen und Männer über achtzig von ihren Gedanken, Ängsten und Hoffnungen in Bezug auf Ihren eigenen Tod.

In der letzten Wochenendausgabe „Das Magazin“ wurden zwei Porträtierte vorgestellt. Sofie Pfister-Odermatt (sieht man auf dem Buchcover) redet mit anderen über den Tod. „Das muss schon sein, das muss man irgendwo abladen“. Sie meint, dass es hilft über den Tod zu reden, wenn man davor Angst hat.

Bruno Spoerri gibt sich dagegen möglichst wenig mit dem Tod ab.

Die Autorin Mena Kost und die Fotografin Annette Boutellier haben das Buch herausgebracht im Merian Verlag. Weiterlesen

Und dann trug ich die Asche meiner Mutter durch Paris

IMG_4177Ein Beitrag zu unserer Blogaktion „Wo spaziert der Tod durch euer Leben?“ Bei mir kürzlich hier:

Tee mit meinem Freund Philippe. Seine alte Mutter ist in Paris verstorben. Sie hat alles gut vorbereitet und mit ihrem Sohn besprochen. In der Seine soll ihre Asche verstreut werden, gleich bei Notre Dame. Die Trauerfeier sollte in ihrem Geburtsort sein, dort leben noch viele Neffen. Ihr Name kommt dort auf den Stein des alten Familiengrabs. Nur eine Blume sollte jede*r mitbringen, weiß oder gelb. So tat die Familie es auch. Legten die Blüten um die Urne. Später aufs Familiengrab, denn die Urne ging ja wieder zurück nach Paris.

Philippe ist das Redenhalten gewohnt. Zwanzig Minuten lang spricht er bei der Trauerfeier über das Leben seiner Mutter. Ordnet es ein in das Zeitgeschehen Frankreichs seit 1930. Die Cousins danken ihm, auch für sie hat sich dadurch einiges neu sortiert und die Tante noch einmal näher gebracht.

Bei der Pariser Bestatterin war es so: Unter dem Ärmel lugt die Armtäowierung hervor. Später wird sie erzählen, dass ihr Großvater, also seine Asche, noch bei ihr im Wohnzimmerregal steht. Er habe sich immer wegstehlen wollen. Aber sooo nicht. Nun muss er noch eine Weile über der Erde bleiben, bis die Zeit stimmt.
Luc fragt, ob es einen Pappsarg gebe. Weiterlesen