Wie gefällt Euch die App?

Wir hoffen, Euch hat das Interview mit Benjamin gefallen. Und nicht nur das sondern auch seine entwickelte App. Die kostenlos ist.

Hattet Ihr Zeit in die App reinzuschauen? Annegret hatte angeregt, dass wir Euch fragen als Anregung für Benjamin:

Was findet Ihr gut?
Was fehlt Euch und sollte noch ergänzt werden?
Sonst?

Danke für Euer Mitlesen und Eure Resonanz.

Totenhemd-Blog

image1 Der App-Erfinder Benjamin Waack

Benjamin Waack hat die APP-Hilfe: „Beistand im Todesfall“ erfunden und auf den Weg gebracht. (Unten findest Du den Link zum Testen).

Nach dem Tod eines Familienmitgliedes hat Benjamin sich zur Aufgabe gemacht, einige Aufgaben für Hinterbliebene zu vereinfachen.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Seitdem ich regelmäßig über das Thema „Tod“ nachdenke, weiß ich mein Leben mehr zu schätzen. Auch die Verantwortung gegenüber meinen Angehörigen im Bereich der Vorsorge ist mir bewusster geworden.

  1. Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Ich empfinde den Tod nicht als Tabuthema. Er gehört zum Leben dazu. Daher nehme ich auch kein Blatt vor den Mund. Ich denke, man sollte dieses Thema einfach als Tatsache annehmen.

  1. Dein Vorschlag für einen guten Satzanfang, wenn du mit jemand über solche Dinge wie…

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Wie wertvoll ist uns, was ihr/ihm wertvoll war?

AA283C88-0AA0-463D-A0B0-60E450D66AE7.jpegDie gestrige Vernissage im Friedhof Forum Zürich (ich schrieb hierzu im Artikel: Die letzten Dinge) zeigt Dinge aus Nachlässen von Zürcher Bürgern. Weiter unten im Artikel kannst Du eine Geschichte aus der annabelle online lesen; sehr lesenswert!

Was sich in meine Erinnerung bohrte war ein Fingerhut in Form eines Vogelkopfes, vor allem der Schnabel war eindrücklich – der kleine Vogelkopf-Fingerhut in schillerndem blau-grün angemalt.

Ich sah altes Geschirr mit goldenem Rand, ein zartes Taufkleid …

Man kann 7 Interviews anhören … deshalb werde ich noch einmal hingehen um sie mir anzuhören.

Der junge und sehr bekannte Schlagzeuger Julian Sartorius gab alten ausgedienten Haushaltssachen wieder einen Sinn und Wert, indem er darauf musizierte: er hämmerte und klopfte, streichelte und trommelte, mal zart, mal laut, mal schnell und mal langsam. Das war sehr eindrücklich, wie Sachen die man nicht mehr braucht und ausrangiert  einen neuen Sinn bekommen. Wunderbar.

Hier kann man bei Sartorius einen Hör-Eindruck bekommen.

Während eines halbstündigen Gesprächs erzählten uns drei Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer über ihre Erfahrungen mit Nachlässen. Der eine ganz frisch durch den Tod seines Vaters damit konfrontiert, bei der anderen lag die Wohnungsauflösung schon über 15 Jahre her, eine Dame, die ein Pflegehaus geleitet hat und eine Künstlerin.

Gesprächssplitter: Weiterlesen

Wir reden übers Sterben … heute mit: Benjamin Waack

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Der App-Erfinder Benjamin Waack

Benjamin Waack hat die APP-Hilfe: „Beistand im Todesfall“ erfunden und auf den Weg gebracht. (Unten findest Du den Link zum Testen).

Nach dem Tod eines Familienmitgliedes hat Benjamin sich zur Aufgabe gemacht, einige Aufgaben für Hinterbliebene zu vereinfachen.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Seitdem ich regelmäßig über das Thema „Tod“ nachdenke, weiß ich mein Leben mehr zu schätzen. Auch die Verantwortung gegenüber meinen Angehörigen im Bereich der Vorsorge ist mir bewusster geworden.

  1. Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Ich empfinde den Tod nicht als Tabuthema. Er gehört zum Leben dazu. Daher nehme ich auch kein Blatt vor den Mund. Ich denke, man sollte dieses Thema einfach als Tatsache annehmen.

  1. Dein Vorschlag für einen guten Satzanfang, wenn du mit jemand über solche Dinge wie Sterben, Vorsorge u.ä. reden willst:

Puh… ganz allgemein kann ich diese Frage nicht beantworten. Es kommt schon auf den Gesprächspartner und den Grund für unser Gespräch an.

  1. Wie ergänzt Du diesen Satz der Künstlerin Candy Chang:
    Bevor ich sterbe, möchte ich …

…leben, lachen, weinen, lieben und meinem Umfeld in guter Erinnerung bleiben.

  1. Was glaubst Du, kommt nach dem Tod?

Weiterlesen

Wenn nicht jetzt wann dann? – deinen Genius leben? Jetzt!

IMG_7808Soll es das gewesen sein?
Was ist mir wesentlich?
Was liegt eigentlich brach?
Wann leuchte ich von innen?

Das sind Fragen, die man sich im Genius-Coaching stellt.

Ich erwarte heute eine Klientin, die sich einen Genius-Coachingtag bei mir am Zürichsee gönnt. Sie wird sich vom Rhein-Main-Gebiet kommend in den Zug setzen und bis Zürich durchfahren, in unserem Gästezimmer übernachten und morgen ihren Geniuscoachingtag mit mir verbringen. Ich begleite sie, ihren Genius zu finden und zu entdecken.

Mit Stolz kann ich sagen, dass diejenigen, welche ihren Genius in meinen Coachings und Workshops entdeckt haben, meine treuesten „Verbündeten“ sind. Weil sie sich gesehen fühlten, weil sie endlich angekommen sind bei sich, weil sie wissen was ihr Wesenskern braucht.

Der Genius ist die Antwort auf die Frage: Wie bin ich für mich und für andere ein Geschenk auf dieser Welt. Ich habe hierzu sehr viel in meinem ersten Blog geschrieben. Das Buch von Dick Richards „Weil ich einzigartig bin“ hat das Genius-Coaching auf den Weg gebracht. Mein Lehrcoach Wolfram Jokisch Weiterlesen

Die letzten Dinge – das was übrig bleibt

Im Friedhof Forum in Zürich wird am kommenden Donnerstag die Ausstellung „Die letzte Ordnung“ eröffnet. Untertitel: Tote hinterlassen Dinge.

Als ich das Foto mit den gestapelten Handtüchern sah gab es einen Flash: es hätte aus dem Schrank meiner Mutter geknipst sein können. Ich habe vor wenigen Wochen ihre Wohnung (zu ihren Lebzeiten) aufgelöst. Sie hatte einen schweren Schlaganfall und lebt nun in einem kleinen Appartement „WohnenPlus“.

Ich wollte sowieso zum Thema bloggen, Weiterlesen

Ein Friedhof im Wallis

Letztes Wochenende waren wir im französischsprachigen Wallis, im unteren Wallis. Hier sieht es aus wie in meiner Heimat: Weinberge überall nur höher gelegen. Das untere Wallis ist eines der trockensten Täler Europas, was ich nicht wusste. Überall war Regen angesagt nur hier blieb es trocken.

Für das kleine Dorf Lens überraschte uns dieser groß angelegte Friedhof mit schönem Blick auf die Berge.

Wir reden übers Sterben … heute mit Dr. Julian Heigel – Alternativer Bestatter

Julian HeigelStell Dich doch bitte kurz vor:  Ursprünglich habe ich die Fächer Musik und Theologie für das Lehramt studiert. Nach der Promotion im Fach Musikwissenschaft wollte ich etwas wirklich Sinnvolles tun und da ist mir der Beruf des alternativen Bestatters über den Weg gelaufen. Nach einiger Lehrzeit habe ich 2017 mein eigenes Unternehmen Thanatos Bestattung gegründet.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit (Beschreibe kurz). Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Ich habe den eigenen Tod, aber auch den Tod meiner Mitmenschen immer als Möglichkeit vor Augen. Das klingt einerseits furchtbar, anderseits macht es das Leben kostbarer.

  1. Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert?

Wenn ich meinen Beruf Bestatter nenne, haben viele Menschen gleich Fragen dazu. Einige haben auch den Wunsch, von ihren eigenen Bestattungserfahrungen zu erzählen, für die ansonsten wenig Raum ist. Viele bedauern im Nachhinein, dass sie sich die Bestattungen ihrer Zugehörigen so aus der Hand haben nehmen lassen. Die Zeit am Totenbett beispielsweise ist eine kostbare, unwiederbringliche Zeit und die Begegnung mit dem toten Körper macht das abstrakte Geschehen fassbarer.

Auch wenn mein Urteil ein subjektives ist: Weiterlesen

Zwei Lesetipps

Zwei Bücher, die uns in den letzten zwei Wochen über „den Weg liefen“. Auf Facebook hab ich sie schon auf unserer Seite vorgestellt. Nun aber auch hier.

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Ich habe beide Bücher auf meine Leseliste gesetzt.

Das Buch von Susann Pasztor scheint sehr berührend zu sein, weil ehrlich und herzlich. Hier kann man sich über das Buch informieren.

Und dann ist da noch der Seelsorger Hans Bartosch, dessen Buch neu herausgekommen ist. Hier gibt es Informationen.

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Es geht nicht nur um die Seelsorge am Totenbett sondern um das, was Menschen noch zu erzählen haben. Vor allem über ihre Kriegserlebnisse.

Hier hört Ihr ein Gespräch mit Hans Bartosch bei MDR Kultur.

Wir reden übers Sterben … heute mit Björn Wolff

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Björn Wolff

Björn Wolff ist Gründer und Geschäftsführer des digitalen Bestattungshauses mymoria.

Bei einem Sterbefall im Freundeskreis hat er erlebt, wie wenig transparent und zeitgemäß ein herkömmlicher Bestatter kommuniziert und gearbeitet hat. Das wollte er mit Hilfe des Internets ändern. Seit 2016 planen auf www.mymoria.de Hinterbliebene und Vorsorgende von zu Hause aus bei voller Kostentransparenz die Bestattungen von Angehörigen oder ihre eigenen. Gemeinsam mit seinem Team organisiert Björn Wolff die meist alternativen Bestattungen deutschlandweit. Außerdem will er mit mymoria die Themen Tod und Bestattung aus der Tabuzone holen und redet nicht nur deshalb viel und auch mal provokant darüber.

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit. Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Auch wenn man denken könnte, dass ich als Bestatter nur mit dem Tod zu tun habe, habe ich in erster Linie mit den Lebenden zu tun. Entweder mit den Hinterbliebenen, die mit mymoria ihre Verstorbenen bestatten, oder mit den Vorsorgenden, die bei uns ihre Bestattungen nach ihren Wünschen planen. Weiterlesen

Wir reden übers Sterben … heute mit Theresa Donath

DonathTheresa ist Palliative Care Krankenschwester, Notfallseelsorgerin und Schreiberling.

Erzähl uns bitte von Dir …

Seit jüngster Kindheit schleicht das Thema Tod und die Angst vor diesem Mysterium wie eine schwarze Katze um meine Beine, versucht auf Abstand gehalten, so weit wie möglich. Durch meine direkte Konfrontation und Auseinandersetzung mit meinen Ängsten vor dem Sterben durch meine Arbeit auf einer Palliativstation und einem Ehrenamt als Notfallseelsorgerin wurde sie mit den Jahren und dem Erwachsen werden zutraulicher. Aber mir wurde auch bewusst wie stark die Macht eines Tabus ist, wie stark die Verdrängung rund um die Themen Vergänglichkeit und Trauer in dieser Gesellschaft nahezu praktiziert wird, und nichts liegt mir näher am Herzen, als mit meinen Texten über die Palliativmedizin, Notfallseelsorge und den privaten Verlusten dem entgegenzuwirken. Menschen die Angst zu nehmen indem man drüber redet, Fragen stellt, sich austauscht. Dafür schreibe ich, mit meiner schwarzen Katze auf der Schulter.

Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit (Beschreibe kurz). Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben? Viele haben Hemmungen oder auch Angst, mit anderen über das Sterben zu reden. Wie ist das bei dir? Was hat sich verändert? Weiterlesen