Rosemarie: Neugierig und gespannt auf Antworten. Was kommt danach?

IMG_0841Liebe Annegret,
…. .
Dies sind meine Gedanken darüber, was ich über das Thema denke:

Bei mir sind es auf der einen Seite die Erfahrungen, dass der Glaube durch Höhen und Tiefen des Lebens trägt – und auf der anderen Seite aber auch offene, ungelöste Fragen und ich sage manchmal: Auf die Antwort bin ich in der Ewigkeit bei Gott gespannt.

Ich war ja einige Jahren Religionslehrerin an zwei Grundschulen. Da fragte mich mal ein Schüler, – wir hatten von etwas ganz anderem gesprochen: „Frau Wagner, hast du Angst vor dem Tod?“ – Oh, was sagst du da ehrlicherweise Kindern in einer 4. Klasse?
Ich habe es an einem Beispiel zu erklären versucht. Als wir unsere Tochter in Amerika besuchen wollten, hatte ich große Angst vor dem langen Flug. Das war etwas, was ich nicht kannte. Und Unbekanntes macht nicht nur neugierig, es macht oft auch Angst.

Das ist die eine Antwort auf diese Frage. Ich habe dann auch mit ihnen über die andere Seite gesprochen. Von der Hoffnung. Jesus hat ja bei seinem Abschied von den Jüngern gesagt: „Ich gehe vor, die Stätte zu bereiten.“ Wir kommen in etwas Vorbereitetes, wir werden erwartet. Weiterlesen

Blogaktion Februar: Da kommt noch was. Wer macht mit?

IMG_0841Im vorherigen Artikel hab ich zur Februar-Blogaktion eingeladen zu den Fragen

  • Wie stelle ich mir das Leben nach dem Tod vor?
  • Was kommt nach dem Tod?
  • Welcher Gedanke, welches Bild tröstet mich?

Im Februar werde ich hier alle Beiträge sammeln und verlinken:

Angekündigt haben sich Anja, Dorothea schreibt auch mit, Annegret, Hiltrud.

Die Termineliste ergänze ich fortlaufend.

Montag 4. Februar: Emails vom Tod, eine Rezension

Donnerstag 7. Februar: Rosemarie: Neugierig und gespannt auf Antworten

Freitag 8.2.: Annegret: Leben nach dem Tod

Samstag 9.2.: Wir reden übers Sterben und auch übers DANACH mit Inka Nisinbaum

Sonntag 10.2. Petra: Tot ist tot – oder doch nicht?

Montag, 11.2. : Barbara = Frau Momo: Was kommt nach dem Tod?

Annegret stellt den Song vor: Land in Sicht

Samstag 16.2.: Nicole: Das ETWAS nach dem Tod

Mittwoch, 27.2.: Heidi Leisner

 

Blogaktion im Februar: Was kommt nach dem Tod?

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Dorothea und ich gestern beim Ideen sammeln

Im vorherigen Blogpost konntet Ihr Dorothea im Interview schon kennenlernen. Wir saßen gestern zusammen. In der neuen Ausgabe der „Impuls Gemeinde„, die im Juni herauskommen wird geht es um unsere Endlichkeit, den Tod und das Sterben. Dem vorausgegangen ist ein Impulstag im letzten November zum Thema: Da kommt noch was.

Dorothea fragt uns, „an was glaubt Ihr, was da kommt nach dem Tod“? Ich habe Dorothea vorgeschlagen, dass wir nicht nur unseren Senf dazugeben sondern unsere geschätzten und kreativen Leser*innen miteinbeziehen und fragen. Wir hatten da auch schon mal eine kleine Blogaktion zu Ostern 2016** mit sehr interessanten Texten und kreativen Beiträgen.

Mich macht der Gedanke ganz froh, eine neue Blogaktion zu „diesem Mysterium“ Weiterlesen

Im Gespräch mit Dorothea Hillingshäuser

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Dorothea besucht mich in Frankfurt im Hotel

Mit Dorothea Hillingshäuser, Pfarrerin, zuständig für Spiritualität in der südlicheren hessischen evangelischen Landeskirche (EKHN), unterwegs mit „Spirituellem Körperlernen“ anderen leiblichen Formen des christlichen Glaubens saß ich zusammen in Frankfurt. Dazu mehr im nächsten Blogpost. Wir machen eine spontane Blogaktion im Februar zum Thema „Auferstehung: Was kommt da noch?“.

Hier nun also Dorotheas Antworten:

  1. Du beschäftigst dich mit (deiner) Endlichkeit (Beschreibe kurz). Welche Auswirkungen hat das auf dein Leben?

Als Jugendliche habe ich „Uns allen blüht der Tod“, ein Musical von Peter Janssens, mitgesungen. Seitdem ist mir meine Endlichkeit und wie schön, kostbar und verletzlich das Leben ist, bewusst. Manches betrachte ich vom „Hauch der Ewigkeit“ aus Weiterlesen

7.4. Petra: Die Seele im Garten? Die Seele auf dem Berg!

Foto-114-1024x768Über die Seele im Garten wollte ich eigentlich schreiben. Aber dann fing ich an zu grübeln. Welchen Garten hätte meine Seele gern? Und schon wurde es schwierig die Gedanken zu fassen und einen Ort zu definieren. Würde ich auf einer Bank sitzen? Unkraut jäten? Wo?

Unser neues Header-Foto hat mich zu meinem „wahren Fühlen“ für unser Thema Auferstehung gebracht. Es machte Klick als ich es hier im Blog endlich einstellte: Nicht der Garten wird es werden sondern der Berg.

Ich habe schon länger die Phantasie, dass meine Seele nach dem Sterben fortfliegen wird. Nämlich nach Hongkong, zum Peak, der höchsten Erhebung auf Hongkong Island. Es ist viel zu weit weg. Wie soll meine Seele einen 12-Stunden-Flug meistern?

cropped-image1.jpgSchauen Sie sich das Foto an: Es hängen T-Shirts, ein Hemd und eine blaue Jacke auf der Leine. Socken. Schön säuberlich gereiht. Es macht den Eindruck, als wäre die Wäsche für ein Fotoshooting aufgehängt. Ein blauer Himmel ohne Wolken leuchtet im Hintergrund. Der unendlich weite Himmel und darunter etwas ganz Bodenständiges, Alltägliches: Wäsche auf der Leine. Was eine Weite! Was eine Freiheit! Was eine Klarheit! Was eine Frische! Welch eine Ordnung!

Deshalb: Meine Seele wird auf jeden Fall auf einen Berg, einen Gipfel fliegen und von dort Ausschau halten ins Tal. Sie wird vielleicht wieder eine Wäscheleine entdecken und überlegen: „Welches Hemd würde ich jetzt gerne tragen“.

Und dann diese Schuhe! Wo ist derjenige, dem die Schuhe gehören. Ist er barfuß unterwegs? Er hat sie dort abgestellt unter die Wäsche. Die Innensohlen lugen heraus und sind zum Trocknen in die Sonne gestellt. Wann wird er sie wieder anziehen? Wie lange werden sie dort stehen?

Lebt er noch, dem diese Schuhe gehören? Ist es nicht ein Stück Auferstehung, wenn er wieder hineinschlüpft mit seinen Füßen und weiterzieht? Mit einem frischen Hemd und Socken am Leib?

Ich stelle mir weiter vor, Weiterlesen

6.4. Reiner Hansen: Auferstehung

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ohne Worte: von Reiner Hansen

Lieber Reiner, danke für Dein Foto und dass Du bei uns im Blog dabei bist :-).

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Ich habe Reiner gebeten, mitzumachen bei unserer Blogaktion … ich habe ihn gefragt, ob er uns eines seiner schönen Fotos schickt, die er in Hamburg fotografiert. Et voilà!!

5.4. Katja Hobler: Aufbruch in neue Welten

aufbruch in neue weltenWas kommt nach dem Tod? Von der Hölle habe ich eine recht genaue Vorstellung, nämlich: Erkenntnis. Und zwar über all das im Leben bewusst begangene Unrecht und über die Konsequenzen daraus. Inklusive dem Nachempfinden des Schmerzes und des Leids, das man damit so verursacht hat. Je mehr Unrecht, desto länger die Hölle.

Nicht nur deswegen bin ich ein sehr netter Mensch. Große Sorgen, in die Hölle zu kommen, mache ich mir daher nicht. Umso mehr Grund habe ich also, mir Gedanken über die Auferstehung zu machen.

Auferstehung – Ist das für mich überhaupt eine Option?
An schlechten Tagen denke ich, wiederauferstehen will ich gar nicht. Ich bin froh, wenn ich dieses eine Leben anständig hinter mich bringe, und das ist ja oft schon schwer genug. Vielleicht als Amöbe, wo man nichts zu tun hat, als sich zu teilen. Doch ich glaube nicht an die Wiedergeburt als Tier, Pflanze oder Einzeller. Steht dann also (außer der Hölle) nur noch das Verpuffen im Universum zur Auswahl? Dass meine Seele, mein Wesenskern einfach aufhört zu existieren, und irgendwann alles für immer vorbei ist, mag ich mir einfach nicht vorstellen. Es ist auch echt schwierig, sich ein Bild vom Nichts zu machen.

Was passiert also mit mir, wenn ich gestorben bin?
Da ich nicht religiös bin, kann ich glauben, was ich will. Mir als großem Science-Fiction-Fan flüstert meine Fantasie ins Hirn: Da ginge so einiges!

Tatsächlich stelle ich mir sehr gerne vor, dass ich in eine neue Dimension aufbreche. In der ich nicht mehr körperlichen, moralischen, anerzogenen, kulturellen Grenzen und Konventionen unterworfen bin. Völlig ohne Angst bin, ohne äußere und vor allem ohne innere Konflikte. In einer freien Sphäre, in der ich meine erworbene Persönlichkeit ablegen kann, und mein inneres Kind, Weiterlesen

3.4. Sabina Kowalewski: Auferstehung – alles wird Licht

Alles wird LichtAuferstehung

Aus dem Schatten der Steine
den dunklen Engel an der Hand
-die im Dunkel sieht man nicht-
der uns führt über die strahlende Brücke
in das alte Heimatland
des Lichts, der Liebe
gleicht keine volle Rose
der Geborgenheit dieser Zeit
das Heil umschließt die Wunden
in der Ewigkeit.

Aus dem Schatten der Gedanken
den dunklen Engel an der Hand
der uns lässt an der strahlenden Brücke
zum alten Heimatland
wird es Licht
übernimmt sein Bruder der Liebe
erleuchtet nicht nur
die schwarze Blüte der Gedanken
dieser Zeit
sondern umschließt die Ewigkeit.

Gedichte, Tod und Sterben haben etwas gemeinsam.

Ich schreibe Gedichte und Kurzgeschichten und beschäftige mich mit dem Leben, dem Sterben und dem Sinn. Ich frage mich manchmal, was erwartet uns danach?

Gedichte und Sterben haben etwas gemeinsam.

Ein Gedicht ist kein Roman, die Zeit ist knapp. Weiterlesen

1.4. Madame Flamusse: Die Auferstehung (ein Potpourri)

DSCN2854Schon eine irgendwie absurde Geschichte, in unserem „aufgeklärten“ Zeitalter würde man dies wahrscheinlich dem Sience Fiction Genre zuordnen. Und auch damals waren die Besucherinnen ja sehr überrascht als Sie Jesus´ Grab leer vorfanden.

Ich kenne aus alten Filmen noch den Ausdruck „er ist heimgegangen“ als Ausdruck, dass derjenige gestorben ist – war gemeint „heim zu Gott“? „Zu den Ahnen“? Und nicht nur aus Berichten über die Hospizarbeit habe ich gehört, dass manche Menschen sehr genau spüren und gar sehen, wenn der gerade Gestorbene davongeht. Hierfür wird ihm oft das Fenster geöffnet.

Da ist dieses Bild wie sich die Seele erhebt, den Körper zurücklässt, und davonschwebt. Ist das die Auferstehung? Wörtlich passt das ja gut. Der liegende Körper und die aufstehende Seele oder auch Lebensenergie. Und das Bild ist schön, ich kann mir das irgendwie gut vorstellen. Das alte Haus, der Körper wird zurück gelassen und das was uns ausmacht die Seele steigt auf… nach? In was? Wohin eigentlich?

Manch einer der stirbt, begegnet vorher seinen schon toten Familienmitgliedern. Oder sieht gar einen Engel oder den Tod selbst, am Fuße seines Bettes stehen. Dann ahnt er schon es ist nicht mehr lang hin mit dem Sterben. So hab ich es in Geschichten gelesen, und manchmal kann man Geschichten, Erzählungen und Realität nur noch schwer trennen.

Hat die Seele heute eigentlich noch Zeit sich vom Körper zu trennen und was, wenn das Fenster nicht geöffnet wird? Ich habe vor allem von meinen geliebten Tieren Abschied Weiterlesen

31.3. Brigitte Becker: Augapfelmassage

IMG_1765-1Was nach dem Tod kommt? Ich bin nicht sicher. Aber ich weiss, was ich mir wünsche:

Ein Raum, gefüllt mit Lichterketten. Sie verändern langsam ihre Farbe. Eine Höhle tut sich auf. An zwei Seiten kann ich mich niederlassen, liegen und schauen. Videobilder ziehen an mir vorbei, bunt, farbig, fremd, schön, bilden Erzählungen, lösen sich auf, ein bisschen wie Gedichte. Anderswo, in Venedig, hat dieselbe Künstlerin, deren Werk ich hier besuche, hat Pipilotti Rist solche Projektionen schon an die Decke einer grossen Kirche geworfen. Dort lag man auf dem Rücken ausgestreckt, um zuzuschauen. Der eigene Zustand wird seltsam schwerelos. Augapfelmassage nennt die Künstlerin ihre Kunst. Nicht alles ist verstehbar. Macht nichts.

Denk ich an das Ende und das Danach, dann stelle ich mir einen solchen Zustand vor wie am Sonntag im Kunsthaus in Zürich.

Als würden wir, nachdem wir am Anfang brutal aus dem Fruchtwasser, aus der warmen Höhle heraus geworfen und geboren wurden, wieder zurückkehren. Ein bisschen schwerelos glaube ich das Jenseits, und so, dass ich auf keinen Fall mehr irgendetwas tun muss.

Einmal habe ich im Fernsehen mit einer Frau darüber diskutiert, ob nach dem Sterben noch Seelen da sind von den Toten, die noch Botschaften ausrichten. Erfahrungen dazu, das glaube ich, machen manche. Aber ich habe gemerkt: nein, ich will auf keinen Fall noch einen Auftrag. Ich will bei niemandem Lebenden mehr sein nach meinem Weggang. Ich bin sehr froh, wenn sich dann alle um sich selbst kümmern. Ich will ganz tot Weiterlesen