Buchtipp: Für Dich soll’s tausend Tode regnen

511uzwmb-zl-_sx311_bo1204203200_In welchem Buchladen mir dieses großartig gestaltete Buchcover begegnet ist, weiß ich nicht mehr. Ich poste es nämlich vor allem wegen diesem gelungenen Buchumschlag.

Es ist ein Jugendroman. Und gemäß den Rezensionen sehr witzig, sehr lesenswert, sehr skurril.

Da wünscht die Protagonistin anderen Menschen alle möglichen Todesursachen und ist da wohl sehr erfinderisch vor allem wenn es um Erik geht.

Lest selbst rein.

Buchtipp: Dieser Mensch war ich

51U-N7jgE1L._SX332_BO1,204,203,200_Eine treue Blogleserin hat uns dieses Buch empfohlen. Sterbende erzählen am Ende ihres Lebens über ihr Leben. Einfach wie das Leben war.

Christiane zu Salm, die Autorin, ist ehrenamtliche Sterbebegleiterin und hat ein sehr lesenswertes Vorwort geschrieben.

Hier können Sie im Buch schmökern  und es beim Buchhändler Ihres Vertrauens bestellen.

Was werden Sie am Ende Ihres Lebens erzählen? Werden Sie zufrieden gewesen sein? Werden Sie alles richtig gemacht haben? Werden Wünsche offen geblieben sein? Sie merken: Ich schreibe im Futur II.

 

Buchtipp. Die Wahrheit über das Sterben

978-3-499-62938-9Jeder der geht, belehrt uns ein wenig
über uns selber.
Kostbarster Unterricht an den Sterbebetten.
von hilde domin

Das Buch von Ernst Engelke ist brandneu. Ende August erschienen. Ich habe die Leseprobe gelesen und weiß: dieses Buch muss ich haben und weiterlesen.

Der Autor schreibt, dass der Tod und das Sterben keine Tabu-Themen sind. Denn wir alle sind täglich und seit jeher mit ihm konfrontiert. Ob nun ein Familienmitglied stirbt oder im Fernsehen die Kriegsnachrichten laufen und wir am laufenden Band erleben, wie Menschen getötet werden. Wir schauen Tatort sonntags. In der Kunst und Literatur ist der Tod nicht wegzudenken.

Der Tod ist allgegenwärtig. Alle sprechen drüber. Was uns aber bewegt, ist, dass der Tod faszinierend und erschreckend zugleich ist. Wir haben Angst vor ihm und dass wir einen geliebten Menschen verlieren könnten.

„Die Wahrheit ist vielmehr: Unser Verhältnis zu Sterben und Tod ist zwiespältig. Wir sind fasziniert und erschrecken zugleich. Gedanken an den Tod fesseln uns und machen uns neugierig. Nicht minder ängstigen sie uns und lassen uns in unserem tiefsten Inneren erzittern. Der Lust, Sterben und Tod zu erleben, steht die Angst, selbst sterben zu müssen oder geliebte Menschen sterben zu sehen, gegenüber.“

Hier geht es zur Leseprobe.

Hier können Sie das Buch bestellen.

Taschenbuch oder E-Buch kosten je 9,99 Euro.

Buchtipp: Drei Liter Tod

583_37131_157562_xxlWas ein knackiger Buchtitel! Sehr cool. Macht sofort neugierig. Juliane Uhl arbeitet in einem Krematorium und hat ein Buch geschrieben darüber. Ich habe es noch nicht gelesen. Ich habe es von meiner geschätzten Blog-Kollegin Ulrike Zecher zugespielt bekommen.

Ich hatte ihr nämlich erzählt, dass ich mich frage, wieviel Leichenwasser ein toter Mensch produziert. Ich hatte nämlich gelesen: 40 Liter. Die Autorin hätte auch schreiben können: Drei Kilo Tod. Denn es geht ja um die Asche, die in die Urne geschüttet wird. Das sind bekanntlich auch manchmal nur 2 Liter (Kilo).

Das Video zum Buch gefällt mir gut. Hier entlang. Das Buch gehört überall dort in die Bibliothek, wo es um’s Sterben geht. Finde ich.

Buchtipp: Ich muss sterben. Von Peter Gross

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Dr. Peter Gross, Autor und Philosoph, Witwer, habe ich letzten November kennengelernt im Kreis von Freunden. Unser Wiedersehen war letzte Woche. Wieder im Kreis von Freunden. Wieder bei einem köstlichen Essen.

Und dann kam es zum Thema: Sterben, Tod, das schöne Projekt von Tobias Wenzel, die Führung im FriedhofForum …

Peter hat mir sein Buch geschenkt. Ein sehr intimes Buch über seine Trauer. Wir lernen seine Gefühle kennen, seine Ohnmacht und sein Ringen um Verstehen. Er vermisst seine Liebste. Und das tut im Herzen weh.

Hier entlang zu mehr Informationen zu seinem persönlichen Buch. Aber Achtung: Peter philosophiert: Er wagt Brüche, stellt Fragen, hat oft keine Antworten. Es ist kein Buch für Trauernde. Es ist ein Buch, das sich auf den Weg macht und verschiedene Blickwinkel einnimmt, manchmal aus der Bibel, manchmal aus der Philosophie. Die persönliche Note zieht sich aber durch das ganze Buch. Lassen Sie sich überraschen.

Buchtipp: Das spröde Licht von Tomas Gonzalez

41Dut8IDMsL._SX304_BO1,204,203,200_Auf das Buch gekommen bin ich durch die Ausstellung von Tobias Wenzel „Solange ich lebe, kriegt mich der Tod nicht“. Er traf Tomas Gonzalez auf dem kolumbianischen Friedhof XXX.

In diesem Buch schreibt der Vater David in Rückblicken über sein Leben. Vor allem geht es um die Geschichte seines ältesten Sohnes Jacobo, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Nicht die Lähmung hindert ihn am Leben, sonderen die immer unerträglicher werdenden Schmerzen. Er wünscht sich den Freitod, assistiert durch einen Arzt. Abends um 18 Uhr.

Dann aber kommt der Arzt nicht. Er kann erst am nächsten Morgen um 6 Uhr da sein. Das Buch liest sich wie ein Krimi. Erst zum Schluss weiß man, ob sich Jakobo wirklich das Leben genommen hat oder sich doch noch einmal umentschieden hat aufgrund der Zeitverzögerung. Es gibt zwar auch einige Längen, der Autor hat es aber immer wieder geschickt eingefädelt, dass ich dran bleibe und neugierig bin wie die Geschichte ausgeht.

Empfehlung: lesenswert.

Hier können Sie sich informieren.

Buchtipp: Sterben von Karl Ove Knausgard

DownloadedFileWährend meines letzten Besuchs in einer Zürcher Buchhandlung stand ich vor dem Bestseller-Regal und entdeckte dieses Buch von Karl Ove Knausgard. Es war in Norwegen eine Sensation und monatelang auf der Bestsellerliste und war heiß diskutiert.

Die ersten Seiten sind wirklich wahnsinnig. Der Autor beschreibt was nach dem letzten Atemzug im Körper passiert. Mikroskopisch genau!

Der Schriftsteller ist mit dem Sterben seines Vaters konfrontiert und damit verbunden geht es um seine Kindheitserinnerungen und um seine Beziehung zu seinem Vater. Zusammen mit seinem Bruder bereitet er die Beerdigung vor.

Dieses Buch ist das erste aus einem Buchreihe-Sextett. Haben Sie es gelesen? Wie hat es Ihnen gefallen?

Hier können Sie sich informieren.

Buchtipp: Keine Angst vor fremden Tränen

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Eine Bekannte, die sich auch für die Weiterbildung zur Sterbeamme interessierte, hat mir ihr Buch gezeigt, das sie gerade liest.

Keine Angst vor fremden Tränen von Chris Paul.

„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll“ – so geht es vielen, wenn sie trauernden Menschen begegnen. In der Buchinformation lese ich: „…. dieses Buch ist eines der wertvollsten Trauerratgeberbücher des Jahres 2013″.

Steht auf meiner Buchlese-Liste :-).

Hier können Sie sich informieren.

Buchtipp: Von diesem Leben ins nächste und zurück

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Angst vor dem Tod? Sie kann entstehen, weil wir uns auf den Tod und alles, was damit zusammenhängt, nicht vorbereiten.

In seinem Buch geht Markus Enderli Schritt für Schritt allen Stationen nach, die wir beim Tod unseres Körpers durchlaufen davor, während und danach. 

Der Autor macht uns Mut darüber nachzudenken wie wir unseren Körper verlassen und was danach geschieht.

Vielleicht ist Sterben gar ein schönes Ereignis? Und wir brauchen nicht länger Angst zu haben?

Hier können Sie sich über das Buch informieren.

Buchtipp: Wenn die Zeit sich neigt – von Sabine Brönnimann

Eine Fährfrau ..

Dieses wunderbare Buch von Frau Brönnimann habe ich schon mal in einem anderen Zusammenhang erwähnt und kurz vorgestellt. Ich hatte aber versprochen, dass es eine ordentliche Buchbesprechung gibt.

Mein Fazit: Sehr lesenswert. Sehr inspirierend. Auch sehr berührend! Sehr ehrlich, was das Sterben betrifft.

Die Autorin begleitet uns Leser in ihrer Rolle als Fährfrau durchs Leben ins Sterben. Schritt für Schritt geht sie behutsam mit uns um.

Sie teilt das Buch in 4 große Kapitelbereiche ein:

1. Streiflichter auf die grossen Fragen des Lebens
2. Ungereimte Geschichten aus dem Alltag
3. An den Ufern der Zeit
4. Gelassenheit wider alle Vernunft

Sie schreibt, ich zitiere, wenn Sie sich einem Toten nähert, dann achtet sie darauf, was er/sie ihr erzählt: Wie liegt der Verstorbene da? Wie „schauen“ die Gesichtszüge? Welche Geschichte erzählt ihr der tote Mensch?

Sie stellt kritische Fragen, beispielsweise: Ist Heilung eine Alternative zum Tod? Oder hinterfragt kritisch: die Kriegsrhetorik vom tapferen Kampf gegen den (Krebs-)Tod.

An einer anderen Stelle erzählt Sie uns aus dem Alltag, wie sie im Zug einem Demenzkranken hilft sich zurecht zu finden und kritisiert, dass alle anderen Reisenden weggeschaut haben.

Sie macht uns Mut, alt zu werden und das „Angewiesen-sein auf Pflege“ mit einem Augenzwinkern und einem friedlichen Lächeln zu akzeptieren. So wie ein Baby strahlt, wenn es frisch gewickelt wurde so können auch wir unsere Würde behalten im Alter, weil wir das Gegebene zulassen und annehmen – mit frisch gepudertem Hintern.

Übungen und Gedichte, die mich inspiriert haben, findet man im Buch verstreut. So haben wir ja auch die Ausstellung mit dem Koffer für die letzte Reise entdeckt, initiiert von Fritz Roth.

Was mich wirklich sehr angerührt hat: Frau Brönniemann beschreibt für einen Moment lang das Sterben …. das Loslassen von der Welt …. das Weit-werden …. das Hinübergleiten.

Als Fährfrau begleitet Sie Lebende und Sterbende von dem einen Ufer zum anderen. Beglückende und tröstliche Lektüre, die ich sehr empfehle.

Hier lesen Sie mehr Informationen.