Friedhof in Novosibirsk – Fotoeindrücke von Sasha

Sasha war Gast während des letzten Death Café in Zürich und erzählte uns von Begräbnissen und Friedhöfen in Russland insbesondere ihrer Heimatstadt Novosibirsk.

Hier eine Auswahl ihrer Fotos mit ihren Erklärungen dazu in Englisch.

1. Typical present for those who attended the funerals: a handkerchief or a kitchen towel
2. Typical food to take away – chocolate candies wrapped in the paper. They are usual candies so people might eat them on any other day.

3

In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days

 

 

3. In my native city of Novosibirsk the body stays in the coffin in the flat for three days (the funerals normally take place on the third day after death). The cover of the coffin should stay outside. Here you can see that the cover in on the stair case.

 

4 – 8. The fragments of the textile the body is covered with. They should look pretty (even luxury may be) though the quality is bad – the textiles are produced for the funeral case. The plastic flowers can also go inside the coffin. Taking pictures of a dead body considered to be bad. So these are the pictures from my two grandmothers‘ funerals. When my parents saw me with the camera they got very nervous and would not allow me to take pictures of the dead.

9 – 10. It would be a typical set of objects next to the coffin: a photo of the dead (which is placed on the grave after the burial), a book with prays and a candle. The fires are very common because there are candles which burn all day long and at night as well when nobody is watching and there are a lot of plastic flowers which are flammable. The sign (picture 10) contains the name of the dead, years of life and R.I.P. (as the last line). This sign is temporary and placed on the grave for one year (as you can see in picture 11). Weiterlesen

Auf Zypern: Grabsteinhäuschen

Während meiner Ferien auf Zypern hab ich diesen Droffriedhof fotografiert während einer Fahrradtour durch Kofinou.

Die griechisch-orthodoxe Kirche ist 1000 Jahre alt mit alten Malereien innen drin. Ein Priester kam zufälligerweise vorbei, öffnete die Türen und informierte über das alte Gemäuer. Dahinter verbirgt sich der Dorffriedhof mit seinen kleinen Grabsteinhäuschen. Man sieht Fensterchen in den Grabstätten, in die etwas für die Toten hineingestellt wird.

Ich war schon öfters in Zypern und hab hier schon einmal einen Friedhof vorgestellt. Schaut, der ist ganz anders.

Ein Friedhof im Wallis

Letztes Wochenende waren wir im französischsprachigen Wallis, im unteren Wallis. Hier sieht es aus wie in meiner Heimat: Weinberge überall nur höher gelegen. Das untere Wallis ist eines der trockensten Täler Europas, was ich nicht wusste. Überall war Regen angesagt nur hier blieb es trocken.

Für das kleine Dorf Lens überraschte uns dieser groß angelegte Friedhof mit schönem Blick auf die Berge.

Besondere Friedhöfe #Taiwan

Seit einigen Tagen bin ich in Taiwan unterwegs. An den Hängen habe ich diese hübschen kleinen Häuschen entdeckt, die zunächst an hübsche Gartenhäuschen erinnern.

Beim näheren Hinsehen entdeckt man dass es Grabstätten sind. Die Toten bzw. deren Asche wird hier mit Blickrichtung zum Meer bestattet. Ganze Hänge sind so „besiedelt“. Wenn ich es richtig gesehen habe ohne Begrenzung oder einem offiziellen „Friedhofs“-Eingang.

Gräber mit Bergsicht und Totenbeinli aus Seewis

In Seewis war ich heute. Seewis liegt in Graubünden auf über 900 Höhenmetern und ist eine Stunde mit dem Auto entfernt von Richterswil. Es ist ein kleiner Ort und mittendrin liegt eine REHA-Klinik, wo ich einen Freund besuchte. Auf meinem Spaziergang nach dem Essen kam ich am Friedhof vorbei und dachte: Schön hier zu liegen, mit Blick in die verschneiten Berge.

TotenbeinliAls ich dann noch eine Nusstorte beim Spar kaufte, die vom dortigen Bäcker gebacken wird, lachten mich die Seewiser Totenbeinli an. Wenn Ihr die Zutaten genau anschaut, liegt Ihr ganz richtig: ein typisches Weihnachtsgebäck, das aber gern über das ganze Jahr gegessen wird. Die Totenbeinli sollen früher zum Leichenschmaus gereicht worden sein. Quelle und Foto von hier.

Friedhofspaziergang in Teguise, Lanzarote

Galerie

Diese Galerie enthält 5 Fotos.

Gestern in Teguise auf Lanzarote dachte ich: wo werden hier eigentlich die Toten begraben? Während all unserer Ausflüge habe ich keinen Friedhof gesehen. Ich fragte im Café nach dem „cimetario“. Der Gastwirt erklärte mir auf Spanisch wo es lang geht. … Weiterlesen

23.11. Birgit Janetzky: Der Scheiterhaufen

Grabmalgestaltung

Grabmalgestaltung

Als mein Vater starb, war ich mir mit meinen Geschwistern einig, dass wir aus unterschiedlichen Gründen eher selten das Grab auf dem Friedhof besuchen werden. Keiner wollte regelmäßig dort auflaufen, um gesehen zu werden, um Blümchen zu pflanzen oder diese mit Wasser zu versorgen. Gleichzeitig wollten wir diesen Erinnerungsort sehr persönlich gestalten und nicht einfach den Boden mit einer pflegeleichten Steinplatte versiegeln. Wir fanden einen Bildhauer – Siegbert Altmiks von »grenzstein-art« – dessen Konzept uns überzeugte. Das Grabmal besteht aus zwei Komponenten.

****

Wir freuen uns, dass Birgit bei uns mitschreibt. Hier lest Ihr den vollständigen Blogbeitrag.

15.11. Elvira Löber: Weihnachten auf dem Friedhof

p1060626-3Es ist Weihnachten. Fast Mitternacht. Wir stehen auf dem Friedhof.
Jedes Jahr sind wir hier an den Gräbern unserer Verstorbenen und
feiern mit ihnen. Für diesen Artikel habe ich mein Trauer-Tagebuch
geöffnet und bin zurückgegangen in eine Zeit von Trauer, Schmerz
und Dunkelheit, die damit endet, dass man doch mit den Toten tanzen kann.

***

Wir sind gespannt und freuen uns darauf, mit Elvira bzw. mit ihren Toten zu tanzen. Hier entlang zu ihrem Artikel.

Unsere November-Blogaktion: Ich hab mit den Toten getanzt

im Kloster Kappel fotografiert

im Kloster Kappel fotografiert

Wir laden 15 Bloggerinnen und Blogger herzlich ein zur zweiten November-Blogaktion im Totenhemd-Blog.

„Ich hab mit den Toten getanzt.“

Wenn du könntest wie du wolltest: Wie würdest du dann an deine Toten denken? Dich auf welche Weise erinnern?
Stell dir vor, alle, die du dabei haben möchtest, machen mit, ohne Wenn und Aber. Und alles ist möglich:

  • Picknick am Grab
  • Tanzfest auf dem Friedhof
  • Zeitkapseln vergraben …

Was wirst du gemacht haben?

Wir und unsere LeserInnen sind sehr gespannt. Weiterlesen

9.11. Andrea Behnke: Sind Tote gerne auf dem Friedhof?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA: Ostseeblume von Andrea

Ich bin in einem Grab, auf dem Stiefmütterchen wachsen. Vielleicht ist auch Heidekraut dabei. In einem roten Glas flackert eine Kerze. Oben steht ein Stein aus Marmor, in Messing steht mein Name geschrieben. Spätestens, als jemand mit spitzen Fingern das Unkraut zupft und die Erika gießt, muss ich unbedingt da raus.

Denn ich bin nicht gerne auf dem Friedhof – auch nicht, wenn ich tot bin. Ich bin noch nie gerne auf dem Friedhof gewesen. Ich weiß, dass viele Menschen diesen Ort brauchen. Es ist für sie ein Platz, an dem sie ihren Lieben ganz nah sein können. Doch ich verbinde mit dem Friedhof … nichts.

Schon als Kind fand ich diese Friedhofsbesuche seltsam. Die Gräber, die alle gleich aussehen. Die Grabsteine, die so tot wirken. Ebenso wie die Grabumrandungen. Nirgendwo darf etwas wachsen, sprießen. Es ist ein lebloser Ort, kalt wie der Marmor, den die Steinmetze vor den Friedhofstoren bearbeitet haben. Es ist nicht ruhig, es ist totenstill.

Und da liegen also die Verstorbenen. Ich mittendrin, wenn es dann soweit ist. Alle nebeneinander. Ein Viereck neben dem anderen, wie mit dem Zirkel gezeichnet. Egal, wie wild jemand im Leben war, tot zählt einzig der rechte Winkel. Bunte Leben werden grau und versteinert, mit einer kleinen Erika garniert, die ich im Leben noch nicht einmal in eine Balkonecke gepflanzt hätte.

In anderen Ländern sind Friedhöfe farbig. Die Gräber zeigen, woran dem Toten gelegen hat. Da sehe ich die Toten, wie sie sich freuen, dass es über ihnen ein bisschen so ausschaut, als wären sie noch immer da.

Doch auf diesem Friedhof, in dieser Stadt, liege ich nun und fühle mich überhaupt nicht zu Hause.

Kürzlich, da bin ich im Urlaub mit dem Fahrrad an der Ostsee Weiterlesen