Tod. Frühling. Leben.

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in Taiwan fotografiert

Wenn ihr wirklich das Wesen des Todes schauen wollt,
so öffnet euer Herz weit und lasst das Leben einziehen!
Denn Leben und Tod gehören zusammen, so wie Strom und Meer.
In den tiefsten Gründen eures Hoffens und Sehnens ruht stumm
euer Wissen vom Jenseits.
Und wie die Saat unter dem Schnee träumt, träumt euer Herz vom Frühling.
Traut den Träumen, denn in ihnen findet ihr das verborgene Tor zur Ewigkeit.

(Khalil Gibran) *

Abgeschrieben von einer Trauerkarte.

Ich wünsche Euch einen guten Start in den Frühling mit Neugier und Lust aufs Leben.

* Übersetzung © Bertram Kottmann

9.3. Lucia Henke: Kinderleicht

Kinderleicht

Wir machen es wie die kleinen Kinder,
halten uns die Augen zu und rufen laut:
Ich bin weg.

Seh ich dich nicht,
dann siehst du mich nicht.
Red ich nicht über den Tod,
dann bin ich ihm entkommen.

Hier geht es zu Lucias Blog und Gedicht.

Wir sind gespannt und freuen uns schon jetzt.

Achte gut auf diesen Tag

IMG_3425Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben –
das Leben alles Lebens.

In seinem kurzen Ablauf
liegt alle seine Wirklichkeit
und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Grösse der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft.

Denn das Gestern
ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.

Das HEUTE jedoch, recht gelebt,
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag.

Dschalal ad-Din Rumi

3.4. Sabina Kowalewski: Auferstehung – alles wird Licht

Alles wird LichtAuferstehung

Aus dem Schatten der Steine
den dunklen Engel an der Hand
-die im Dunkel sieht man nicht-
der uns führt über die strahlende Brücke
in das alte Heimatland
des Lichts, der Liebe
gleicht keine volle Rose
der Geborgenheit dieser Zeit
das Heil umschließt die Wunden
in der Ewigkeit.

Aus dem Schatten der Gedanken
den dunklen Engel an der Hand
der uns lässt an der strahlenden Brücke
zum alten Heimatland
wird es Licht
übernimmt sein Bruder der Liebe
erleuchtet nicht nur
die schwarze Blüte der Gedanken
dieser Zeit
sondern umschließt die Ewigkeit.

Gedichte, Tod und Sterben haben etwas gemeinsam.

Ich schreibe Gedichte und Kurzgeschichten und beschäftige mich mit dem Leben, dem Sterben und dem Sinn. Ich frage mich manchmal, was erwartet uns danach?

Gedichte und Sterben haben etwas gemeinsam.

Ein Gedicht ist kein Roman, die Zeit ist knapp. Weiterlesen

Tod und Tödin – ein Gedicht

Wer ist so spät noch fleissig wach?
und schlägt und plätschert laut im Bach?
Sterbhemden wäscht die Tödin dort,
und pocht und dreht und bleichet fort.

Die Nacht ist schön, voll Mondenschein,
heut mags nicht schwer zu sterben sein.
Die Tödin rührt sich ohne Ruh’n,
als gäb’s noch viel für sie zu tun.

Sie ist ein schönes blasses Weib,
nur fast zu zart der schlanke Leib; Weiterlesen