Buchtipp: Krebs ist, wenn man trotzdem lacht

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Sabine Dinkel und ich kennen uns übers Internet. Schon bevor Sie von heute auf morgen Krebs hatte.

Sie ist mit daran „schuld“, dass es den Totenhemd-Blog gibt. Über die Trauer meines Vaters sind wir in Kontakt gekommen. Sie empfahl mir die Bücher von Claudia Cardinal zu lesen. Was ich auch getan habe. Stell Dir vor, dein Totenhemd hängt im Kleiderschrank … so fing alles an :-).

Und nun Sabine mit ihrer Krebs-Erkrankung. Ich bekomme sehr viel mit über ihre Facebook-Einträge. Sie hat ein sensationell gutes Buch geschrieben, das ich noch gar nicht gelesen habe. Die bisherigen Rezensionen sind aber alle voll des Lobes.

Krebs und Tod hängen nah beieinander. Ich selbst habe 3 Freunde verloren, die innerhalb von zwei Jahren an ihren Erkrankungen gestorben sind. Man denkt sofort „hoffentlich schafft sie/er es“. Deshalb habe ich Sabine gefragt, ob es OK ist, dass ich ihr Buch hier im Totenhemd-Blog vorstelle. Denn wir wollen ja übers Sterben sprechen. Ihr Buch sagt jedenfalls deutlich: Lebe! Hab Spaß! Mach es Dir schön! Genau! Bis zur letzten Minute und wer weiß wann das ist, ob mit oder ohne Schnieptröte.

Hier schmökern.

Claudia Cardinals neues Buch: Gutes Leben …

51vkl3e-wvl-_sx303_bo1204203200_Auf meinem Lesestapel liegt das neue Buch von Claudia Cardinal das im Herder Verlag erschienen ist: Gutes Leben – trotz schwerer Krankheit und Krebs.

Die Autorin stellt 4 Betroffene vor und begleitet sie während ihrer „Cafezeit-Treffen“. „Alle vier haben ihre eigene Diagnose „Krebs“ zum annäherend gleichen Zeitpunkt bekommen. Sie befinden sich in unterschiedlichen Behandlungsschemata und in unterschiedlichen Lebenssituationen“.

Das Buch ist in vier große Kapitel gegliedert. Was mir besonders gefällt und ich gerne lese: Claudia Cardinals IDEEN. Diese Ideen hat sie in viele Kapitel eingestreut. Zum Beispiel eine Idee, um zur Ruhe zu kommen oder oder oder.

„Hör zu und stell dir einmal vor“ … so beginnt jeweils die Idee. Claudia Cardinal erzählt dann eine Geschichte, die einer kleinen Reise oder Meditation gleicht. Diese Ideen regen die Phantasie und Motivation an. Aber auch die Neugier und Selbstliebe.

So viel für heute. Bisher habe ich nur reingeschnuppert. Ich melde mich ausführlicher.

Es ist auf jeden Fall sehr lesenswert und unterstützt Betroffene auf ihrem Weg.

Der tapfere Kampf gegen die Krankheit

IMG_3496Zum zweiten Mal habe ich Sabine Brönnimann, Schweizer Fährfrau, in einem Vortrag gehört. Es hat mich wieder sehr berührt. Ich werde noch dazu schreiben. Ich erinnerte mich aber daran, dass ich ihr Buch vorgestellt hatte hier im Blog. „Wenn die Zeit sich neigt“.

Aus aktuellem Anlass möchte ich einen Satz aufgreifen, den die Autorin in einem Kapitel näher beschreibt: Wer stirbt, hat versagt.

Wir alle kennen die Todesanzeigen, in denen wir lesen: „Sie hat den Kampf gegen den Krebs (leider) verloren“. So oder ähnlich lesen wir es sehr oft. Und ich möchte der Autorin zustimmen und allen krebskranken Menschen die Last nehmen (auch wenn ich das wahrscheinlich nicht kann): Du hast nicht versagt, wenn die Krebskrankheit nicht heilt. Du hast nicht versagt, wenn Du sterben musst.

Du hast vielleicht alles Mögliche unternommen, weil Du das Leben liebst, weil Du nicht sterben möchtest, noch nicht, weil Du vielleicht Mann oder Frau und Kinder hinterlässt. Und das ist total in Ordnung, dass Du den Wunsch nach Heilung hast. Brönnimann erzählt uns Weiterlesen

Noch mal leben vor dem Tod

DownloadedFile-12Meine Freundin Petra hat mich am Wochenende auf dieses Buch aufmerksam gemacht.

Dazu fallen mir zwei Dinge ein. Zum einen wollte ich längst zu einem Zitat schreiben, das ich in einem der Bücher von Claudia Cardinal entdeckt habe. Und ich habe mit meinem Mann über die Endlichkeit des Lebens diskutiert. Mich beschäftigt die Frage: Fangen wir an, etwas in unserem Leben zu verändern, wenn uns das Lebensende wirklich bewusst wird? Wenn uns die Endlichkeit unseres Lebens wirklich durchdrungen hat? Ich habe ja schon mal dazu geschrieben, dass ich mir sicher bin, dass wir achtsamer, vorsichtiger und präsenter mit unserem Leben umgehen, wenn wir das realisieren.

Ich habe Respekt und Furcht vor der Krankheit Krebs, die eben oft unheilbar ist und mit dem Tod endet. Wir sterben weil wir alt werden, weil wir einen Unfall erleiden, weil wir unheilbar erkranken. Das trifft Jung und Alt, Menschen in meinem Alter. Weiterlesen