Der gute Tod?!

im Kloster Kappel fotografiert

im Kloster Kappel fotografiert

Ich leb und waiß nit wie lang / ich stirb und waiß nit wann /
ich far und waiß nit wahin / mich wundert das ich frölich bin.
(wurde vor 500 Jahren von Magister Martinus von Biber geschrieben).

Heute in der SonntagsFAZ auf Seite 4. Eine ganze Seite zum Thema: Der gute Tod.

Jaaaa!

Gibt es ihn den guten Tod? Was heißt es in Würde zu sterben?

Nach dieser Lektüre und nach diversen Gesprächen ist es den wenigsten vergönnt in Ruhe einzuschlafen. Wir stellen uns vor und wünschen uns sehr, dass wir selbst bestimmt sterben bei bester Laune und bester Verfassung. Tja. Pustekuchen. Das wurde mir nun auch mehrfach bestätigt. In Würde sterben, ist nicht (so häufig). Fakt ist, dass wir wahrscheinlich krank sind oder dement oder oder oder. Wir sind vielleicht alt und gebrechlich und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Was, wenn wir zu dem, was ist sagen: wir sterben in Würde, weil wir annehmen was ist.

Nicht umsonst ist die Sterbehilfe, der freiwillige Tod, der begleitete Suizid, wie z.B. ihn Exit in der Schweiz ermöglicht in aller Munde. Ich verstehe das sogar, dass man dem Leben ein Ende bereiten möchte, bevor man leidet. Aber müssen wir nicht versuchen umzudenken und ggfs. Unterstützung anbieten, wie es im Artikel vorgeschlagen wird. Können wir Menschen, die wissen, dass sie sterben werden, einen „würdigen“ Tod und Abschied schenken auch im Leid? Dass sie weniger Angst haben, dass Weiterlesen

Die 4 Phasen von „Ich regel jetzt mal alle letzten Dinge“

Ich war hier länger eher kurz angebunden, weil ich offline mal einiges regeln musste. Durch einen neuen Schrank habe ich wahnsinnig viel ausgeräumt, aussortiert, umgeräumt. Und durch unseren Blog hing mir sehr im Nacken, dass ich meine Patientenverfügung und meine Beerdigungswünsche dringend auf den neuesten Stand bringen wollte. Das erste mal habe ich das 2008 getan und ich muss sagen, auch durch die Beschäftigung hier im Blog habe ich einiges verändert. Aber die emotionalen Phasen beim Regeln der letzten Dinge blieben gleich.

Die wollte ich euch mal schildern und in einer Art Küchenwissenschaft zum Besten geben. Was die Ratgebersparte kann, kann ich schon lange ;-). Vielleicht kommt euch auch was bekannt vor. Und wenn ihr dann selbst drin steckt, könnt ihr sagen: „Ah ja, das hat die Annegret auch so beschrieben.“ Glaubt mir, das könnte helfen…

Phase 1: Frischer Mut: Ärmel hoch
Lange genug geredet, jetzt wird gehandelt, denke ich mir. Ich hol sie raus, all die Weiterlesen