Jemanja – die Vierte: Didgeridoo und Nahtoderfahrung

imageHerbstliches Idyll vor einer Woche. Samstagfrüh hielt der Bus an diesem Brunnen in Wil-Bronschhofen … dahinter eine bunte Eingangstür, Laub im Wasser. Das Brunnenwasser sprudelte in den Wassertrog. 

Das vierte Jemanja-Wochenende war dicht und erfüllt. Wir hatten das Vergnügen Samstagnachmittag Pete Kaupp kennenzulernen, der seit 25 Jahren Didgeridoo spielt. Er spielt dieses besondere Instrument für kranke, sterbende und verstorbene Menschen. Er verbindet sich mit den Menschenseelen und spielt für sie. Das war sehr beeindruckend. Vor vielen Jahren traf er alte, weise Aborigines in Australien, die ihn ermutigten im Spiel mit dem Didgeridoo seine Berufung zu finden. Hier seine Website: http://www.didgeridoo-soul.com/#!bio/c1xfq

Sonntags dann schauten wir einen Film über Nahtoderfahrungen. 5 Menschen wurden hierzu interviewt. Die Aussagen waren ähnlicher Natur, die 5 Überlebenden haben durchweg ähnliche Erfahrungen gemacht. Nicht zu vergessen, dass alle Fünf vorher Schlimmes erlebt hatten: einer wurde als 6jähriger „erschlagen“, eine andere erlitt einen enormen Blutverlust während der Geburt ihres Kindes, eine andere „starb“ während eines Autounfalls … und sie erlebten dieses „Wunderbare“ und sind am Leben und freuen sich darüber.

Die wichtigsten Aussagen, die mich teilweise fasziniert haben, aber auch zutiefst staunen ließen, mir Gänsehaut bereiteten:

  • ein weißes Licht war zu sehen
  • man wird willkommen geheißen von den Ahnen und Ahninnen / den Geistern
  • eine unvorstellbare Kraft / Energie / Wissen ist da
  • zurück ins Leben war „schade / traurig / eng / nicht schön“ 
  • sie sind demütig und dankbar dem Leben gegenüber
  • sie haben keine Angst vor dem Tod, vor dem Sterben
  • sie freuen sich auf das was kommt

Nach diesem Film tauschten wir uns aus, überlegten uns weiter, ob wir an Wiedergeburt glauben.

Am kommenden Mittwoch geht es weiter. Jemanja- die Fünfte: Wir besuchen „aurora, das andere Bestattungsunternehmen“ in Bern. http://www.aurora-bestattungen.ch

 

Das 4. Mal bei Jemanja in Wil


Jemanja-GartenDie 3. Jemanja-Session liegt schon wieder vier Wochen zurück. Es ging um Nähe und Distanz. Die Übungen hierzu hatten es in sich und sind sozusagen fast täglich im Alltag präsent. Wie nah darf ich jemandem kommen? Wie viel Nähe lasse ich zu? Was ist mir angenehm? Unangenehm? Darf es mir weiter gut gehen, wenn ich realisiere, dass es meinem Gegenüber „schlecht“ geht? Wie sehr gehe ich auf den anderen ein und verlasse mein „in-mich-ruhen“? Wie sehr lasse ich mich beeinflussen von misstrauischen oder arroganten Blicken?

Fazit: Wer in sich ruht und gut um sich selbst sorgt, kann andere begleiten und unterstützen im Trauern und im Sterben.

Ich hörte Geschichten vom Sterben. Es ist kein einfacher Weg, in die „andere Welt“ hinüberzugleiten. Egal wie alt man ist.

Dass ich einmal sterben werde, dass mein Leben endlich ist, rutscht immer tiefer in mein Bewusstsein.

Kommendes Wochenende werde ich das 4. Mal bei Jemanja verbringen. Ich freue

Jemanja-Garten

Jemanja-Garten

mich auf den Gastdozenten Pete Kaupp. Seit über 20 Jahren spielt er Didgeridoo …

Er erzählt auf seine ganz eigene Weise über seine Begegnungen mit alten und weisen Aborigines. Er schreibt, „ich beginne zu begreifen“. Hier kann man seine Bio lesen, die mich zutiefst berührt.

Vielleicht ist mein Leben nach dem nächsten Wochenende auf den Kopf gestellt? 🙂