mitgelesen: abc.etüden: Rausch

2017_27-17_3_dreiWeil es so viel Freude bereitet poetisch über den Tod und das Sterben zu schreiben, poste ich hier Christianes kleinen abenteuerlichen Text: Rausch.

Schon beim Lesen kribbelt es mir vor Angst im Bauch und jeder der Extremsport betreibt muss sich über das eigene Sterben Gedanken machen. Heißt: sie oder er muss mit jeder Aktion den Tod in Kauf nehmen.

Erst kürzlich starb Ueli Steck ein in der Schweiz bekannter Extremkletterer und Bergsteiger in Nepal. Sein Credo: „scheitern heißt sterben“. Auch wenn Extremsportler höchste Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen treffen, das Restrisiko bleibt.

Wie Christiane so schön in ihrem Text schreibt, nach der Aktion gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man lebt und betrinkt sich oder ist tot.

 

Petra zum Schluss: Verpflanzt sterben

img_5368Totenhemd meets Poetry

Kakerlaken sterben nicht aus.
Das hab ich früh kapiert.

Man sagt,
einen alten Baum verpflanzt man nicht.

Oma wurde verpflanzt und starb bald darauf.
Kurz drauf starb auch mein verpflanzter Opa.

Heimatlos gestorben.
in fremder Erde begraben.

Keine Zeit für Tränen.
damals
weiterweiterweiter arbeiten.

Ich singe.
dafür heute und jetzt!
herzvergnügt.

Schneeglöckchen sprießen.
Ein Zitronenfalter tanzt.
ich werfe euch einen Kuss.

27.3. Silke Bicker: 12 Sekunden war sie tot.

12 Sekunden war sie tot. Danach sprang der eingebaute Defillibrator an.

12 Sekunden genügen,
um den Atem stillstehen zu lassen
um nicht mehr zu sein
um nicht mehr zu fühlen, zu denken, zu atmen
um …

****

Silke macht es spannend … hier bitte weiterlesen

25.3. Hiltruds Poesie: Wie im Himmel?!

„Wie im Himmel?!“ oder Himmlische Bonbons für die Reise

Wenn ich über das Sterben nachdenke, bin ich ganz schnell „im Himmel“. Als kleines Kind – solange bis ich endlich das Vaterunser konnte, betete meine Mutter mit mir jeden Abend:

„Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich in den HIMMEL komm. Amen.“

Der Himmel – das konnte ja nur ein ganz wunderbarer Ort sein. Das Nachdenken über den Himmel, auch die Himmel, ja das Reich der Himmel (schon auf Erden?) hat mich niemals losgelassen.

Oh wie schön, lassen wir uns von Hiltrud in den Himmel führen. Hier ist Hildtruds Beitrag zur Blogaktion des Totenhemd-Blogs im März 2017!

15.3. Brigitte Becker: Memory aus Einzelbildern

IMG_0924Immer wieder drehe ich zum Milchtopf den Hund um

Wo ist nur die zweite Katze?

Wie sieht dein Leben aus?

Mischmasch, sehr gern!

Die Welt verstillt, wenn wir gehen

Dein Kichern wird mir fehlen und dein Gesang unter der Dusche

Dein leichter Atem neben mir auf der Treppe

und dieses besondere Geräusch, wenn du erwachst

und ich? Weiterlesen