Wir trauern um einen Freund

60F3F3DF-3E57-44B8-8723-3115F3F9DD61_1_201_aWir trauern um einen Freund, der in Hongkong tödlich verunglückte während einer Fahrradtour oben auf dem Peak. Ich habe J. und seine Familie, langjährige Freunde meines Mannes, vor zwei Jahren in HK kennengelernt nach unserer Fahrradreise in Taiwan.

J. lebte und arbeitete in HK. Seine Frau und Kids in einer deutschen Großstadt.

In Coronazeiten ist das alles grad sehr entsetzlich und zum Haare raufen. Trauern kann unsere Freundin nicht. Und sie kommt grad auch nicht in die Megacity. Kann nichts tun als warten und hoffen, dass irgendwie alles gut geregelt wird. Weiterlesen

Ich möcht mal heulen …

… um all die Toten, die inzwischen am Coronavirus gestorben sind.

Für all die Ärzte (vor allem derzeit in Italien), die sich mit der sogenannten Triage beschäftigen müssen. Sie entscheiden – wie im Krieg / Regeln aus der Katastrophenmedizin – wer am Leben bleibt und wer lebensrettende Maßnahmen in Form eines Beatmungsgerätes erhält.

In Italien, Spanien und Frankreich fehlt es grad an allem. Die Ärzte und Pflegemitarbeiter*innen sind am Limit. Vor allem ist es seelisch furchtbar über Menschenleben entscheiden zu müssen.

Gott sei Dank kommt Hilfe und Unterstützung aus allen möglichen Ländern.

Ich könnt heut heulen …

Ich höre mir täglich den Podcast mit Dr. Drosten auf NDR an.
Er schafft Fakten.

Ich schaue mir auf der Karte der Johns Hopkins University an wie schnell sich der Virus verbreitet. Siehe vor allem unten rechts die Kurve der täglichen Vermehrung! Weiterlesen

Silkes Blogtag: Alle reden über Trauer 2017

alle-reden-u%cc%88ber-trauer-2017Silke Szymura hat eingeladen zu einem ganz besonderen Blogtag. Heute am Montag reden alle über Trauer. Hier ist die Einladung zu ihrer Aktion.

Da wir gerade in Poesie-Stimmung sind schreibe ich für ihre Aktion ein Elfchen.

 

 

traurig
bin ich
Seele, mein Schatz
schenkst mir Liebe und
wartest

 

 

Kino-Tipp: Eine China-Reise

In Zürich läuft derzeit im Lunchkino dieser sehenswerte Film. Liliane lebt mit ihrem Mann in Paris ein eher langweiliges Leben. Es scheint als hätten sich die Beiden nichts mehr zu sagen. Dann erreicht sie die Nachricht vom Unfalltad ihres Sohnes, Christophe, der seit Jahren in China lebt. Liliane möchte die Überführung von Frankreich aus organisieren, was schier unmöglich ist. Also fliegt sie nach Shanghai … allein … mit dem Zug weiter nach Chengdu, wo sie in Christophes Wohnung eintritt – ganz langsam – und ihn anhand seiner Spuren neu kennenlernt. Sie hat ihn nie besucht … und bereut es sehr. Weiter geht es mit dem Bus zu dem Ort wo der Unfall passierte und Freunde von ihm wohnen. Ein kleiner Junge lehrt sie unterwegs die ersten chinesischen Wörter.

Im Ort angekommen bezieht Liliane Weiterlesen

Was bleibt?

Kunst im Baummuseum ENEA

Kunst im Baummuseum ENEA

Angeregt durch die Ausstellung „Was bleibt?“ in Frankfurt-Höchst stellt sich für jeden Frage: Was bleibt, wenn ich mal nicht mehr bin?

Eine Ausstellungsbesucherin schreibt ins Gästebuch: „Zu Lebzeiten Gutes tun, bleibt in Erinnerung“. Martin Luther soll gesagt haben: Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Haben Sie ein Bäumchen gepflanzt? 🙂

In Fritz Roths Buch „Trauer ist Liebe“ habe ich gestern folgendes gelesen: Ein MItarbeiter und Kollege starb 50-jährig bei einem Verkehrsunfall. Der Agenturinhaber beließ es nicht bei der Beerdigung. Ein Kondulenzbuch wurde ausgelegt und ein Baum vor dem Eingang zur Agentur gepflanzt.  Es hätte dem Verstorbenen gefallen!

Was bleibt? – keine leichte Antwort, oder?

Mir fallen diese Dinge ein, die bleiben:

* Fotos
* Erinnerungen und Geschichten
* Geschenke
* Bilder – gemalt vom Toten
* ein Buch oder Bücher, die veröffentlich wurden
* Unternehmen, die gegründet wurden, Einrichtungen, Hotels die gebaut wurden
* Häuser und Grundstücke
* Kinder und deren Kinder …. der Stammbaum entwickelt sich weiter
* ein Handy, ein Computer oder ein Tablet – der digitale Nachlass und die Spuren im Internet

Was bleibt? Was habe ich vergessen? Was fällt Dir ein?

Trauer im Betrieb ein unbeackertes Feld – heute in der FAZ

Wenn ein Kollege stirbt … was tun?

Wir gehen wir damit um, wenn ein Kollege stirbt?
Wie trauern wir um ihn oder sie?
Wie erinnern wir uns?
Welche Rituale hat ein Unternehmen, um ihr oder seiner zu gedenken?
Wie individuell wird eine Todesanzeige formuliert?
Was darf man den Mitarbeiterin zumuten?

Heute lesen wir in der FAZ in der Rubrik Beruf & Chance: Der leere Schreibtisch nebenan. Ich zitiere: „Anders als im privaten Bereich sei die Trauer im Betrieb jedoch noch immer „ein fast komplett unbeackertes Feld“, beklagen Experten wie Sylvia Brathuhn vom Bundesverband für Trauerbegleitung“.

Haben Sie schon mal um einen Kollegen/eine Kollegin getrauert? Oder trauern gerade um einen netten Menschen aus der Firma? Und es kommt Ihnen bekannt vor, was Sie hier lesen?

Schön finde ich den Punkt, „dass die Unternehmensleitung einen Plan für den Umgang mit Todesfällen in der Schublade liegen habe“. Und zwar nicht eine 0-8-15-Chechliste sondern einen Plan, der zum Unternehmen passt. Haben Sie oder Ihre Firma vorgesorgt für Todesfälle?